06/08/2026
Zwei Notfälle auf dem Bodensee führen zu Einsätzen der PSNV
Am vergangenen Wochenende wurde ein Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) Bodenseekreis aufgrund eines Tauchunfalls alarmiert.
Am gestrigen Mittwoch folgte ein weiterer Einsatz: Nach einem Seenotfall mit einer vermissten Person unterstützten die Einsatzkräfte der PSNV Betroffene vor Ort.
Am frühen Donnerstag morgen, wurde die PSNV erneut alarmiert, nachdem die vermisste Person tot aufgefunden wurde.
Weitere Informationen zu den beiden Ereignissen entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Pressemitteilungen.
Tödlicher Tauchunfall nach Notaufstieg
Am Sonntag (02.08.2026) kam es in Überlingen am Tauchplatz "Tennisplätze" zu einem tödlichen Tauchunfall. Nach bisherigen Erkenntnissen führten eine 46-jährige Taucherin und ihr 64-jähriger Tauchpartner einen gemeinsamen Tauchgang durch und leiteten gegen 10:30 Uhr in einer Tiefe von rund 80 Metern aus noch ungeklärter Ursache einen Notaufstieg ein. Während der Mann bereits beim Auftauchen bewusstlos war, verlor seine Begleiterin das Bewusstsein kurz darauf an Land. Trotz Reanimationsmaßnahmen verstarben beide Taucher noch vor Ort. Die genauen Todesumstände sowie die Gründe für den Notaufstieg sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Überlingen.
Wir korrigieren diese Darstellung hiermit sachlich. Entgegen ersten Angaben verlor die 46-jährige Taucherin kurz nach dem Auftauchen an der Wasseroberfläche bereits das Bewusstsein.
Polizeipräsidium Einsatz
Seenotfall - vermisste Person im Bodensee vor Kressbronn
Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen konnte eine 65-jährige Frau, die am Mittwoch, 05.08.2026, gegen 18:50 Uhr vor Kressbronn von einem Motorboot in den See gefallen war, nicht mehr aufgefunden werden. Sie war mit ihrem 68-jährigen Ehemann aus Richtung Schweiz wegen dem aufziehenden Gewitter auf dem Weg in den Heimathafen. Die Gewitterzelle, die sich zu diesem Zeitpunkt über dem Unglücksort befand, verursachte starken Seegang bei heftigem Regen. Hierbei ging die Frau über Bord und nachdem der Ehemann sie in den hohen Wellen aus den Augen verloren hatte, setzte er den Notruf ab. Bei dem deshalb ausgelösten Internationalen Seenotalarm fanden sich ca. 200 Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei, Wasserpolizei Österreich, Seepolizei Schweiz, der Feuerwehr, der DLRG und der SLRG im Einsatzraum ein. Unter der Leitung der Wasserschutzpolizei Friedrichshafen wurde die Suche bis nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Wasser durchgeführt. Im Anschluss wurde die Suche noch mit der Suchhundestaffel der DLRG fortgeführt. Für die Absuche aus der Luft war zudem ein Polizeihubschrauber im Einsatz.
Alle Suchmaßnahmen blieben leider ohne Erfolg. Die Suche nach der vermissten Frau wird am 06.08.2026 fortgeführt.
Nachtragsmeldung
Die am gestrigen Mittwochabend (05.08.2026) nach einem Sturz von einem Motorboot im Bodensee vermisste 65-jährige Frau wurde tot aufgefunden. Am heutigen Donnerstagmorgen, gegen 07:00 Uhr, entdeckten zwei Zeugen am Strand von Langenargen eine im Wasser treibende, leblose Person und verständigten umgehend die Rettungskräfte. Die alarmierten Einsatzkräfte bargen die Frau aus dem Wasser. Ein hinzugezogener Notarzt konnte nur noch den Tod der Person feststellen. Die Identifizierung der aufgefundenen Frau ist mittlerweile abgeschlossen. Bei der Aufgefundenen handelt es sich um die 65-jährige Frau, die am Vorabend während eines schweren Unwetters vor Kressbronn von einem Motorboot in den See gestürzt und trotz einer groß angelegten, internationalen Suchaktion mit rund 200 Einsatzkräften vermisst worden war.
Polizeipräsidium Einsatz
Symbolbild