Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte

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Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte Wir vermitteln und ihre Orte, um Bewusstsein und Haltung für Demokratie zu fördern.

Seit genau fünf Jahren erinnert am Rhein in Düsseldorf „Ein seltsam klassisches Denkmal“ des Künstlers Claus Richter an ...
15/10/2026

Seit genau fünf Jahren erinnert am Rhein in Düsseldorf „Ein seltsam klassisches Denkmal“ des Künstlers Claus Richter an die Verfolgung von Schwulen und Lesben – und an den Kampf der LGBTIQ+-Community für Emanzipation und Rechte.

Vier Bronzefiguren strecken die Hände kämpferisch in die Luft. Ihre unterschiedliche Kleidung und ihr nicht eindeutig bestimmbares Alter oder Geschlecht stehen für Jahrhunderte der Verfolgung wie für den erfolgreichen Kampf um Sichtbarkeit und Gleichberechtigung.

Düsseldorf war im Nationalsozialismus ein Zentrum der Schwulenverfolgung und als Verwaltungszentrum des „Dritten Reiches“ kam der Stadt eine besondere Täterrolle zu. Dennoch dauerte es mehr als 20 Jahre, bis ein queeres Erinnerungszeichen seinen Platz im Regierungsviertel fand. Zivilgesellschaftliches Engagement, die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und Vertreterinnen und Vertreter der Community setzten sich damit gegen politische Widerstände durch.

2018 formulierten Interessierte bei einem Werkstatttag ihre Wünsche und Forderungen. Dieses Papier wurde Grundlage der Ausschreibung. Richters Skulptur erinnert an Opfer von Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung und an alle, die sich für geschlechtliche und se****le Vielfalt einsetzen.

In Zusammenarbeit mit Martin Bühren.
Foto: © Martin Bühren

Wir vermitteln   und ihre Orte, um Bewusstsein und Haltung für Demokratie zu fördern. Komm in unser Team und gestalte mi...
14/10/2026

Wir vermitteln und ihre Orte, um Bewusstsein und Haltung für Demokratie zu fördern. Komm in unser Team und gestalte mit!

Zum nächstmöglichen Zeitpunkt suchen wir eine Sachbearbeitung Verwaltung/Finanzen (m/w/d).

Die Person soll unbefristet Teil unseres Teams werden. Als Sachbearbeitung übernimmst du die finanzielle und administrative Betreuung und Abwicklung von Förderprojekten und Kooperationen und gestaltest damit maßgeblich die Projektsteuerung mit. Dazu zählen die Budget- und Finanzverwaltung sowie die Sachbearbeitung im Bereich Projektförderung. Du bist zudem verantwortlich für die Bearbeitung von Vorgängen im allgemeinen Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesen. Ergänzend leistest du Mitarbeit bei der Konzeption sowie der administrativen Koordination stiftungseigener Projekte.

Bewerbungsfrist: 23. Oktober 2026

Alle Infos zur Stelle findest du auf unserer Website: https://www.demokratie-geschichte.de/stellenangebote/.

250.000 Menschen strömen an einem einzigen Tag in einen Park in Bonn.Heute vor 45 Jahren, am 10. Oktober 1981, protestie...
10/10/2026

250.000 Menschen strömen an einem einzigen Tag in einen Park in Bonn.

Heute vor 45 Jahren, am 10. Oktober 1981, protestieren sie im Hofgarten gegen den „NATO-Doppelbeschluss" und die geplante Stationierung neuer Raketen in Europa – eine der größten Demonstrationen der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Der Hofgarten vor dem kurfürstlichen Schloss, in dem seit 1818 die Bonner Universität sitzt, ist seit 1968 immer wieder Schauplatz politischer Großkundgebungen. Als Sitz von Bundestag, Bundesrat und Bundesregierung zieht die Bundeshauptstadt Westdeutschlands den Protest förmlich an.

Schon 1968 demonstrieren mehr als zwanzigtausend Menschen gegen die „Notstandsgesetze". 1983 kommen bis zu 500.000 Menschen für den Frieden zusammen, 1991 protestieren mehr als 200.000 unter dem Motto „Kein Blut für Öl", 1996 ziehen 350.000 für Arbeit und Gerechtigkeit in den Hofgarten.

