Bildungsstreik Gütersloh

Bildungsstreik Gütersloh Am 17.11.2011 soll ein bundesweiter Bildungsstreik die Flamme des Bildungsprotests wieder neu anheizen! Hier und da haben wir Verbesserungen erkämpft.

In Gütersloh gab es bereits 2008, erstmals einen Bildungsstreik, der den Kampf für eine bessere Bildung und Lernbedingungen auf die Straße brachte. Dabei hat die Schülervertretung der Anne Frank Gesamtschule und andere rund 1000 Schüler und Schülerinnen, gegen die Lernzustände die heute immer noch existieren, mobilisieren können. Kreativer Höhepunkt war die Erstellung eines überdimensionalen Sarg

es mit welchem die Bildung symbolisch zu Grabe getragen wurde. Den krassen LehrerInnen Mangel, die viel zu großen Klassen, den ständigen Druck wollten SchülerInnen, Studierende & Azubis in ganz Deutschland nicht mehr länger hinnehmen. Mit den folgenden Bildungsstreiks, haben wir Geschichte geschrieben. In NRW wurden bspw. die Kopfnoten und die Studiengebühren abgeschafft, die Drittelparität an den Schulen wurde wieder eingeführt. Aber noch immer leiden wir unter einer Bildungspolitik, die eigentlich eine Sparpolitik ist. Während Banken und Konzerne wieder Rekordgewinne verbuchen und die deutschen Kriegseinsätze Milliarden von Euro vernichten, kommt vom Aufschwung an unseren Schulen nichts an. Schüler und Schülerinnen, die aus Herzebrock-Clarholz kommen, haben z.B eine schlechte Anbindung zu den Schulen nach Gütersloh. Dazu kommen Fahrpreiserhöhungen im Bus und Bahnbereich, die uns Schülern und Azubis die Kohle aus der Tasche nehmen. Zentrale Abschlussprüfungen erhöhen den Lerndruck und nehmen uns den Schlaf und den Spaß am Lernen. Bildung wird immer teurer und Perspektivlosigkeit macht sich in der Masse der Jugendlichen breit. Bei der Masse der Jugendlichen verfestigen sich Zukunftsängste und das Bewusstsein, ohne guten Bildungsabschluss keine berufliche Perspektive zu haben. Die Krise ist überwunden…das ist es, was wir täglich in den Medien lesen können. Doch unsere Zukunftschancen werden von Jahr zu Jahr beschissener:
Unsere Klassen werden größer, der Leistungsdruck nimmt zu, Jugendzentren werden wegen leerer Kassen geschlossen, Prestige Gebäude wie z.b das neue Theater, werden auf Kosten der Bürger gebaut. Kurz: Bei uns wird gespart. Aber gleichzeitig werden Banken und Konzerne durch Rettungsschirme mit Milliarden subventioniert. Auf diese Weise wird die Wirtschaftskrise auf uns abgewälzt. Es sind eben nicht die Banken und Konzerne die für ihre Krise zahlen. Nein, sie sind sogar gestärkt aus der Krise gegangen – auf unsere Kosten. Wollen wir uns das länger gefallen lassen? Das müsst ihr nicht! In der Vergangenheit haben wir bewiesen, dass wir in der Lage sind, uns zu wehren!

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Gütersloh
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