Animals’ Angels e.V.

Animals’ Angels e.V. Animals' Angels engagiert sich für die ‚Nutz’tiere auf den Tiertransporten und Märkten. Tierschutzverein

21/08/2026

Gemeinsam unterwegs, gemeinsam etwas bewegen. 🐾
Sabine, Trainerin bei Hunde für Handicaps, war gemeinsam mit Yogi drei Tage lang bei der Spendenwanderung von Animals’ Angels dabei. Yogi befindet sich derzeit in der Ausbildung zum Assistenzhund.

Auf dem Weg entstanden besondere Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse und viele schöne Momente. Zwei Vereine mit unterschiedlichen Aufgaben für ein paar Tage auf einem gemeinsamen Weg. 💛

Ein Rückblick auf drei ganz besondere Tage.



Titel: Happy Everyday Künstler: Giulio Cercato (Meta Sound Collection)

18/08/2026

Wir sind in Italien, es ist ein heißer Tag mit 37 °C. Ich schaue ins Innere eines Tiertransporters, als mich plötzlich ein Blick bannt: der von Schwein Paolo. Paolo schaut mich direkt an, lässt mich nicht los mit seinen Augen. Zwischen den anderen Schweinen hindurch und über sie hinweg bahnt er sich schließlich schwer atmend ob der Hitze seinen Weg zu mir. Paolo begrüßt mich mit einem Prusten, er ist freundlich, neugierig, beschnuppert mich, ich darf ihn berühren und er mich.
Dann muss ich ihn loslassen – traurigen Herzens, denn ich weiß um sein Schicksal und weiß, der Abschied ist für immer.

11/08/2026

Alle zwei Jahre findet unsere Animal Week statt. In dieser Zeit sind fast alle unsere Mitarbeiter:innen in verschiedenen Ländern im Einsatz, um die Tierschutzsituation während des Transports vor Ort zu dokumentieren.
Dieses Jahr war eines unserer Teams in Spanien unterwegs. Während der Hitzewelle, die viele europäische Länder heimsuchte, dokumentierten sie schwerwiegende Tierschutzprobleme. Hohe Temperaturen treffen dort auf eine ohnehin hohe Besatzdichte. Die Tiere standen dicht gedrängt in den Transportfahrzeugen. Denn je mehr Tiere pro Fahrzeug transportiert werden können, desto rentabler ist der Transport für diejenigen, die am Handel mit ihnen verdienen. Wir treffen auf schmutzige Tiere. Tiere, die miteinander kämpfen. Tiere, die schwer atmen. Tiere, die hecheln. Tiere, die müde und erschöpft sind.
Solche Bilder zeigen, wie wichtig es ist, die Bedingungen während des Transports genauer zu betrachten. Hitze, lange Transportzeiten, kein Zugang zu Wasser und eine hohe Besatzdichte können für die Tiere eine erhebliche Belastung darstellen – insbesondere, wenn sie ohnehin geschwächt oder erschöpft sind.
Tiere sind fühlende Wesen. Sie haben eigene Bedürfnisse und können Stress, Angst, Schmerzen und Erschöpfung empfinden. Diese selbst wissenschaftlich belegte Erkenntnis muss im Herzen der Gesellschaft verstanden und anerkannt werden.
Unsere Animal Week hilft uns dabei, Missstände sichtbar zu machen und das Thema Tierleid während des Transporters immer wieder in den Vordergrund und das Bewusstsein der Verantwortlichen zu rücken. Tierschutz darf nicht an den Grenzen eines Landes oder am Ende eines Stalls aufhören. Er muss auch während des Transports gewährleistet sein.
Europa Spanien

