Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen

Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen Integrationsfördernde Bildung für Russlanddeutsche 💬 Offen für alle Interessierten!

Mit einem vielfältigen Veranstaltungsangebot und zahlreichen außerschulischen Bildungsmaßnahmen unterstützt die IDRH die Eigeninitiative von Russlanddeutschen bei ihrer nachholenden Integration. Neben der Identitätssuche und -stärkung fördern wir die Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben und die Entwicklung von Medienkompetenzen. Im Sinne des interkulturellen Dialogs stehen unsere Maßnahmen ebenfalls allen anderen Interessierten offen.

🇦🇷 Unterwegs durch die Aldeas (2/2) - Die Reise führte die Delegation weiter in die Aldea Brasilera, wo sie von Bürgerme...
16/06/2026

🇦🇷 Unterwegs durch die Aldeas (2/2) - Die Reise führte die Delegation weiter in die Aldea Brasilera, wo sie von Bürgermeister Hugo Ramírez in der Kirche San José begrüßt wurde. Das heutige Kirchengebäude wurde 1895 eingeweiht und zählt zu einer Reihe von Kirchenbauten in Entre Ríos, die von den aus Deutschland stammenden Architekten C. und E. Fogeler entworfen wurden.

In Aldea San Antonio führte Kultursekretärin Claudia Fuchs die Gruppe durch die Gemeinde. Zum Programm gehörten eine Rundfahrt mit einem historischen Fahrzeug, Besuche mehrerer Kirchen sowie das Denkmal „La Oma“, das an die Arbeit der Einwanderergeneration erinnert und den Großmüttern gewidmet ist, die einst das tägliche Brot für ihre Familien backten.

In Urdinarrain stand der Austausch mit dem Verein der Nachfahren der Wolgadeutschen „Unser Weg“ auf dem Programm. Neben Gesprächen über die Vereinsarbeit besuchte die Gruppe die Molkerei La Pequeña, einen wolgadeutschen Familienbetrieb, der bis heute von der landwirtschaftlichen Tradition der Region geprägt ist.

Im Vereinshaus der Nachfahren der Wolgadeutschen in Gualeguaychú sprach Dr. René Krüger über Dialekt und Kultur der Wolgadeutschen in Argentinien. Ergänzend stellte Leandro Hildt, Präsident der Vereinigung der Wolgadeutschen in Gualeguaychú und Vizepräsident von FADADAV, aktuelle Projekte zur Dokumentation und Vermittlung der wolgadeutschen Geschichte vor. Zum Programm gehörte außerdem der Besuch des vereinseigenen Museums und Archivs.

Den Abschluss der Besuche in den Aldeas bildete Santa Anita. Bürgermeister Juan José Amavet empfing die Delegation im Museum der Wolgadeutschen, dem größten der während der Reise besuchten Museen. Neben einer Führung durch die Ausstellung standen eine Rundfahrt durch die Gemeinde mit Traktoren sowie der Besuch der Kirche Cristo Rey auf dem Programm. Organisiert wurde der Aufenthalt von Paulina Hoffmann von der Initiative „Warum nicht Südamerika“, deren familiäre Wurzeln in Santa Anita liegen.

🇦🇷 Unterwegs durch die Aldeas (1/2) - Im Rahmen der Delegationsreise nach Argentinien standen zahlreiche Besuche in den ...
16/06/2026

🇦🇷 Unterwegs durch die Aldeas (1/2) - Im Rahmen der Delegationsreise nach Argentinien standen zahlreiche Besuche in den sogenannten Aldeas der Provinz Entre Ríos auf dem Programm. Als Aldeas werden die von wolgadeutschen Einwanderern gegründeten Dörfer bezeichnet, die ab dem späten 19. Jahrhundert nach der Auswanderung aus dem Russischen Reich entstanden. Viele dieser Orte bewahren bis heute historische, kulturelle und sprachliche Traditionen der Wolgadeutschen und bilden wichtige Zentren des kulturellen Lebens in der Region.

Eine zentrale Station der Reise war Valle María. Die Gemeinde wurde am 21. Juli 1878 von Siedlern unter der Führung von Peter Salzmann gegründet. Die Gründer stammten überwiegend aus der wolgadeutschen Kolonie Mariental in Russland, nach der die neue Siedlung benannt wurde. Die Delegation wurde dort herzlich von Bürgermeister Mario Sokolovsky empfangen und erhielt im örtlichen Tourismuszentrum zunächst einen Überblick über die Geschichte und Entwicklung der Gemeinde.

