Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen

Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen Integrationsfördernde Bildung für Russlanddeutsche 💬 Offen für alle Interessierten!

Mit einem vielfältigen Veranstaltungsangebot und zahlreichen außerschulischen Bildungsmaßnahmen unterstützt die IDRH die Eigeninitiative von Russlanddeutschen bei ihrer nachholenden Integration. Neben der Identitätssuche und -stärkung fördern wir die Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben und die Entwicklung von Medienkompetenzen. Im Sinne des interkulturellen Dialogs stehen unsere Maßnahmen ebenfalls allen anderen Interessierten offen.

Am 10. und 11. Juli 2026 führte unsere Bildungsreferentin Natalie Paschenko das Multiplikatorenseminar „Aus der Geschich...
22/07/2026

Am 10. und 11. Juli 2026 führte unsere Bildungsreferentin Natalie Paschenko das Multiplikatorenseminar „Aus der Geschichte lernen. Wohin Ausgrenzung und Gewalt führen“ durch. Begleitet wurde die Reise von Eckhard Scheld, Studiendirektor a. D. und langjährigem Lehrer für Geschichte und Politik. Das Seminar führte zu Erinnerungsorten der nationalsozialistischen Diktatur, der SED-Herrschaft und der deutschen Teilung. Anhand dieser Orte wurden unterschiedliche Formen politischer Verfolgung und staatlicher Repression im 20. Jahrhundert nachvollzogen.

Die erste Station war das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv in Erfurt. Dort werden rund 4.500 laufende Meter Akten, etwa 1,7 Millionen Karteikarten sowie zahlreiche Fotografien, Filme und weitere Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit verwahrt. Während der Führung erhielt die Gruppe Informationen über Aufbau und Arbeitsweise des Überwachungsapparates der DDR sowie über die heutige Erschließung und Aufarbeitung der Stasi-Unterlagen. Ergänzend stellte Eckhard Scheld die Erzählung „Unter den 18 Türmen der Maria vor dem Teyn“ des Schriftstellers Hans Joachim Schädlich vor. Anhand des persönlichen Schicksals wurden die Auswirkungen staatlicher Überwachung auf das Leben einzelner Menschen thematisiert.

Anschließend führte das Seminar in die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße, die sich in der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit befindet. Mehr als 5.000 Menschen waren hier zwischen 1949 und 1989 aus politischen Gründen inhaftiert. Gleichzeitig erinnert der Ort an die Ereignisse des 4. Dezember 1989, als Bürgerinnen und Bürger die Erfurter Bezirksverwaltung der Staatssicherheit besetzten und damit einen frühen Schritt zur Auflösung des Repressionsapparates in Thüringen vollzogen. Im Anschluss an den Rundgang griff Eckhard Scheld die Erzählung „Das Schweigen“ von Utz Rachowski auf. Der Text schildert den Besuch einer Mutter bei ihrem inhaftierten Sohn und ergänzt die Geschichte des Ortes um eine literarische Perspektive auf politische Verfolgung in der DDR.

Den Abschluss des ersten Seminartages bildete ein Rundgang durch die Erfurter Altstadt. Neben der Krämerbrücke, der längsten vollständig mit Häusern bebauten und bewohnten Brücke Europas, wurden unter anderem das Domensemble mit der Gloriosa sowie die Alte Synagoge und die Mikwe vorgestellt. Die Stadtführung ordnete diese Bauwerke in die Geschichte Erfurts als Handels-, Religions- und Kulturstadt ein.
Am zweiten Seminartag besuchte die Gruppe die Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar. Der Ort vereint mehrere historische Ebenen: Neben dem nationalsozialistischen Konzentrationslager bestand hier von 1945 bis 1950 das sowjetische Speziallager Nr. 2. Diese doppelte Geschichte prägt die heutige Gedenkstätte und eröffnet die Möglichkeit, unterschiedliche Formen politischer Unterdrückung im 20. Jahrhundert vergleichend zu betrachten. Nach dem Einführungsfilm über die Geschichte des Lagers folgten der Besuch der Dauerausstellung „Buchenwald – Ausgrenzung und Gewalt 1937 bis 1945“, ein Rundgang über das ehemalige Lagergelände sowie das Mahnmal.

