Trees of Memory e.V.

Trees of Memory e.V. Unterstützung Angehöriger nach Verlust durch Suizid, Suizidprävention und Förderung des Projekts TREES of MEMORY https://www.facebook.com/treesofmemorymario .

Aus der Idee des Projektes "TREES of MEMORY - Mario läuft" heraus wurde im November 2017 unser gemeinnütziger Verein TREES of MEMORY e.V. initiiert. Elf Personen wollten diese Idee und den Lauf von Mario Dieringer unterstützen und gründeten den Verein. Somit gibt es von Beginn an zwei zwar miteinander verwobene, dennoch unabhängige Felder. Mario Dieringer und sein Projekt, und einen Verein mit eng

agierten Mitgliedern, der längst aus den Kinderschuhen entwachsen ist. Unser Anliegen ist die Hilfe und Unterstützung Angehöriger nach einem Verlust durch Suizid. Viele von uns sind selbst betroffen und wissen um die Schwere und Trauer, die die Hinterbliebenen über viele Jahre, Jahrzehnte oder gar ein Leben lang begleitet. Inzwischen bringen wir uns zusätzlich auch immer mehr in der Suizidprävention ein. Wir fördern und unterstützen Marios Lauf, organisieren die Baumpflanzungen für ihn und arbeiten immer wieder gemeinsam an verschiedenen Projekten. Der Verein begann im Oktober 2018 mit acht "1. Anlaufstellen", die gezielt Ansprechpartner für Hinterbliebene nach Verlust durch Suizid bieten. Inzwischen gibt es deutschlandweit doppelt so viele. Dieses Angebot soll die Betroffenen dabei unterstützen, in ihrer Trauer, mit ihren Gefühlen und Gedanken gehört und verstanden zu werden. Die Anlaufstellen sind einzelne Personen, die sich Zeit für den Austausch nehmen, zuhören, keine festen Bürozeiten haben und dadurch flexibel reagieren können. Um weitere Unterstützung aufzeigen zu können, hat jede Region die verschiedensten regionalen Adressen und Telefonnummern zur Hand. So können wir nicht nur an Selbsthilfegruppen, sondern auch Therapeuten, psych. Ambulanzen und weitere Beratungsstellen den Weg aufzeigen oder den Kontakt vermitteln. Wir unterstützen dadurch auch die Arbeit verschiedener Organisationen und Verbände, da Angehörige, die mit Betroffenen in Kontakt treten möchten, auch auf uns verwiesen werden dürfen. In Einrichtungen geben wir zudem Mitarbeitern von Kliniken und Beratungsstellen durch von uns gehaltene Vorträge die Möglichkeit, mehr Hintergrund Wissen um die Trauer nach Suizid zu erlangen und dadurch intensiveres Verständnis für ihre Patienten und Klienten zu bekommen. Unsere Mitglieder nehmen an Schulungen und Seminaren teil. Deshalb gibt es unter uns auch Ersthelfer der Psychischen Gesundheit, die diese Ausbildung als MHFA-Ersthelfer absolviert haben und noch absolvieren. Das Thema mentale Gesundheit an Schulen zu bringen und gemeinsam mit Lehrern und Schülern darüber sprechen, was seelische Gesundheit ist, welche seelischen Krisen Menschen ereilen können, wie Verständnis für Betroffene aufgebracht werden kann und vor allem, wie geholfen werden kann: Ein weiteres Ziel unseres Vereins. Deshalb wenden wir uns damit gezielt an Schulen. Die Polizei ist meistens der erste Kontakt mit den Angehörigen, wenn die Todesnachricht eines geliebten Menschen nach dessen Suizid überbracht werden muss. Wir wissen aus unserem eigenen Erleben heraus, dass dies trotz guter Ausbildung eine große Herausforderung für die Beamten, und auch für die Hinterbliebenen verstörend und beängstigend sein kann. Hier möchten wir mit unserem Workshop, den wir extra für Polizei und Rettungskräfte ausgearbeitet haben, schon im Vorfeld unterstützend einwirken. Durch das Vermitteln, wie Betroffene die Situation wahrnehmen. Ebenso Aufzeigen von Wegen, wie Empathie und Distanz gleichermaßen praktiziert werden kann. Das vorhandene und erlernte Wissen der Beamten kann dadurch intensiviert werden. Mit Infoständen und Veranstaltungen bieten wir der Öffentlichkeit die Chance, sich über das Thema seelische Gesundheit, psych. Erkrankungen wie Depression, über Suizidalität und Hilfsmöglichkeiten zu informieren und stehen für Gespräche zur Verfügung. Bei Gedenk- und "Mut-mach"-Gottesdiensten dürfen sich nicht nur Hinterbliebene aufgefangen und willkommen fühlen, auch Menschen mit psych. Erkrankungen und seelischen Krisen können hier die Möglichkeit finden, wieder etwas Kraft und Mut zu erlangen. Hier stellt Mario Dieringer in englischer Sprache sein Projekt, welches wir zudem unterstützen und fördern, vor:

