23/11/2025
Wir waren wieder bei Ostendia. Am Anfang des Jahres wackelte der Kontakt und wir haben jetzt ÜBERALL GUTE LAUNE!!! Die Bilder..
Der Vorstädtische Bürgerverein 1888 e.V. Fulda -Türkenbund- ist der älteste karnevalistische Verein Fuldas. Wir sind der älteste Fuldaer Fastnachtsverein.
Fulda
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Wir, der Vorrstädtische Bürgerverein 1888 e.V. Türkenbund, sind der älteste karnevalistische Verein in Fulda. Mit der Kultur oder dem Brauchtum des Landes am Bosporus hat dieser Verein nichts gemein. Vielmehr hat der Verein den Zweck der Förderung des traditionellen Fuldaer Brauchtums einschließlich der Pflege des Karnevals, der Fastnacht und des Faschings. Während der Kampagne erkennt man uns an den orientalisch angehauchten Kostümen inklusive Fes und findet uns fast immer an der „Trääänk“ hinterm’ Dom denn dort ist der Verein 1887 geboren. Die Trääänk wird von dem kleinen Bächlein „Waides“ durchflossen und dient als Hafen für unseren Panzerkreuzer „Zimdera“.Im Laufe der Fastnachtskampagne veranstalten wir unsere Fremdensitzung „Manöverball“, unser Kinderfest und nicht zu vergessen gemeinsam mit den 5 anderen alten Randstaaten das „Brääder Nie“ und die 1. Fulder Weiberfoaset.Außerhalb der närrischen Zeit bieten wir Stammtische, Ausflugsfahrten, Herbstfeste, Adventsfeiern, Sommerfeste und ähnliches an um das Vereinsleben auch während des Jahres zu fördern.
Das älteste Siedlungsgebiet unserer Stadt wurde schon im ausgehenden Mittelalter im Volksmund „Türkei“ genannt. Eine umgangssprachliche Verkürzung des Türkammerguts (als „Jarmannshof“ urkundlich dokumentiert) – Türkämmerer, der als hoher fürstäbtlicher Beamter ein Steuereintreiber war. Wen wundert es, dass nur einen Steinwurf entfernt das Finanzamt heute sein Domizil hat. Die Bewohner verfügen von jeher über eine Ihnen eigene Form von Humor und Witz. Geselligkeit und nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft genossen einen hohen Stellenwert; soziale Problematiken wurden gemeinsam angegangen und gelöst. So schlossen sich 1887/88 die Anwohner zu einem Geselligkeitsverein zusammen, um heimisches Brauchtum zu pflegen bzw. neu zu beleben; auch und gerade karnevalistisches Treiben mit den damit verbundenen Veranstaltungen und Umzügen in Verkleidung und Maskierung: „ Sie wollten es denen, da oben in der Stadt, mal zeigen“. Und was lag näher als sich in türkisch-orientalische Gewänder und Uniformen zu kleiden, um einen Hauch von Orient in das winterliche Fulda zu zaubern. Zumal das kaiserliche Deutschland enge und freundschaftliche Beziehungen zum Hof des Osmanenreiches pflegte. Kaiserliche Diplomaten und Offiziere waren gerne gesehene Gäste an den „Hohen Pforten“ in Istanbul. So lebt jedes Jahr ein Stück orientalisches Gepränge in Fulda auf, wenn in der Foaset „Fuldaer Türken“ die Unterstadt beleben. „Denn Foaset ist es an der Tränke Brauch, spazieren zu gehen – mit Fes am Kopf und Schärpe um den Bauch“.