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Ich lebe Hilfe für Suizid- Hinterbliebene


Jeden letzten Samstag im Monat von 14-16 Uhr
Ansprechperson Enza Ardizzone-Yamaç

20/04/2026
Da muss was passieren!!! Mehr Aufklärungen in der Schule, konsequente Maßnahmen, Bereitstellung für Nummern für Betroffe...
15/10/2025

Da muss was passieren!!! Mehr Aufklärungen in der Schule, konsequente Maßnahmen, Bereitstellung für Nummern für Betroffenen, mehr offene Gespräche,….So etwas darf nicht passieren 😢

Frankreich: Neunjährige Sarah nimmt sich das Leben – weil Mitschüler sie „zu dick“ nannten

Vor der kleinen Grundschule von Sarreguemines im Nordosten Frankreichs liegt ein Meer aus weißen Rosen. Dazwischen: ein Stofftier, eine Kerze, ein Zettel mit krakeliger Kinderhandschrift. „Sarah, wir vermissen dich.“

Sarah war neun Jahre alt. Sie hatte einen Ranzen mit Glitzerherz und eine Stimme, die im Schulchor auffiel – „zu fröhlich“, sagten manche. Nun ist sie tot.

Das Ende eines viel zu kurzen Lebens

Am vergangenen Samstag fand ihre Mutter sie im Kinderzimmer. Es war still, zu still. Neben ihr lag ein Zettel... ein Abschiedsbrief, sorgfältig gefaltet, mit Rechtschreibfehlern, die einem das Herz zerreißen.
Laut Polizei handelt es sich um einen Suizid. Die Mutter hatte zuvor wiederholt berichtet, dass ihre Tochter in der Schule gehänselt wurde – „fett“, „walross“, „faule Kuh“. Das sind Worte, die Erwachsene oft achtlos abtun, als kindliche Grausamkeit. In diesem Fall waren sie tödlich.

Die Schulleitung, heißt es aus Ermittlerkreisen, sei über die Vorfälle informiert gewesen. Doch wie so oft in solchen Geschichten blieb es bei Gesprächen, pädagogischen Floskeln, und dem vagen Hinweis, man „beobachte die Situation“.

Frankreich sucht nach Erklärungen – und nach Schuldigen

Das Land ist erschüttert. Bildungsminister Nicole Belloubet sprach von einer „kollektiven Tragödie“. Der ehemalige Premier und Bildungsminister Gabriel Attal, der schon im vergangenen Jahr eine landesweite Anti-Mobbing-Initiative gestartet hatte, schrieb:

> „Sie war neun Jahre alt. Ihr Name war Sarah. Mobbing ist kein Spiel, es ist ein Gift, das langsam tötet.“

Die Regierung hatte nach einer Reihe ähnlicher Fälle, etwa der 13-jährigen Lindsay aus Pas-de-Calais, die Strafen für Mobbing drastisch verschärft:
Bis zu zehn Jahre Haft, wenn ein Opfer durch Mobbing stirbt. Ein juristisches Symbol, aber kein Trost.

Denn Sarah wird davon nichts mehr hören.

Die leise Brutalität des Schulhofs

In der Schule von Sarreguemines wird nun geschwiegen. Der Unterricht fiel am Montag aus. Psychologen betreuen die Kinder, die Lehrer weinen. Und doch spricht niemand laut aus, was alle denken:
Dass ein Mädchen von neun Jahren so viel Schmerz spüren konnte, dass der Tod wie eine Erlösung schien.

Vielleicht liegt das wahre Grauen nicht in der Tat selbst, sondern in der Normalität, die ihr vorausging. In WhatsApp-Gruppen, in Pausenhöfen, in diesen kleinen, beiläufigen Sätzen: „Du bist hässlich.“ – „Dich mag keiner.“ – „Iss weniger.“

Und danach?

Wie so oft bleibt ein Land zurück, das für einen Moment innehält – bis der nächste Fall Schlagzeilen macht.
Die französische Presse diskutiert erneut über Prävention, über Schulpsychologen, über Eltern, die zu spät hinsahen.
Aber vielleicht sollte man auch über Kinder reden, die nie gelernt haben, dass Worte Wunden schlagen.

Sarah jedenfalls wird keine Schule mehr besuchen.
Ihr Abschiedsbrief endet mit einem Satz, den die Ermittler nicht veröffentlicht haben.
Aber ihre Mutter zitierte einen Teil davon:

> „Ich wollte nur, dass sie aufhören.“

Wenn du selbst von Mobbing oder Suizidgedanken betroffen bist:

Sprich mit jemandem – vertraulich, kostenlos, rund um die Uhr:
Telefonseelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
Kinder- und Jugendtelefon „Nummer gegen Kummer“: 116 111 oder www.nummergegenkummer.de

e¥eless

10/09/2025

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