Ein weiterer Programmpunkt führte in die katholische Kirche Inmaculada Concepción de la Virgen María. Die Geschichte des Gotteshauses reicht bis in die Anfänge der Besiedlung zurück: Bereits kurz nach der Ankunft entstand eine erste Kapelle, bevor 1886 die heutige Kirche unter Beteiligung der Gemeindemitglieder errichtet wurde. Während des Besuchs gestaltete ein Chor ein musikalisches Programm, bei dem unter anderem das bekannte russlanddeutsche Lied „Schön ist die Jugend“ vorgetragen wurde.

Im Regionalmuseum „Hilando Recuerdos“ führte Kulturkoordinator Dario Wendler durch die Ausstellung. Ergänzt wurde das Programm durch Begegnungen mit Einwohnern, die bis heute wolgadeutsche Dialekte sprechen. Dabei kam es zu Gesprächen über Sprache, Erinnerung und familiäre Herkunftsgeschichten. Weitere Stationen in Valle María waren die Schule Carlos Pellegrini, an der die Delegation mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kam, sowie die Brauerei Krapp, die von einer wolgadeutschen Unternehmerfamilie geführt wird. Darüber hinaus besuchte die Gruppe den Familienbetrieb „El Puente Regionales“, der regionale Lebensmittel und Erzeugnisse anbietet, die eng mit der kulinarischen Tradition der Wolgadeutschen verbunden sind.

In Aldea Protestante wurde die Delegation von der Asociación de Descendientes de Alemanes del Volga de Aldea Protestante (ADAVAP) empfangen. Bei einem gemeinsamen Mittagessen gab es eine Gelegenheit für einen lebendigen Austausch. Anschließend stand das Museum „Almacén de Ramos Generales“ der Familie Schneider auf dem Programm. Das ehemalige Geschäft feierte im Jahr 2025 sein hundertjähriges Bestehen und wurde auf Initiative der Familie als Museum erhalten. Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte des Dorfes und vermittelt einen Eindruck vom Alltag früherer Generationen. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der Evangelischen Kirche am La Plata (IERP). Die Gemeinde gehört zu den historischen Zentren des evangelischen Lebens der Wolgadeutschen in Entre Ríos. Während der Führung erhielt die Delegation Einblick in historische Kirchenbücher und Dokumente.

🇦🇷 Am 4. Juni 2026 präsentierten Beteiligte der Delegationsreise nach Argentinien ihre Eindrücke, Erkenntnisse und Proje...
12/06/2026

🇦🇷 Am 4. Juni 2026 präsentierten Beteiligte der Delegationsreise nach Argentinien ihre Eindrücke, Erkenntnisse und Projektergebnisse bei der öffentlichen Veranstaltung „Zwischen Wolga und Paraná – Wolgadeutsche in Argentinien. Geschichte, Begegnungen und Eindrücke einer Reise“ im Kreativ-Haus Berlin. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Maßnahme für Spätaussiedler „Gemeinsam unterwegs: Identität. Anerkennung. Begegnung“ statt und wurde durch das Bundesministerium des Innern gefördert.

Zum Auftakt führte Katharina Haupt, Bildungsreferentin für Medien-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der IDRH und Teilnehmerin der Delegationsreise, in die Geschichte der Wolgadeutschen in Argentinien ein. Im Mittelpunkt standen die Auswanderung aus dem Russischen Reich, die Ansiedlung in der Provinz Entre Ríos sowie die Entwicklung der dortigen Gemeinden von den ersten Kolonien bis in die Gegenwart.

Anschließend stellten Nikita Heidt (Geschäftsführer von Riwwel gUG) und Martín Traverso (Initiator von Warum Nicht Südamerika) die Idee und Zielsetzung der Delegationsreise vor. Daran anknüpfend gaben die Delegationsteilnehmer Eugen Wagner und Alexander Staver einen Überblick über den Reiseverlauf und die besuchten Stationen in Entre Ríos.

Einen Schwerpunkt des Abends bildete der internationale Kongress „Die Zukunft der Wolgadeutschen in Argentinien nach der Anerkennung ihrer Dialekte als immaterielles Kulturerbe“, der im März 2026 in Valle María stattgefunden hatte. Nikita und Martín berichteten über die Hintergründe der Veranstaltung, die Themen der Fachpanels und zentrale Diskussionen rund um die Zukunft der wolgadeutschen Gemeinschaften in Argentinien.

