28/08/2026
200 KATZEN. IN EINEM EINZIGEN HAUS.
Eine Geschichte, die uns bis heute beschäftigt. | Teil 1
Bevor es ATI-PAW e.V. gab, waren wir bereits 6 Jahre lang privat im Tierschutz aktiv.
Und eine Geschichte aus dieser Zeit haben wir bis heute nicht vergessen.
Wir erfuhren damals von einem Haus in Istanbul.
3 Etagen. 200 Katzen.
Was dort passiert war, hatte allerdings nicht mit 200 Katzen begonnen.
Die Frau nahm Straßenkatzen auf und versorgte sie.
Als sich herumsprach, dass sie half, wurden Tiere vor ihrer Tür zurückgelassen: Katzen, Mütter mit Babys, trächtige, kranke & unerwünschte Tiere.
Aus wenigen wurden immer mehr.
Bis irgendwann 200 Katzen in diesem Haus lebten.
Warum ließ sie sie nicht wieder raus oder gab sie ins Tierheim?
Hier beginnt das Dilemma.
Zurück auf die Straße – zu Krankheit, Hunger, Verletzungen, Verkehr & Gewalt?
Oder in staatliche Einrichtungen? Wir hatten selbst Zustände gesehen & Aufnahmen erhalten, die uns bis heute verfolgen.
200 Katzen in einem Privathaus waren trotzdem keine Lösung. Genau das ist der Punkt.
Was, wenn jede Möglichkeit falsch erscheint? Eine Katze raussetzen und hoffen, dass sie überlebt? Sie einer Einrichtung anvertrauen, der man aus eigener Erfahrung nicht vertraut? Oder sagen: „Okay. Diese eine bleibt noch.“
Morgen kommt die nächste. Übermorgen eine Mutter mit vier Babys. Irgendwann wird daraus eine Situation, die ein Mensch allein nicht mehr bewältigen kann.
Als wir davon erfuhren, entschieden wir deshalb nicht, über sie zu urteilen.
Wir entschieden uns, hinzufahren.
Und als wir dieses Haus zum ersten Mal betraten, standen wir plötzlich vor 200 Katzen.
Wir konnten unmöglich alle retten.
Es war nicht einfach, die Frau davon zu überzeugen, uns überhaupt Katzen anzuvertrauen.
Doch nach vielen Gesprächen durften schließlich 2 Katzen mit uns gehen, die am meisten Hilfe benötigten:
Patik & Şero❤️
Es fühlte sich erschreckend wenig an.
Aber für diese beiden sollte sich in diesem Moment ihre ganze Welt verändern.
Was aus Şero & Patik wurde – und warum uns dieses Haus danach trotzdem nie wieder losgelassen hat – erzählen wir euch in Teil 2. 🐾