Deutsche Gesellschaft für Mauersegler e.V.

Deutsche Gesellschaft für Mauersegler e.V. Die DGfM e.v. betreibt die Mauerseglerklinik in Frankfurt

Unterstützen könnt ihr uns zum Beispiel mit einer Geldspende: https://paypal.me/mauerseglerklinik vet.

Entstehungsgeschichte

Die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Mauersegler e.V. ist eng mit der einstigen „Mobilen Vogelhilfe“ von Dr. med. Christiane Haupt und ihrer Entwicklung über die Mauerseglerstation zur heutigen Mauerseglerklinik verknüpft. Was im Alleingang begann und binnen weniger Jahre alle Ersparnisse restlos aufzehrte, musste, um fortbestehen und expandieren zu können, auf viele

Schultern (und Geldbeutel!) verteilt werden. So gründete sich die Deutsche Gesellschaft für Mauersegler e.V. (DGfM) und hat im In- und Ausland Mitglieder und Helfer gewonnen, um die Arbeit an und für die MAuersegler ausbauen zu können. So sind wir die bundesweit einzige und einzigartige Pflegeeinrichtung für Mauersegler in der alle Helfer und Mitarbeiter ehrenamtlich arbeiten und die tierärztliche Versorgung von der 1. Vorsitzenden ebenfalls unentgeltlich geleistet wird. Zunehmende Bekanntheit der Klinik in der Öffentlichkeit, nicht zuletzt durch die Homepage der DGfM, wird aber auch in Zukunft zur immer größeren Diskrepanz zwischen den steigenden Patientenzahlen und dem finanziellen, personellen und räumlichen Limit des Vereins führen.

StippvisiteKaum eingecheckt, eine Nacht weich und bequem geschlafen, am nächsten Morgen das Frühstücksbuffet abgeräumt, ...
24/04/2026

Stippvisite

Kaum eingecheckt, eine Nacht weich und bequem geschlafen, am nächsten Morgen das Frühstücksbuffet abgeräumt, - und dann wollte sie auch schon wieder weg: Antigone aus Bad Homburg, die am späten Abend des 22. April eine Bruchlandung auf einer Dachterrasse hingelegt hatte.

Natürlich musste Antigone sich vor dem Aufbruch einer genauen Untersuchung durch unseren medizinischen Dienst unterziehen, der trotz gebrochenen Arms ihre zum Glück nicht gebrochenen Flügel checkte. Auch die anschließende Prüfung im Flugzimmer (hoho, 270 Runden hintereinander weg...) fiel erfreulich aus. Nachdem wir Antigone dann irgendwann endlich eingefangen hatten, durfte sie - nach draußen eskortiert vom gesamten Klinikpersonal - wieder in ihren Himmel aufsteigen. Farewell!

An alle Freunde von originellen Weihnachts- und Geburtstags- und sonstigen Überraschungsgeschenken:Diesen hübschen Bursc...
17/02/2026

An alle Freunde von originellen Weihnachts- und Geburtstags- und sonstigen Überraschungsgeschenken:

Diesen hübschen Burschen haben wir nun 4x und würden die Kolonie ja durchaus noch ausbauen, doch in die Vitrine passt nix mehr! Einer wurde schon ausgelagert auf die Fensterbank im OP und erfreut mich täglich beim Schiften. 😍

CARTOONWir haben zum ersten Mal in 32 Jahren unseren eigenen Cartoon! Illustrator Stephan Rürup hat im Journal Frankfurt...
10/01/2026

CARTOON

Wir haben zum ersten Mal in 32 Jahren unseren eigenen Cartoon! Illustrator Stephan Rürup hat im Journal Frankfurt Januar 2026 trefflich dargestellt, was in der Mauerseglerklinik abgeht. Wir haben Tränen gelacht!

(c) Stephan Rürup

JOURNAL FRANKFURT, Januar 2026: "Gesichter der Stadt"Ein Leben mit den MauerseglernChristiane Haupt setzt sich seit über...
07/01/2026

JOURNAL FRANKFURT, Januar 2026: "Gesichter der Stadt"

Ein Leben mit den Mauerseglern

Christiane Haupt setzt sich seit über drei Jahrzehnten für Mauersegler ein. Der Deutsche Tierschutzbund ehrte sie für ihr Lebenswerk.