Easter 2016 my partner took his life. In the following months I struggled daily for my own survival. As we had argued before, my guilt feelings and my self-accusations were huge. When he took his life, I had driven to see friends. It was the first time we were separated in 18 months. He used this very weekend to commit su***de. I share a similar fate and the fight against my own su***de thoughts with around 66,000 directly affected relatives in Germany. Worldwide there are nearly seven million, year after year. That´s why I want to plant trees of memory for them who left us
and those who left behind,
together with you, on the Footpath of Life
75 000 km around the world, connecting more than 60 countries, during 15 years at least. My goal is to create a prominent symbol, most of all for the people yearning for death. I would like to show that we can accomplish incredible things, even in the darkest hours of life. What drives me? With this circle of growing, flowering trees around the
earth, symbols for love, strength, beauty and
the infinity of life, I'd like with Footpath of Life

- giving friends and family members new courage to live
- setting a sign against increasing despondency, lack of perspective and loneliness worldwide
- giving hope to those who are left behind in their darkest hours
- facilitate farewell with this special tree, which will be connected with others, who are sharing similar lifelines
- giving courage and hope to desperate people, e.g. those who suffer from a depression, those who no longer see a perspective, and those can no longer see the positive side of life.
- mobilizing people to join me realizing the great value of life
- gathering life stories, experiences, and destinies – a story bank, which enables exchange and thereby provides help
- showing relatives that they are not alone in their experience
- inviting people to walk with me to discover new perspectives
drawing worldwide attention to the problem of increasing su***de numbers
- supporting the international su***de prevention work and giving financial emergency aid
- finding a way out of passivity. I myself have suffered from the worst depression, a su***de attempt, lost my partner, and am willing to give up everything, renounce my pension fund and a so-called secure future to make my point:

Having a fulfilled and happy life is possible: when you follow yourself, you will always have the power over your life. It will show itself to you in all its splendor, even if you are stuck for such a long time that seems forever.

Unsere Sonja hat uns wieder ihre Gedanken zukommen lassen. Vielleicht findet sich ja der/die eine oder andere darin wied...
10/06/2026

Unsere Sonja hat uns wieder ihre Gedanken zukommen lassen. Vielleicht findet sich ja der/die eine oder andere darin wieder, weshalb wir sie gerne auch mit Euch teilen wollen.

Zurück ins Leben finden, geht das?

