Evolutionäre Humanisten Fulda e.V.

Evolutionäre Humanisten Fulda e.V. Wir sind ein gemeinnützig arbeitender Zusammenschluss von evolutionären Humanisten, organisiert im Förderkreis der giordano-bruno-stiftung Deutschland.

In der Presse und von religiösen Menschen werden wir, vielleicht auch Du, als Atheist tituliert. Dabei kämen wir nie auf die Idee einen Menschen ohne Auto und Führerschein als "Nicht-Autofahrer" zu bezeichnen - der Begriff "Atheist" ist eine Negativbrandmarkung aus klerikalen Kreisen mit eindeutiger Absicht - aber er trifft zu. Wir evolutionären Humanisten wollen aus der Schatzkammer der Religione

n, aus der Geschichte unserer Welt Erkenntnisse für eine positive, gemeinsame Zukunft ableiten und Impulse für eine friedliche, gebildete und eben humane Zivilisation setzen. Dazu werden wir hier und anderswo mit Beiträgen aufwarten, Dich über Aktionen informieren und das Medienecho widerspiegeln. Wir arbeiten nicht gegen eine bestimmte Kirche, Religion oder Glaubensgemeinschaft, sondern wollen durch eine Förderung des Laizismus (der Trennung von Staat und Religion, wie im Grundgesetz beschrieben) gerade die Religionsfreiheit sicherstellen. In der Diskussion integrieren wir daher gerne auch Vertreter und Anhänger jeglicher Glaubensrichtung, solange diese wie wir Menschenrechte, den Schutz von Minderheiten und die weitgesteckten Ziele des Humanismus nicht grob ablehnen.

18/01/2026

Beiträge von Masih Alinejad, Ahmad Batebi und den USA auf dem 10.091. Meeting des UN-Sicherheitsrates.

Masih Alinejad wendet sich direkt an den Vertreter der Islamischen Republik Iran und konfrontiert ihn mit den 3 versuchten Morden an ihr.

Ahmad Batebi entscheidet sich, nicht von seinem Skript abzulesen, sondern "von seinem Herzen" zu sprechen und von seiner Gefangenschaft und Folterung im Iran zu erzählen sowie vom iranischen Regime und seinen Plänen.

/LM Dieses hervorragende Essay nennt die wesentlichen Fragen, die wir uns zur Dummheit stellen müssen: Was genau ist sie...
30/10/2024

/LM Dieses hervorragende Essay nennt die wesentlichen Fragen, die wir uns zur Dummheit stellen müssen: Was genau ist sie? Wie gefährlich ist sie? Was können wir gegen sie tun?

Maßnahmen gegen die Dummheit beginnen beim Individuum, deswegen folgt hier der wichtigste Auszug für Leser, die sich nicht Zeit für das ganze Essay nehmen wollen (maschinell übersetzt):
>> Bonhoeffer glaubte, dass es eine Lösung gibt: Demut. Eine Offenheit, unsere Grenzen zu erkennen. Es ist eine Form der Demut, die zugibt, dass wir nicht alle Antworten haben, dass unsere Perspektive von Natur aus unvollständig ist. Diese Offenheit kultiviert die innere Unabhängigkeit, die er für unerlässlich hielt, um der Macht der Dummheit zu widerstehen. Es ist die Demut, zu zweifeln, zuzuhören, sich auf neue Ideen einzulassen, anstatt sie einfach abzulehnen.
Auch Cipolla gibt uns einen Handlungsrahmen, um die Dummheit zu bekämpfen: Wachsamkeit. Wir müssen lernen, die Anzeichen schädlicher Dummheit bei uns selbst und bei anderen zu erkennen und uns vor ihr zu hüten, wenn wir sie sehen, insbesondere wenn sie in Machtpositionen aufsteigt. Wenn wir akzeptieren, dass Dummheit in jedem von uns vorkommt, unabhängig von der Intelligenz, beginnen wir, sie als eine gemeinsame menschliche Herausforderung zu sehen und nicht als einen Fehler der anderen.> Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen. Soviel ist sicher, daß sie nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. Diese Entdeckung machen wir zu unserer Überraschung anläßlich bestimmter Situationen. Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, daß die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als daß unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen. Wir beobachten weiterhin, daß abgeschlossen und einsam lebende Menschen diesen Defekt seltener zeigen als zur Gesellung neigende oder verurteilte Menschen und Menschengruppen. So scheint die Dummheit vielleicht weniger ein psychologisches als ein soziologisches Problem zu sein.