Die geheimnisvollen dunklen Augen und ihre zutrauliche Art – das fasziniert Christiane Haupt an den Mauerseglern besonders. Die ausgebildete Tierärztin und Leiterin der Mauersegler-Klinik in Griesheim behandelt und versorgt bereits seit 32 Jahren verletzte oder geschwächte Segler. 2025 erhielt sie für ihren Einsatz den Tierschutzpreis des Deutschen Tierschutzbundes für ihr Lebenswerk – dabei begann ihr herausragendes Engagement mit einer verletzten Taube. Die junge Frau, die damals noch als Grafikerin arbeitete, nannte sie Sunny und brachte sie zu einer Auffangstation. Haupt war angetan vom Engagement der Tierschützer und begann sich einzubringen. Der Wunsch, umzusatteln und Tiermedizin zu studieren reifte heran und so schrieb sich die damals 28-Jährige an der Universität in Gießen ein. Dort wurde ihr Traum, Vö**ln zu helfen, zunächst eher belächelt: „Die Kommilitonen nannten mich nur die Vogelfrau.“ Sie ließ sich aber nicht abbringen.

Bereits während ihrer ersten Studienjahre betrieb sie eine Art mobile Vogelhilfe und pendelte mit verletzten Tieren zwischen ihrem Wohnort Frankfurt, wo sie auch arbeitete, und ihrem Studienort Gießen hin und her. Während der Vorlesungen fütterte die angehende Tierärztin Meisen, Spatzen, Amseln, Stare und Mauersegler. Sogar ihr Staatsexamen wurde von den Tieren begleitet: 32 Vögel nahm sie mit, die nebenan auf ihre nächste Fütterung warteten. Sie spezialisierte sich mehr und mehr auf Mauersegler und ihr Einsatz sprach sich schnell herum, sodass immer öfter verletzte Tiere bei ihr abgegeben wurden. Haupt ist nach wie vor fasziniert davon, dass die Segler fast ihr gesamtes Leben in der Luft verbringen und sogar dort schlafen. Sie verfügten außerdem über völlig verschiedene Charaktere. In der Mauersegler-Klinik, befinden sich derzeit 145 Segler, die alle einen eigenen Namen haben. „Wir kennen hier jeden einzelnen“, berichtet Haupt. Das mache den Alltag natürlich auch manchmal schwer, weil einem das Schicksal der Tiere nahe geht. Sie erklärt aber: „Ohne Emotionen kann man so eine Arbeit nicht machen.“ Bis zu 20 Stunden am Tag ist sie im Einsatz, oft schläft sie sogar in der Klinik. Vor allem das Füttern nimmt viel Zeit in Anspruch, weil die Tiere nicht von alleine essen, sondern die Insekten mit der Pinzette in den Schnabel gegeben werden müssen. Sieben Angestellte, vier ehrenamtliche Fütterer, eine ehrenamtliche Putzkraft und fünf Flugtrainer arbeiten gemeinsam mit Haupt in der Klinik.

Haupt führt außerdem regelmäßig Operationen durch, versorgt Abszesse und Weichteiltraumata und kümmert sich um die Wundversorgung. Immer häufiger sehe sie Kampfverletzungen, die während der Nistplatzsuche entstehen. In puncto Nistplatz sind Mauersegler anspruchsvoll: Sie brauchen hoch gelegene, geräumige Plätze, die sich nicht aufheizen. Da die Mauersegler den Menschen bereits im Mittelalter in die Städte gefolgt sind, nisten sie vor allem an Gebäuden. Weil alte Gemäuer aber zunehmend saniert werden, fällt die Suche nach dem geeigneten Nistplatz immer schwerer. „Ich habe zum Teil Tag und Nacht an Behörden geschrieben.“ Die aber hätten das Thema weiter verschleppt und schließlich Tatsachen geschaffen. Eine „beliebte“ Methode sei es, die Nester mit Bauschaum zu verschließen, kritisiert die Tierärztin. Tiere, die sich noch im Nest befinden, verendeten dann auf grausame Weise. Haupt plädiert für eine ökologische Baubegleitung bei der Sanierung alter Gebäude und weist darauf hin, dass die Segler in der Regel die Gebäude nicht verschmutzen.

