Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V.

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Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. Gegründet 1894. Im Mittelpunkt steht die Geschichte und die damit verbundene Gegenwart von Höchst. Deshalb bemühen wir uns um genderneutrale Formulierungen.

Unsere Informationen und Texte richten sich an alle, die sich für die Höchster Geschichte und die Vereinsarbeit interessieren. Nutzen wir nur die männliche Form, dient dies allein dem Lesefluss. Wir denken aber stets Menschen aller Geschlechter mit.

Der Kowald auf der Königsteiner Straße 17 zwischen 1926 und 1941. # frankfurthöchst    #
22/10/2026

Der Kowald auf der Königsteiner Straße 17 zwischen 1926 und 1941.

# frankfurthöchst #

Heute zeigen wir mal eine der wenigen verbliebenen Kriegsspuren in Höchst: die Bolongarostraße 126 und das Gasthaus zum ...
01/10/2026

Heute zeigen wir mal eine der wenigen verbliebenen Kriegsspuren in Höchst: die Bolongarostraße 126 und das Gasthaus zum Hirsch, das die Lücke bis Juni 1940 füllte.

In der Nacht vom 7. auf den 8. Juni 1940 griffen zwei Flugzeuge das Stadtgebiet von Höchst an und warfen fünf Sprengbomben ab. Eine davon traf den „Hirsch“ und begrub die Bewohner unter sich. In dem Haus wurden nachweislich zwei Menschen getötet. Insgesamt kamen in dieser Nacht im Stadtgebiet zwölf Menschen ums Leben. Das jüngste Opfer war 15 Tage alt.

An der Bolongarostraße 128 sind noch heute die Umrisse des Hauses zu erkennen, ebenso wie auf dem Foto aus den Jahren 1941–1945. Dass an den danebenliegenden Gebäuden keine Schäden zu erkennen sind, liegt an den damals noch recht kleinen Sprengbomben und – im Vergleich zu den später im Krieg eingesetzten schweren Bombern – an deren geringerer Nutzlast. Das Haus wurde wahrscheinlich auf der Hofseite getroffen. Dadurch blieb die Splitterwirkung auf die Bolongarostraße begrenzt, während das Gebäude in sich einstürzte. Das Dach der Bolongarostraße 128 wurde bei einem späteren Angriff zerstört.

Der Angriff Anfang Juni 1940 war einer der ersten Totalverluste an Gebäuden in Frankfurt. Der nächste Angriff erfolgte bereits in der Nacht zum 30. Juni. Diesmal wurden der Bereich Heimchenweg und die Brüningstraße im Bereich der Leunastraße getroffen.

Malerisch geht die Sonne unter dem Zollturm auf und lässt das Fährmannhäuschen geradezu wildromantisch erscheinen.Idylli...
25/09/2026

Malerisch geht die Sonne unter dem Zollturm auf und lässt das Fährmannhäuschen geradezu wildromantisch erscheinen.

Idyllisch, wie der gepflegte Ort im Morgengrauen erwacht. Die Natur darf sich das Anwesen Stück für Stück zurückholen, während bereits neue Bäume ihre Wurzeln schlagen. Ein ganz besonderes Zusammenspiel von Kultur, Natur und städtischer Pflege.

Und wer jetzt vielleicht schmunzelt: Das alles hat durchaus Tradition.
Im Eingemeindungsvertrag von 1928 heißt es:

„Frankfurt a. M. verpflichtet sich, die städtischen Anlagen und Einrichtungen in Höchst a. M. dauernd in gutem und vorbildlichen Zustand zu erhalten.“

Wir freuen uns daher ganz besonders, dass dieser historische Anspruch beim Fährmannhäuschen so eindrucksvoll und vorbildlich mit Leben gefüllt wird.

Man könnte fast sagen:
Mehr Vorbildlichkeit geht kaum. 😉

Ob dort Hälse von lebendigen, flauschigen Gänsen, wie es der französische Autor François Rabelais in seinem Werk Gargant...
15/09/2026

Ob dort Hälse von lebendigen, flauschigen Gänsen, wie es der französische Autor François Rabelais in seinem Werk Gargantua und Pantagruel ins Spiel brachte, verwendet wurden, können wir nicht sagen.