Stupidity is not so much lack of intelligence as failure of intelligence

/LM Die Evolutionssimulation ALIEN simuliert viele Millionen Zellen, die in verschiedene Typen unterteilt sind. Daraus e...
09/07/2024

/LM Die Evolutionssimulation ALIEN simuliert viele Millionen Zellen, die in verschiedene Typen unterteilt sind. Daraus entstehen die verschiedensten Lebensformen. Aus der Dokumentation ins Deutsche übersetzt:

Jede Zelle hat eine spezielle Funktion, die ausgelöst werden kann und (normalerweise) bestimmte Eingaben akzeptiert und Ausgabewerte zurückgibt. Derzeit sind folgende Funktionen implementiert:

- Berechnung: Ermöglicht die Ausführung von 15 Zeilen assemblerähnlichen Codes. Der Code hat Zugriff auf die Speicher der Zelle und des Tokens (siehe unten).

- Konstruktion: Kann eine neue Zelle mit oder ohne Verbindung zur Wirtszelle erschaffen.

- Verdauung: Wandelt unter bestimmten Bedingungen eine umgebende Zelle in interne Energie um.

- Sensor: Scannt die Umgebung oder eine bestimmte Richtung nach der Konzentration von Partikeln mit einer bestimmten Farbe.

- Muskel: Kann eine Zellverbindung zusammenziehen oder ausdehnen. Während dieses Prozesses kann ein Impuls erzeugt werden.

- Scanner: Ermöglicht die Selbstinspektion von Zellstrukturen, ausgehend von der Wirtszelle. Ein Scanner bestimmt die Spezialisierung und den Zustand anderer Zellen. Auch die Referenzentfernung und -winkel verbundener Zellen werden erfasst.

In this video, the results of evolution simulations are presented. The starting point is a virtual world filled with a population of identical individuals wh...

/LM Dies ist ein Auszug aus der ziemlich amüsanten Kurzgeschichte "Der Name der Schlange" von R. A. Lafferty (zu finden ...
13/05/2024

/LM Dies ist ein Auszug aus der ziemlich amüsanten Kurzgeschichte "Der Name der Schlange" von R. A. Lafferty (zu finden in "900 Großmütter", Band 2), in der ein Priester versucht, eine hochentwickelte außerirdische Zivilisation zu missionieren. Es will ihm aber einfach nicht gelingen, die Analoi von ihrer Sündhaftigkeit zu überzeugen, um ihnen dann den Weg zur Erlösung zu zeigen. Das kirchliche Geschäftsmodell funktioniert dort nicht.

/LM Wie konnte in der Natur Kooperation zwischen Individuen entstehen und sich weitgehend durchsetzen? Was für Schlüsse ...
12/04/2024

/LM Wie konnte in der Natur Kooperation zwischen Individuen entstehen und sich weitgehend durchsetzen? Was für Schlüsse können wir für unser Verhalten bis hin zur Weltpolitik daraus ziehen? Sehr sehenswert. Auch weil es Hoffnung macht.

This is a video about the most famous problem in Game Theory, the Prisoner’s Dilemma. Head to https://brilliant.org/veritasium to start your free 30-day tri...

/LM Der atheistische Theologe Alex O'Connor überzeugt (sofern man das bei der Technologie so nennen kann) ChatGPT von de...
24/10/2023

/LM Der atheistische Theologe Alex O'Connor überzeugt (sofern man das bei der Technologie so nennen kann) ChatGPT von der Existenz Gottes.
Er wendet dabei bewusst nicht die üblichen Tricks an wie "Begib dich in die Rolle eines Theisten", sondern baut in seiner gewohnten Art eine Kette aus logischen Schlüssen auf, die ChatGPT zur Bestätigung der Existenz Gottes zwingen. Deswegen ist es sehr interessant, ihm bei dieser Übung zuzuhören.