Der Klimawandel schadet den Tieren ebenfalls. Gerade unter den Dächern kann bei hohen Temperaturen ein regelrechter Backofen entstehen. Weil sie keine Ausweichmöglichkeit sehen, stürzen sich die Jungtiere dann aus dem Nest, erklärt Haupt. Die Hitze kann aber auch dazu führen, dass Gefiederschäden entstehen – für ein Tier, das fast sein gesamtes Leben am Himmel verbringt, ist das fatal. An besonders heißen Tagen nahm die Klinik schon bis zu 70 Vögel an einem Tag auf. „Wir mussten auch schon einen Aufnahmestopp machen“, erinnert sich Haupt.

Die Tierärztin ist außerdem Expertin im sogenannten „Schiften“, einer jahrhundertealten Methode aus der Falknerei, die ursprünglich dazu diente, Jagdfalken flugfähig zu halten. Beim Schiften wird unter Narkose ein Teil der beschädigten oder mitunter auch fehlentwickelten Federn entfernt und mit den Federn eines Spendertiers ersetzt. Um die Federn zu ersetzen, werden der eigene und der fremde Federkiel mit einem Carbonstab verbunden und verklebt. Diese Arbeit erfordert enorm viel Erfahrung, weil die Federn die richtige Biegung brauchen und im perfekten Winkel angebracht werden müssen, damit der Vogel wieder problemlos fliegen kann. „Wenn eine Feder nur um einen Millimeter verschoben ist, klappt es schon nicht mehr“, erklärt Haupt. Zwei Personen hat Haupt bisher ausgebildet. Das sei jedoch sehr viel Arbeit und die Ausbildungsphase zog sich über zwei Jahre. Haupt hat ihre Anfänge beim Falkner gemacht, sich vieles jedoch selbst beigebracht und über die Jahre optimiert. Gerne würde sie ihr Wissen in einem Buch sammeln, doch ihr fehle schlicht die Zeit.

Aus dem Preis des Deutschen Tierschutzbundes macht sich Haupt nicht viel: „Mir liegt nicht viel an persönlichen Ehrungen.“ Aber sie hofft, dass durch die Aufmerksamkeit mehr Sponsoren auf sie aufmerksam werden. Rund 50 000 Euro koste jährlich allein das Futter für die Tiere und auch die Personalkosten seien schwer zu stemmen. Bisher wurde die international bekannte Klinik vor allem von Pro Artenvielfalt und dem Hessischen Tierschutz sowie von Mitgliedsbeiträgen des Vereins „Deutsche Gesellschaft für Mauersegler“ finanziert. Die 61-Jährige möchte die Arbeit noch machen, solange es geht: „Ich mache Segler bis zu meinem letzten Atemzug.“ Bald werden auskurierte Tiere wieder auf den Kanaren ausgewildert. Zu sehen, wie sich die Mauersegler in die Freiheit schwingen – das sei ihr persönliches Highlight.

Text: Pauline Klink, JOURNAL FRANKFURT
Foto: (c) Harald Schröder

Unser HAPPY NEW YEAR Brief zum JahreswechselLiebe Mauerseglerfreunde und -freundinnen!Wieder einmal ist unser Weihnachts...
02/01/2026

Unser HAPPY NEW YEAR Brief zum Jahreswechsel

Liebe Mauerseglerfreunde und -freundinnen!

Wieder einmal ist unser Weihnachtsbrief eher ein Brief zum Jahresbeginn. Es fällt uns nicht leicht, an Weihnachten zu denken, wenn noch 145 Segler die Boxen füllen und nahezu rund um die Uhr versorgt werden wollen. Bei der Geräuschkulisse singender Jungsegler und zirpender Altvögel kommt einfach keine Weihnachtsstimmung auf, und das Weihnachtsbäumchen im Treppenhaus hat eher etwas Anachronistisches. Auch Henry of the Basement, selbstbewusster Vorjähriger und etablierter Platzhirsch, beäugt den blinkenden Weihnachtsstern zu seinen Häupten mit einem gewissen Missmut. Henry of the B. hat mir jetzt auch aufgetragen, mich kurz zu fassen, allen Leserinnen und Lesern zu wünschen, schöne Feiertage gehabt zu haben, und seine Zusammenfassung zur Saison 2025 anzufügen: Hitze, Hunger, Stress.

