16/06/2026
🇦🇷 Unterwegs durch die Aldeas (2/2) - Die Reise führte die Delegation weiter in die Aldea Brasilera, wo sie von Bürgermeister Hugo Ramírez in der Kirche San José begrüßt wurde. Das heutige Kirchengebäude wurde 1895 eingeweiht und zählt zu einer Reihe von Kirchenbauten in Entre Ríos, die von den aus Deutschland stammenden Architekten C. und E. Fogeler entworfen wurden.
In Aldea San Antonio führte Kultursekretärin Claudia Fuchs die Gruppe durch die Gemeinde. Zum Programm gehörten eine Rundfahrt mit einem historischen Fahrzeug, Besuche mehrerer Kirchen sowie das Denkmal „La Oma“, das an die Arbeit der Einwanderergeneration erinnert und den Großmüttern gewidmet ist, die einst das tägliche Brot für ihre Familien backten.
In Urdinarrain stand der Austausch mit dem Verein der Nachfahren der Wolgadeutschen „Unser Weg“ auf dem Programm. Neben Gesprächen über die Vereinsarbeit besuchte die Gruppe die Molkerei La Pequeña, einen wolgadeutschen Familienbetrieb, der bis heute von der landwirtschaftlichen Tradition der Region geprägt ist.
Im Vereinshaus der Nachfahren der Wolgadeutschen in Gualeguaychú sprach Dr. René Krüger über Dialekt und Kultur der Wolgadeutschen in Argentinien. Ergänzend stellte Leandro Hildt, Präsident der Vereinigung der Wolgadeutschen in Gualeguaychú und Vizepräsident von FADADAV, aktuelle Projekte zur Dokumentation und Vermittlung der wolgadeutschen Geschichte vor. Zum Programm gehörte außerdem der Besuch des vereinseigenen Museums und Archivs.
Den Abschluss der Besuche in den Aldeas bildete Santa Anita. Bürgermeister Juan José Amavet empfing die Delegation im Museum der Wolgadeutschen, dem größten der während der Reise besuchten Museen. Neben einer Führung durch die Ausstellung standen eine Rundfahrt durch die Gemeinde mit Traktoren sowie der Besuch der Kirche Cristo Rey auf dem Programm. Organisiert wurde der Aufenthalt von Paulina Hoffmann von der Initiative „Warum nicht Südamerika“, deren familiäre Wurzeln in Santa Anita liegen.