Visit https://ground.news/AlexOC to see through biased media. Check it out for free or subscribe through my link for 30% off unlimited access.To support me o...

Wer kommt am 26.8. mit nach Kassel?
26/07/2023

Wer kommt am 26.8. mit nach Kassel?

Veranstaltungstipp: Treffen der "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters" in Kassel am 26.8.23

Mit Prozession, Nudelmesse, GUNKL live u.v.m. - R`Amen!

/LM Es gibt so viele scheiternde Diskussionen, Wut und Hass, deren Grund ist, dass die eigenen Überzeugungen zur Identit...
09/05/2023

/LM Es gibt so viele scheiternde Diskussionen, Wut und Hass, deren Grund ist, dass die eigenen Überzeugungen zur Identität wurden.

Schon lange betrachte ich es als eines der gesellschaftlichen Kernprobleme. Es ist tatsächlich schwer, ein noch größeres zu finden. Achten Sie mal drauf: Bei Politik, Aktivismus, Religion, in sozialen Medien, in Gesprächen etc.

Es funktioniert auch umgekehrt: Sehr oft wird jemand nach Äußerung bestimmter Positionen (oder lediglich EINER Position!) bereits in eine Gruppe eingeordnet, als sei es bereits ein verborgener Konsens, dass Überzeugungen hauptsächlich auf Identität gründeten.

Sogar die Frage nach der Energie-Erzeugung ist teilweise schon zu einem identitären Thema geworden.

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Das kurze Essay "Keep your identity small" von Paul Graham wollte ich sowieso schon lange posten, es beschäftigt sich mit dem gleichen Thema: http://www.paulgraham.com/identity.html

>> I think what religion and politics have in common is that they become part of people's identity, and people can never have a fruitful argument about something that's part of their identity. By definition they're partisan.

Which topics engage people's identity depends on the people, not the topic. For example, a discussion about a battle that included citizens of one or more of the countries involved would probably degenerate into a political argument. But a discussion today about a battle that took place in the Bronze Age probably wouldn't. No one would know what side to be on. So it's not politics that's the source of the trouble, but identity. When people say a discussion has degenerated into a religious war, what they really mean is that it has started to be driven mostly by people's identities.

Today, we cover a section of Julia Galef's book "The Scout Mindset". She warns against treating your beliefs as part of your identity because they will inter...

/LM "A neuromorphic bionic eye with filter-free color vision using hemispherical perovskite nanowire array retina"Klingt...
27/04/2023

/LM "A neuromorphic bionic eye with filter-free color vision using hemispherical perovskite nanowire array retina"

Klingt wie Cyberpunk, ist aber real.

Dem aufmerksamen Betrachter fällt vielleicht auf, dass das Licht für das natürliche Auge aus der falschen Richtung zu kommen scheint. Es ist aber korrekt: Das menschliche Auge hat den Konstruktionsfehler, dass die signalverarbeitenden Neuronen aus Richtung des Lichteinfalls VOR den Photorezeptoren liegen. Das ist suboptimal, zudem muss der Sehnerv durch die Netzhaut stechen, um sich mit der Neuronenschicht zu verbinden -- dort liegt der Blinde Fleck.
Das Auge des Tintenfischs hat diesen Fehler nicht.

(Von Anhängern des Intelligent Designs wird das Säugetier-Auge dennoch gerne als vermeintlicher Beweis herangezogen.)

https://www.nature.com/articles/s41467-023-37581-y

03/04/2023

/LM https://robkhenderson.substack.com/p/reverse-dominance-hierarchies7

Das ist eines der interessantesten Essays, die ich dieses Jahr bisher gelesen habe. Es geht um "Reverse Dominance Hierarchies". Die hierarchische Gesellschaft erscheint gerade uns Industrielandbewohnern sehr natürlich. Zumal wir in der Natur Dominanzverhalten und den Wettstreit um privilegierte Positionen, auch speziesübergreifend (z. B. Nahrungskette), beobachten können. Aber Menschen kommen zuweilen auf andere Ideen.

>> The book states that both egalitarianism (status equivalency) and hierarchy are “natural conditions of humanity.” Everyone wants to dominate others, and everyone doesn’t want to be dominated by others.