Sir Henry, sage ich, so geht das nicht, unsere Leserschaft möchte es ein bisschen genauer wissen. Henry of the B. schweigt, vertilgt genießerisch die Grillen, die ich ihm reiche, und freut sich, dass Paulus und Pigolino nebenan gegen die Wände rennen, weil sie auch Grillen wollen. Der kleine Melek in der Etage unter ihm reckt den Hals, leckeres Fingerfood liebt er ebenfalls. Sein hinreißender Augenaufschlag sorgt dafür, dass er es auch bekommt.

Wie haben wir diesen Horrorsommer überlebt, Sir Henry, frage ich. Er hebt resigniert die Schultern: Haben wir? - Dabei begann es wie immer. Überweisungen aus den Pflegestellen seit Jahresbeginn und erfolgreiche Flugverfrachtungen in den Süden. Ende April treffen die ersten Neuen ein: Altsegler, die, kaum zurück aus Afrika, Unfälle erlitten oder beim erbitterten Kampf um die immer rarer werdenden Nistplätze böse Blessuren davongetragen haben. Oder unerfreuliche Begegnungen mit Greifvögeln, Katzen und anderem Gelichter hatten. Das Notfalltelefon steht nicht still. Im Mai nehmen wir 97 verletzte adulte Mauersegler auf, 98 im Juni. Wundversorgung, Osteosynthesen und Stützverbände sind an der Tagesordnung. Leider auch Euthanasie: Viele Segler sind so schwer verletzt, dass wir sie nur noch sanft erlösen können.

Floryk, das erste Baby, trifft am 11. Juni ein. Zwei Tage später kommen Zoltani, Loki, Aemon, Jonquille, Amory, Brienne und Sarah. Floryk verschwindet in einem herzallerliebsten Gewusel roséfarbener Stachelwürmchen. Henry of the B. verdreht genervt die Augen. Er weiß, wie es weitergeht. Der Juni beschert uns 333 Patienten, zumeist Nestlinge, im Juli sind es 382. Steigen die Temperaturen, fallen die Mauerseglerbabys. Ihre Nisthöhlen werden zu Glutöfen. Lieber springen sie in die Tiefe, als den grausamen Hitzetod zu erleiden. Wer Glück hat, ist sofort tot. Die Überlebenden finden sich auf kochendem Asphalt wieder oder in den Fängen wartender Prädatoren. Aber einige werden auch gefunden, gerettet und zu uns gebracht. Doch bald sind wir gezwungen, aufgrund der unbewältigbaren Zahl von Neueinlieferungen einen Aufnahmestop zu verhängen. Statt 70 Neuen pro Tag kommen dann „nur noch“ 20...

Der Sommer wird zu einem einzigen, leider realen Alptraum. Im Juli erreichen wir einen Peak von über 500 stationären Seglern. Zu viele, und wir sind zu wenige, um alle versorgen und füttern zu können, und täglich werden es mehr. Überall ist es so, in ganz Europa. Pflegestellen und Privatpäppler gehen in die Knie. Wie viele Segler draußen sterben, möchten wir nicht wissen. Die internationale Presse spricht alarmiert von der „Swift Apocalypse“. Der Klimawandel wird mit extremen Temperaturen nun auch Seglern und anderen Gebäudebrütern zum Verhängnis.

In der Mauerseglerklinik können die ersten flüggen Jungsegler freigelassen werden. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn weiterhin „regnet“ es neue Patienten. Die täglichen Massenstarts im Juli sind teuer bezahlt. Startvorbereitungen kosten Zeit, die dann beim Füttern der verbliebenen Segler fehlt. Auch tierärztliche Tätigkeiten nehmen wieder mehr Raum ein, denn viele Neuankömmlinge sind verletzt: Frisch ausgeflogene Jungsegler haben eine hohe Unfallrate.

Henry of the B. spuckt eine Grille aus und bemängelt, dass deprimierende News ihm den Appetit verderben. Wir haben 551 Segler freigelassen, darauf können wir stolz sein, Sir Henry, betone ich. Geht doch, brummt er. Und so denke ich an schöne Erlebnisse, wie z.B. an den triumphalen Start des Altseglers Garibaldi kürzlich unter südlicher Sonne. Als Garibaldi zu uns kam, war er von der Schnabel- bis zur Schwanzspitze mit Bauschaum verklebt. Ihn retten zu können war ein Sieg über menschliche Brutalität und Verrohung und für Garibaldi ein zweiter Geburtstag. Horizon überlebte eine Elsterattacke und konnte nach Ausheilung seines schweren Schädel-Hirn-Traumas wieder freigelassen werden. Kiran traf mit einer großflächigen Rückenwunde ein, die chirurgisch versorgt wurde. Es dauerte Monate, bis das Rückengefieder nachgewachsen war. Ende August durfte er wieder starten. Mit ihm kehrte Cyrano in die Freiheit zurück, Altsegler aus Leipzig, überwiesen von der Uni-Vogelklinik. Ich freue mich noch heute, dass wir seine Augenverletzung erfolgreich therapieren konnten.

