24/05/2026
Das 2. Frauenforum auf Zollverein 💞
Über 60 Teilnehmerinnen und ein Expertinnen-Panel trafen sich am 9. Mai in der Halle 10 auf Zollverein, um über gesellschaftliche Erwartungen, Rollenbilder und die Kraft der eigenen Stimme zu diskutieren.
Das von einer engagierten Initiative ins Leben gerufene „Frauenforum Zollverein“ hat sich in kurzer Zeit als wichtige Plattform für Austausch und Empowerment in der Stadt Essen etabliert. Die zweite Sitzung des Forums widmete sich der zentralen Frage: „Nach Drehbuch oder selbstbestimmt?“. Besonders im Hinblick auf den Muttertag wurde die Rolle der Mutterschaft als eine der komplexesten Transformationen im Lebenslauf sowie die oft unsichtbare Care-Arbeit intensiv thematisiert.
Drei profilierte Rednerinnen gaben wertvolle Impulse für die Debatte:
Dr. Helena Lischka, Abteilungsleitung der Strategischen Standortentwicklung der Stiftung Zollverein
Gönül Eğlence, Landtagsabgeordnete GRÜNE NRW
Funda Tunçtürk, Vorsitzende des Ana-Tolia Frauenvereins
Ein besonderes Merkmal des Forums ist sein innovatives Format. Durch die Methode des „Open Fishbowl“ wurden unsichtbare Barrieren zwischen Sprecherinnen und Publikum abgebaut. Das diverse Publikum wurde nicht nur als Zuhörerschaft, sondern als aktiver Teil der Diskussion eingebunden. So entstand in der Halle 10 ein „Safe Space“, in dem auch sensible Fragen offen und konstruktiv besprochen werden konnten.
„Mit dem Frauenforum Zollverein wollten wir einen Raum schaffen, in dem Frauen sich gegenseitig stärken. Jede von uns bringt ganz eigene Erfahrungen mit — und genau dieser Austausch kann für andere als Inspiration dienen, um eigene Herausforderungen neu zu überdenken und in konkrete Lösungen zu verwandeln. Es geht dabei nicht um richtig oder falsch, sondern um die Frage, wie viel Freiraum Frauen heute tatsächlich haben, Entscheidungen unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen zu treffen“, betont Marina Mirau, die die Diskussionsrunde moderierte.
Die nächste Sitzung des Frauenforums ist für den 11. Juli 2026 geplant.