01/11/2024
Totenmonat November
Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag, Totensonntag - wenn die Blätter fallen, die Tage kürzer und dunkler werden, der Himmel sein Blau fast durchgängig durch Grau ersetzt - dann ist November, der Monat, wo wir uns auf unsere Vergänglichkeit besinnen und der Toten, unserer Toten gedenken.
Friedhöfe werden naturgemäß im November besonders oft aufgesucht. Doch der Besuch der alten Göttinger Friedhöfe lohnt ganzjährig und immer dann auch jedes Mal mit einer eigenen Note.
St. Batholomäus, St. Albani, der Jüdische Friedhof, der Alte Stadtfriedhof … alle diese Grabstätten üben eine ganz besondere Magie aus durch die einzigartige Mischung aus Orte der Stille und Meditation, zum Teil wunderschönen Parklandschaften, morbider Atmosphäre und trotzdem lebendiger Begegnungsstätten.
Wir vom Lionsclub Göttinger 7 hatten bereits im September einen sehr atmosphärischen Clubabend auf dem Alten Stadtfriedhof. Die fachkundige, höchst interessante und gleichermaßen spannende Führung von Frau Margaretha Hulsch erschloss uns die wundervolle Parklandschaft, die Geschichte, besondere Gräberarchitekturen und natürlich die Gräber besonderer Menschen, Familien, die der Welt oder wenigstens Göttingen ihren Lebensstempel aufgedrückt haben. Allen voran natürlich die der Göttinger Nobelpreisträger und ihr Rondell, die Grabstätten der Familien Sartorius und Grummes, aber auch die ewige Mahnung der symmetrisch-anonymen Reihen der gefallenen Weltkriegssoldaten - alles passt zusammen an diesem besonderen Ort und hinterlässt nachhaltige Eindrücke.
Ein Besuch, eine Führung lohnt immer, auch oder vor allem im Totenmonat November.