Während der Führung stellte Eckhard Scheld exemplarisch das Schicksal des Pfarrers Paul Schneider vor, der wegen seines öffentlichen Widerspruchs gegen das nationalsozialistische Regime verfolgt und am 18. Juli 1939 im Konzentrationslager Buchenwald ermordet wurde. Darüber hinaus wurden die Situation sowjetischer Kriegsgefangener, das sowjetische Speziallager Nr. 2 sowie die Erinnerungsgeschichte des Geländes behandelt.

Auf der Rückfahrt legte die Gruppe einen Zwischenstopp in der Thüringer Kloß-Welt in Heichelheim ein. Die 1999 gegründete Manufaktur dokumentiert Geschichte und Herstellung der Thüringer Spezialität und zählt zu den regionalen Traditionsbetrieben des Freistaats.

Den Abschluss bildete ein Halt an der ehemaligen Grenzübergangsstelle Herleshausen–Wartha. Dort erläuterte Eckhard Scheld den Aufbau der Grenzanlagen, die Abläufe des Transitverkehrs zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR sowie die Bedeutung dieses Grenzübergangs während der deutschen Teilung.

👏 Wir bedanken uns bei Herrn Scheld für die großartige Begleitung des Seminars sowie bei allen Institutionen für die informativen Führungen. Und natürlich herzlichen Dank an alle, die dabei waren. Wir freuen uns auf die nächste gemeinsame Reise!

👉 Dies war ein Projekt des Referates Soziales, Familie und Senioren unter der Leitung von Natalie Paschenko. Es wurde gefördert durch das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz.

📰 Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz: "Erfolgreiches Modellprojek...
22/07/2026

📰 Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz: "Erfolgreiches Modellprojekt in Lich zur gemeinsamen Unterbringung von Spätaussiedlern" (10.07.2026)

Roman Poseck: „Das erste Jahr hat gezeigt, dass sich der gemeinsame Weg von Land, Landkreis Gießen und den weiteren Kooperationspartnern gelohnt hat. Die Gemeinschaftsunterkunft ist ein Erfolg.“

Wiesbaden/Lich. Das gemeinsame Modellprojekt des Landes Hessen, in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Gießen und der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) Landesverband Hessen e. V. ist ein bundesweit einmaliger Erfolg.

Die Gemeinschaftsunterkunft in Lich (Landkreis Gießen) richtet sich speziell an die frühzeitig beginnende Eingliederung von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern, die nach ihrer Einreise in Deutschland als deutsche Staatsbürger nach Hessen gekommen sind und noch keinen Wohnraum gefunden haben.

Innenminister Roman Poseck hat sich im Juli 2025 persönlich von dem seit März 2025 laufenden Projekt überzeugt und zieht heute nach einem Jahr seit seinem Besuch eine erste Zwischenbilanz.

👉 Hier geht es zur vollständigen Version:

Das Modellprojekt zur gemeinsamen Unterbringung von Spätaussiedlern hat sich bewährt. Innenminister Prof. Dr. Poseck hat eine positive Zwischenbilanz nach dem ersten Jahr gezogen.

In einer zweiteiligen Bildungsveranstaltung setzten wir uns mit der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, Antisemi...
20/07/2026

In einer zweiteiligen Bildungsveranstaltung setzten wir uns mit der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, Antisemitismus sowie den Formen des Widerstands in den Niederlanden auseinander. Diesen Themen näherten wir uns anhand des Lebens der Anne Frank. Ihr Schicksal diente uns als roter Faden und zugleich als Schlüssel, um vielfältige Zugänge zu eröffnen.

𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟮: Vom 10. bis 12. Juli 2026 führte uns der zweite Teil unseres Projekts nach Amsterdam. Nach der inhaltlichen Vorbereitung in Frankfurt am Main im ersten Teil widmeten wir uns nun den historischen Orten, die mit Anne Franks Leben und der Zeit der deutschen Besatzung verbunden sind.

Im Rahmen einer thematischen Stadtführung folgte die Gruppe zunächst den Spuren Anne Franks und besuchte verschiedene Stationen, die ihre Lebensgeschichte sowie die Auswirkungen der nationalsozialistischen Verfolgung im Stadtbild veranschaulichen.

Auf dem Programm stand außerdem das Anne Frank Haus. Das Museum befindet sich am ehemaligen Versteck der Familie Frank im Hinterhaus an der Prinsengracht. Der Rundgang führt durch die original erhaltenen Räume, in denen sich Anne Frank, ihre Familie und vier weitere Menschen über zwei Jahre lang verborgen hielten. Ergänzt wird der Rundgang durch historische Dokumente, Fotografien, Filmaufnahmen und persönliche Zeugnisse, die die Geschichte der Untergetauchten in ihren historischen Zusammenhang einordnen.

Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Verzetsmuseums Amsterdam. Die Ausstellung befasst sich mit der Geschichte der Niederlande während der deutschen Besatzung von 1940 bis 1945 und beleuchtet anhand zahlreicher persönlicher Lebensgeschichten die unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten der Bevölkerung. Themen sind unter anderem Anpassung, Kollaboration, Hilfe für Verfolgte und organisierter Widerstand. Rekonstruierte Straßenszenen, historische Objekte sowie Film- und Audiomaterialien vermitteln einen Einblick in den Alltag der niederländischen Bevölkerung während der Besatzungszeit.

👉 Dies war ein Projekt des Referates Jugend, Bildung und Kultur unter der Leitung von Ilya Fedorov. Es wurde gefördert durch das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit.

𝗥𝘂𝘀𝘀𝗹𝗮𝗻𝗱𝗱𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗦𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗼𝗿𝗴𝗮𝗻𝗶𝘀𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 𝗶𝗻 𝗛𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻 𝗔𝗯𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗱 𝘃𝗼𝗻 𝗥𝘂𝗱𝗼𝗹𝗳 𝗙𝗿𝗶𝗲𝗱𝗿𝗶𝗰𝗵Am 9. Juli 2026 ist Rudolf „Rudi“ Fr...
10/07/2026

𝗥𝘂𝘀𝘀𝗹𝗮𝗻𝗱𝗱𝗲𝘂𝘁𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗦𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗼𝗿𝗴𝗮𝗻𝗶𝘀𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 𝗶𝗻 𝗛𝗲𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻 𝗔𝗯𝘀𝗰𝗵𝗶𝗲𝗱 𝘃𝗼𝗻 𝗥𝘂𝗱𝗼𝗹𝗳 𝗙𝗿𝗶𝗲𝗱𝗿𝗶𝗰𝗵

Am 9. Juli 2026 ist Rudolf „Rudi“ Friedrich im Alter von 90 Jahren verstorben. Wir als russlanddeutsche Selbstorganisationen in Hessen nehmen Abschied von einem langjährigen Fürsprecher, der sich unermüdlich für die Belange von Heimatvertriebenen und (Spät-)Aussiedlern eingesetzt hat.

Mit der Schaffung des Amtes des Beauftragten der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler übernahm Rudolf Friedrich 1999 als Erster diese Aufgabe. Er trug maßgeblich dazu bei, das Amt mit Leben zu füllen und ihm eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung und den Verbänden der Heimatvertriebenen und (Spät-)Aussiedler zu geben. Sein Ziel war es, die Anliegen dieser Gemeinschaften dauerhaft in der Landespolitik zu verankern und ihnen eine verlässliche Bezugsperson innerhalb der Landesregierung zu geben.

