08/05/2026
Montessori beginnt bei der Haltung.
Im Montessori Kinderhaus Freising nehmen wir uns einmal monatlich bewusst Zeit, um gemeinsam auf unsere Pädagogik zu schauen, Erfahrungen auszutauschen und unseren Alltag mit Kindern zu reflektieren. 🌿
In unserem letzten Montessori-Team stand die Frage im Mittelpunkt:
Wie kann Montessori nicht nur am Material, sondern mitten im Alltag gelebt werden?
Dabei wurde schnell deutlich:
Das regelmäßige Reflektieren und das Bewusstsein über die eigene Rolle als Vorbild für Kinder ist unglaublich wichtig.
Und so haben wir uns an diesem Abend auch ein wenig selbst auf die Schippe genommen 😄
Wo gibt es noch Raum für Entwicklung?
Was machen wir manchmal ganz automatisch?
Zum Beispiel:
– den Stuhl mit dem Fuß unter den Tisch schieben
– beim Mittagessen selbst kein Getränk am Platz haben
– oder sich kurz auf die Arbeitsfläche der Küche setzen
Wir alle sind Menschen - und genau deshalb passiert es manchmal, dass wir im stressigen Alltag in Automatismen rutschen und unsere Vorbildhaltung aus dem Blick verlieren.
Gerade junge Kinder orientieren sich über Nachahmung.
Wie wir sprechen, warten, zuhören, mit Dingen umgehen oder auf Herausforderungen reagieren, wird für sie zur Orientierung.
Die vorbereitete Umgebung besteht deshalb nicht nur aus Material und Ordnung - sondern auch aus den Erwachsenen, die Teil dieser Umgebung sind.
Besonders bewegt hat uns dabei ein Gedanke von Maria Montessori:
„Die erste Aufgabe der Lehrerin ist die Vorbereitung ihrer selbst.“
Ein Satz, der uns daran erinnert, dass Pädagogik nicht nur in Materialien oder Angeboten liegt - sondern auch darin, wie bewusst wir uns selbst, unserem Verhalten und unserer Wirkung auf Kinder begegnen: Wie wir sprechen, wie aufmerksam wir sind, wie wir zuhören, wie wir essen, usw.
Nicht Perfektion ist entscheidend.
Aber die Bereitschaft, sich selbst immer wieder zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Denn Kinder beobachten uns sehr genau.
Sie orientieren sich an uns.