Die Jungsegler starten zumeist wie am Fließband auf der Straße vor der Klinik. Wir agieren lautlos und verständigen uns durch Handzeichen, des ortsansässigen Falken wegen. Henry of the B. schnupft, blöd ist der blöde Falke nicht! Stimmt. Irgendwann entdeckt er die Startbahn Buchenstraße, und nun müssen wir wieder rüber ins alte Griesheim pilgern, um unsere Vögel dort freizulassen. Was erheblichen Mehraufwand bedeutet. Doch es erfreut die Anwohner! Eine ältere Frau lehnt sich regelmäßig an der Straßenecke aus dem Fenster und wird zur Startexpertin. Ebenso drei Jungs, die mit großem Eifer und Elan beim Starten helfen. Unvergessen ist der Tag, als Floki in einen Garten plumpst und wir mehrere Zäune überwinden müssen, um ihn da rauszuholen. Das schaffen die drei Jungen mit links und lachen uns von der Zaunkrone aus an.

Im September gibt es merklich weniger Startaspiranten. Immer mehr Jungsegler bleiben wegen Gefiederschäden zurück. Viel zu früh bricht das Wetter ein. Am 19. September ist zum letzten Mal ein Start von Frankfurt aus möglich: Take-off für Jocelyn, Jesse, Amir und Brego! Es ist eine konzertierte Aktion, denn an diesem schönen Tag starten viele Pflegestellen in Deutschland ihre letzten flugbereiten Schützlinge.

Mit 173 zurückbleibenden Seglern beginnt unsere Nebensaison. Jetzt, Ende Dezember, haben wir schon zwei Flugverfrachtungen hinter uns, doch das horrende Arbeitspensum bleibt gleich. Diverse Pressetermine und die Verleihung des Deutschen Tierschutzpreises für die Mauerseglerklinik mildern hoffentlich den akuten finanziellen Notstand, den die Horrorsaison 2025 uns beschert hat. Und damit – ich bemerke, dass Henry of the B. mit dem Flügel winkt – möchte ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, bitten, die Mauersegler nicht zu vergessen und uns zu helfen, eine Saison 2026 zu realisieren. Noch nie haben die Mauersegler so dringend Hilfe gebraucht. Das beweisen die 990 Patienten unserer Klinik im Jahr 2025. Wir dürfen jetzt nicht aufgeben.

Ihnen alles erdenklich Gute zum Jahresbeginn! Herzlichen Dank all denen, die uns seit Jahren durch aktive Mithilfe, Spenden oder Zuwendungen unterstützen! Danke unserem stärksten und ältesten Partner, der Stiftung Pro Artenvielfalt! Auch allen anderen Organisationen, Institutionen, Lieferanten, Sponsoren und Privatpersonen, die uns helfen und finanziell zur Seite stehen, sagen wir vielmals danke. Ebenso unseren Angestellten, den Volunteers, den Mitgliedern und den angeschlossenen Pflegestellen. Insbesondere danken wir auch unserem Steuerbüro für die langjährige zuverlässige Betreuung. Und der Facebook-Gruppe "Mauersegler-Notfälle" sowie den Mauerseglerkurieren danke für die gute Zusammenarbeit und eine unvergessliche Care-Kiste!

Wir brauchen ganz dringend weitere Mitglieder, Spender (das geht ganz easy via PayPal!) und Helfer hier in der Klinik. Und natürlich, Sir Henry, einen Sponsor für Deine Extragrillen!

Es grüßt Sie herzlich zum neuen Jahr

Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Mauersegler e.V. und – im Namen unserer Patienten - Henry of the Basement!