Sind wir nicht immer mal wieder verzweifelt bemüht, ins Leben zu finden? Ins ganz normale Leben? In das Leben, das wir geführt hatten, bevor sich ein geliebter Mensch das Leben nahm?
Selbst wenn dieses Leben nicht perfekt war – und das war es ganz sicher nicht –, so war es doch von etwas getragen, das einem gar nicht bewusst war. Es war so selbstverständlich wie die Schwerkraft - einfach vorhanden: ein gewisses Grundvertrauen, eine Unbekümmertheit und eine fast naive Überzeugung, dass das Leben morgen im Wesentlichen so weitergehen würde wie heute.
Auch mein Leben war nicht perfekt. Ich klagte über zu viel Arbeit und kleinere Reibereien mit der Familie, machte mir Sorgen über dieses und jenes. Manchmal fühlte ich mich vom Schicksal benachteiligt oder gar von der Welt verlassen.
Doch wie verlassen man sich tatsächlich fühlen kann, wie unerbittlich das Schicksal zuschlagen kann, erfuhr ich erst durch den Suizid meines Bruders.
Alles, was ich vorher für Leid gehalten hatte, erschien mir plötzlich nichtig, regelrecht kindisch. Es waren ja nur Sorgen, Ärgernisse und Kümmernisse größere und kleinere Krisen des Alltags gewesen.
Nun aber türmten sie sich auf; die Monsterwellen aus Angst, Schmerz, Vermissen. Sie rissen mich von den Beinen. Hielten mich tage-, wochen-, monatelang unter Wasser. Mir war, als müsste ich all meine Kraft aufwenden, nur um den Kopf kurz über die Oberfläche zu heben und Luft zu holen.
Es ging nicht mehr darum zu Leben. Es ging nur noch ums Überleben.
Aufstehen. Atmen. Funktionieren.
Einen Tag nach dem anderen.
Irgendwann hatten sich die gewaltigen Wellen ausgetobt. Ich spürte wieder Boden unter den Füßen. Wie Treibholz war ich an scharfe Klippen geschleudert worden. Nicht zerschmettert, aber auf einer kahlen, einsamen Insel gelandet. Allein mit all den bohrenden Fragen nach dem Warum. Mit den wütenden Vorwürfen, was ich alles falsch gemacht hatte. Und ich stand vor der Aufgabe, weiterzuleben, in einer Welt, in der nichts mehr Sinn ergab.
Auf dieser unwirtlichen Insel konnte und wollte ich nicht bleiben.
Also begann ich, mich ins Leben zurückzukämpfen.
Vielleicht kennt auch ihr diese Hoffnung: Man müsse nur lange genug durchhalten, nur stark genug sein, sich nicht umwehen lassen, dann würde alles wieder so werden wie früher. Auch ich erlag dieser Illusion. Ich dachte wenn ich es wieder ins normale Leben schaffe, dann, ja dann könnte ich den Schmerz umgehen und den Fragen entkommen. Manchmal wollte ich mir und anderen beweisen wie „weit“ ich mit meiner Trauer gekommen war. Lange beherrschte mich die absurde Vorstellung: Wenn ich zurück ins alte Leben fände, dann könnte ich vielleicht den Faden, den der Suizid meines Bruders zerrissen hatte, wieder zusammenknüpfen. Dann würde dieser Alptraum enden.
Doch die Rückkehr erwies sich schwieriger als erwartet.
Ich suchte Verständnis, doch ich spürte nur Ungeduld. Statt Tiefgang begegnete man mir mit Oberflächlichkeit. Ich bewegte mich auf vertrauten Wegen unter vertrauten Menschen, aber ich war so sehr aus der Bahn geworfen worden, dass mich die Wege nicht mehr trugen und manche Menschen meiner schnell überdrüssig wurden. Ich blieb außen vor und wurde zum stillen Beobachter einer viel zu schnellen Welt.
So flüchtete ich freiwillig wieder auf meine karge Insel. Dort in der Stille begriff ich, dass ich das alte Leben nicht mehr finden würde. Mich selbst nicht mehr und auch nicht meinen Bruder. Erst als ich akzeptierte, dass mein altes Leben mit meinem Bruder gestorben war, konnte ich heilen und eine andere werden.

Mit jeder Rückkehr aus dem normalen Leben schien mir meine Insel schöner, grüner und bunter. Da wachsen Bäume voller Erinnerungen in den Himmel. Es blühen Rosen der Liebe und rosa Nelken der Dankbarkeit. Hier wächst ein Kraut voller Mitgefühl. Dort steht eine Bank zum Zuhören. Munter plätschert Wasser, das von allen falschen Schuldgefühlen reinigt, über die einst kahle Insel. Eine Hängematte lädt zum Träumen ein.
Ich will nicht mehr zurück in das normale Leben. Denn ich stehe mitten im Leben. In meinem Leben. Das ist mehr als ich je gehofft hatte.
Ich möchte euch dazu ermutigen: Haltet euch in der normalen Welt nur so lange auf, wie ihr müsst oder es euch guttut. Versucht nicht, euch unbedingt in diese alte Welt einzufügen oder hineinzubiegen. Wie oft muss man den Unterton „Du solltest doch längst darüber hinweg sein“ ignorieren? Wie oft sich artig für dumme ungefragte Ratschläge bedanken? Das ist kräftezehrend und bringt nur wenig Heilung. Es führt lediglich zu einem besseren Funktionieren und irgendwann zum Ausbrennen.

