Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V.

Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. Hier finden sich kurze Hinweise und Aktualisierungen zu Konferenzen, Informationen und Aktivitäten der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte

Die GUG ist die führende wissenschaftliche Organisation auf dem Gebiet der Unternehmensgeschichte.

✨ Neue Serie: 50 Jahre GUG Teil 1 - Von der Idee zur Institution: Wie die GUG half, Wirtschaft und Wissenschaft an einen...
07/05/2026

✨ Neue Serie: 50 Jahre GUG
Teil 1 - Von der Idee zur Institution: Wie die GUG half, Wirtschaft und Wissenschaft an einen Tisch zu bringen.

Wir feiern unser Jubiläum! Vor 50 Jahren wurde die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte als Verein gegründet. In einer Mini-Serie blicken wir in den kommenden Wochen daher zurück auf die Meilensteine, Menschen und Entscheidungen, die die GUG geprägt haben. Heute starten wir mit Teil 1: Wie alles begann.

Der Weg zur Gründung (1950er–1976)
Schon Ende der 1950er Jahre entwickelte der Wirtschaftshistorischer Prof. Wilhelm Treue die Idee einer selbständigen Gesellschaft für Unternehmensgeschichte, die ans heutige Institut der deutschen Wirtschaft (IW) angebunden sein sollte. Doch erst die drohende Einstellung der Zeitschrift Tradition Anfang der 1970er Jahre brachte Bewegung in die Sache, da eine Lücke in der Publikations- und Forschungslandschaft drohte.
Unternehmen wie Deutsche Bank, Thyssen, Daimler-Benz oder Siemens unterstützten die Initiative, die Finanzierung der Fachzeitschrift dauerhaft zu sichern – mit dem Ziel, historische Forschung zu stärken und ein Gegengewicht zur damals verbreiteten kapitalismuskritischen Betriebsgeschichte zu schaffen.

1976: Die offizielle Gründung
Am 10. Juni 1976 war es so weit: 21 Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft kamen im Haus der Deutschen Industrie in Köln zusammen und gründeten die GUG als unabhängigen Verein mit Wilhelm Treue als Vorsitzendem. Die Geschäftsstelle entstand in Köln – bewusst unabhängig, aber in enger Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft.

Die GUG setzte sich in ihrem ersten Jahrzehnt drei zentrale Ziele:
• Fortführung und Weiterentwicklung der Zeitschrift (Tradition, ab 1977 Zeitschrift für Unternehmensgeschichte, ZUG)
• Aufbau eines Netzwerks zwischen Unternehmen, Archiven und Wissenschaft
• Stärkung der Unternehmensgeschichte als akademische Disziplin

Wie die GUG die Entwicklung eines Forschungsfelds unterstützte, das heute aus der Wirtschafts- und Unternehmensforschung nicht mehr wegzudenken ist, lesen Sie in den nächsten Teilen unserer Serie.

05/05/2026

„Du arbeitest für die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte? Was ist die GUG eigentlich?“ Hier ist unsere Antwort - als Video.

- Warum ist es wichtig, sich mit Unternehmensgeschichte auseinanderzusetzen – für die Unternehmen selbst, aber auch für unsere Demokratie?
- Wie können Wissenschaft und Wirtschaft in diesem Bereich zusammenarbeiten?
- Wie stellen wir ergebnisoffene, faktenbasierte und unabhängige Forschung sicher und vermitteln sie anschaulich?
- Welche Ziele hat die GUG seit ihrer Gründung vor 50 Jahren?
- Und wie arbeiten wir im Alltag?

Danke an das wunderbare Team von Navos Create , das die schwierige Herausforderung mit Bravour gemeistert hat, gemeinsam mit unserem GUG-Team unser vielfältiges Spektrum von Angeboten für die Wissenschaft bis zur Umsetzung von Projekten in nur 100 Sekunden auf den Punkt zu bringen. Aber seht selbst: Film ab!

🎥 Licht an, Kamera läuft – und plötzlich wird Wirtschaftsgeschichte richtig lebendig.Diese Woche war ein Filmteam von fr...
30/04/2026

🎥 Licht an, Kamera läuft – und plötzlich wird Wirtschaftsgeschichte richtig lebendig.

Diese Woche war ein Filmteam von freiwerk B in der Geschäftsstelle der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte in Frankfurt zu Gast.