04/08/2026

Während unserer Animal Week war ein Team von Animals’ Angels in dem Kenana Zoo in Haskovo (Bulgarien) und dokumentiert dort zahlreiche Verstöße gegen grundlegende Anforderungen an die Haltung von Wildtieren.
Die Anlagen für die Großraubkatzen sind viel zu klein und die Tiere haben fast keine Beschäftigungsmöglichkeiten. Der männliche Tiger wurde wiederholt dabei beobachtet, wie er über einen längeren Zeitraum im Kreis lief – ein typisches stereotypes Verhalten, das auf anhaltenden Stress und Frustration hindeutet. Eine Löwin war stark abgemagert und konnte sich offenbar nur unter Schmerzen
Das Untersuchungsteam beobachtet außerdem, dass Besucher:innen regelmäßig Tiere mit ungeeigneten Lebensmitteln füttern – offenbar ohne wirksame Kontrolle durch die Zooleitung.
Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass diese Probleme nicht neu sind. Bereits im Jahr 2023 hatten Tierärztinnen, Tierärzte und internationale Tierschutzexpertinnen und -experten die Stadt Haskovo sowie zuständige Behörden über erhebliche Missstände informiert. Dennoch bestehen viele der Probleme weiterhin.
Die Stadt Haskovo plant zwar eine Modernisierung des Zoos mit EU-Mitteln in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro – doch die Tiere können nicht jahrelang auf eine zukünftige Renovierung warten.
Die Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft erfordert Fachwissen, Verantwortung und kontinuierliche Pflege. Kein Tier sollte über Jahre unter Bedingungen leben müssen, die seine grundlegenden Bedürfnisse missachten.
Wir haben die Missstände erneut den zuständigen Behörden gemeldet und außerdem eine Pressemitteilung in Bulgarien veröffentlicht, die von vielen lokalen Medien aufgegriffen wurde.
Tiere können ihre Stimme nicht selbst erheben – wir müssen es für sie tun.

Die meisten von uns kennen die wichtigsten Erste-Hilfe-Regeln. Und auch wenn sich viele vielleicht nicht mehr an alle De...
03/08/2026

Die meisten von uns kennen die wichtigsten Erste-Hilfe-Regeln. Und auch wenn sich viele vielleicht nicht mehr an alle Details erinnern – stabile Seitenlage, Herzmassage … wie ging das gleich noch? – hat man zumindest schon einmal davon gehört.
Doch was ist eigentlich mit unseren geliebten Vierbeinern? Wer weiß, was zu tun ist, wenn die Fellnase eine allergische Reaktion zeigt, von einem anderen Hund gebissen wird oder – gerade im Sommer besonders wichtig – einen Hitzschlag erleidet?
Genau darüber klärt Mobile Tierarztpraxis Grath - Verhaltenstherapie Hund/Katze, Stephanie Grath, in ihrem Erste-Hilfe-Kurs für Hunde auf. Sie zeigt, wie ihr im Notfall richtig handelt und eurem Vierbeiner bis zum Tierarzt helfen könnt.
📅 Wann? 12. August 2026, 15:00 Uhr
📍 Wo? Praxisshop, Clichystraße 127, Heidenheim
Tierschutz kann viele Gesichter haben. Während Stephanie ihren Kurs hält, wird unser stellvertretender Vorsitzender im Rahmen der diesjährigen Spendenwanderung ebenfalls vor Ort sein. Denn sowohl die sogenannten ,Nutz'tiere als auch die längst als Familienmitglieder anerkannten Haustiere haben unseren Schutz verdient.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, an diesem Kurs teilzunehmen und gleichzeitig die Gelegenheit zu nutzen, mehr über unsere Arbeit und den Schutz von Tieren auf Transporten zu erfahren.
Warum wir diesen Kurs bewerben? Ganz einfach: 50 % der Bruttoeinnahmen des Kurses werden an unseren Verein gespendet. Deshalb unterstützen wir diese Veranstaltung gerne und bedanken uns herzlich bei Stephanie Grath für ihre großzügige Unterstützung. Mit eurer Teilnahme erweitert ihr also nicht nur euer Wissen, sondern unterstützt gleichzeitig den Tierschutz.
👉 Weitere Informationen sowie den Link zur Anmeldung findet ihr in unserer Bio bzw. in den Kommentaren.