Einen praxisnahen Einblick in die wolgadeutschen Sprachvarietäten gab Elena Emrikh, Mitarbeiterin bei Riwwel gUG und ebenfalls Delegationsmitglied. Mithilfe von Videoaufnahmen aus Argentinien stellte sie die bis heute erhaltenen Dialekte vor und präsentierte ein Wörterbuch wolgadeutscher Begriffe. Das Publikum wurde dabei aktiv eingebunden und übersetzte eigene Sätze ins Wolgadeutsche, bevor ein sprachbezogenes Rätsel den Programmpunkt abrundete.

Den Abschluss des ersten Veranstaltungsteils bildete ein Mate-Workshop mit Martín. Die Anwesenden erhielten dabei einen Einblick in die Geschichte, Zubereitung und kulturelle Bedeutung des Mate-Tees, der in Argentinien bis heute fest im gesellschaftlichen Alltag verankert ist.

Den zweiten Teil des Abends prägten persönliche Eindrücke und Erfahrungen aus der Delegationsreise. Den Einstieg übernahm Kristina Gaz mit einem Rückblick auf die Deutschkurse, welche sie zwischen Februar und März 2026 in Valle María durchführte. Weiterhin berichteten mehrere Delegationsmitglieder von ihren persönlichen Höhepunkten der Reise und den Begegnungen in den besuchten Gemeinden.

Bevor der Abend ausklang, konnten die Gäste ihr Wissen in einem Quiz zu Geschichte und Gegenwart der Wolgadeutschen in Argentinien unter Beweis stellen. Die drei Erstplatzierten wurden mit kleinen Preisen ausgezeichnet. Anschließend blieb bei einem geselligen Beisammensein Gelegenheit für weitere Gespräche und Begegnungen.

👏 Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitwirkenden für die Gestaltung des Programms sowie bei den zahlreichen Gästen für ihr Interesse und den offenen Austausch!

📢 Ausblick: In diesem September findet der Gegenbesuch einer 10-köpfigen Delegation aus Argentinien statt! Wir freuen uns sehr auf die Gäste und die Fortsetzung des Dialogs.

📷 Fotos: Riwwel gUG / Dzymitry Held

Vom 30. April bis 3. Mai 2026 führte unsere Bildungsreise nach Saarbrücken und in die umliegende Großregion. Die Organis...
10/06/2026

Vom 30. April bis 3. Mai 2026 führte unsere Bildungsreise nach Saarbrücken und in die umliegende Großregion. Die Organisation erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Gustav-Stresemann-Institut sowie den IDRH-Referaten Jugend, Bildung und Kultur und Medien-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Das Programm spannte einen Bogen von der Geschichte des Saarlandes im 20. Jahrhundert bis zu aktuellen Fragen europäischer Zusammenarbeit und grenzüberschreitender Mobilität.

Nach der Anreise nach Saarbrücken stiegen wir mit einer Einführung in die Themen der kommenden Tage in das Seminar ein. Thammo Draeseke, Referent der Abteilung Politische Bildung des GSI, stellte das Programm vor und begleitete die Gruppe während der gesamten Bildungsreise.

Der erste inhaltliche Programmpunkt führte am folgenden Tag ins Historische Museum Saar. Die Dauerausstellung „Saargeschichte seit 1870“ zeichnet die wechselvolle Entwicklung der deutsch-französischen Grenzregion vom Deutsch-Französischen Krieg über die Zeit des Völkerbundes und des Nationalsozialismus bis zur Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik Deutschland nach. In einer Führung wurden die besonderen politischen Rahmenbedingungen der Region, ihre wiederholten Grenzverschiebungen und die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen thematisiert, die das Saarland im 20. Jahrhundert prägten. Ein Teil der Ausstellung befindet sich in den ehemaligen Kellergewölben des Saarbrücker Schlosses, in denen eine original erhaltene Arrestzelle der Gestapo an die Zeit der nationalsozialistischen Verfolgung erinnert.