Doch konnte man sich vor 100 Jahren am Markt zur Erledigung der drängendsten humanbiologischen Notwendigkeiten geschmackvoller niederlassen als heute.

Denn genau an dieser Stelle steht heute jenes moderne Nutzklo am Markt, das man wirklich nur noch im alleräußersten Notfall aufsucht.

Foto um 1925.

Am frühen Morgen des 9.9.1929 fährt die Lokomotive eines Güterleerzuges so heftig auf einen Prellbock auf, dass sie entg...
09/09/2026

Am frühen Morgen des 9.9.1929 fährt die Lokomotive eines Güterleerzuges so heftig auf einen Prellbock auf, dass sie entgleist und umstürzt. Bei dem Unfall werden der Lokführer und der Heizer nur leicht verletzt. Bis zur Wiederherstellung der Gleisanlagen gegen 12.00 Uhr wird der Bahnbetrieb zwischen Höchst und Kriftel eingleisig befahren.

Tag des offenen Denkmals im Zollgarten – kommt vorbei!Liebe Freundinnen und Freunde,am 12. und 13. September öffnen wir ...
07/09/2026

Tag des offenen Denkmals im Zollgarten – kommt vorbei!

Liebe Freundinnen und Freunde,

am 12. und 13. September öffnen wir die Türen des Zollgartens und nehmen am Tag des offenen Denkmals teil. Und weil ein schöner Ort mit netten Menschen, guter Musik und einem guten Glas Wein gleich noch viel schöner ist, haben wir für Euch ein kleines, feines Programm zusammengestellt. ❤️

🍷 Weinreise an beiden Tagen

Ab 13 Uhr ist an beiden Tagen Margas Weinreise bei uns vor Ort und sorgt für die passende Weinbegleitung.

Im Gepäck: die bio- und vegan-zertifizierten Weine des Weingutes Benzinger. Perfekt für alle, die gerne Neues entdecken – oder einfach ein gutes Glas Wein in angenehmer Gesellschaft genießen möchten.

🎶 Musikalisches Highlight am Samstag

Am Samstag, 12. September, um 18 Uhr erwartet Euch ein kleines Soul- und Blues-Konzert.

Amanda und ihr musikalischer Partner nehmen uns mit auf eine stimmungsvolle musikalische Reise – von Michael Bublé bis Amy Winehouse. Ein bisschen Soul, ein bisschen Blues und hoffentlich ganz viel gute Stimmung! 🎤🎵

Einige von Euch kennen die beiden vielleicht noch von unserem Vereinssommerfest.

📚 Für Leseratten, Sammler & Neugierige

Außerdem wartet ein großer Bücherflohmarkt auf Euch!

Wer seinen Bestand an Frankfurt-Büchern erweitern möchte oder auf der Suche nach literarischen Schätzen, Kuriositäten und längst vergessenen Fundstücken ist, sollte unbedingt vorbeischauen. Einige hundert Bücher warten darauf, einen neuen Besitzer zu finden. 📖✨

Die Führungen im Antoniterkloster am Sonntag sind leider schon alle ausgebucht.......

Kurz gesagt:

🏛️ Denkmäler anschauen
🍷 Wein probieren
🎶 Musik genießen
📚 Bücher stöbern
❤️ nette Menschen treffen

Wir freuen uns sehr darauf, Euch am 12. oder 13. September bei uns im Zollgarten begrüßen zu dürfen – gerne natürlich auch an beiden Tagen!

Kommt vorbei, bringt gute Laune mit und verbringt ein paar schöne Stunden mit uns. 😊

Ein historisches Stück Wirtschaftsgeschichte: Diese 200-Reichsmark-Aktie der I.G. Farbenindustrie AG stammt aus Dezember...
31/08/2026

Ein historisches Stück Wirtschaftsgeschichte: Diese 200-Reichsmark-Aktie der I.G. Farbenindustrie AG stammt aus Dezember 1925 und gehört damit zu den ersten Aktien der kurz zuvor gegründeten I.G. Farben. Der damalige Nennwert von 200 RM entsprach ungefähr 950 € heutiger Kaufkraft. 1925 waren das etwa 500 kg Brot bzw. rund 3 Monatsmieten einer kleinen Wohnung.

