11/10/2026
Heute wurde der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2026 an Philippe Sands verliehen.
Seine Rede widmete sich dem Motiv des „Schweigens“. Der französisch-britische Jurist, Professor für Internationales Recht und Autor stellte die Wichtigkeit von universell geltenden Regeln und Recht zum Erhalt des Friedens heraus. Und er betonte seinen Respekt für all jene, die mutig genug waren und sind, auszusprechen, wenn diese Regeln gebrochen und Verbrechen begangen wurden. Diese Menschen, zum Schweigen zu bringen, bezeichnet er als „unanständig“ - auch wenn es Unannehmlichkeiten mit sich brächte oder die Benennung von Verbrechen der eigenen Freunde bedeute. Denn im Gegensatz zum Schweigen, liege in der Benennung und Auseinandersetzung mit geschehenem Unrecht die Chance, über die Vergangenheit hinweg zu kommen und sich miteinander auszusöhnen.
Die gesamte Rede sowie die weiteren Reden des Vormittags könnt ihr nachlesen unter https://www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de/alle-preistraeger-seit-1950/2020-2029/philippe-sands
Fotos: © Tobias Bohm