Wie viel nährender ist es dagegen dort zu leben und verweilen, wo ihr ihr selbst sein dürft? Wo ihr euch ohne Angst zumuten dürft?
Gestaltet eure eigene Insel, einen (inneren) Rückzugsort. Kreiert eine Oase, einen Ort, wo ihr aufatmen könnt. Teilt eure Insel mit Freunden - echten Freunden.
Ich wünsche euch viel Freude beim Gestalten! Macht einen üppigen, farbenfrohen Garten à la Hundertwasser daraus. Hier ein farbenfrohes Mosaik, dort eine bemalte Säule. Ein Bächlein plätschert munter dazwischen. In der runden Ecke wachsen die Bäume der Dankbarkeit, der Demut, der Freude und der Liebe in den Himmel.

Vielleicht sollte die Frage also nicht heißen, „zurück ins Leben finden?“, sondern vielmehr „Vorwärts hinein ins eigene Leben springen.“

Versucht es – gestaltet, werdet kreativ für und mit dem, der fehlt.

Weitere Bäume der ErinnerungGestern wurden gleich zwei Bäume der Erinnerung gepflanzt. Jede einzelne Pflanzung ist einzi...
19/04/2026

Weitere Bäume der Erinnerung

Gestern wurden gleich zwei Bäume der Erinnerung gepflanzt. Jede einzelne Pflanzung ist einzigartig, doch ganz speziell ist es, wenn wir das fast zeitgleich an verschiedenen Standorten haben.

Dieses Mal wurde die erste Zeremonie für einen wunderschönen Maronenbaum in Hermeskeil, Rheinland-Pfalz gehalten. In einem Park, welcher wie eine Oase des Friedens wirkt, beim Gelände des Krematoriums. Besonderer Dank dafür, dass dieser besondere Platz dafür zur Verfügung gestellt wurde.

Dass Familienangehörige, so wie hier Erics Mutter, bewegende Worte finden und eine Rede selbst vortragen, hat alle berührt. Unser zweiter Vorstand Mario Kelter ergänzte die Rede mit seinen Gedanken und Worten, was unsere Vereinsarbeit ausmacht und auch über die Bedeutung unserer Bäume der Erinnerung. Diese Baumpflanzung empfand Erics Mama als „Meilenstein“ für sich selbst, und auch für ihren Sohn. Etwas der inneren Last abgeben, ein Zeichen setzen, der Liebe und der Erinnerung Ausdruck verleihen. Sichtbar. Wachsend. Tröstend. Dafür steht dieser Maronenbaum. Und wir sind dankbar, dass wir auf diesem Weg bis zur Pflanzung und Zeremonie begleiten durften.

Die zweite Pflanzung des Tages fand etwa eine halbe Stunde später in Hardheim, Neckar-Odenwald-Kreis statt. Im Rahmen der Ausstellung „Sonnenlicht für Seelenschatten“, die noch bis zum 24. April im Kath. Pfarrheim in Hardheim zu sehen ist, war die Baumpflanzung ein Teil des Rahmenprogramms. Geplant und organisiert von der Kirchengemeinde Bauland-Odenwald, dem Gesprächskreis Mentale Gesundheit des Vereins Dienst am Nächsten e.V. und dem Recovery College Neckar-Odenwald eine sehr sehenswerte Ausstellung und ein rundum tolles Programm, das dort auf die Beine gestellt wurde.

Gemeinsam mit den Veranstaltern hatten wir im Vorfeld den passenden Termin für die Pflanzung gesucht, uns darüber ausgetauscht was dafür nötig ist und den Ablauf abgesprochen.

Bei herrlichem Wetter durfte dann ein wundervoller, stattlich großer Ginko Baum im Alpengarten seinen Platz finden. Für alle, die einen Verlust durch Suizid erlitten, und für alle, die selbst von suizidalen Krisen betroffen sind oder einmal waren. Viele von ihnen wohnten der Zeremonie bei, die vom Vorstandsmitglied Iris Pfister durchgeführt wurde. Und sicher werden im Laufe der Jahre noch weitere Menschen diesen Platz entdecken. Ob bewusst, oder durch Zufall. Dass dieser Baum, dieser Ort ihnen etwas Trost, Hoffnung und Zuversicht schenken kann, das ist unser Wunsch.