Einblicke in die MauerseglerklinikWonach viele Finder fragen - mal einen Blick auf unsere Patienten werfen zu dürfen - d...
27/11/2025

Einblicke in die Mauerseglerklinik

Wonach viele Finder fragen - mal einen Blick auf unsere Patienten werfen zu dürfen - das könnt Ihr hier nun tun: Vor wenigen Tagen war Sat1 bei uns zu Besuch und hat ein paar Impressionen eingefangen.

https://www.1730live.de/2025/11/26/einzigartige-klinik-in-frankfurt-gibt-es-ein-krankenhaus-nur-fuer-mauersegler/

Wir bitten jedoch weiterhin um Verständnis, dass wir aus hygienischen Gründen und um den ohnehin sehr stressigen Ablauf in der Klinik nicht zu stören, normalerweise keine Besucher einlassen können.

Sie ist einmalig in Deutschland: eine Klinik für Mauersegler. Für die Vögel, die eigentlich alles in der Luft machen. Schlafen, fressen und sich sogar paaren. Mauersegler werden von anderen Vö**ln, oder auch von Katzen gejagt. In der Frankfurter Mauerseglerklinik werden die kleinen Vögel dann w...

Wintergrau und WetterfluchtenGar so trübsinnig bin ich ja nicht, im grauen Winter zu sitzen, denn der diesjährige Horror...
25/11/2025

Wintergrau und Wetterfluchten

Gar so trübsinnig bin ich ja nicht, im grauen Winter zu sitzen, denn der diesjährige Horrorsommer steckt mir immer noch in den Knochen. Aber das darf ich nicht laut sagen, weil jeder die Sonne liebt. Ich liebe sie nur, wenn sie sich an gemäßigte 22-24°C hält und wenn ich Mauersegler freilassen möchte. Beides ist derzeit in Deutschland eher unwahrscheinlich. Deshalb wetterflüchten wir wie in jeder Wintersaison nach Süden und bringen das Ergebnis des jeweiligen Schift-Marathons - eine startfertige Mauersegler-Reisegruppe! - in die Sonne. Die erste Verfrachtung liegt bereits hinter uns. Ende Oktober durfte ein ganzer Trupp rauflustiger Jungsegler, angeführt von dem Vorjährigen Idaho, aus unseren nasskalten Grauenlanden ausreisen und ein triumphales Happy End (oder besser: Happy Beginning!) unter südlicher Sonne erleben.

Allzeit Wind unter den Flügeln (beim Start hatten sie davon mehr als genug) wünschen wir euch: Osceola, Thalerian, Erwin, Hiob, Primrose, Tenebria, Nova, Aspasia, Fortunatus, Thure, Karl, Rufus, Helen, Perry, Elias, Milena, Grimaldi, Manderley und IDAHOOO !!!

Autumn leavesHeute hat uns der kleine Tirion verlassen. Er kam am 12. Juli als ausgezehrtes, hitzegeschädigtes, unglaubl...
10/10/2025

Autumn leaves

Heute hat uns der kleine Tirion verlassen. Er kam am 12. Juli als ausgezehrtes, hitzegeschädigtes, unglaublich hungriges Baby zu uns. Der Großgefiederschaden war bereits vorprogrammiert. Kaum ausgewachsen, brachen Schwung- und Steuerfedern. Für Tirion, der - wie so viele andere mit ähnlichen Schäden - tobte und fliegen wollte, begann die lange und schwere Wartezeit. Heute fand sie ihr Ende, und nun fliegt Tirion free forever jenseits der Regenbogenbrücke. In unserer Welt hatte er aufgegeben, sein Immunsystem versagte, er zog sich eine schwere Infektion zu. Und leider können wir nicht alles heilen. Vor allem die Seelen nicht, wenn sie frei sein möchten.

Für die anderen, die 168 Mauersegler und zwei Alpensegler, die momentan noch in unserer Obhut sind, tun wir weiterhin alles, was uns möglich ist. Viele sind dabei, die nun schon im Training ihre neuen Federn erproben, wie Tenebria und Aspasia. Auch Karl und Rufus haben bereits ihr Flugticket für die bevorstehende Verfrachtung "in der Tasche". Noch auf eigenen Federn fliegen werden die Spätlinge Thalerian und Osceola, die erst Ende September flügge wurden, als keine Starts von Deutschland aus mehr möglich waren. Hadass, Lapislazuli, Leeds, Erwin und Jowin stehen auch auf der Startliste.