#1925

Die Einfahrt zur Floßrinne der Staustufe Höchst kurz nach 1910/11 erinnert an eine Epoche, in der die Flößerei noch eine...
23/08/2026

Die Einfahrt zur Floßrinne der Staustufe Höchst kurz nach 1910/11 erinnert an eine Epoche, in der die Flößerei noch einen bedeutenden Anteil am Verkehr auf dem Main hatte.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden jährlich zwischen 1.400 und 1.800 Flöße auf dem Untermain transportiert. Die Stämme wurden im Aschaffenburger Floßhafen zu beachtlichen Dimensionen zusammengestellt: Sie waren meist 9 Meter breit und erreichten Längen von bis zu 130 Metern.

Um diese Holztransporte sicher vorbeizuführen, passierten sie die Staustufe Höchst durch eine 12 Meter breite und 200 Meter lange, gemauerte Floßrinne am rechten Ufer, die ein konstantes Gefälle von 1:200 aufwies. Begrenzt wurde die Anlage an der Oberseite durch einen gemauerten Strompfeiler sowie einen landseitigen Pfeiler von jeweils 4,40 Metern Höhe. Diese Pfeiler dienten als Fundament und L***r für ein Trommelwehr, das für die Passage der Flöße geöffnet werden musste. Eine eiserne Brücke über die Rinne ermöglichte es dem Wehrmeister und seinen Gehilfen, das Wehr gefahrlos zu überqueren.

Nachdem die Staustufe im Jahr 1932 außer Betrieb genommen wurde, ist von dieser historischen Anlage heute noch ein sichtbares Zeugnis geblieben: Der einstige landseitige Pfeiler dient Besuchern an der Wörthspitze bis heute als kleine Aussichtsplattform.

Auf diesem Bild sind zwei Wasserturm-Generationen vereint: Links der ältere Turm des Wasserwerks, rechts der damals neue...
17/08/2026

Auf diesem Bild sind zwei Wasserturm-Generationen vereint: Links der ältere Turm des Wasserwerks, rechts der damals neue Wasserturm von 1929.

An der Position des rechten Turms steht heute das Gebäude D369. Entlang der Baumreihe im Hintergrund verläuft die Farbenstraße.

Ein tolles Zeitzeugnis der regionalen Industrie- und Wasserwirtschaftsgeschichte!

Bau der Hoechster-Farben-Straße 1954.Lange bevor das Werksgelände der Farbwerke Hoechst entstand, führte die alte Landst...
10/08/2026

Bau der Hoechster-Farben-Straße 1954.

Lange bevor das Werksgelände der Farbwerke Hoechst entstand, führte die alte Landstraße nach Mainz südlich der heutigen Hoechster-Farben-Straße von Höchst nach Sindlingen. Mit dem Ausbau der Industrieanlagen verschwand jedoch ihr ländlicher Charakter. Die Straße erhielt den Namen Brüningstraße, benannt nach Adolf von Brüning, einem Mitbegründer der Hoechst AG. Der westliche Abschnitt wurde später zur Farbenstraße.

In den 1950er-Jahren entschied sich die Hoechst AG, das Werksgelände für den öffentlichen Verkehr zu schließen. Dadurch musste eine neue Verbindung zwischen Höchst und Sindlingen geschaffen werden. Entlang der nördlichen Werksmauer verlief bereits ein Fußweg mit dem ungewöhnlichen Namen „An der Chinesischen Mauer“. Dessen Ausbau hatte die Stadt Frankfurt übrigens schon im Eingemeindungsvertrag mit der Stadt Höchst vom 19. Januar 1928 zugesagt.

Aus diesem Weg entstand schließlich die „Neue Farbenstraße“. An beiden Enden wurden Kreisverkehre angelegt – der Leunaknoten in Höchst und ein weiterer Kreisel in Sindlingen. Nach der Fertigstellung konnte die neue Straße 1954 für den Verkehr freigegeben werden. Im Anschluss wurde die alte Straßenverbindung durch das Werksgelände endgültig geschlossen.

So entstand die heutige Verkehrsverbindung, die bis heute Höchst und Sindlingen miteinander verbindet.

Adresse

Bolongarostraße 139
Frankfurt
65929

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