Auch Bürgermeister Stefan Grimm fand nach der Zeremonie offene Worte und des Dankes, dass das Thema Mentale Gesundheit Raum in der Region findet. Mit ihm gemeinsam wurde dieser Platz ausgesucht, ein weiteres Zeichen seiner Unterstützung.

Unser Dank gilt allen Beteiligten, die sich so großartig engagiert haben, damit innerhalb kürzester Zeit ab der Idee der Baumpflanzung bis hin zu diesem Tag dieser Ginko eine neue Heimat und Zweck finden durfte. Und auch allen Spendern, die die Finanzierung überhaupt möglich gemacht haben.

RÜCKBLICK – 2 Tage voller intensiver Eindrücke und bewegenden Begegnungen auf der Messe LEBEN UND TOD  in BremenSo dankb...
13/04/2026

RÜCKBLICK – 2 Tage voller intensiver Eindrücke und bewegenden Begegnungen auf der Messe LEBEN UND TOD in Bremen

So dankbar, aber auch ein wenig ermattet nach der Messe in Bremen möchten wir Euch gerne daran teilhaben lassen, warum es uns auch dieses Mal wichtig war, dabei sein zu dürfen.

Es waren bewegende Tage, die auch in uns etwas hinterlassen haben. Dankbarkeit für unsagbar viele offene Gespräche und das dadurch geschenkte Vertrauen in uns. Dankbarkeit für die vielen tollen Begegnungen mit lieben Bekannten, die wir dort trafen. Wir haben es als Geschenk empfunden, all dies erleben zu dürfen.

Manches hallt nach. In einem der Gespräche mit einer Dame ging es um ihre Trauer um ihren Bruder den sie vor vielen, vielen Jahren durch Suizid verlor. Keine Gefühle zeigen zu dürfen, nicht darüber reden zu dürfen, eine Regel innerhalb der Familie. Welche Last muss das sein… wie viel noch nicht verarbeitet. Und nun sah sie unseren Stand. Kam mit uns ins Gespräch. Plötzlich war diese Möglichkeit, der Trauer einen Raum und eine Richtung zu geben. Ein Stück Heilung zu erlangen, nach all den Jahren. Die Idee, dafür eine Baumpflanzung für ihren Bruder haben zu wollen. Wir lassen es in ihr wirken und warten, wann der richtige Zeitpunkt für sie gekommen ist, uns deshalb zu kontaktieren.

Eine junge Frau, deren Freundin vor einiger Zeit ihr Leben beendete. Und für sie nirgends ein Ort, an dem sie darüber reden kann, Unterstützung in ihrer Trauer findet. Im Gespräch konnte sie etwas ihrer Trauer durch Tränen nach draußen fließen lassen. Fühlte sich verstanden und empfand ein wenig Erleichterung, da sie nun weiß, dass wir für sie da sein werden, wenn sie sich bei uns meldet.

Von solchen Begegnungen könnten wir noch einige Dutzend weitere erzählen. Was wir feststellten: So unzählig viele Menschen sind durch die eine oder andere Art und Weise im Laufe ihres Lebens mit dem Thema in Berührung gekommen. Und es braucht solche Begegnungen, wo sie auch darüber reden dürfen.
Wir sind auch einigen guten Bekannten begegnet. Unter anderem Dr. Lorenz Widmaier, der dort zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Erinnerungsarbeit“ referierte. Von ihm ging damals der Impuls aus, dass zur Sonderausstellung „SUIZID – let´s talk about it“ im Garten des Sepulkralmuseums Kassel ein Baum der Erinnerung gepflanzt werden durfte. Zuvor kennengelernt hatten wir uns im Rahmen seiner Doktorarbeit.
Auch Maria und Robert von "Ab unter die Erde" haben die Messe besucht, die wir bereits vor zwei Jahren in Bremen kennenlernen durften. Diese Begegnung damals war für ein paar aus unserem Team der Start eines regelmäßigen Austauschs und die Freude war groß, sie wiederzusehen.

Silvi kennen wir seit der letztjährigen Spendenaktion von Azraels Reisen die zu unseren Gunsten durchgeführt wurde. Auch mit ihr und Robert besteht seitdem regelmäßig Kontakt. Sich beim gemeinsamen Abendessen nach einem gefüllten Tag noch weiter auszutauschen war ein gelungener Abschluss des ersten Messetages.