Für die russlanddeutsche Gemeinschaft in Hessen war Rudolf Friedrich stets ein engagierter Ansprechpartner. Er begleitete die Aufnahme und Integration zahlreicher Landsleute, suchte regelmäßig den Austausch mit den Verbänden und setzte sich dafür ein, dass ihre Anliegen Gehör fanden.

Unserer Mitgliedsverbände verbinden mit Rudolf Friedrich persönliche Begegnungen, gemeinsame Veranstaltungen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Er nahm Anteil an der Entwicklung unserer Selbstorganisationen, unterstützte ihre Arbeit und begegnete den Menschen stets mit Offenheit, Respekt und großem Interesse.

Für seinen langjährigen Einsatz und seine Verdienste um die Heimatvertriebenen und (Spät-)Aussiedler sind wir ihm außerordentlich dankbar. Wir werden Rudolf „Rudi“ Friedrich als geschätzten Wegbegleiter in ehrender Erinnerung behalten.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.

In einer zweiteiligen Bildungsveranstaltung setzen wir uns mit der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, Antisemit...
03/07/2026

In einer zweiteiligen Bildungsveranstaltung setzen wir uns mit der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik, Antisemitismus sowie den Formen des Widerstands in den Niederlanden auseinander. Diesen Themen nähern wir uns anhand des Lebens der Anne Frank. Ihr Schicksal dient uns als roter Faden und zugleich als Schlüssel, um vielfältige Zugänge zu eröffnen.

𝗧𝗲𝗶𝗹 𝟭: Im ersten Teil besuchten wir am 21. Juni 2026 die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main. Die Einrichtung arbeitet mit einer begehbaren Ausstellungssituation, die je nach Projekt als Lernlabor oder Sonderausstellung aufgebaut ist. Besucherinnen und Besucher bewegen sich durch thematisch gegliederte Module mit Texttafeln, Fotos, Film- und Audioelementen sowie interaktiven Stationen, an denen Inhalte vertieft und digitale Zusatzinformationen abgerufen werden können. Das Vermächtnis der Anne Frank wird anschaulich präsentiert, wobei ihre Lebensgeschichte, das Tagebuch sowie die Familiengeschichte im Mittelpunkt stehen. Zugleich begegnen uns biografische Perspektiven mit historischen und gegenwartsbezogenen Fragestellungen, ergänzt durch thematische Bezüge zu Migration, Vorurteilen, gesellschaftlicher Vielfalt und Fragen von Toleranz im heutigen Kontext.

𝗙𝗼𝗿𝘁𝘀𝗲𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴: Für unsere Gruppe war dieser Besuch ein gelungener Auftakt und eine wertvolle Vorbereitung auf den zweiten Teil des Projekts: die Bildungsreise nach Amsterdam. Dort besuchen wir u.a. das Anne Frank Haus, ein historisches Museum am Ort des ehemaligen Verstecks von Anne Frank und ihrer Familie im Hinterhaus an der Prinsengracht. Der Rundgang führt durch die original erhaltenen Räume, in denen sich die Familie während der nationalsozialistischen Verfolgung versteckt hielt. Ebenfalls auf dem Programm steht das Verzetsmuseum Amsterdam, welches sich der Geschichte der Niederlande während der deutschen Besatzung von 1940 bis 1945 widmet.

👉Dies ist ein Projekt des Referates Jugend, Bildung und Kultur unter der Leitung von Ilya Fedorov. Es wird gefördert durch das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz.

🇦🇷 Am 4. Juni 2026 präsentierten Beteiligte der Delegationsreise nach Argentinien ihre Eindrücke, Erkenntnisse und Proje...
12/06/2026

🇦🇷 Am 4. Juni 2026 präsentierten Beteiligte der Delegationsreise nach Argentinien ihre Eindrücke, Erkenntnisse und Projektergebnisse bei der öffentlichen Veranstaltung „Zwischen Wolga und Paraná – Wolgadeutsche in Argentinien. Geschichte, Begegnungen und Eindrücke einer Reise“ im Kreativ-Haus Berlin. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Maßnahme für Spätaussiedler „Gemeinsam unterwegs: Identität. Anerkennung. Begegnung“ statt und wurde durch das Bundesministerium des Innern gefördert.

