Sehr viele Studentinnen und Studenten müssen zur Finanzierung ihres Studiums einem oder mehreren Nebenjobs nachgehen. Andere arbeiten am Ende oder nach ihrem Studium im wissenschaftlichen Betrieb unter prekären Arbeitsbedingungen. Auch ganz allgemein gedacht, begibt sich die große Mehrheit aller Hochschulabsolvent_innen in ein Lohnarbeitsverhältnis.Deshalb haben sich einige Studierende unterschied
licher Fachbereiche und Hochschulgruppen entschlossen, das Interesse an guten Arbeitsbedingungen auch an der Universität gewerkschaftlich zu koordinieren. Es gib eine Vielzahl von Menschen, die im Produktions- oder Dienstleistungssektor, in Bildung und Wissenschaft sowie in anderen Bereichen Lohnarbeit verrichten und vielfach die selben Probleme haben, die wir gemeinsam ansprechen, laut machen und zur Lösung in die Mitte der Gesellschaft tragen müssen. Mit den hochschulpolitischen Aufgaben aber auch den Problemen des Alltags verbinden sich auch Konflikte und Kämpfe in den zu meist neben dem Studium ausgeübten Tätigkeiten. Dabei verschränken sich alltägliche Arbeitskämpfe unwillkührlich auch mit den Belangen von Schüler_innen, Student_innen, Promovierenden und zukünftigen Berufsanfänger_innen. Am sichtbarsten werden diese Verschränkungen bereits bei der bezahlten Tätigkeit an der Hochschule selbst, aber auch bei deren Angestellten der Unversitäti wie Reinigungskräften und Sicherheitspersonal. Der Arbeitskreis Studierende möchte ein praktisches und theoretisches Bewusstsein für diese Lage schaffen, um in einem gemeinsamen Kampf unsere Interessen zu verteidigen und auszuweiten. Hierzu stehen uns eine Menge von Möglichkeiten offen, von Beratungen über die Rechte im Nebenjob, über ein Angebot von Seminaren, Workshops und Partys, aber auch die direkte Beteiligung und solidarische Unterstützung in den Arbeitskämpfen vor Ort.