Mit Andrea H. Schneider, Dr. Ralf Banken und Prof. Dr. Jan-Otmar Hesse entstanden Videobeiträge für unser Schulprojekt mit der PwC-Stiftung. Unsere Kollegin Ann-Cathrin Kehrmann stellte den drei Wirtschaftshistoriker:innen dazu viele Fragen zu den Themen Industrielle Revolution, Unternehmen im Nationalsozialismus sowie Globalisierung und Lieferketten.

Ziel des Projekts ist es, Schüler:innen wirtschaftshistorische Inhalte zugänglich machen – verständlich, relevant und visuell ansprechend. Die neuen Videobeiträge werden Teil eines Lernmoduls zur Geschichte der Wirtschaftsethik im Wi.Fo!-Lab der pwc-Stiftung. Das Modul richtet sich an Schüler:innen der Klassen 8–10, ist für digitalen oder hybriden Unterricht konzipiert und kann fächerübergreifend in Geschichte, Politik und Wirtschaft sowie Ethik eingesetzt werden.

Jetzt gehen die Aufnahmen erstmal in den Schnitt – und sollen schon bald Jugendlichen einen leb

🔥 Viele erinnern sich dieser Tage an den 26. April 1986. Tschernobyl war ein weltweiter Schockmoment – und ein Wendepunk...
26/04/2026

🔥 Viele erinnern sich dieser Tage an den 26. April 1986. Tschernobyl war ein weltweiter Schockmoment – und ein Wendepunkt für den VDI.

Vor 40 Jahren kam es im Kernkraftwerk Tschernobyl zur Kernschmelze. Für den VDI e.V. war Tschernobyl ein Moment, in dem technische Expertise, gesellschaftliche Verantwortung und öffentliche Kommunikation neu austariert werden mussten. Denn bis zum GAU von Tschernobyl hatte der Ingenieursverein die Kernkraft trotz erbitterter gesellschaftlicher Debatten als energiepolitische Notwendigkeit verteidigt.

Was sich veränderte:

➡️ Der VDI hielt zwar an seiner Befürwortung der Kernenergie fest, doch seine Kommunikationskultur wandelte sich: Statt eindeutiger Positionen erkannte man, dass technische Fragen unterschiedliche Perspektiven zulassen.

➡️Die große Tschernobyl‑Dokumentation vom November 1986 wurde zum sichtbaren Zeichen dieses neuen Umgangs: Das Sonderheft vereinte Befürworter und Kritiker, die die Kernkraft ethisch ablehnten.

➡️ Ein internes Schlichtungsgespräch zeigte, wie produktiv Dialog sein kann, selbst bei weit auseinanderliegenden Positionen.

Das Selbstverständnis des Vereins als Sprecher der Ingenieure erhielt damit eine neue Bedeutung: Es ging nicht mehr nur um geeinte Positionen, sondern um den Raum für Vielfalt. Wie das gelang, beschreibt unser Kollege Sebastian Teupe in seinem neuen Blogbeitrag: https://www.vdi.de/news/detail/tschernobyl-1986-und-die-folgen-fuer-den-vdi

🛠️ Wer noch tiefer in die Geschichte des VDI eintauchen möchte, findet hier alle Blogbeiträge des Projekts „Zukunft braucht Herkunft. Der VDI seit den 1970er Jahren“: https://www.vdi.de/netzwerke-community/technikgeschichte/zukunft-braucht-herkunft

KI kann Archive entlasten, beschleunigen – und gleichzeitig vor neue Risiken stellen. Das VdW Forum hat gezeigt, wie nah...
23/04/2026

KI kann Archive entlasten, beschleunigen – und gleichzeitig vor neue Risiken stellen. Das VdW Forum hat gezeigt, wie nah Chancen und Herausforderungen beieinander liegen.

Beim ersten VdW Forum „Geschichte, Daten und Algorithmen. Künstliche Intelligenz in Unternehmensarchiven“ in Bonn wurde deutlich: Archive stehen an einem spannenden, aber anspruchsvollen Wendepunkt. Unsere Kollegen Kai Balazs-Bartesch und Tim Dielmann vom Archiv-Team der GUG waren dabei und haben spannende Einblicke mitgebracht.

