17/08/2026
Ein neuer wertiger Schulranzen kostet heute zwischen 250 und 350 Euro. Für viele Familien ist das eine zu hohe finanzielle Hürde. Sie sind auf Unterstützung angewiesen, wenn sie ihren Kindern den Wunsch nach einem Ranzen erfüllen möchten.
„Ein Schulranzen ist für Erstklässler weit mehr als ‚nur ein Transportmittel für Schulutensilien‘“, gibt Axel Dornis, Vorstand der AWO Frankfurt zu bedenken. „Er ist ein Symbol für den Start in einen neuen Lebensabschnitt: Die ABC-Schützen gehören nun zu ‚den Großen‘. Wer diesen Schritt mit einem Stoffbeutel oder einer Tasche gehen muss, wird schnell zum Außenseiter – auf dem Schulhof und womöglich im eigenen Kopf.“
Um dies nicht zuzulassen, macht sich die Arbeiterwohlfahrt Frankfurt jedes Jahr aufs Neue dafür stark, Gelder zu sammeln, um davon Schulranzen für finanziell benachteiligte Familien zu kaufen.
Dank der Unterstützung zahlreicher privater Spender und Stiftungen konnten in diesem Jahr mehr als 70.000 Euro eingesammelt und damit die Wünsche aller Familien erfüllt werden, die sich für die Aktion beworben haben. Dies ist erneut ein enormer Erfolg.
„Armutsgefährdung wird immer häufiger sichtbar. Mittlerweile kennt fast jeder irgendjemanden, der es im Alltag schwerer hat, Geld für Extras aufzubringen. Die Schulranzen der Erstklässler dürfen keine Extras sein, darum sollte man hinschauen und von der AWO-Aktion erzählen. Hilfe anbieten. Das Leben ein bisschen besser machen“, stellt Barth fest und appelliert damit auch an die Medien und Öffentlichkeit, die gemeinnützige Aktion noch bekannter zu machen und vor allem in den Kitas und unter den Eltern die Aktion weiterzusagen.
Mehr unter: schulranzen.awo-frankfurt.de