Am Nachmittag stand der Besuch der Völklinger Hütte auf dem Programm. Das ehemalige Eisenwerk gilt als weltweit einzig vollständig erhaltenes Hüttenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung und wurde 1994 als erstes Industriedenkmal in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Der Rundgang führte durch die gewaltigen Produktionsanlagen, die über Jahrzehnte das wirtschaftliche Leben der Region bestimmten. Die Geschichte des Saarlandes als Montanregion wurde dabei mit den Arbeits- und Lebenswelten der Beschäftigten und den tiefgreifenden Veränderungen verknüpft, die der Strukturwandel für die Region mit sich brachte. Heute wird die historische Industrieanlage als Denkmal bewahrt und zugleich als Ausstellungs- und Veranstaltungsort für zeitgenössische Kunst genutzt.

Der folgende Seminartag begann im französischen Scy-Chazelles mit dem Besuch des Europäischen Zentrums Robert Schuman. Robert Schuman gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der europäischen Einigung. Mit dem Schuman-Plan vom 9. Mai 1950 legte er einen wichtigen Grundstein für die spätere europäische Zusammenarbeit. Vorgesehen war eine gemeinsame Kontrolle der Kohle- und Stahlproduktion, die nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs einen erneuten Krieg zwischen den europäischen Staaten verhindern sollte. Im Rahmen einer Führung besichtigten wir das ehemalige Wohnhaus Schumans. Die Ausstellung widmet sich seinem bescheidenen Privatleben und seinem politischen Wirken. Daran anschließend nahmen wir an einem Workshop des Europäischen Zentrums teil, in dem demokratische Werte und Menschenrechte behandelt wurden. Ergänzend ging es um die Aufgaben europäischer Institutionen und die Rolle des Europarats im europäischen Kontext.

Die Reise setzte sich anschließend in Schengen fort, jener luxemburgischen Gemeinde im Dreiländereck von Luxemburg, Deutschland und Frankreich, deren Name heute eng mit der europäischen Grenzöffnung verbunden ist. Im Rahmen einer Führung beschäftigten wir uns mit der Geschichte des Schengener Abkommens, das am 14. Juni 1985 von Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden unterzeichnet wurde. Zu den Stationen des Rundgangs gehörten das Schengen-Monument und die Nationensäulen, die an die Unterzeichnerstaaten erinnern. Außerdem besichtigten wir die „Prinzessin Marie-Astrid Europa“, das Schiff, auf dem das Abkommen 1985 auf der Mosel unterzeichnet wurde.

Am letzten Seminartag wurden die Eindrücke der vergangenen Tage gemeinsam reflektiert und zusammengeführt.

👏 Wir bedanken uns herzlich beim Gustav-Stresemann-Institut und insbesondere beim Referenten Thammo Draeseke für die gelungene Planung! Danke an all die informativen Führungen und das freundliche Willkommen in allen Einrichtungen, die wir besuchen durften. Und natürlich wie immer – vielen Dank an alle, die dabei waren!

🎈Die russlanddeutschen Selbstorganisationen in Hessen gratulieren Rudolf Friedrich herzlich zum 90. Geburtstag! 🎈Sein Le...
02/06/2026

🎈Die russlanddeutschen Selbstorganisationen in Hessen gratulieren Rudolf Friedrich herzlich zum 90. Geburtstag! 🎈

Sein Lebensweg ist eng mit den Erfahrungen von Flucht, Vertreibung und Neuanfang verbunden. Nach der Ausweisung seiner Familie aus dem Sudetenland kam Rudolf Friedrich als Kind nach Hessen und erlebte selbst, was es bedeutet, in einer neuen Umgebung Fuß zu fassen. Diese persönliche Prägung verlieh ihm ein besonderes Verständnis für die Situation der Aussiedler und Spätaussiedler.

Als erster Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler war er ein verlässlicher Ansprechpartner. Er verschaffte den Anliegen der Deutschen aus Russland Gehör, begleitete wichtige Entwicklungen und pflegte den Dialog mit den russlanddeutschen Gemeinschaften in Hessen. Viele Begegnungen, Gespräche und gemeinsame Projekte sind bis heute in guter Erinnerung geblieben.

Für seine langjährige Verbundenheit, sein offenes Ohr und seinen Einsatz für die Belange der Aussiedler und Spätaussiedler sprechen wir Rudolf Friedrich unseren herzlichen Dank aus.

Wir wünschen ihm Gesundheit, Freude und viele schöne Momente im Kreise seiner Familie und Freunde.