Nicht nur wir konnten Besuchern und anderen Ausstellern etwas Wissen, Infos und Kontakte weitergeben, auch wir selbst sind mit vielen Inputs und Adressen, die im Zuge unserer eigenen Arbeit für uns hilfreich sind, nun noch mehr ausgestattet. Und auch dafür sind wir dankbar.

Im Team dann mit all den Eindrücken eines jeden Tages gemeinsam ein wenig durch Bremen zu laufen, Gespräche R***e passieren lassen können, in lockerer Runde bei einem Abendessen wieder geerdet zu werden, das brauchte es auch. Denn trotz der Schwere des Themas, trotz der erlebten Verluste, wir stehen auch im Leben. Und das ist gut so. Danke, LEBEN UND TOD Bremen, dass wir dabei sein durften.

Und heute? Da beginnt die wertvolle und wichtige Nacharbeit. Aber auch schon der erste Schritt zur nächsten Veranstaltung, denn alles, um unseren Verein auf der Ausstellung in Hardheim sichtbar zu machen, wurde heute bereits dorthin gefahren. Eine großartige Ausstellung wird dort am Mittwoch bis zum 24.04. zu sehen sein. Und dann kann gemeinsam am Samstag, 18.04. um 15 Uhr ein Baum der Erinnerung gepflanzt werden.

- im Namen des ganzen Teams, Eure Iris-

Auf der LEBEN UND TOD ...Sehen wir uns dort?
10/04/2026

Auf der LEBEN UND TOD ...
Sehen wir uns dort?

NEUE STANDORTKARTE ALLER TREES OF MEMORYWie manche von Euch wissen, hat google die Karte aller Standorte der Trees of Me...
09/04/2026

NEUE STANDORTKARTE ALLER TREES OF MEMORY

Wie manche von Euch wissen, hat google die Karte aller Standorte der Trees of Memory gelöscht, weshalb ich mich auf die Suche nach einer Alternative machen musste. Die habe ich gefunden und die letzten drei Tage daran gearbeitet. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen.
aber:
- aus dem Jahr 2018 fehlen mir im Moment noch einige Fotos, weil ich damals noch keine Cloud hatte. Irgendwo sind sie aber wenn ihr die Fotos schneller findet, als ich mit meinen 2 Mio pics, wäre es toll, wenn ihr mir die zuschickt. Als auch die genaue Adresse des Standortes.
- alle Positionen die keine Bilder haben, aus den späteren Jahren, wurden entweder von Iris, Gunter oder MarioK gepflanzt. dazu habe ich keine genauen Standorte und Fotos. Auch hier gilt: Habt ihr die Bilder? Dann schickt sie mir bitte zu + Standort.
- und alle anderen Standorte sind jetzt metergenau, per gps dateien, mit Fotos, manchmal Videos und hier und da auch ein Text.

Viel Spaß beim Schmökern und ich hoffe es gefällt. Ich werde das jetzt auch wieder in die Websites einpflegen, dann findet ihr es immer wieder.
Gruß
Mario

Seit März 2018 laufe ich um die Welt und pflanze Bäume der Erinnerung für Suizid-Opfer. Auf dieser Route / Karte sind alles gepflanzten Bäume vermerkt.

HOFFNUNG UND NEUBEGINNDie Tage vor Ostern war ich ein wenig nachdenklich. Es ist für die Christen ein bedeutendes Fest. ...
06/04/2026

