03/06/2026
Ein unscheinbarer Zettel an einer Tür erzählt eine Geschichte, die bewegt.
Ein Taubenpaar hatte sich einen eher ungünstigen Brutplatz ausgesucht: direkt am Eingang zu den von den Bewohnern genutzten Speicherabteilen.
Der Hausverwaltung wurde das Nest gemeldet. Sie hätte im Verborgenen vieles tun können: die Tiere vertreiben, das Nest entfernen oder das offene Dachfenster einfach schließen – ohne Rücksicht auf die Tiere im Inneren.
Doch stattdessen entschied sie sich, sich zu informieren und das weitere Vorgehen abzustimmen.
Als wir heute vor Ort waren, waren die Eier bereits kalt und unbefruchtet. Das Nest war bereits aufgegeben und die Elterntiere waren nicht mehr zu sehen. Wir haben das Fenster geschlossen und werden morgen noch einmal prüfen, dass sich wirklich keine Taube mehr im Dachboden befindet.
Besonders bewegt hat uns der Umgang der Hausverwaltung mit dieser Situation.
An der Tür hing ein Hinweis, der die Bewohner informierte, um Rücksichtnahme bat und zeigte, dass man sich erkundigt hatte, wie mit der Situation am besten umzugehen sei.
Wir erleben oft die schwierigen Geschichten: Beschwerden, Vertreibungen, entfernte Nester und eingesperrte Tauben.
Und dann gibt es zwischen all diesen Situationen diesen kleinen Lichtblick.
Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Menschen, die erst fragen und dann handeln.
Menschen, die auch einem Taubenpaar vorübergehend einen Platz zugestehen.
Vielen Dank an die Hausverwaltung für den respektvollen Umgang mit den Tieren und dafür, dass sie sich die Zeit genommen hat, eine gute Lösung zu suchen.
So wertvoll. 🤍