12/06/2026
„Das macht der Fahrer schon.“
Ein Satz, der an vielen Rampen schneller gesagt ist, als er richtig ist.
Natürlich tragen Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer Verantwortung.
Gerade beim Gefahrguttransport müssen sie vor Fahrtantritt genau hinsehen: Sind Fahrzeug und Ausrüstung in Ordnung? Sind die notwendigen Papiere vorhanden? Ist die Ladung gesichert? Sind Kennzeichnungen und Warntafeln korrekt? Gibt es sichtbare Schäden, Undichtigkeiten oder andere Mängel?
Wenn etwas offensichtlich nicht stimmt, darf daraus kein „wird schon gehen“ werden. Dann muss die Abfahrt gestoppt werden und im Zweifel ist es richtig, die Mitnahme zu verweigern.
Aber genau deshalb ist es so wichtig, Verantwortung nicht einfach pauschal ins Fahrerhaus zu verschieben.
Denn viele Pflichten beginnen bereits vorher: beim Absender, beim Verlader, beim Beförderer und in der gesamten Vorbereitung des Transports. Verpackungen, Kennzeichnung, Begleitpapiere, Zusammenladevorschriften und die grundsätzliche Beförderungsfähigkeit der Sendung sind keine Punkte, die erst am Ende unter Zeitdruck geklärt werden sollten.
Der Fahrer ist verantwortlich für das, womit er auf die Straße fährt. Aber er ist nicht dafür da, jeden Fehler aus der Transportkette im letzten Moment aufzufangen.
Sichere Gefahrguttransporte entstehen nur, wenn alle Beteiligten ihre Aufgaben ernst nehmen. An der Rampe, in der Disposition, im Unternehmen und im Fahrerhaus.
Wie ist das bei euch: Bekommt ihr Rückendeckung, wenn ihr sagt: So fahre ich nicht los?