Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V.

Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. Gegründet 1894. Im Mittelpunkt steht die Geschichte und die damit verbundene Gegenwart von Höchst. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen.

Unsere Informationen und Texte richten sich an alle, die sich für die Höchster Geschichte und die Vereinsarbeit interessieren. Nutzen wir nur die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Die Einfahrt zur Floßrinne der Staustufe Höchst kurz nach 1910/11 erinnert an eine Epoche, in der die Flößerei noch eine...
23/08/2026

Die Einfahrt zur Floßrinne der Staustufe Höchst kurz nach 1910/11 erinnert an eine Epoche, in der die Flößerei noch einen bedeutenden Anteil am Verkehr auf dem Main hatte.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden jährlich zwischen 1.400 und 1.800 Flöße auf dem Untermain transportiert. Die Stämme wurden im Aschaffenburger Floßhafen zu beachtlichen Dimensionen zusammengestellt: Sie waren meist 9 Meter breit und erreichten Längen von bis zu 130 Metern.

Um diese Holztransporte sicher vorbeizuführen, passierten sie die Staustufe Höchst durch eine 12 Meter breite und 200 Meter lange, gemauerte Floßrinne am rechten Ufer, die ein konstantes Gefälle von 1:200 aufwies. Begrenzt wurde die Anlage an der Oberseite durch einen gemauerten Strompfeiler sowie einen landseitigen Pfeiler von jeweils 4,40 Metern Höhe. Diese Pfeiler dienten als Fundament und Lager für ein Trommelwehr, das für die Passage der Flöße geöffnet werden musste. Eine eiserne Brücke über die Rinne ermöglichte es dem Wehrmeister und seinen Gehilfen, das Wehr gefahrlos zu überqueren.

Nachdem die Staustufe im Jahr 1932 außer Betrieb genommen wurde, ist von dieser historischen Anlage heute noch ein sichtbares Zeugnis geblieben: Der einstige landseitige Pfeiler dient Besuchern an der Wörthspitze bis heute als kleine Aussichtsplattform.

Auf diesem Bild sind zwei Wasserturm-Generationen vereint: Links der ältere Turm des Wasserwerks, rechts der damals neue...
17/08/2026

Auf diesem Bild sind zwei Wasserturm-Generationen vereint: Links der ältere Turm des Wasserwerks, rechts der damals neue Wasserturm von 1929.

An der Position des rechten Turms steht heute das Gebäude D369. Entlang der Baumreihe im Hintergrund verläuft die Farbenstraße.

Ein tolles Zeitzeugnis der regionalen Industrie- und Wasserwirtschaftsgeschichte!

Bau der Hoechster-Farben-Straße 1954.Lange bevor das Werksgelände der Farbwerke Hoechst entstand, führte die alte Landst...
10/08/2026

Bau der Hoechster-Farben-Straße 1954.

Lange bevor das Werksgelände der Farbwerke Hoechst entstand, führte die alte Landstraße nach Mainz südlich der heutigen Hoechster-Farben-Straße von Höchst nach Sindlingen. Mit dem Ausbau der Industrieanlagen verschwand jedoch ihr ländlicher Charakter. Die Straße erhielt den Namen Brüningstraße, benannt nach Adolf von Brüning, einem Mitbegründer der Hoechst AG. Der westliche Abschnitt wurde später zur Farbenstraße.

In den 1950er-Jahren entschied sich die Hoechst AG, das Werksgelände für den öffentlichen Verkehr zu schließen. Dadurch musste eine neue Verbindung zwischen Höchst und Sindlingen geschaffen werden. Entlang der nördlichen Werksmauer verlief bereits ein Fußweg mit dem ungewöhnlichen Namen „An der Chinesischen Mauer“. Dessen Ausbau hatte die Stadt Frankfurt übrigens schon im Eingemeindungsvertrag mit der Stadt Höchst vom 19. Januar 1928 zugesagt.

Aus diesem Weg entstand schließlich die „Neue Farbenstraße“. An beiden Enden wurden Kreisverkehre angelegt – der Leunaknoten in Höchst und ein weiterer Kreisel in Sindlingen. Nach der Fertigstellung konnte die neue Straße 1954 für den Verkehr freigegeben werden. Im Anschluss wurde die alte Straßenverbindung durch das Werksgelände endgültig geschlossen.

So entstand die heutige Verkehrsverbindung, die bis heute Höchst und Sindlingen miteinander verbindet.

Alle Höchster kennen diesen Ort – und doch haben ihn die wenigsten jemals so gesehen.Ein Blick in unser Archiv zeigt das...
07/08/2026

Alle Höchster kennen diesen Ort – und doch haben ihn die wenigsten jemals so gesehen.

Ein Blick in unser Archiv zeigt das Neue Schloss aus einer Zeit, in der es noch ganz anders aussah. Vieles hat sich im Laufe der Jahre verändert, und dennoch gehört dieses Gebäude wie es heute aussieht so selbstverständlich zu Höchst, als wäre es schon immer genau so an diesem Platz gewesen.