Ob Protest am Ende „erfolgreich" ist, lässt sich selten eindeutig beantworten. Er macht Themen sichtbar, setzt sie auf die politische Agenda und stiftet Identität – ganz gleich, ob daraus eine Partei entsteht oder die Bewegung sich erübrigt, weil ihr Anliegen gelöst wird. Der Hofgarten zeigt, wie sehr Protest zum historisch gewachsenen Alltag der Bundesrepublik gehört. .

Bilder: Rob Bogaerts / Anefo, CC0, via Wikimedia Commons

„Wir sind das Volk.“ Drei Worte, die im Herbst 1989 eine Diktatur ins Wanken bringen.Am Montag, den 9. Oktober 1989, dem...
09/10/2026

„Wir sind das Volk.“ Drei Worte, die im Herbst 1989 eine Diktatur ins Wanken bringen.

Am Montag, den 9. Oktober 1989, demonstrieren mehr als 70.000 Menschen auf dem Leipziger Augustusplatz. Sie fordern die Demokratisierung der DDR und die Achtung der Menschen- und Bürgerinnenrechte. Eine Woche später, am 16. Oktober, sind es bereits 120.000. Mit den wöchentlichen Montagsdemonstrationen beginnt die Friedliche Revolution.

Der Augustusplatz kennt Massenkundgebungen schon lange: Die Novemberrevolution 1918 bringt Menschen hier zusammen, die Nationalsozialisten missbrauchen ihn als Aufmarschplatz, und ab den 1950er-Jahren inszeniert die DDR-Führung an dem nun Karl-Marx-Platz genannten Ort ihre Maidemonstrationen. Die Montagsdemonstrationen 1989 machen den Platz zu einem zentralen Ort der .

Am 3. Oktober 1990, dem Tag der Deutschen Einheit, erhält der Platz seinen alten Namen zurück: Aus dem Karl-Marx-Platz wird wieder der Augustusplatz – ein sichtbares Zeichen für den demokratischen Neuanfang.

Seit 2009 erinnert die „Demokratieglocke“ auf dem Augustusplatz an diesen Herbst: Jeden Montag um 18:35 Uhr schlägt sie zwölfmal – genau zu der Uhrzeit, als die Menschen 1989 demonstrierten.

Bilder: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0922-002 / Friedrich Gahlbeck / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE; Bundesarchiv, Bild 183-1989-1127-033 / Friedrich Gahlbeck / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE

15.000 Menschen, ein Platz, ein Wendepunkt: Am 7. Oktober 1989 demonstrieren Bürgerinnen und Bürger für Freiheit und Dem...
07/10/2026

15.000 Menschen, ein Platz, ein Wendepunkt: Am 7. Oktober 1989 demonstrieren Bürgerinnen und Bürger für Freiheit und Demokratie und das SED-Regime geht nicht mehr als Siegerin vom Platz.

Schon am 2. Oktober verteilen Plauenerinnen und Plauener ein Flugblatt, das für den 7. Oktober zur Demonstration auf dem Theaterplatz aufruft. Ihre Forderungen: Versammlungs- und Demonstrationsrecht, Streikrecht, Meinungs- und Pressefreiheit, Zulassung von Oppositionsgruppen, freie Wahlen und Reisefreiheit.
Am 40. Jahrestag der DDR folgen dem Aufruf über 15.000 Menschen. Die Stasi weiß von der Demonstration, unterschätzt die Lage aber vollständig. Wasserwerfer und ein Hubschrauber sollen die Menge auflösen – vergeblich. Die Demonstration bleibt friedlich und löst sich gegen 18 Uhr mit dem Ruf „Wir kommen wieder" auf. Wenige Tage später sprechen Oberbürgermeister und Bürgerschaft miteinander, wie zuvor vereinbart. Plauen wird damit zum Vorreiter der Friedlichen Revolution: Der Umbruch ist von Anfang an eine Sache der Massen.