HOFFNUNG UND NEUBEGINN

Die Tage vor Ostern war ich ein wenig nachdenklich. Es ist für die Christen ein bedeutendes Fest. Tod und Auferstehung. Hoffnung und Zuversicht.
Vor einigen Jahren hatte mir einmal jemand ein frohes Osterfest gewünscht. Eigentlich in guter Absicht mit den Worten: „Er hat seinen Sohn für uns gegeben. Jetzt weißt auch Du, wie groß seine Liebe zu uns Menschen ist.“ Ich war damals tief getroffen. Verletzt. Nein, ich habe meinen Sohn nicht für die Menschheit geopfert. Ich habe ihn verloren. Radikal, schmerzhaft, unwiderruflich. Gegen meinen Willen. Gegen jedweden Wunsch einer Mutter, dass ihre Kinder wohlbehütet und glücklich ihrer eigenen Zukunft entgegengehen. Und nein, ich spürte diese Liebe in dem Moment nicht. Nicht durch diese Aussage.
Und doch ist Ostern für mich immer wieder bedeutend. Nicht nur, weil ich vor elf Jahren eine Woche vor diesem Fest meinen Sohn verlor. Sondern vor allem deshalb, weil es von Neubeginn, von Hoffnung spricht.
Während draußen die Natur zu neuem Leben erwacht, die Sonne mehr und mehr an Kraft gewinnt, spüre auch ich meine Lebensenergie wieder deutlicher. Und ich kann nach dem Winter, der wieder einmal so viel mit Durchkämpfen, mit Müdigkeit, mit Hadern und Traurigkeit gespickt war, ein wenig aufatmen. Neubeginn… die eigenen Weichen wieder neu einstellen.
In manchen Bereichen kürzertreten, um das Gefühl nicht zu verlieren, dass auch ich ein eigenes Leben habe. Neben Arbeit und Vereinstätigkeit. Und es mit Dingen und Momenten füllen, die mir guttun. Die meine Seele berühren. Die sich nicht nach purem Stress anfühlen. Eben genau so, wie es jeder andere auch tut oder tun möchte. Das Leben ist vergänglich. Ist nicht unendlich. Genau das sagt mir Ostern, sagt mir der Karfreitag. Kann Trauer hinterlassen, Abschied nehmen und Loslassen müssen bedeuten. Die Hoffnung nicht aufgeben, von Neuausrichtung, davon spricht Ostermontag für mich.
Vor allem in den ersten Jahren nach Kevins Tod fühlte ich mich orientierungslos. Im freien Fall. Erst so nach und nach schaffte ich es, mein Leben neu auszurichten, schien ich meines doch mitverloren zu haben. Ich musste es ja erst einmal suchen. Und es war um so vieles anders als davor.
Auch unser Verein wird sich möglicherweise neu ausrichten müssen. Nicht nur, weil das eine oder andere von mir in neue, gute Hände abgegeben werden will und dadurch vielleicht auch ganz neue Ideen und Wege entstehen. Auch, weil uns bewusst ist, dass viele Menschen kämpfen. Mit sich selbst, mit ihrer Trauer, mit den Gegebenheiten unserer Welt, die gerade in den letzten Monaten Ängste und Unsicherheiten hervorrufen. Jeder spürt es am eigenen Geldbeutel. Dadurch lässt auch die Spendenbereitschaft mehr und mehr nach. In einigen Tagen geht es nach Bremen zur Messe LEBEN UND TOD. Ich bin mir sicher, dass wir auch dieses Mal sehr, sehr viele Gespräche an unserem Stand führen werden. Manchen dort Hoffnung und Zuversicht schenken können. Wird es mitunter die letzte Messe sein, auf der wir sind, weil wir uns das finanziell bald nicht mehr leisten könnten?
Mario Dieringer startet im Mai seinen diesjährigen Lauf um die Welt. Auch diesen werden wir wieder finanziell unterstützen. Wie lange werden wir das noch können? Und die Bäume der Erinnerung, ab wann wird der Punkt kommen, an dem wir nur noch die Summe für jeden einzelnen direkt gespendeten zur Verfügung haben und es immer schwerer wird, dieses Projekt durchzuführen, da viele Bäume einfach teurer sind?
Wir haben so viel erreicht in diesen acht Jahren, seit es uns gibt. Und das vor allem mit Eurer Hilfe. Und dafür sind wir dankbar. Vielen Menschen konnten wir ein offenes Ohr schenken, konnten wir dabei unterstützen, nötige Hilfen zu finden. Aufklärungsarbeit leisten, Mario Dieringer dabei helfen das Projekt auf seinem Weg zu Fuß in die Welt zu tragen. Diesen Monat werden innerhalb einer Woche drei neue Bäume der Erinnerung gepflanzt. Mario Dieringer, unser 2. Vorstand Mario Kelter und ich werden jeweils die Zeremonien durchführen. Das Projekt ist für die Hinterbliebenen ebenfalls ein Stück ihres Weges in der Trauer. Jeder einzelne Baum soll Hoffnung geben. Und ist Zeichen für das Leben. Auch wenn es nach solch einem drastischen Verlust ganz anders ist, erst überhaupt wieder von jedem Betroffenen selbst gefunden werden muss. Neuausrichtung… für mich selbst und auch zum Teil im Verein. Hoffnung…. Dass unser Verein mit Eurer Hilfe noch lange seine Arbeit durchführen kann. Dies trage ich in mir. Jede Spende hilft. Und nur durch diese können wir überhaupt bestehen.
Wenn Du unsere Arbeit gut findest und sie unterstützen möchtest: wir freuen uns über jede Spende, und natürlich auch über jedes neue Mitglied 😊

