Heimat-und Geschichtsverein Nieder-Eschbach e.V.

Heimat-und Geschichtsverein Nieder-Eschbach e.V. Ob Geschichten, Gedichte, Bilder oder ebbes mehr finden Sie auf den nebenstehenden Seiten über unser liebenswertes Eschbach.

07/04/2026

Schwarzfahren kennt jeder, vor 420 Jahren gab es aber auch Schwarzlaufen: Am 7. April 1606 wurde das Ehepaar Isaak und Rachel aus Homburg v. d. Höhe dabei erwischt, wie sie ohne gültigen Geleitbrief auf der Homburger Landstraße bei Eckenheim unterwegs waren. Sie mussten beim Amtmann des Bornheimer Bergs „nachlösen“, der ihnen einen Geleitbrief für die Dauer der Frankfurter Frühjahrsmesse ausstellte, sauber dokumentiert im Hessisches Landesarchiv. Im Bild: Messetrubel auf dem Römerberg im 17. Jahrhundert.

05/03/2026

Die Münzen der Limeskastelle in der Wetterau. Neue Funde und Erkenntnisse. Vortrag von Frank Berger am Donnerstag, 19. März 2026, 19:30 Uhr, im Kurhaus Bad Homburg mit KongressCenter.
Die Mainzer Akade­die der Wissenschaf­ten hatte es sich in den frühen 1980er Jahren zum Auftrag gemacht, alle römischen Fund­münzen im Bundes­land Hessen zu erfas­sen. Diese Arbeiten waren 1984/1988 ab­geschlossen und in Buchform vorgelegt. Seitdem ist viel am hessischen Limes pas­siert. Im Jahr 2008 wurden die ersten Spuren der Schlacht am Harzhorn entdeckt, die 235 oder 236 n. Chr. stattfand. Das dort be­teiligte römische Heer hatte seinen Weg von Mainz aus über die Wetterau genommen. Eine Intensivierung der Suche mit Metalldetektoren fand sowohl von offizieller Seite als auch von privater Sei­te in den Kastellen am hessischen Limes statt. Der Zuwachs an Münzfunden ist beacht­lich, wie drei Beispiele zeigen: In Oberflorstadt stieg die Zahl der bekannten Münzen von 59 bekannten Stücken um 135 Neufunde, in Inheiden von 46 auf 497 Neufunde und in Arnsburg gar von 25 auf 577 Neufunde. In der Auswertung dieser Funde lassen sich einige Erkenntnisse über das Geld der römischen Soldaten am hessischen Limes gewinnen. Unsere Abbildung zeigt die Rückseite eines Sesterz des Maximinus Thrax (235–238). Die Victoria steht von einer kauernden Germanin. Die Umschrift lautet VICTORIA GERMANICA und bezieht sich auf die Schlacht am Harzhorn.
Dr. Frank Berger war von 1984 bis 1997 Kurator für Numismatik am Kestner-Museum Hannover und von 1997 bis 2023 am Historischen Museum Frankfurt. Seine Dissertation hatte Aspekte des römischen Münzumlaufs in Nordwestdeutschland zum Thema. Später bearbeitete er die Fundmünzen von Kalkriese (Varusschlacht) und der Schlacht am Harz­horn. Für seine Arbeiten wurde er mit dem Ehrenpreis der Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte ausgezeichnet.
Der Vortrag ist wie immer öffentlich, der Eintritt ist frei!

…das an der U-Bahn in Nieder-Eschbach gehört nicht dazu 🥴
26/02/2026

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01/01/2026

Heute ist der 293. Todestag des großen Frankfurter Geschichtsschreibers Achilles August von Lersner (1662–1732). Im zweiten Teil seiner Frankfurter Chronik, 1734 posthum erschienen, findet sich diese wunderschöne Karte von „Ursprung, Fortlauf und Ende“ des Erlenbachs – hier im Ausschnitt der Oberlauf von der Quelle bis Nieder-Erlenbach. Mehr dazu im aktuellen Heft 75 unserer „Mitteilungen“: „Homburg vor der Höhe ist eine schöne, wohlgebaute Stadt“ – eine Anthologie, zu haben hier: www.geschichtsverein-hg.de/Publikationen. (Foto: Bayerische Staatsbibliothek)

30/05/2025
Veranstaltungs Tipp
19/03/2025

Veranstaltungs Tipp

Hohe Straßen, hohle Wege und frühe Kunststraßen im östlichen Taunus und seinem Vorland. Vortrag von Dr. Karsten Brunk, Rodheim v. d. Höhe, am 2. April 2025, 19:30 Uhr, im Kurhaus Bad Homburg mit KongressCenter. - Im Rhein-Main-Gebiet sind das südöstliche Taunusvorland und die Wetterau seit alters her als Verkehrskorridore weit über Hessen hinaus von herausragender Bedeutung. Wichtige Verkehrsstränge zwischen Friedberg und Mainz bzw. Höchst verliefen hier. Aber auch quer dazu war Bad Homburg eine Kreuzung für den Straßenverkehr aus dem Raum Frankfurt über den Taunus in Richtung Usingen. Usingen selbst war und ist die wichtigste Verkehrsspinne im östlichen Hintertaunus mit Straßenverbindungen in alle Himmelsrichtungen.
Wo genau verliefen diese Altstraßenzüge in dem heute durch ausgreifende Bebauung und flurbereinigte Landwirtschaft stark überprägten Naturraum im Taunusvorland und im östlichen Hintertaunus? Wie sah die historische Verkehrslandschaft und deren Benutzung bis zu den Anfängen unseres heutigen Straßennetzes aus? Welche Relikte sind davon noch erhalten? Mit diesen Fragen hat sich der Referent im Rahmen einer Detailkartierung der Altstraßen des Rhein-Main-Gebietes befasst.
Dr. Karsten Brunk ist Diplom-Geograph und Geoinformatiker aus Rodheim vor der Höhe. Im Rahmen langjähriger interdisziplinärer Forschungsprojekte war er in der Antarktis und in Westafrika tätig. Seit 2007 ist er Vorsitzender des Rodheimer Geschichts- und Heimatvereins. Neben der breit gefächerten Erforschung der Ortsgeschichte Rodheims gehören historisch-geographisch-kartographische Aspekte der Region zu den Schwerpunkten seines historischen Engagements. Beispiele dafür waren bzw. sind u. a. die Mitgliedschaft im „Beirat Historische Kulturlandschaft“ des Regionalverband Frankfurt Rhein Main, Tätigkeit als Obmann für historische Grenzmale beim Landesamt für Denkmalpflege Hessen und die Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft der Geschichts- und Heimatvereine des Hochtaunuskreises.
Der Vortrag ist öffentlich, der Eintritt ist frei!

Adresse

Deuil-La-Barre-Straße 26
Frankfurt
60437

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