30/07/2026

Am 8. August ist es wieder so weit: Bereits zum fünften Mal machen wir uns unter dem Motto „Wir schwitzen, Sie spenden“ auf den Weg, um Spenden für die Arbeit von Animals’ Angels zu sammeln.
Unsere diesjährige Wanderung führt uns auf den 160 km langen Albschäferweg in der Heidenheimer Brenzregion. Über 2.100 Höhenmeter erwarten uns. In acht Etappen wollen wir auf das Leid der Tiere auf den Transporten und unsere Tierschutzarbeit aufmerksam machen. Wie in den vergangenen Jahren laden wir Menschen ein, mit uns ins Gespräch zu kommen.
Wir schwitzen – Ihr spendet
Auch 2026 begleitet uns dieses Motto auf unserer Wanderung. Doch im Mittelpunkt stehen die Tiere auf den Transporten: Wir wollen ihrer gedenken und jede Etappe einem anderen Tier widmen – damit das Leid der Tiere nicht vergessen wird.
Unter anderem wollen wir an das Huhn Ana Sofía denken. Im Oktober 2025 wurde sie zusammen mit 10.000 weiteren Hühner per Fähre von Spanien nach Teneriffa transportiert. Allein die Fährüberfahrt dauert über 52 Stunden. Wir fordern: Stoppt Langstreckentransporte!
Ihr wohnt in der Nähe des Albschäferwegs? Ihr wollt eine Tagesetappe mitwandern? Ihr möchtet uns zum Abendessen treffen oder spontan eine Infoveranstaltung für Freundinnen, Freunde und Bekannte organisieren?
Meldet euch bei uns, wir freuen uns!
Wenn eure Spende bis zum 4. August bei uns eingeht, schicken wir euch eine Postkarte von unterwegs.
Den Spendenlink findet ihr in unserer Bio bzw. in den Kommentaren

Im März waren wir erstmals auf der Exportroute in den Balkan unterwegs, um Tiertransporte aus der EU zu dokumentieren un...
17/07/2026

Im März waren wir erstmals auf der Exportroute in den Balkan unterwegs, um Tiertransporte aus der EU zu dokumentieren und die Abläufe an der EU-Außengrenze zwischen Kroatien und Montenegro zu untersuchen.
Jede Woche werden europäische Rinder und Schweine über den Grenzübergang Karasovići vor allem in den Kosovo und nach Albanien transportiert – die meisten zur Schlachtung. Seit Serbien den Transit von Tiertransporten aus Tierseuchengründen untersagt hat, ist Karasovići der einzige Grenzübergang für Transporte in den Kosovo. Das macht ihn zu einem Nadelöhr mit gravierenden Folgen für die Tiere.
Die meist einspurige Küstenstraße ist besonders im Sommer häufig überlastet. Hinzu kommen Wartezeiten an der Grenze. Für die Tiere bedeutet das stundenlanges Ausharren auf den Lkw – oft in der prallen Sonne. Die Grenze ist für Tiertransporte völlig unzureichend ausgestattet: Es gibt weder Schattenplätze noch Möglichkeiten, Tiere im Notfall zu entladen. Zudem arbeiten die Grenzveterinäre nur tagsüber, sodass Transporte, die nachts ankommen, bis zum Morgen warten müssen.
Bereits im März dokumentierten wir wiederholt lange Verzögerungen. In einem Fall mussten Tiere mehr als zwölf Stunden zusätzlich an der Grenze verbringen – dicht gedrängt, häufig ohne ausreichende Wasserversorgung und ohne Futter. Mangelhafte Planung, unzureichende Infrastruktur und fehlende Kapazitäten führen immer wieder zu Verstößen gegen geltendes EU-Recht und verursachen erhebliches Tierleid.
Nach unserem Einsatz wandten wir uns an die zuständigen kroatischen Behörden, um auf die Missstände hinzuweisen. Zwar stießen wir auf offene Ohren, doch die infrastrukturellen Probleme lassen sich kurzfristig kaum beheben. Statt Transporte über eine Route zu stoppen, die nicht einmal die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt, gehen die Exporte ungehindert weiter.
Deshalb waren wir nun erneut vor Ort, um weitere Beweise zu sammeln und Lösungen für die Verbesserung der Situation zu erarbeiten. Schon bei unseren ersten Begleitfahrten in den Kosovo und nach Albanien zeigte sich jedoch, dass die Lage noch schlimmer ist als befürchtet. Mehr dazu folgt in Kürze.

10/07/2026

Legehennen werden meist schon nach 1,5 bis 2 Jahren geschlachtet – weil ihre Legeleistung nach rund 300 Eiern nachlässt.
Auf dem Transport zum Schlachthof sind die Tiere dicht gedrängt. Viele Käfige sind beschädigt. Manche Hennen haben Kopf oder Flügel eingeklemmt. Wasser gibt es während des Transports nicht, die Temperatur im Fahrzeuginneren ist unklar.
Wir begleiten den Transport bis zum Schlachthof. Dort werden die Tiere immerhin in eine Halle gebracht, wo sie nicht in der prallen Sonne warten müssen und eine Lüftung läuft.
Jedes einzelne dieser Tiere hat mehr verdient.