Heute ist der 7. Oktober in der Stadt Plauen ein kommunaler Gedenktag, der Tag der Demokratie. Seit 2024 trägt das Plauener Rathaus unsere Plakette . Ein spendenfinanziertes Bürgerdenkmal und ein durch uns geförderter digitaler Erinnerungs- und Begegnungsort machen diesen wichtigen Teil der deutschen Demokratiegeschichte zugänglich.

Bilder: Bundesarchiv, Bild 183-1989-1106-405 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE; Bundesarchiv, Bild 183-1990-0317-011 / Thieme, Wolfgang / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE; © Steffi Behncke.

Warum ist der 3. Oktober ein Ort der Demokratiegeschichte?Der 3. Oktober ist kein Gebäude, kein Versammlungsplatz und ei...
03/10/2026

Warum ist der 3. Oktober ein Ort der Demokratiegeschichte?

Der 3. Oktober ist kein Gebäude, kein Versammlungsplatz und eigentlich nicht greifbar. Trotzdem ist er ein . Er ist ein Datum, das selbst zum Erinnerungsort wird. An ihm verdichtet sich ein ganzes Jahr demokratischer Umwälzung zu einem einzigen symbolischen Augenblick.
1989 gehen Woche für Woche mehr Menschen auf die Straße, bis am 9. November die Mauer fällt. Dieser Tag scheidet als Nationalfeiertag jedoch aus: Am 9. November 1938 brennen im gesamten Deutschen Reich Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen werden zerstört, Menschen misshandelt und ermordet. Die Novemberpogrome bilden den gewaltsamen Vorlauf zur systematischen Verfolgung und Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden. Ein Tag, an dem Freiheit gefeiert werden soll, darf sich nicht mit einem solchen Tag der Gewalt überlagern.

So fällt die Wahl auf den 3. Oktober 1990: An diesem Datum tritt die DDR der Bundesrepublik offiziell bei, der Einigungsvertrag wird wirksam. Was zuvor in der freien Volkskammerwahl vom 18. März, im Zwei-plus-Vier-Vertrag und in monatelangen Verhandlungen erarbeitet wurde, wird an diesem Tag Wirklichkeit.

Der 3. Oktober ist damit bewusst gewählt: ein Tag, der Einheit feiert, ohne die Erinnerung an Gewalt zu verdrängen. Gerade weil freiheitliche Demokratie heute erneut angefochten wird, lohnt der Blick auf dieses Datum der : Es erinnert daran, dass Demokratiegeschichte vielfältig ist und keine einfache Erfolgsgeschichte. Es zeigt, dass Freiheit, Mitbestimmung und eine offene Gesellschaft immer wieder erkämpft, gestaltet und verteidigt werden müssen. Zugleich fordert es uns auf, uns schonungslos mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, um Demokratie zu stärken.

Am 18. März 2027 wird in ganz Deutschland wieder Demokratiegeschichte sichtbar – und wer mitmachen will, kann sich jetzt...
01/10/2026

Am 18. März 2027 wird in ganz Deutschland wieder Demokratiegeschichte sichtbar – und wer mitmachen will, kann sich jetzt informieren.

Der Tag der erinnert an Schlüsselmomente wie die Mainzer Republik von 1793, die Märzrevolution 1848 und die erste freie Volkskammerwahl in der DDR 1990. 2026 beteiligen sich bundesweit über 250 Orte und Institutionen, 2027 geht der Aktionstag in die zweite Runde.

Am 7. Oktober laden wir von 10:30 bis 12:00 Uhr zur digitalen Info-Veranstaltung ein. Wir informieren über die Fördermöglichkeiten und geben praktische Tipps für die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen.

Wer teilnehmen möchte, meldet sich formlos unter [email protected], den Zugangslink verschicken wir dann kurz vor der Veranstaltung.

Wir freuen uns auf eure Beiträge zur deutschen Demokratiegeschichte!

Wir singen, wir zeigen Geschichte, wir feiern Demokratie.Am 3. Oktober 2026 sind wir bundesweit beim Tag der Deutschen E...
01/10/2026

Wir singen, wir zeigen Geschichte, wir feiern Demokratie.