🔍 Besonders eindrucksvoll waren die Praxisbeispiele aus verschiedenen Unternehmensarchiven: Dort gibt es inzwischen ein breites Anwendungsspektrum, von der Nutzung generativer KI für die Erstellung von Filmmaterial aus Bildern, die automatisierte Übertragung von Informationen aus Karteien in eine Datenbank bis hin zu KI-gestützter Transkription alter Texte. Viele dieser Anwendungen zeigen, wie groß das Potenzial für Archive ist, wenn es um Erschließung, Recherche und Zugänglichkeit geht.

⚠️Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig Sensibilität bleibt: Bearbeitete Bilder und Filme können schnell zu Fehlinterpretationen führen – vor allem dann, wenn viele Kolleginnen und Kollegen freien Zugriff auf Material und KI Tools haben. Der verantwortungsvolle Umgang mit Quellen bekommt durch KI eine neue Dimension.

🛡️Wertvoll war auch der Erfahrungsaustausch zu Rechtsgrundlagen und Datenschutz. Gerade im Archivkontext ist klar: Innovation braucht einen sicheren Rahmen, damit KI Anwendungen nicht nur technisch funktionieren, sondern auch rechtlich tragfähig sind.

Unser Fazit: Archive werden sich Schritt für Schritt in Richtung KI gestützter Arbeitsprozesse bewegen. Die Beiträge beim VdW-Forum haben für diese Entwicklung Mut gemacht – und Lust auf mehr!

Danke an die Vereinigung der Wirtschaftsarchivare für die spannende Veranstaltung und die Telekom für die Gastfreundschaft.

Three countries, one field – and surprisingly many shared threads in their respective business histories.The first trila...
20/04/2026

Three countries, one field – and surprisingly many shared threads in their respective business histories.

The first trilateral symposium bringing together the business history associations of Austria, Germany, and Italy clearly demonstrated how much potential lies in a joint perspective on business history. The premiere of this new format proved to be a success.

🔎 Key insights that emerged
• The importance of multinational companies and their interconnections across the three countries
• The uncovering of complex financial structures – with notable differences and striking similarities
• The role of personal networks and transnational organizations in understanding national business histories
• The value of discussing both overarching themes such as fascism, dictatorship, or tourism
• The new insights that can be gained by zooming in on regional, cross border issues

🤝 Our conclusion:
This new symposium format has already proven its value in its first edition. The exchange made clear how essential and productive a regular trilateral dialogue can be – and how many new perspectives it opens for the field.

A warm “grazie mille!” to our hosts at the Istituto Storico Austriaco in Rome for providing the ideal setting for this first joint gathering, and to everyone in Association for History and Business Studies (ASSI), the Österreichische Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (ÖGU) and Society for Business History (GUG) who made this symposium happen and who candidly shared their thoughts.

We look forward to continuing this collaborative journey toward a more interconnected European business history community.

Wir suchen Euch als Praktikant:innen!Ihr studiert Geschichte und möchtet praktische Einblicke in die Unternehmensgeschic...
07/04/2026

Wir suchen Euch als Praktikant:innen!

Ihr studiert Geschichte und möchtet praktische Einblicke in die Unternehmensgeschichte gewinnen? Dann kommt zu uns in die Geschäftsstelle der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GUG) in Frankfurt am Main!

Wen wir suchen:

Engagierte Studierende (Haupt- oder Nebenfach), idealerweise mit Schwerpunkt Wirtschafts- und Sozialgeschichte, die:
🔹gerne Verantwortung übernehmen
🔹Lust haben, in einem kleinen Team zu arbeiten
🔹sicher mit den gängigen Microsoft Office Programmen umgehen

Das erwartet Euch:
🔹Mitarbeit in einem freundlichen, aufgeschlossenen Team
🔹Spannende Einblicke in die Unternehmensgeschichte
🔹Unterstützung bei der Vorbereitung von Veranstaltungen
🔹Recherche- und Verzeichnungsaufgaben
🔹Mitarbeit an der Zeitschrift für Unternehmensgeschichte (ZUG)
🔹Einblicke in die Projektarbeit der GUG mbH

Rahmenbedingungen:
🔹Praktikumsdauer: 4 Wochen bis 3 Monate
🔹Teilzeit nach Absprache möglich
🔹Flexible Arbeitszeiten
🔹Kleine Vergütung

Interesse?
Dann schickt Eure Bewerbungsunterlagen (kurzes Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) an [email protected]. Die Ausschreibung finden sie auch auf unserer Webseite (https://unternehmensgeschichte.de/Jobboerse)

Wir freuen uns auf Euch!

