02/09/2026
20 Grad. Klingt nicht unbedingt nach warmem Wasser. Für eine Forelle ist diese Temperatur aber bereits sehr kritisch. 🐟
Das hat UNSER LAND Erzeugerfamilie Sanktjohanser in diesem Sommer in ihren Fischteichen erlebt, wo die Forellen und Saiblinge für den geräucherten UNSER LAND Fisch heranwachsen.
Zu wenig Regen seit dem Frühjahr, weniger Wasser aus der Quelle und anhaltende Hitze haben dazu geführt, dass sich das Wasser in den Fischteichen stark erwärmt hat.
8 Grad kalt ist das Wasser der Quelle, die die Fischteiche speist, denn Forellen und Saiblinge brauchen kühles, sauerstoffreiches Wasser. Wird es zu warm, sinkt der Sauerstoffgehalt und der Stress für die Tiere steigt. Deshalb wurde die Fütterung der Fische stark dosiert.
👉Die gute Nachricht: Die Fische sind durch die heiße Phase gekommen.
Die Folge spüren wir trotzdem: Aufgrund der Dosierung des Futters sind die Tiere nicht ausreichend weitergewachsen. Deshalb kann Familie Sanktjohanser aktuell nicht genügend Fische abfischen und räuchern.
😢Für rund drei Wochen wird es deshalb keinen geräucherten UNSER LAND Fisch geben.
Eine solche Pause lässt sich nicht einfach nachholen. Die laufenden Kosten der Fischzucht bleiben bestehen, Arbeitsstunden mussten vorübergehend reduziert werden – und nach drei Wochen sind nicht plötzlich doppelt so viele Fische groß genug.
Jetzt werden die Forellen und Saiblinge langsam wieder an mehr Futter gewöhnt. Die Hoffnung: kühlere Temperaturen, Regen und stabile Bedingungen in den Teichen.
Eine weitere Herausforderung könnte im Herbst folgen. Veränderungen beim Grundwasser machen sich an einer Quelle erst Monate später bemerkbar. Was im Frühjahr und Sommer an Niederschlag gefehlt hat, kann deshalb im Herbst und Winter zu weniger verfügbarem Quellwasser führen.
👉Es ist nur eines von vielen Beispielen das zeigt, wie viele Zusammenhänge hinter einem regionalen Lebensmittel stecken – und wie unmittelbar Wetter und Wasserverfügbarkeit unsere regionalen Strukturen beeinflussen.