17/12/2025
Roman Kaden ist Markscheider - und das leidenschaftlich gern. Auf unseren Aufruf zur Boshi-Aktion 2025 schreibt er: "Nach meinem Studium an der TU Bergakademie Freiberg im Studiengang Markscheidewesen und Angewandte Geodäsie bin ich direkt in meinen Wunschberuf des Bergvermessers eingestiegen. Seit Oktober 2015 arbeite ich bei der Wismut GmbH im Sanierungsbergbau, wo ich zunächst als Sachgebietsleiter am Standort Aue begonnen habe. Bereits nach kurzer Zeit konnte ich zusätzliche Verantwortung übernehmen und wurde zum Gruppenleiter befördert. Berufsbegleitend absolvierte ich in den Corona-Jahren mein zweites Staatsexamen am Sächsischen Oberbergamt, was mir den Abschluss Assessor des Markscheidefachs und die Befähigung zur Risswerksführung einbrachte. Heute bin ich für zwei Bergwerke als Markscheider, diverse Geodaten, Risswerke und 10 Mitarbeiter verantwortlich. [...]
Obwohl meine Tätigkeit zunehmend büro- und verwaltungsorientiert ist, bleibt sie weiterhin praxisnah, abwechslungsreich und fachlich anspruchsvoll. Herausfordernd dabei sind die Generations- und Wissenstransfers zwischen den starken Jahrgängen der 1960er Jahre in Verbindung mit dem spürbaren Fachkräftemangel der heutigen Zeit, der auch demografisch bedingt ist. Besonders spannend finde ich die Verbindung von technischer Verantwortung, rechtlichen Fragestellungen und organisatorischer Arbeit.
Der Kontakt zu meiner Hochschule und zum Institut für Markscheidewesen ist mir weiterhin wichtig. Das zeigt sich in regelmäßigem Austausch bei Tagungen und Veranstaltungen. Sehr viel Freude macht mir aber die Betreuung von Praktika und Qualifizierungsarbeiten mit den Studenten aus Freiberg oder auch Dresden. Ich engagiere mich in berufsständischen Vereinen, Arbeitskreisen und Gremien. Hierbei bleibt man in Kontakt mit den Fachkollegen, findet Experten für alle Fachgebiete und erweitert seinen Horizont. Sehr wertvoll ist auch der enge Austausch mit meinen ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen, mit denen ich bis heute teils täglich in Kontakt stehe. Diese Netzwerke sind für meine tägliche Arbeit eine wertvolle Unterstützung.
Rückblickend hat mich das Studium an der TUBAF hervorragend auf die beruflichen Herausforderungen vorbereitet – fachlich, aber auch persönlich. Ich bin sehr glücklich mit der Entscheidung den Weg damals eingeschlagen zu haben und nach Freiberg gegangen zu sein. Danke an alle Wegbegleiter in diesen 6 Jahren.
Glückauf!"