Herzlich willkommen! Jan-Otmar Hesse steht nun an der Spitze des Wissenschaftlichen Beirats der GUGDer Wissenschaftliche...
02/04/2026

Herzlich willkommen! Jan-Otmar Hesse steht nun an der Spitze des Wissenschaftlichen Beirats der GUG

Der Wissenschaftliche Beirat hat im Jubiläumsjahr der GUG einen neuen Vorsitzenden bekommen: Prof. Dr. Jan-Otmar Hesse von der Universität Bayreuth (rechts im Bild) wird künftig die Arbeit des Gremiums leiten. Er wurde vor der Mitgliederversammlung vom Wissenschaftlichen Beirat zum Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter ist Apl. Prof. Dr. Ingo Köhler (Hessische Wirtschaftsarchiv).

Hesse folgt auf seinen Vorgänger Prof. Dr. Christian Kleinschmidt (Philipps-Universität Marburg), der sein Amt nach fünf Jahren in jüngere Hände übergab.

Ebenfalls aus Altersgründen schieden Apl. Prof. Dr. Johannes Bähr (Goethe-Universität Frankfurt) und der langjährige Archivar im Historischen Institut der Deutschen Bank, Dr. Martin L. Müller, aus dem Wissenschaftlichen Beirat aus. Neu aufgenommen wurden PD Dr. Walter Iber (Universität Graz und Österreichische Gesellschaft für Unternehmensgeschichte) sowie Dr. Uwe Balder (Brose Group) als Vertreter der Archive.

Der Wissenschaftliche Beirat der GUG besteht aus 16 renommierten Wirtschafts- und Unternehmenshistorikern und Archivaren, die unter anderem das wissenschaftliche Programm der GUG mit dem Symposium und den Arbeitskreisen gestalten und den diversen Forschungsprojekten beratend zur Seite stehen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Zu viel Bürokratie bremst Innovation – aber ohne Verwaltung funktioniert kein Staat. Wie finden wir die richtige Balance...
31/03/2026

Zu viel Bürokratie bremst Innovation – aber ohne Verwaltung funktioniert kein Staat. Wie finden wir die richtige Balance?

Mit dieser Frage beschäftigte sich die 49. Öffentliche Vortragsveranstaltung der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GUG): „Unternehmen im Würgegriff der Bürokratie? Regulierungsbedarf vs. Innovation“

Den inhaltlichen Auftakt machten Patrick Bernau(Frankfurter Allgemeine Zeitung), Kilian Bizer (Georg-August-Universität Göttingen) und Lutz Goebel (Nationaler Normenkontrollrat (NKR)). In der anschließenden Diskussion brachten Gregor Berghausen (IHK Düsseldorf) und Moderator Christian Herrendorf (VierNull Media) weitere Perspektiven aus Praxis und Medien ein.

Zentrale Erkenntnisse des Nachmittags:
🔹 Sicherheit vor Innovation: Verwaltungen agieren häufig risikoavers. Ermessensspielräume werden aus Angst vor juristischen Konsequenzen selten genutzt – gleichzeitig fehlen Anreize für Veränderungen.
🔹 Neue Regeln, wenig Evaluation: Gesetze und Verordnungen entstehen kontinuierlich, werden jedoch selten systematisch auf ihre Wirksamkeit überprüft. Ein wichtiger Impuls: stärker hinterfragen, welche Regelungen verzichtbar sind oder angepasst werden sollten.
🔹 Der Blick fürs Ganze fehlt: Widersprüchliche Vorgaben entstehen oft, weil versucht wird, jeden Einzelfall abzusichern – zulasten klarer, praktikabler Lösungen und größerer Gestaltungsspielräume.

Am Ende stand ein Plädoyer für mehr Mut und klare Schritte, statt sich im Klein-Klein von Regelwerken zu verstricken – und dafür, Menschen aus der Praxis einzubeziehen, bevor neue Gesetze, Regeln und Verordnungen erlassen werden.

Wir bedanken uns bei der IHK Düsseldorf für die Gastfreundschaft und bei allen Teilnehmer:innen für den anregenden Austausch.

📢 Call for Papers – Participate in EBHA's workshop on Business History in Central and Eastern Europe!The Gesellschaft fü...
26/03/2026

📢 Call for Papers – Participate in EBHA's workshop on Business History in Central and Eastern Europe!

The Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GUG) is pleased to share a Call for Papers for the 8th Workshop on Business History in Central and Eastern Europe, organized by the Faculty of Arts at Charles University Prague in cooperation with the European Business History Association (EBHA).

