Fischerheim Fischbach

Adresse

Brenkhomesweg
Fischbach-Camphausen
66287

Allgemeine Information

Unser Fischerheim können Sie für Ihre Veranstaltungen (Geburtstage, Hochzeiten,…) mieten. Lesen und informieren Sie sich auf www.asvfischbach.de über die Möglichkeiten in unserem Vereinslokal und erfahren Sie mehr über das Fischerheim in Fischbach.

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Chronik

Fast neun Jahrzehnte im Leben eines Vereines ergeben noch einen überschaubaren Zeitraum. So können wir heute feststellen, dass die Gründerjahre kurz vor dem 2. Weltkrieg alles andere als begünstigt waren. Erst nach dem 2. Weltkrieg – in der Zeit des Wideraufbaus und sozialen Fortschritts – konnten die Grundlagen zum Aufbau des Vereins in seiner heutigen Struktur gelegt werden. Unsere Vereinsarbeit erhielt ab der Nachkriegszeit wesentlichen Auftrieb mit der länger werdenden Freizeit im Arbeitsleben und der früher eintretenden Ruhestandszeit unserer Mitglieder. Die Aufgeschlossenheit der Kommunen, der Saarbergwerke und der Forstbehörde tat ein Übriges dazu, dass sich unsere Vereinsarbeit heute positiv darstellen lässt. Der ASV Fischbach-Camphausen unterhält zurzeit 8 Weiheranlagen und 2 Bachläufe. Sämtliche Gewässer liegen in einer intakten Umwelt. Als Freizeiteinrichtung dienen sie nicht nur unseren Mitgliedern, sondern auch unseren naturverbundenen Bürgern. Alle Gewässer liegen im waldreichen Fischbachtal und sind über gut ausgebaute Wald- und Wanderwege zu erreichen. So wünschen wir uns, dass der aufgezeigte Idealzustand für die Zukunft Bestand hat, zum Wohle der Petrijünger und auch zur Freude und zum Nutzen der Bürgerschaft.

Die Entstehung des ASV Fischbach – Camphausen 1934 e.V.

In den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts, das Saarland (damals Saargebiet) stand noch unter französischer Verwaltung, hatte der Ort Fischbach etwa die Hälfte der heutigen Einwohner. Die Ortsteile (altes und neues Viertel) lagen beiderseits des Fischbacher Weihers, der mit seinem sauberen Wasser und einer Größe von 7,5 Hektar mit eines der schönsten Gewässer im Saarland und darüber hinaus, war. Die Fischbacher Ortsmitte einschließlich des Weihers (heute Parkanlage) ging 1903 aus dem Besitz der Eisenhütte Stumm in das Eigentum der Saarbergwerke über, die somit auch über die Fischereirechte verfügten. Bis zum Jahre 1934 waren diese Fischereirechte nicht verpachtet. ln der Zeit bis zum Ende des 1. Weltkrieges haben die Fischbacher, so wurde dem Chronisten überliefert, ohne besondere Genehmigung im Weiher und Bachlauf mit mehr oder minder großem Erfolg geangelt. Dies hat sich schlagartig nach dem 1. Weltkrieg, mit dem Einzug der französischen Verwaltung, geändert. Die Ausübung des Fischens war ab sofort den französischen Grubenbeamten vorbehalten, die dieses Recht auch reichlich ausübten. Ab etwa 1930 wurden, nach langen Jahren der Entsagung, wieder Angelerlaubnis für Einheimische erteilt. Der Andrang nach Erlaubnisscheinen und die damit verbundene Verwaltungs- und Kontrollarbeit muss der französischen Gruben-Verwaltung zu groß geworden sein, so dass sie die Empfehlung weitergab, einen Verein zu gründen, der diese Arbeit übernehmen sollte. So kam es 1934 zur Gründung des Angelsportvereines Fischbach-Camphausen. Der Fischbacher Bürger und seiner Zeit Chef der Übertageanlage der Grube Camphausen, Werkmeister Kipper, bekam von der französischen Verwaltung den Auftrag, diese Gründung voranzutreiben. Ihm gelang es 1937, den vom Kreisausschuss 1898 gebildeten gemeinschaftlichen Fischereibezirk bestehend aus Fischbach, Netzbach und Steinbach für den ASV Fischbach zu pachten. Der Bezirk besteht (bis auf den Steinbach) heute noch und wird nach wie vor durch den ASV Fischbach bewirtschaftet. 1.Vorsitzender des neu gegründeten Vereines wurde Oskar Weber. Auch während der Kriegsjahre 1939-1945 war Oscar Weber Vorsitzender des Vereins. ln dieser Zeit fiel ein erster Rückschlag. Der sonst glasklare Fischbach verfärbte sich zunächst grau und dann schwarz. Der Fischbach hieß in dieser Zeit nicht nur bei Jugendlichen „de schwarz Bach“. Ursächlich war seiner Zeit der kriegsbedingt unkontrollierte Abfluss von Kohleschlamm (Maybach, Göttelborn, Mellin), der letztendlich dazu führte, dass der gesamte Weiher verlandete. Kein Unglück so groß, dass nicht doch ein Vorteil damit verbunden ist. Heute ist dies die Fischbacher Parkanlage, die den damaligen Weiher überdeckt, sogar die Fischbachhalle steht in dem Gelände des ehemaligen Weihers.