27/08/2021
Öffnen wir die sozialen Medien, läuft uns ein Hashtag besonders oft über den Weg bzw. das Smartphone: . Wir posten ihn unter gesundes Essen, eine Kerze, eine Yogamatte, unsere Badewanne, unseren täglichen Corona-Spazierpfad, ein Glas Sekt, ein Buch oder Bilder von unseren Freund*innen oder Familien. Aber ist das alles Selfcare? Also die tatsächliche Sorge für uns selbst und unsere Gesundheit? Oder ist eine Kerze nicht einfach ein konsumierbares Produkt und Yoga eben Bewegung, die wir für Körper und Gesundheit betreiben? Sind Badewanne und Gesichtspflege nicht notwendige Hygiene? Ist es nicht so, dass eigentlich all die Dinge, die wir als Selfcare framen, Selbstverständlichkeiten des täglichen Lebens darstellen?
Natürlich ist es toll, wenn wir Zeit zum Lesen finden, Pausen machen, mit einer wohlduftenden Kerze in der Wanne liegen und uns unser Lieblingssport Energie gibt. Das ist aber nichts, das man sich erkämpfen sollte. Das ist tatsächlich einfach unser Leben vor und nach der Lohnarbeit. sollte mehr sein als das Abdecken unserer grundlegenden Bedürfnisse. Wenn unsere Bedürfnisse plötzlich zu Selfcare werden, zu Konsumprodukten, zu etwas, das wir uns leisten können oder nicht, dann sollten wir den Begriff dringend neu besetzen.
👉 Den Artikel „Reframing : Wie wir das Konzept neu denken können“ jetzt lesen: https://www.neuenarrative.de/magazin/selfcare-wie-wir-das-konzept-neu-denken-konnen/
📖 Der Artikel ist in unserer ganz neuen Ausgabe zum Thema Gesunde Arbeit zu finden, die es nur im Abo gibt. Mehr Infos: https://www.neuenarrative.de/abo/