Zum Auftakt führte Katharina Haupt, Bildungsreferentin für Medien-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der IDRH und Teilnehmerin der Delegationsreise, in die Geschichte der Wolgadeutschen in Argentinien ein. Im Mittelpunkt standen die Auswanderung aus dem Russischen Reich, die Ansiedlung in der Provinz Entre Ríos sowie die Entwicklung der dortigen Gemeinden von den ersten Kolonien bis in die Gegenwart.

Anschließend stellten Nikita Heidt (Geschäftsführer von Riwwel gUG) und Martín Traverso (Initiator von Warum Nicht Südamerika) die Idee und Zielsetzung der Delegationsreise vor. Daran anknüpfend gaben die Delegationsteilnehmer Eugen Wagner und Alexander Staver einen Überblick über den Reiseverlauf und die besuchten Stationen in Entre Ríos.

Einen Schwerpunkt des Abends bildete der internationale Kongress „Die Zukunft der Wolgadeutschen in Argentinien nach der Anerkennung ihrer Dialekte als immaterielles Kulturerbe“, der im März 2026 in Valle María stattgefunden hatte. Nikita und Martín berichteten über die Hintergründe der Veranstaltung, die Themen der Fachpanels und zentrale Diskussionen rund um die Zukunft der wolgadeutschen Gemeinschaften in Argentinien.

Einen praxisnahen Einblick in die wolgadeutschen Sprachvarietäten gab Elena Emrikh, Mitarbeiterin bei Riwwel gUG und ebenfalls Delegationsmitglied. Mithilfe von Videoaufnahmen aus Argentinien stellte sie die bis heute erhaltenen Dialekte vor und präsentierte ein Wörterbuch wolgadeutscher Begriffe. Das Publikum wurde dabei aktiv eingebunden und übersetzte eigene Sätze ins Wolgadeutsche, bevor ein sprachbezogenes Rätsel den Programmpunkt abrundete.

Den Abschluss des ersten Veranstaltungsteils bildete ein Mate-Workshop mit Martín. Die Anwesenden erhielten dabei einen Einblick in die Geschichte, Zubereitung und kulturelle Bedeutung des Mate-Tees, der in Argentinien bis heute fest im gesellschaftlichen Alltag verankert ist.

Den zweiten Teil des Abends prägten persönliche Eindrücke und Erfahrungen aus der Delegationsreise. Den Einstieg übernahm Kristina Gaz mit einem Rückblick auf die Deutschkurse, welche sie zwischen Februar und März 2026 in Valle María durchführte. Weiterhin berichteten mehrere Delegationsmitglieder von ihren persönlichen Höhepunkten der Reise und den Begegnungen in den besuchten Gemeinden.

Bevor der Abend ausklang, konnten die Gäste ihr Wissen in einem Quiz zu Geschichte und Gegenwart der Wolgadeutschen in Argentinien unter Beweis stellen. Die drei Erstplatzierten wurden mit kleinen Preisen ausgezeichnet. Anschließend blieb bei einem geselligen Beisammensein Gelegenheit für weitere Gespräche und Begegnungen.

👏 Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden für die Gestaltung des Programms sowie bei den zahlreichen Gästen für ihr Interesse und den offenen Austausch!

📢 Ausblick: In diesem September findet der Gegenbesuch einer 10-köpfigen Delegation aus Argentinien statt! Wir freuen uns sehr auf die Gäste und die Fortsetzung des Dialogs.

