Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen

Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen Die überkonfessionell arbeitende Stiftung unterstützt in Not geratene verfolgte Christen

24/04/2026
Wir gedenken heute wieder des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich. Der 24. April 1915 gilt als Tag, an dem...
24/04/2026

Wir gedenken heute wieder des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich. Der 24. April 1915 gilt als Tag, an dem die mörderischen Verbrechen begannen. Die Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen hat 2015 zum 100-Jahr-Gedenken posthum ihren Stiftungspreis dem armenisch-katholischen Erzbischof Ignatius Maloyan gewidmet. Er wurde am 11. Juni 1915 in der Nähe von Diyarbakir ermordet. Im libanesischen Bzommar - am Patriarchatssitz - gibt es zu seiner Person und seinem Wirken ein kleines Museum sowie gleich mehrere große Porträtdarstellungen, darunter eine überlebensgroße Skulptur. Die Vorstandsvorsitzende Michaela Koller war wenige Tage vor Kriegsausbruch vor Ort.

Ein Licht der Hoffnung für verfolgte Christen - Stephanus-Sonderpreis 2026 an Hamburger Initiative verliehenDie Hamburge...
13/04/2026

Ein Licht der Hoffnung für verfolgte Christen - Stephanus-Sonderpreis 2026 an Hamburger Initiative verliehen
Die Hamburger Initiative „Lichterkette für verfolgte Christen“ hat in Bonn den diesjährigen Stephanus-Sonderpreis der Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen erhalten. Vertreten wurde die Preisträgerin durch die ehrenamtliche Mitorganisatorin Grace Hope, die ursprünglich aus dem westlichen Zentralafrika stammt. Sie appellierte in ihrer Dankesrede an die Öffentlichkeit, nicht länger den Massenmord an Christen in verschiedenen afrikanischen Ländern, darunter Nigeria und Tschad, hinzunehmen. „Wir schwarzen Christen verstehen es einfach nicht, dass solche grausamen Sachen mit uns gemacht werden können und unser Leiden so wenig Mitgefühl findet“, sagte Hope.
In Nigeria sind etwa seit dem Aufstieg der radikal-islamischen Miliz „Boko Haram“ und ihrem Aufruf zum Dschihad im Jahr 2009 Zehntausende Christen ermordet worden. Auch die Organisation „Islamischer Staat Westafrika Provinz“ und radikalisierte islamische Hirtenbanden sind für eine Vielzahl von Anschlägen und Überfällen verantwortlich, bei denen es zu Morden, Vergewaltigungen, Entführungen und Brandschatzung kommt.
„Die Lichterkette macht aber einen Unterschied aus: Mit beeindruckender Beharrlichkeit treten die Organisatoren für die Verfolgten mit ihrer alljährlichen Kundgebung inmitten der Hamburger Innenstadt ein. Sie verleihen damit auch den vielen vernünftigen und anständigen Menschen eine Stimme, die hierzulande kaum noch medial zu Wort kommen“, begründete die Stiftungsvorsitzende Michaela Koller die Ehrung. In seiner Laudatio betonte Karl Hafen, ehemals Geschäftsführender Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM): „Die Preisträgerin ist für die verfolgten Christen ein Licht der Hoffnung und für uns ein leuchtendes Vorbild.“
Hafen verwies insbesondere auf die Freilassungen, zu denen die Initiative beigetragen hat: vor allem Iraner, die von ihrem Recht auf Religionswechsel Gebrauch gemacht hatten und dafür von der Mullah-Diktatur eingesperrt wurden, zudem einige von der Todesstrafe bedrohte pakistanische Christen, denen Beleidigung des Islam unterstellt wurde sowie noch weitere Christen aus dem Sudan und Afghanistan mit dramatischen Schicksalen, die durch weltweiten öffentlichen Druck gerettet wurden – insgesamt zehn Christinnen und Christen.
Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Klimke sagte in seinem Grußwort: „In insgesamt 76 Ländern müssen Menschen aufgrund ihres christlichen Glaubens Angst vor Inhaftierung, Schikanen, Gewalt und Vertreibung haben.“ Das Beispiel Pakistan zeige: Die Todesstrafen für Christen nehmen weiter zu und auch die offizielle staatlich-gerichtliche Duldung der Vergewaltigung minderjähriger christlicher Mädchen geht weiter in Pakistan.“
Die „Lichterkette für verfolgte Christen“ setzt sich seit Jahren für Christinnen in Pakistan ein, die im Teenageralter entführt, zur Kinderehe und zum Glaubenswechsel gezwungen werden. Dabei handelt es sich um ein Politikum: Islamistische Gruppen setzen dort sogar Belohnungen für solche Taten aus und wenden sich gegen jede Initiative seitens der Regierung, diese Verbrechen zu bekämpfen.
Grace Hope (rechts) und ihr Ehemann Serge (links) mit Stiftungsvorsitzender Michaela Koller (Mitte); Foto. W. Franke

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