🇦🇷 Am 18. März 2026 fand in Valle María in der argentinischen Provinz Entre Ríos der internationale Kongress „Die Zukunf...
29/05/2026

🇦🇷 Am 18. März 2026 fand in Valle María in der argentinischen Provinz Entre Ríos der internationale Kongress „Die Zukunft der Wolgadeutschen in Argentinien nach der Anerkennung ihrer Dialekte als immaterielles Kulturerbe“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von der Riwwel gUG, der Initiativgruppe „Warum nicht Südamerika“ und der Gemeinde Valle María.

Ausgangspunkt des Kongresses waren aktuelle kulturpolitische Entwicklungen in der Provinz Entre Ríos. Am 31. Januar 2025 wurde mit dem Gesetz Nr. 11187 die in der Provinz gesprochene Sprachvarietät der Wolgadeutschen, basierend auf fränkisch-rheinischen, hessischen und pfälzischen Dialekten, als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Im Vorfeld der Veranstaltung verabschiedete die Abgeordnetenkammer der Provinz Entre Ríos am 11. März 2026 zudem die Sonderresolution Nr. 17, mit der der Kongress offiziell als Vorhaben von gesetzgeberischem Interesse erklärt wurde.

Vor diesem Hintergrund kamen in Valle María Vertreterinnen und Vertreter aus politischen Institutionen, wissenschaftlichen Kontexten, der Kulturarbeit sowie aus Verbänden und Initiativen aus Argentinien und Deutschland zusammen. Zu den Ehrengästen zählten unter anderem Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Rogelio Frigerio, Gouverneur der Provinz Entre Ríos, Mario Sokolovsky, Bürgermeister von Valle María und Vertreter der Deutschen Botschaft in Buenos Aires.

Inhaltlich war das Programm in drei thematische Panels gegliedert. Im ersten Teil standen die Perspektiven der wolgadeutschen Gemeinschaft in Entre Ríos nach der gesetzlichen Anerkennung ihrer Dialekte im Mittelpunkt. Diskutiert wurden Fragen des sprachlichen Erhalts, der kulturellen Weitergabe und institutioneller Rahmenbedingungen. An der Diskussion beteiligten sich Silvia Mariel Ávila, Initiatorin des Gesetzes, Clelia Noemí Sturtz als Präsidentin der Föderation der Vereinigungen der Nachkommen der Wolgadeutschen in Argentinien (FADADAV), Dario Wendler als Kulturkoordinator von Valle María sowie Edwin Warkentin als Leiter des Kulturreferats für Russlanddeutsche.

Daran anschließend widmete sich das zweite Panel der Geschichte und Kultur der Wolgadeutschen in Entre Ríos und aktuellen Entwicklungstendenzen im Bereich historischer Aufarbeitung und kultureller Vermittlung. Zu den Mitwirkenden zählten Leandro Hildt, Präsident der Vereinigung der Wolgadeutschen in Gualeguaychú, der Schriftsteller Ignacio Getti, der Historiker und Pastor Dr. René Krüger sowie Walter Lauphan, Soziologe und Staatssekretär für Kulturpolitik und Modernisierung in General Ramírez.

Im dritten Panel standen der Austausch zwischen den wolgadeutschen Gemeinschaften in Argentinien und Deutschland sowie die Rolle der Russlanddeutschen in Deutschland im Fokus. Diskutiert wurden bestehende Verbindungen, Perspektiven künftiger Zusammenarbeit und transnationale Vernetzungsstrukturen. Neben Dr. Bernd Fabritius beteiligten sich Mario Sokolovsky als Bürgermeister von Valle María und Nikita Heidt als Geschäftsführer der Riwwel gUG.

Ergänzt wurde das Kongressprogramm durch die Vorstellung verschiedener Organisationen und Projekte, die sich mit Geschichte, Kulturarbeit und Vernetzung im Kontext der Wolgadeutschen in Argentinien beschäftigen. Präsentiert wurden unter anderem Beiträge der Föderation FADADAV, der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, der Riwwel gUG und der Initiativgruppe „Warum nicht Südamerika“.

👏 Der Kongress bildete den zentralen Programmpunkt der Delegationsreise. Wir bedanken uns bei den Organisatoren und Mitwirkenden für eine inhaltlich facettenreiche Veranstaltung, die historische, kulturelle und gesellschaftliche Fragestellungen rund um die Wolgadeutschen in Argentinien aus unterschiedlichen Blickwinkeln zusammenführte.