📷 Fotos: Riwwel gUG / Dzymitry Held

🎈Die russlanddeutschen Selbstorganisationen in Hessen gratulieren Rudolf Friedrich herzlich zum 90. Geburtstag! 🎈Sein Le...
02/06/2026

🎈Die russlanddeutschen Selbstorganisationen in Hessen gratulieren Rudolf Friedrich herzlich zum 90. Geburtstag! 🎈

Sein Lebensweg ist eng mit den Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und Neuanfang verbunden. Nach der Ausweisung seiner Familie aus dem Sudetenland kam Rudolf Friedrich als Kind nach Hessen und erlebte selbst, was es bedeutet, in einer neuen Umgebung Fuß zu fassen. Diese persönliche Prägung verlieh ihm ein besonderes Verständnis für die Situation der Aussiedler und Spätaussiedler.

Als erster Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler war er ein verlässlicher Ansprechpartner. Er verschaffte den Anliegen der Deutschen aus Russland Gehör, begleitete wichtige Entwicklungen und pflegte den Dialog mit den russlanddeutschen Gemeinschaften in Hessen. Viele Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Projekte sind bis heute in guter Erinnerung geblieben.

Für seine langjährige Verbundenheit, sein offenes Ohr und seinen Einsatz für die Belange der Aussiedler und Spätaussiedler sprechen wir Rudolf Friedrich unseren herzlichen Dank aus.

Wir wünschen ihm Gesundheit, Freude und viele schöne Momente im Kreise seiner Familie und Freunde.

Im Rahmen eines Austauschs am 28. April 2026 am Standort Hasselroth trafen sich die Geschäftsführerin der Interessengeme...
29/04/2026

Im Rahmen eines Austauschs am 28. April 2026 am Standort Hasselroth trafen sich die Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen gGmbH, Albina Nazarenus-Vetter, sowie der Bildungsreferent Ilya Fedorov mit Vertretern der Einrichtung und der kooperierenden Schule. An dem Gespräch nahmen neben dem Abteilungsleiter der HGS Hanau, Herrn Schlögel, auch die neue Einrichtungsleiterin Frau Willführ sowie ein weiterer Lehrkraftvertreter teil. Ziel des Treffens war ein gegenseitiges Kennenlernen sowie ein fachlicher Austausch über mögliche Formen der Zusammenarbeit.

Zunächst erhielten wir die Gelegenheit, die Arbeit der IDRH vorzustellen sowie ein Nutzungskonzept, das eine ergänzende Einbindung der Räumlichkeiten in unsere Bildungs-, Jugend- und Kulturarbeit vorsieht. Dabei wurden sowohl kurzfristige als auch perspektivische Nutzungsmöglichkeiten thematisiert und erste Ansätze für eine Zusammenarbeit erörtert.

Im weiteren Verlauf fand ein Austausch mit den am Standort lebenden Jugendlichen statt. Hierbei wurden insbesondere die Angebote der IDRH im Bereich der politischen Bildung, der Jugend- und Multiplikatorenarbeit sowie geplante Seminar- und Freizeitformate vorgestellt. Ziel war es, Interesse an den bestehenden und geplanten Maßnahmen zu wecken und zugleich Bedarfe und Wünsche der Jugendlichen hinsichtlich möglicher Aktivitäten zu erfassen. In diesem Zusammenhang wurden erste Kontakte geknüpft und eine unmittelbare Anbindung an bestehende Kommunikations- und Gruppenstrukturen hergestellt.

Ergänzend wurde vereinbart, den Informationsfluss künftig zu verstetigen. Geplante Maßnahmen und Bildungsangebote sollen regelmäßig an die Einrichtungsleitung übermittelt und vor Ort sichtbar gemacht werden, um die Teilnahme der Jugendlichen zu erleichtern.

Das Gespräch verlief in einer konstruktiven Atmosphäre und wurde von allen Beteiligten als positiver Impuls für eine mögliche Zusammenarbeit bewertet. Die IDRH beabsichtigt, die begonnenen Ansätze in enger Abstimmung mit den Partnern weiterzuführen und schrittweise zu konkretisieren.

Wir bedanken uns herzlich für den offenen Dialog und freuen uns bereits jetzt auf kommende Kooperationen!

Adresse

SonnentauStr. 26-28
Frankfurt
60433

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