Wir waren Anfang dieser Woche bei der EU-Plattform für Tierschutz in Brüssel. Diese Plattform der Europäischen Kommissio...
02/07/2026

Wir waren Anfang dieser Woche bei der EU-Plattform für Tierschutz in Brüssel. Diese Plattform der Europäischen Kommission ist ein wichtiger Treffpunkt, um über aktuelle Themen rund um den Tierschutz zu diskutieren. Animals’ Angels ist Mitglied und somit direkt an den Diskussionen beteiligt.
Neben dem Tierschutz von Hunden und Katzen lag der Fokus dieses Mal insbesondere auf dem Schutz sogenannter „Nutz“tiere, sowohl in der Haltung als auch beim Transport. Die Diskussionen zu einer neuen Tierschutztransportverordnung gehen dabei weiter. Die Dringlichkeit dafür ist hoch, und die Temperatur von 36 °C in Brüssel am Tag des Meetings hat dies noch einmal deutlich unterstrichen.
Während einer Hitzewelle wie derjenigen, die Europa in den vergangenen Wochen erfasst hat, ist der Zugang zu Wasser während eines langen Tiertransports nicht nur wichtig, sondern lebensnotwendig. Dennoch wird den Tieren dieser Zugang allzu oft verwehrt. Der Grund dafür ist, dass die Tränkesysteme in Tiertransporten häufig nicht für die jeweilige Tierart geeignet sind: Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde benötigen offene Wasserflächen wie Tränkebecken oder Tröge, während Schweine sowohl aus Nippeltränken als auch aus Tränkebecken trinken können.
👉In unserer Bio bzw. in dem in den Kommentaren verlinkten Dossier erfahrt ihr mehr über die verschiedenen Arten von Tränkesystemen, die wir im Rahmen mehrerer Einsätze dokumentiert haben, sowie über deren Auswirkungen auf das Wohlbefinden der transportierten Tiere.

26/06/2026

Die aktuelle Hitzewelle zeigt gerade sehr deutlich, wie schnell Tiere auf Transporten an ihre Grenzen kommen. Bei extrem hohen Außentemperaturen, wie wir sie in den letzten Tagen erlebt haben, wird es auch in den Transportfahrzeugen extrem schnell kritisch. Temperaturen steigen dort oft noch deutlich stärker an – besonders dann, wenn viele Tiere dicht gedrängt stehen, die Lüftung nicht ausreicht oder der Transport sich verzögert. Unter solchen Bedingungen geraten Tiere schnell in massiven Stress, der im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden kann.
Schweine können kaum schwitzen und sind daher besonders hitzeempfindlich. Schon bei moderaten Temperaturen zeigen sie schnell deutliche Stressanzeichen wie starkes Hecheln, Unruhe oder Erschöpfung.
Wissenschaftliche Einschätzungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bestätigen, dass Hitze einer der zentralen Risikofaktoren im Tiertransport ist. Kommen weitere Belastungen wie lange Fahrzeiten, Staus oder fehlende Belüftung dazu, verschärft sich die Situation zusätzlich.
Zum besseren Schutz der Tiere sollten die Transporte möglichst in kühlere Tageszeiten verlegt werden, unnötige Verzögerungen vermieden und Tiere bei Anzeichen von Hitzestress geschützt bzw. so schnell wie möglich entladen werden.
Trotzdem sehen wir in der Praxis immer wieder Situationen, in denen genau diese Risiken auftreten.
Die aktuelle Hitzewelle sollte deshalb Anlass sein, genauer hinzuschauen – und grundsätzlich zu hinterfragen, ob Lebendtiertransporte unter solchen Bedingungen überhaupt verantwortbar sind.
In unserem Dossier „Die negativen Auswirkungen von Extremtemperaturen auf das Tierwohl während des Transports“ könnt ihr euch genauer zu dem Thema informieren.
👉Den entsprechenden Link findet ihr in unserer Bio bzw. in den Kommentaren.

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