📰 Pressemitteilung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten: "Beauftragter F...
19/05/2026

📰 Pressemitteilung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten: "Beauftragter Fabritius im Austausch mit Riwwel gUG" (08.05.2026)

Am 6. Mai 2026 traf sich der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, im Bundesministerium des Innern mit Vertreterinnen und Vertretern der russlanddeutschen Organisation Riwwel gUG.

An dem Gespräch nahmen seitens Riwwel Geschäftsführer Nikita Heidt sowie Alexander Staver, Martin Traverso und Boris Lorer teil. Ebenfalls anwesend war Katharina Haupt, Bildungsreferentin der Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen (IDRH).

👉Hier geht es zur vollständigen Version: https://www.aussiedlerbeauftragter.de/SharedDocs/pressemitteilungen/Webs/AUSB/DE/2026/05_2026/2026_05_06Riwwel.html

Wir bedanken uns herzlich für die Einladung und den Austausch!

Foto: BMI

🇦🇷 Wer hätte gedacht, dass sich in den weiten Landschaften Südamerikas wolgadeutsche Spuren finden lassen, die bis ins 1...
12/05/2026

🇦🇷 Wer hätte gedacht, dass sich in den weiten Landschaften Südamerikas wolgadeutsche Spuren finden lassen, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen? Im Jahr 2024 begaben sich Mitglieder der Initiativgruppe „Warum nicht Südamerika“ gemeinsam mit Vertretern aus Deutschland auf eine Reise durch die wolgadeutschen Dörfer der Provinz Entre Ríos in Argentinien. Im Mittelpunkt standen Begegnungen mit Nachfahren der Wolgadeutschen sowie Fragen nach Sprache, Religion und kultureller Identität.

Aus dieser Reise entwickelte sich die zweisprachige Broschüre „Von der Wolga nach Paraná: Geschichte und Zukunft der Wolgadeutschen in Entre Ríos“. Über mehrere Monate hinweg arbeiteten ehrenamtliche Mitglieder der Initiative an den Inhalten. Unsere Referentin Katharina Haupt begleitete das Projekt redaktionell, übersetzte die Beiträge ins Deutsche und übernahm die grafische sowie visuelle Aufbereitung der Publikation.

Am 16. März 2026 wurde die Broschüre schließlich im Rahmen einer Media-Expo in der Casa Grande in Paraná (Entre Ríos) von Katharina Haupt und dem argentinischen Projektpartner Pablo Kriger vorgestellt. Die Veranstaltung brachte verschiedene Projekte zur Geschichte und Kultur der Wolgadeutschen in Argentinien zusammen.

Eröffnet wurde die Media-Expo mit Grußworten von José Gareis, Präsident der Confederación Argentina de Colectividades, dem Kulturminister der Provinz Entre Ríos, Julián Stoppello, Gabriel Podevils von der Stiftung Verbundenheit sowie Nikita Heidt, Geschäftsführer der Riwwel gUG.

Weiterhin wurde die „Brückenbauer Revista“ präsentiert, ein regelmäßig erscheinendes Magazin zu verschiedenen Themen der Wolgadeutschen in Argentinien (zur Online-Version: https://www.riwwel.eu/bruckenbauer). Ergänzt wurde das Programm durch die Ausstellung „Wolgadeutsches Kulturerbe in Argentinien“ der Stiftung Verbundenheit in Kooperation mit dem Bayerischen Kulturzentrum der Deutschen aus Russland.

👏 Wir bedanken uns herzlich bei den Organisatoren und Projektpartnern für die Einladung sowie die Möglichkeit, die Publikation vorstellen zu dürfen.

Im Rahmen eines Austauschs am 28. April 2026 am Standort Hasselroth trafen sich die Geschäftsführerin der Interessengeme...
29/04/2026

Im Rahmen eines Austauschs am 28. April 2026 am Standort Hasselroth trafen sich die Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen gGmbH, Albina Nazarenus-Vetter, sowie der Bildungsreferent Ilya Fedorov mit Vertretern der Einrichtung und der kooperierenden Schule. An dem Gespräch nahmen neben dem Abteilungsleiter der HGS Hanau, Herrn Schlögel, auch die neue Einrichtungsleiterin Frau Willführ sowie ein weiterer Lehrkraftvertreter teil. Ziel des Treffens war ein gegenseitiges Kennenlernen sowie ein fachlicher Austausch über mögliche Formen der Zusammenarbeit.