📍 Prague, Czech Republic
📅 September 24–25, 2026

This year’s workshop focuses on:
“Financing business in the history of Central and Eastern Europe”

The workshop invites contributions exploring the evolving relationships between businesses and financial systems in Central and Eastern Europe from the 19th and 20th centuries. Topics include:

🔹 Sources and structures of business financing (family capital, credit, equity)

🔹 Relationships between firms and financial institutions

🔹 Regional and institutional determinants

🔹 Development of capital and financial markets

🔹 Long-term transformations from state socialism to post-socialist economies

The organisers particularly encourage comparative perspectives and case studies that shed light on the complexity and diversity of financing practices in the region. Further information can be found here: https://www.wbhcee.org/wbhcee-2026

👩‍🎓 Researchers at all career stages, including PhD students, are warmly invited to apply.

📌 Submission details:
– Abstract (max. 600 words) + short CV

– Deadline: April 17, 2026

📧 Submit to: [email protected]

Join an engaging international discussion on one of the key dimensions of business history!

Photo: Pixabay

Wie sich die Schöpflin Stiftung ihrer NS Vergangenheit stellt – Einblicke in ein besonderes ForschungsprojektDie Schöpfl...
19/03/2026

Wie sich die Schöpflin Stiftung ihrer NS Vergangenheit stellt – Einblicke in ein besonderes Forschungsprojekt

Die Schöpflin Stiftung geht einen bemerkenswert offenen Schritt: Sie lässt die Rolle der Textilmanufaktur Schöpflin (später Versandhauses Schöpflin) in der Zeit des Nationalsozialismus wissenschaftlich untersuchen – und spricht im aktuellen Beitrag für das Portal Stiftungswelt des Bundesverband Deutscher Stiftungen darüber, warum dieser Prozess für sie unverzichtbar ist.

Im Zentrum steht ein Projekt, das die Stiftung initiiert hat. Ziel war es, die Unternehmensgeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus zu erforschen, belastbare Erkenntnisse zu gewinnen und diese transparent zu machen. Die GUG hat historischen Recherchen durchgeführt und die Ergebnisse in einer Kurzstudie dargestellt, die auf der Webseite der Stiftung und der GUG abrufbar ist.

Diese fünf Kernerkenntnisse teilen Dr. Lisl Schöpflin (stellvertretende Beiratsvorsitzende) und Tim Göbel (geschäftsführender Vorstand) in ihrem Beitrag:
• Aufarbeitung ist kein Routineprojekt: Der Prozess ist emotional herausfordernd und berührt Identität und Werte. Gleichzeitig eröffnet er die Chance, neue Perspektiven zu gewinnen und die eigene Rolle in der Gesellschaft bewusster zu reflektieren.
• Seriöse Aufarbeitung ist komplex: Gründliche Recherche braucht Zeit – relevante Unterlagen müssen identifiziert, gehoben und ausgewertet werden, um ein belastbares Gesamtbild zu erhalten.
• Unabhängige Forschung ist entscheidend: Externe Expertise – wie durch die GUG – ermöglicht eine wissenschaftlich fundierte, unvoreingenommene Perspektive.
• Familiengeschichte und Unternehmensgeschichte sind eng verwoben: Die Stiftung zeigt, wie persönliche und institutionelle Vergangenheit ineinandergreifen und warum dies die Aufarbeitung komplex macht.
• Kommunikation ist wichtig – intern wie extern Bei Aufarbeitungsprojekten müssen Unternehmerfamilie, Mitarbeitende, Stakeholder und Öffentlichkeit einbezogen und mitgenommen werden.

Das Projekt zeigt, wie Stiftungen Verantwortung übernehmen können – nicht nur durch ihr heutiges Engagement, sondern auch durch einen reflektierten Blick auf die eigene Herkunft. Wir danken für das Vertrauen und die Möglichkeit, diesen Prozess mit unserer Forschung begleiten zu dürfen.

🔗Beitrag lesen:
https://www.stiftungswelt.de/journal/kein-projekt-wie-jedes-andere-wie-sich-die-schoepflin-stiftung-der-ns-vergangenheit-stellt.html

🔗Zur Studie:
https://www.schoepflin-stiftung.de/aktuelles/newsmeldungen/detail/studie/

Adresse

Friedrichstraße 34
Frankfurt
60487

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 16:00

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+496997203314

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