Historische Aufnahmen wie diese machen deutlich, wie spannend der Wandel unserer Stadt ist und wie Geschichte den Blick auf vertraute Orte verändern kann.

Wer erinnert sich noch an frühere Zeiten oder kennt Geschichten rund um das Neue Schloss? Wir freuen uns auf eure Erinnerungen und Kommentare!

Da euch das Kaufhaus der Farbwerke so gut gefallen hat, werfen wir nun einen Blick in das Kaufhausinnere um 1910.       ...
03/08/2026

Da euch das Kaufhaus der Farbwerke so gut gefallen hat, werfen wir nun einen Blick in das Kaufhausinnere um 1910.

1896: Das Kaufhaus der Farbwerke, elf Jahre zuvor gegründet, bezieht das stattliches Gebäude an der Brüningstraße. Neben...
30/07/2026

1896: Das Kaufhaus der Farbwerke, elf Jahre zuvor gegründet, bezieht das stattliches Gebäude an der Brüningstraße. Neben Lebensmitteln wird auch Bekleidung angeboten. Ähnlich wie bei den Konsumanstalten werden die Gewinne des Kaufhauses nach der Höhe der Einkäufe am Jahresende zurückerstattet. Nach dem 2. Weltkrieg beherbergt der Bau einen amerikanischen PX-Laden, der 1956 abgerissen wird.

Aufnahmedatum 1910er

Am 30.08.1930 entstand dieses faszinierende Foto während der Sanierungsarbeiten an der Justinuskirche.Die Bilder, die wi...
22/07/2026

Am 30.08.1930 entstand dieses faszinierende Foto während der Sanierungsarbeiten an der Justinuskirche.

Die Bilder, die wir derzeit in der Archiv-AG digitalisieren, eröffnen nicht nur einen bislang unbekannten Blick auf das alte Mauerwerk der Kirche, sie lassen auch längst vergessene Orte in der Umgebung wieder lebendig werden – wie hier die ehemalige Schleuse mit Blick auf Nied.

Wir sind gespannt, welche weiteren Schätze und Geschichten in unserem Archiv noch darauf warten, wiederentdeckt zu werden.

#1930

Zwei Fotos, zwei Welten: Auf der Aufnahme mit den Bänken, entstanden vor 1930, ist noch der farbenprächtige historistisc...
12/07/2026

Zwei Fotos, zwei Welten: Auf der Aufnahme mit den Bänken, entstanden vor 1930, ist noch der farbenprächtige historistische Putz zu sehen. Das spätere Bild ohne Bänke zeigt das Ergebnis der damaligen Restaurierung: nackter, weißer Stein. Die Restauratoren wollten die vermeintliche „Urform“ freilegen und entfernten sämtliche Farbfassungen – aus heutiger Sicht eine Fehlentscheidung. Tatsächlich waren katholische Kirchen von der Karolingerzeit über Romanik und Gotik bis weit in die Barockzeit hinein reich und farbenfroh ausgemalt.

Bemerkenswert ist auch das Kapitell neben der Kanzel: Es wurde um 1930 durch ein schlichtes, modernes Element ersetzt. Ein eindrucksvoller Vorher-Nachher-Vergleich.

Ein neues Fragment Höchster Geschichte: Steinmetzmeister Lutz Traband hat uns am 3. Juli 2026 die Replik eines Säulenkap...
08/07/2026

Ein neues Fragment Höchster Geschichte: Steinmetzmeister Lutz Traband hat uns am 3. Juli 2026 die Replik eines Säulenkapitells gespendet – sein Meisterstück aus hellem Sandstein. Vor knapp 30 Jahren in 130 Arbeitsstunden gefertigt, rund 700 Kilogramm schwer. Das Original ist in der Justinuskirche zu bewundern. Im Zollgarten steht die Replik nun in Sichtachse zur ältesten erhaltenen Kirche Frankfurts. Übrigens: Unser Vorsitzender Frank Mayer trägt das stilisierte Kapitell als Vereins-Logo auch auf der Brust.

Am 07.07. wird in Deutschland der "Tag des Freibades" gefeiert. Der Tag soll auf die Wichtigkeit der Schwimmbäder für di...
07/07/2026

Am 07.07. wird in Deutschland der "Tag des Freibades" gefeiert. Der Tag soll auf die Wichtigkeit der Schwimmbäder für die Gesellschaft aufmerksam machen.

Seit 1893 gibt es den Höchster Schwimmverein, der im Gasthaus "Zum Bären" gegründet wurde. Ein paar Bilder aus vergangenen Tagen schlummern noch in unserem Archiv.

Wo schwimmt Ihr heute? 🏊‍♀

Adresse

Bolongarostraße 139
Frankfurt
65929

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