Am 3. Oktober 2026 sind wir bundesweit beim Tag der Deutschen Einheit dabei. Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner „Deutschland singt und klingt" laden wir dazu ein, den Feiertag als gemeinschaftliches Erlebnis zu gestalten, durch Musik, Begegnung und Teilhabe im öffentlichen Raum.

Auf Marktplätzen, vor Kirchen und in Parks erzählt unserer Open-Air-Ausstellung „Deine Orte der Demokratiegeschichte" von der langen Geschichte der deutschen Demokratie. In Städten wie Bremen, Frankfurt am Main und Plauen wird der öffentliche Raum damit zum Lernort für .

Schon am 2. Oktober zeigt unser Theaterstück „Wir das Grundgesetz" bei der Langen Nacht der Demokratie in Rheinfelden und in Lörrach, wie lebendig Geschichte werden kann.

Vor 80 Jahren schrieb eine Stuttgarter Rede Geschichte: Am 6. September 1946 hielt US-Außenminister James F. Byrnes im W...
30/09/2026

Vor 80 Jahren schrieb eine Stuttgarter Rede Geschichte: Am 6. September 1946 hielt US-Außenminister James F. Byrnes im Württembergischen Staatstheater seine „Speech of Hope“.

„Das amerikanische Volk wünscht, dem deutschen Volk die Regierung Deutschlands zurückzugeben. Das amerikanische Volk will dem deutschen Volks helfen, seinen Weg zurückzufinden zu einem ehrenvollen Platz unter den freien und friedliebenden Nationen der Welt.“

Mit diesen Worten leitete Byrnes eine neue Phase der deutsch-amerikanischen Beziehungen ein. Statt auf Bestrafung setzte er auf Verständigung, Selbstbestimmung und Chancen im Frieden und die Zusammenarbeit der vormaligen Kriegsgegner.

Am 29. September erinnert das Land Baden-Württemberg mit einem Festakt an diese historische Rede. Ein Anlass, über Versöhnung, Verantwortung und die Vielschichtigkeit von Demokratiegeschichte nachzudenken.

Bilder: National Archives and Records Administration, 111-ADC-6219-2; pjt56, CC BY-SA 3.0; Innenansicht des Opernhauses in Stuttgart 1912, Max Littmann, gemeinfrei.

Ein „Ersatzkanzleramt" in Italien trägt nun die Plakette  . Am 19. September wurde die Villa La Collina in Cadenabbia am...
28/09/2026

Ein „Ersatzkanzleramt" in Italien trägt nun die Plakette .

Am 19. September wurde die Villa La Collina in Cadenabbia am Comer See als Ort der deutschen Demokratiegeschichte in unser Netzwerk aufgenommen. Bundeskanzler Konrad Adenauer verbrachte hier zwischen 1957 und 1966 vierzehn Italienurlaube – und arbeitete: Regierungsgeschäfte, Begegnungen mit Charles de Gaulle, W***y Brandt und italienischen Ministerpräsidenten wie Fanfani und Segni, um nur eine Auswahl zu nennen. Hier zeigt sich, wie eng die deutsche mit europäischer Geschichte verbunden ist. Heute ist die Villa Tagungs- und Begegnungsstätte der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Das Rahmenprogramm zur Plakettenübergabe stand unter dem Motto „Gemeinsame Wege: Cadenabbia und deutsch-italienische Impulse für Europas Demokratie". Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, begrüßte die Gäste. Dirk Augustin, deutscher Generalkonsul in Mailand, sprach ein Grußwort. Mit dabei war auch der frühere italienische Ministerpräsident Mario Monti.

Eine Podiumsdiskussion mit Vera Capperucci, Michael Borchard, Simone Leoni und Finn Wandhoss, moderiert von Paruvana Volkmann, beleuchtete die deutsch-italienische Rolle beim Bau Europas. Unser Stiftungsdirektor Dr. Kai-Michael Sprenger schloss die Veranstaltung und übergibt die Plakette.

Adresse

Adickesallee 1
Frankfurt
60322

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