Zunächst erhielten wir die Gelegenheit, die Arbeit der IDRH vorzustellen sowie ein Nutzungskonzept, das eine ergänzende Einbindung der Räumlichkeiten in unsere Bildungs-, Jugend- und Kulturarbeit vorsieht. Dabei wurden sowohl kurzfristige als auch perspektivische Nutzungsmöglichkeiten thematisiert und erste Ansätze für eine Zusammenarbeit erörtert.

Im weiteren Verlauf fand ein Austausch mit den am Standort lebenden Jugendlichen statt. Hierbei wurden insbesondere die Angebote der IDRH im Bereich der politischen Bildung, der Jugend- und Multiplikatorenarbeit sowie geplante Seminar- und Freizeitformate vorgestellt. Ziel war es, Interesse an den bestehenden und geplanten Maßnahmen zu wecken und zugleich Bedarfe und Wünsche der Jugendlichen hinsichtlich möglicher Aktivitäten zu erfassen. In diesem Zusammenhang wurden erste Kontakte geknüpft und eine unmittelbare Anbindung an bestehende Kommunikations- und Gruppenstrukturen hergestellt.

Ergänzend wurde vereinbart, den Informationsfluss künftig zu verstetigen. Geplante Maßnahmen und Bildungsangebote sollen regelmäßig an die Einrichtungsleitung übermittelt und vor Ort sichtbar gemacht werden, um die Teilnahme der Jugendlichen zu erleichtern.

Das Gespräch verlief in einer konstruktiven Atmosphäre und wurde von allen Beteiligten als positiver Impuls für eine mögliche Zusammenarbeit bewertet. Die IDRH beabsichtigt, die begonnenen Ansätze in enger Abstimmung mit den Partnern weiterzuführen und schrittweise zu konkretisieren.

Wir bedanken uns herzlich für den offenen Dialog und freuen uns bereits jetzt auf kommende Kooperationen!

Am 21. April 2026 begrüßte der BdV - Bund der Vertriebenen zahlreiche Gäste aus Politik, Gesellschaft und den landsmanns...
23/04/2026

Am 21. April 2026 begrüßte der BdV - Bund der Vertriebenen zahlreiche Gäste aus Politik, Gesellschaft und den landsmannschaftlichen Verbänden zum Jahresempfang in der Katholischen Akademie in Berlin. Unter den Anwesenden waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen, wie Johann Thießen, Vorsitzender unseres Gesellschafters LMDR-Hessen e.V., Albina Nazarenus-Vetter, IDRH-Geschäftsführerin, sowie Biljana Ilic, Assistenz der Geschäftsführung, und die Bildungsreferentinnen Natalie Paschenko und Katharina Haupt.

Die Eröffnungsrede hielt der erst kürzlich ins Amt gewählte BdV-Präsident Stephan Mayer. Der Bundestagsabgeordnete folgt auf Dr. Bernd Fabritius, der den Verband seit 2014 geführt hat und nicht erneut kandidierte, um sich voll auf sein Amt als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten konzentrieren zu können. Mayer engagiert sich seit 2008 im BdV-Präsidium, seit 2016 als Vizepräsident. Aufgrund seiner familiären Wurzeln ist er der Sudetendeutschen Landsmannschaft eng verbunden und gehört dem Präsidium des Sudetendeutschen Rates an.

Ehrengast war der Bundesminister des Innern Alexander Dobrindt. In seiner Rede würdigte er die Arbeit des BdV als einen aktiven Beitrag zur Gegenwart. Der Verein sei keine Organisation, die sich auf die Bewahrung von Geschichte beschränke, vielmehr gestalte er Erinnerung bewusst und ermögliche damit Versöhnung. In diesem Zusammenhang betonte er, dass Frieden in Europa kein statischer Zustand sei und als fortlaufende Aufgabe verstanden werden müsse. Die Tätigkeit des BdV beschrieb er daher als gelebte Friedensarbeit, die historische Verantwortung mit aktuellen politischen Herausforderungen verbinde.

Im Anschluss an das Programm ergab sich bei einem Empfang die Möglichkeit zum Austausch. Für die Gespräche und Begegnungen sowie den rundum gelungenen Abend danken die russlanddeutschen Organisationen in Hessen!

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Frankfurt
60433

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