30/10/2024
/LM Dieses hervorragende Essay nennt die wesentlichen Fragen, die wir uns zur Dummheit stellen müssen: Was genau ist sie? Wie gefährlich ist sie? Was können wir gegen sie tun?
Maßnahmen gegen die Dummheit beginnen beim Individuum, deswegen folgt hier der wichtigste Auszug für Leser, die sich nicht Zeit für das ganze Essay nehmen wollen (maschinell übersetzt):
>> Bonhoeffer glaubte, dass es eine Lösung gibt: Demut. Eine Offenheit, unsere Grenzen zu erkennen. Es ist eine Form der Demut, die zugibt, dass wir nicht alle Antworten haben, dass unsere Perspektive von Natur aus unvollständig ist. Diese Offenheit kultiviert die innere Unabhängigkeit, die er für unerlässlich hielt, um der Macht der Dummheit zu widerstehen. Es ist die Demut, zu zweifeln, zuzuhören, sich auf neue Ideen einzulassen, anstatt sie einfach abzulehnen.
Auch Cipolla gibt uns einen Handlungsrahmen, um die Dummheit zu bekämpfen: Wachsamkeit. Wir müssen lernen, die Anzeichen schädlicher Dummheit bei uns selbst und bei anderen zu erkennen und uns vor ihr zu hüten, wenn wir sie sehen, insbesondere wenn sie in Machtpositionen aufsteigt. Wenn wir akzeptieren, dass Dummheit in jedem von uns vorkommt, unabhängig von der Intelligenz, beginnen wir, sie als eine gemeinsame menschliche Herausforderung zu sehen und nicht als einen Fehler der anderen.> Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen. Soviel ist sicher, daß sie nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. Diese Entdeckung machen wir zu unserer Überraschung anläßlich bestimmter Situationen. Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, daß die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als daß unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen. Wir beobachten weiterhin, daß abgeschlossen und einsam lebende Menschen diesen Defekt seltener zeigen als zur Gesellung neigende oder verurteilte Menschen und Menschengruppen. So scheint die Dummheit vielleicht weniger ein psychologisches als ein soziologisches Problem zu sein.
Stupidity is not so much lack of intelligence as failure of intelligence