Der Verein "Freunde der Freiburger Straßenbahn e.V." mit Sitz in Freiburg verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Zweck des Vereins ist die Heimatpflege , Heimatkunde und Heimatkultur. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch Renovierung, Pflege und Präsentation historischer badischer, insbesondere Freibu
rger Straßenbahnwagen und die Sammlung historischer Gegenstände und Materialien über das heimische Verkehrswesen. Die Entwicklung unserer Stadt ist maßgeblich von ihren Verkehrswegen beeinflusst. Die Mobilität der Menschen wurde möglich durch den Bau der Eisenbahnlinien, lange bevor das Auto zur Verfügung stand. Auch das Fahrrad war noch nicht verbreitet, als freier Handel und aufstrebende Industrie im 19. Jahrhundert zahlreiche Arbeitsplätze schufen. Da nur wenige eine Kutsche zur Verfügung hatten, war die Einrichtung von Straßenbahnlinien eine neue Möglichkeit für jeden schnell und billig viele Ziele in Stadt und Umland erreichen zu können. Freiburgs Straßenbahnen, im Jahre 1901 von der Firma Siemens erbaut, war mit besonders schönen Fahrzeugen ausgerüstet worden. Um dem Bürger die neue Technik vertraut zu machen, gab man sich viel Mühe, sie im gewohnten Wohnraumerscheinungsbild, also in Holz, erscheinen zu lassen. Holz ist außerordentlich langlebig, es bedarf aber auch entsprechender Pflege. Die Spuren zweier Weltkriege und ein Wechsel in den Bauformen weg vom Holz hin zum Metallbau ließen nach dem 2. Weltkrieg unsere Straßenbahnen alt aussehen. Die Fahrzeuge mit Holzaufbauten mussten sogar aufgrund gesetzlicher Bestimmungen verschwinden, so sehr glaubte man, es nun besser machen zu können. Und doch, einige wenige alte Straßenbahnen konnten sich dank privater Initiative über diese Zeiten retten. In Freiburg war es bereits 1961 Herr Thomas Hettinger, der mit dem Ankauf des Wagens Nr. 2 erkannte, dass die Straßenbahn zum Stadtbild gehört, wie die Gebäude oder das Grün und dass ihnen somit ein stadtgeschichtlicher und stadtbildprägender Stellenwert zukommt. Immer mehr Bürger erkennen, dass ein dem Menschen gemäßes Verkehrsmittel leicht zu erreichen und umweltfreundlich sein muss. Weder das Auto noch eine U-Bahn kann in einer sensiblen Umgebung, wie es nun einmal unsere schöne Stadt ist, ohne Schaden für Stadtbild und Landschaft als Lösung der Verkehrsprobleme akzeptiert werden. Deshalb ist die Straßenbahn in ihrer modernen Form als Stadtbahn das angemessene Fort-bewegungsmittel in Freiburg. Sie ist, neben dem Fahrrad, das zuverlässige, leistungsfähige und menschenfreundliche Verkehrsmittel im Stadt-Bereich. Sie garantiert größte Sicherheit, verschont den Menschen vor Abgasen und Lärm, den Nebenprodukten des Verbrennungsmotors. Als im Jahre 2001 die Freiburger Straßenbahn ihr hundertjähriges Bestehen feierte, konnte man stolz auf die erbrachten Leistungen der Mitarbeiter, des Betriebes und seiner Fahrzeuge zurückblicken. Das wurde durch eine Präsentation des Straßenbahnwagenparks dargestellt, vom kleinen Motorwagen 2 aus dem Jahr 1901 bis zum Combino des Jahres 2000. Dies war gar nicht so einfach, da die Straßenbahnen der Baujahre 1909 und 1914 alle bis 1971 verschrottet oder an Interessenten verkauft wurden