Doch wir brauchen DICH, um weiter helfen zu können! Die Lage ist ernst. Seit einiger Zeit läuft bei PayPal unsere Spendenaktion "Volle Boxen - leere Kasse". Jeder Euro hilft. Wir müssen unsere Futterkasse wieder füllen, und auch darüber hinaus fehlt es nach der Horrorsaison 2025 an allen Ecken und Enden. Mit Deiner Spende und dem Teilen des nachfolgenden Links würdest Du uns und unseren Seglern sehr helfen! Damit wir auch weiterhin noch vielen von ihnen ihr Leben in Freiheit wiedergeben können.

https://www.paypal.com/donate?campaign_id=7MZPZBFYA2PFE

Merry Swiftmas! 🎄Nein, soweit sind wir noch nicht, auch wenn Weihnachten seine Schatten in Form von Dominosteinen und Sp...
09/10/2025

Merry Swiftmas! 🎄

Nein, soweit sind wir noch nicht, auch wenn Weihnachten seine Schatten in Form von Dominosteinen und Spekulatius schon drohend vorauswirft. Eingedenk dessen, wie schwer unsere derzeit 171 Segler und wir unter den Folgen der Horrorsaison 2025 leiden, wären Altweibersommer und goldener Oktober nicht zu viel verlangt gewesen. Stattdessen zähneklappern wir uns durch den frühen Herbst und machen uns große Sorgen, wie wir all unsere Patienten retten sollen, ganz zu schweigen von den unzähligen Seglern, die sich noch in angeschlossenen Pflegestellen und diversen Centern befinden. Finanziell, personell und mental sind wir am Ende, und die Zukunft sieht düster aus, wenn nicht ein Wunder geschieht. Fast 1.000 Segler sind bislang in 2025 in der Mauerseglerklinik eingeliefert worden! Wie soll es nur weitergehen!?

Doch zurück zum Sommer. Es gibt ja auch schöne Erinnerungen. Unsere vielen grandiosen Massenstarts gehören dazu. Und: Merry Swiftmas... 😊 ...Wenn an einem brütend heißen Spätsommertag ein völlig überarbeiteter Mitarbeiter kopfschüttelnd ins Vogelzimmer schlurft und vor sich hin murmelt "People are crazy, making Christmas in the kitchen...", denkt man sich erstmal nichts dabei. Paranormale Wahrnehmungen, bedingt durch Schlafmangel, Hyperkoffeinose und Schmerzmittelabusus, sind in der Hochsaison an der Tagesordnung, und nie blühen die Hallu's kunterbunter als nach nicht mehr zählbaren durchgefütterten Nächten und nach Großkampftagen mit 35°C und 70 Neuaufnahmen.

Als nächstes ist der Büromensch verschwunden. Er findet sich, als man wenig später zum Grillenholen in Richtung Küche eiert, im Entrance in angeregtem Gespräch mit...mit... Moment, eine der beiden Personen ist die nette Kurierin, die außer Mauerseglern immer die farbenfrohe Hornvieh-Brause mitbringt. Die zweite Person entpuppt sich als Pflegestelle, und unter fröhlichem Hallo wird man erwartungsvoll zur Küche gepusht. Und Stress hin, Stress her: Da gehen mir dann wirklich die Augen über, denn diese Hallu einer lichtergeschmückten Wahnsinns-Care-Box voll mit veganen Köstlichkeiten, Kaffee, Hornviehbrause und Bird Beer ist echt!! Und dann ist dabei noch ein witziges T-Shirt und, Krönung des Ganzen, eine wunderschöne handgefertigte Keramikschale mit Mauerseglermotiv von einer anerkannten Künstlerin.

Liebe Mauersegler-Notfall-Gruppe, liebe Meike und liebe Anja, - da habt Ihr uns eine riesengroße Freude bereitet und uns mit dem nahrhaften Mauerseglermutterfutter über so manchen Tag gerettet. Nicht zu vergessen den potenten flüssigen Treibstoff. Schon lange habe ich das hier posten wollen und habe es nie geschafft, denn immer noch sind meine Arbeitstage endlos. Ganz herzlichen Dank für die tolle Überraschung, an die wir immer wieder gern zurückdenken. 😍

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Frankfurt
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08:00 - 23:00

Telefon

+496935351504

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