Heute durfte ich für Timos Familie und Freunde einen TREE of MEMORY pflanzen. Und auch heute war es nicht "nur eine Zere...
21/03/2026

Heute durfte ich für Timos Familie und Freunde einen TREE of MEMORY pflanzen. Und auch heute war es nicht "nur eine Zeremonie" wie jede andere. Jede davon ist einzigartig, so wie die Person für die der Baum symbolisch steht genau das ist: EINZIGARTIG. Und wertvoll, und wichtig... Für diejenigen, die um diesen Menschen trauern. Wo ganz viele und so unterschiedliche Momente, die gemeinsam geteilt und gelebt wurden, wie einer Schatzkiste voller Erinnerungen in den Herzen getragen werden.
Ein wunderschöner Birnbaum steht nun hoch über Crailsheim, an einem wunderbaren Platz. Einem "Energieort", wie es heißt.
Ich bin dankbar, dass ich die Zeremonie zur Pflanzung des 85. Baum der Erinnerung halten durfte. Dankbar für die Begegnungen mit Timos Familie und Freunden. Dankbar, dass spürbar etwas Schwere der Trauer gehen durfte und für die Familie mit den Worten "Nun darf ich nach vorne blicken und durchatmen, denn nun habe ich einen Platz, an den ich hin kann wann immer ich es brauche." das gespiegelt wurde, was unsere Bäume erreichen sollen. Ein Stück Frieden wurde geschenkt, ein Stück des Trostes und auch wieder etwas Mut.

-Eure Iris-

Nachdem wir gestern auf die Spendenkampagne für den Baum der Erinnerung aufmerksam gemacht haben, möchten wir Euch natür...
12/03/2026

Nachdem wir gestern auf die Spendenkampagne für den Baum der Erinnerung aufmerksam gemacht haben, möchten wir Euch natürlich auch gerne alle weiteren Informationen dazu geben. Wir sind dankbar, dass auch in Hardheim bald ein TREE of MEMORY stehen darf. Setzt mit uns gemeinsam ein Zeichen. Natürlich möchten wir nicht nur zum Spenden einladen, sondern auch dazu, der Zeremonie am Samstag, 18. April 2026 um 15 Uhr im Schlossgarten Hardheim beizuwohnen.

Wir haben es bereits erwähnt...Im April wird ein Erinnerungsbaum in Hardheim gepflanzt 🥰.Die Baumpflanzaktion ist Teil v...
12/03/2026

Wir haben es bereits erwähnt...
Im April wird ein Erinnerungsbaum in Hardheim gepflanzt 🥰.
Die Baumpflanzaktion ist Teil vom Rahmenprogramm der Ausstellung „Sonnenlicht für Seelenschatten – Schritte auf dem Heilungsweg bei psychischen Erkrankungen; Ausdrucksstarke Exponate und Texte betroffener Menschen“, die von 15. – 24. April 2026 im Pfarrheim in Hardheim stattfindet.
Veranstalter der Ausstellung ist der Verein Dienst am Nächsten e.V. – Gesprächskreis Mentale Gesundheit.

Die Veranstalter haben nun eine Spendensammlung dazu ins Leben gerufen. Jeder Euro zählt. Und wird den Baum finanzieren, sowie unsere Arbeit unterstützen.

Den Flyer zu den Aktionstagen teilen wir natürlich dann gerne mit Euch, sobald wir ihn haben.

Spenden für Baumpflanzaktion mit TREES of MEMORY e.V. in Hard… Sonja Beuchert braucht deine Unterstützung für Baumpflanzaktion für Suizidopfer mit TREES of MEMORY e.V.

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Freiburg Im Breisgau

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