03/06/2026
Zum gestern veröffentlichten Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands macht Prof. Dr. Sabine Andresen, Präsidentin des Kinderschutzbundes, deutlich, was längst nicht mehr zu übersehen ist:
Viel zu viele Kinder in Deutschland wachsen in Armut auf. Rund eine Million Minderjährige leben in erheblicher materieller Entbehrung – mit spürbaren Folgen für ihre Gesundheit, ihre Bildungschancen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Was für andere selbstverständlich ist, bleibt ihnen oft verwehrt: ein ausgewogenes Essen, ausreichend Platz zum Wohnen, Hobbys, gemeinsame Aktivitäten mit Gleichaltrigen. Kinderarmut bedeutet nicht nur Verzicht – sie schränkt Lebensperspektiven ein.
Als Kinderschutzbund sagen wir klar: Jedes Kind hat ein Recht auf ein gutes Aufwachsen.
Dafür braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln:
Kinder dürfen nicht länger die Leidtragenden falscher Prioritäten sein. Statt Sparmaßnahmen auf ihrem Rücken müssen kindgerechte Leistungen endlich realistisch berechnet und Hilfen für Familien einfacher zugänglich werden.
Denn jedes Kind verdient die Unterstützung, die es braucht – und die Chance auf eine gesunde, sichere und erfüllte Kindheit.