Egalitarianism is an uneasy compromise.

[...]

Even though people tend to prefer a dominant role, they make an implicit pact with one another. Each person gives up their slight chance of becoming an alpha in exchange for the certainty that no one will be alpha over him. > Die Ureinwohner, mit denen Sie drehten, boten damals an, Ihren Hauptdarsteller Klaus Kinski zu töten, wenn er nicht aufhörte, am Set herumzuschreien.

Dieses Angebot war sehr ernst gemeint. Ich hätte bloß nicken müssen, dann wäre Kinski allenfalls in einem Sarg nach Deutschland zurückgekehrt. Das Interessante daran war, dass die Leute im Dschungel, unglaublich stille Menschen, eher dazu bereit waren, einen Mord zu begehen, als ständiges Geschrei zu ertragen.

/LM Warum ruhende Muskeln von Säugetieren Wärme erzeugen (im Gegensatz zu Reptilien z. B.), wurde neulich (wahrscheinlic...
06/02/2023

/LM Warum ruhende Muskeln von Säugetieren Wärme erzeugen (im Gegensatz zu Reptilien z. B.), wurde neulich (wahrscheinlich) herausgefunden. Die Muskeln von gleichwarmen und wechselwarmen Tieren sind fast gleich, aber es gibt Ionentransportkanäle im sarkoplasmatischen Retikulum, die bei Säugetieren mehr Energie aufwenden müssen, um überschüssige Calcium-Ionen loszuwerden.
Das ist ein gutes Beispiel für eine winzige, zufällige Änderung im Genom, die evolutionär deutliche Vorteile und Nachteile bringt.

A team of researchers from the University of Queensland, La Trobe University and Monash University, all in Australia, has found evidence that suggests the evolutionary loss of a ryanodine receptor isoform may explain how muscles in warm-blooded creatures evolved to allow for the generation of heat e...

/LM "Tatsache ist, dass man nicht intelligent sein kann, indem man lediglich seine Meinungen wählt. Der intelligente Men...
19/01/2023

/LM "Tatsache ist, dass man nicht intelligent sein kann, indem man lediglich seine Meinungen wählt. Der intelligente Mensch ist nicht derjenige, der diese und jene Ansichten vertritt, sondern derjenige, der gute Gründe für das hat, was er glaubt, und es dennoch nicht dogmatisch glaubt.

Und Meinungen, die aus guten Gründen vertreten werden, haben weniger emotionale Einheit als die Meinungen von Dogmatikern, denn die Vernunft ist überparteilich und bevorzugt mal die eine, mal die andere Seite. Das ist es, was die Menschen daran so unangenehm finden.

In der Erziehung sollte man die Schüler dazu bringen, jeden Tag eine unangenehme Meinung einzugestehen, und niemandem, dessen Ansichten ein in sich konsistentes Ganzes bilden, sollte man erlauben, zu unterrichten. Dann könnte vielleicht die Virulenz der Orthodoxien abnehmen."

“The fact is you cannot be intelligent merely by choosing your opinions."

[ FULL CITATION]

“The fact is you cannot be intelligent merely by choosing your opinions. The intelligent man is not the man who holds such-and-such views but the man who has sound reasons for what he believes and yet does not believe it dogmatically.

And opinions held for sound reasons have less emotional unity than the opinions of dogmatists because reason is non-party, favouring now one side and now another. That is what people find so unpleasant about it.

In education, pupils ought to be made to admit one unpleasant opinion every day, and no person whose views form a self-consistent whole should be allowed to teach. Then, perhaps, the virulence of orthodoxies might diminish.”

— Bertrand Russell, Mortals and Others, Volume II: American Essays 1931-1935, On Orthodoxies (23 August 1933), p. 58

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Background: Mortal and Others (1975) shows the serious and non-serious side of Russell's personality and works. In the early 1930s, the New York American and other newspapers owned by William Randolph Hearst published a literary page to which a large number of writers and artists contribute. Bertrand Russell was one of the regulars, contributing a total of 156 essays from 22 July 1931 to 2 May 1935. In one year alone (1933), he contributed fifty items, virtually one each week.

Image: Bertrand Russell (1935).

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