Historischer Verein für Stadt und Stift Essen 1880 e.V.

Historischer Verein für Stadt und Stift Essen 1880 e.V. Der Historische Verein für Stadt und Stift Essen e.V. ist 1880 gegründet worden und gehört damit zu den ältesten Geschichtsvereinen im Ruhrgebiet.

Gemeinsam setzen wir Zeichen gegen das Vergessen und für eine lebendige Erinnerungskultur in unserer Stadt. Am 9. Juni 2...
16/06/2026

Gemeinsam setzen wir Zeichen gegen das Vergessen und für eine lebendige Erinnerungskultur in unserer Stadt.

Am 9. Juni 2026 organisierte der Historische Verein für Stadt und Stift Essen e.V. zusammen mit der Stiftung – Spuren – Gunter Demnig und dank der Unterstützung des Amts für Straßen und Verkehr der Stadt Essen die Verlegung von Stolpersteinen an zwölf Standorten. Mit diesen Gedenksteinen soll an 30 Menschen erinnert werden, die in Essen Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurden. Der Historische Verein hat damit inzwischen über 530 Stolpersteine in Essen verlegt. Die einzelnen Verlegungen wurden von verschiedenen Personen und Institutionen initiiert.

Bei einer bewegenden Zeremonie, in der unter anderem der Essener Konzertmeister Florian Geldsetzer Kosmans „Meditation für Violine und Klavier“ gemeinsam mit Wolfram-Maria Märtig am Klavier aufführte, wurde an der Philharmonie Essen an den früheren Konzertmeister der Essener Philharmoniker, Alexander Elkan Kosman (1872–1956), und seiner Tochter Lilian (1907–1986) erinnert. Beide konnten 1938 durch die Flucht in die Niederlande der Verfolgung durch das nationalsozialistische Terrorregime entkommen.

Philharmonie-Intendantin Marie Babette Nierenz, Andreas Bomheuer, Vorsitzender des Historischen Vereins, Oberbürgermeister Thomas Kufen, NRW-Kulturministerin Ina Brandes, Michaela Muylkens von der Krupp-Stiftung, TuP-Geschäftsführer Fritz Frömming und Philharmoniker-Intendantin Merle Fahrholz wohnten der Verlegung der Stolpersteine bei, die von Frank-Matthias Mann in Vertretung des erkrankten Gunter Demnig vor dem Eingang zur Philharmonie vorgenommen wurde.

Die Albert-Einstein-Realschule übernahm am „Kunsthaus Essen“ in der Rübezahlstraße 33 die Patenschaft und gedachte dort der ehemaligen Schüler Werner Gelles und Reinhard Nassau, die vom NS-Regime verfolgt wurden.

Auch an den weiteren Verlege-Stellen im gesamten Stadtgebiet – darunter Vogelheim, Altenessen, Steele, Nordviertel, Ostviertel, Stadtkern, Werden, Rellinghausen und Südviertel – fanden sich Paten, Angehörige und Interessierte zusammen, um gemeinsam der Verfolgten zu gedenken.

Die bewegenden Zeremonien waren geprägt von stillem Gedenken, aber auch von bewegenden Worten über die Lebenswege und Schicksale der Opfer.

Foto: Thomas Schoch

Link zu dem ausführlichen Artikel in der WAZ vom 10.Juni 2026.
https://www.waz.de/lokales/essen/article412228861/stolperstein-verlegung-philharmonie-wird-zum-ort-der-musik-und-des-gedenkens.html

Am 24. April 2026 wurden in der Turmstraße 4 in Essen-Stadtmitte Stolpersteine zur Erinnerung an die Familien Schanzer u...
05/05/2026

Am 24. April 2026 wurden in der Turmstraße 4 in Essen-Stadtmitte Stolpersteine zur Erinnerung an die Familien Schanzer und Hirsch verlegt. Leopold Schanzer und Ida Schanzer geb. Meyer lebten hier mit ihren Kindern Bernd und Ruth. Im gleichen Haus lebten auch Idas Schwester Selma Hirsch geb. Meyer mit ihrem Mann Samuel Hirsch und dem Sohn Arnold Hirsch. Als Juden waren sie der Nationalsozialistischen Verfolgung ausgesetzt. Außer dem Sohn Bernd Schanzer, der am 29. Juli 1935 nach Palästina emigrieren konnte, wurden alle anderen Familienmitglieder im Holocaust ermordet.

Die Nachfahren von Bernd Schanzer, der seinen Namen mit der Gründung des Staates Israel in Yair Nezer änderte, waren zur Steinverlegung aus Deutschland, der Schweiz und Isreal angereist. Mika Nezer, die Enkelin von Yair Nezer, hielt eine beeindruckende Gedenkrede.

Am Samstag (11.4.2026) wurde die Gedenktafel zur "Schwarzen Poth" eingeweiht. Die neue Tafel steht auf der Brücke vor de...
14/04/2026

Am Samstag (11.4.2026) wurde die Gedenktafel zur "Schwarzen Poth" eingeweiht. Die neue Tafel steht auf der Brücke vor dem Eingang zur Rathaus Galerie.

Einen Bericht dazu kann man, u.a., hier nachlesen:

Weitere Hintergrundinformationen findet man hier:
https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_1588758.de.html

Am Samstag, 11. April, wird um 11 Uhr die Gedenktafel "Schwarze Poth – Außenlager des KZ Buchenwald" auf der Brücke vor dem Eingang zur Rathaus Galerie eingeweiht. Dieser Tag ist sowohl der 81. Jahrestag der Befreiung der Stadt Essen als auch des KZ Buchenwald durch die US-Armee.

Maria Kunigunde von Sachsen (1740–1826)Vor 200 Jahren (8. April) verstarb Äbtissin Maria Kunigunde. Heute erinnern wir u...
11/04/2026

Maria Kunigunde von Sachsen (1740–1826)
Vor 200 Jahren (8. April) verstarb Äbtissin Maria Kunigunde. Heute erinnern wir uns an eine außergewöhnliche Frau, die Essen nachhaltig geprägt hat.
Als letzte Fürstäbtissin des Essener Stifts (1776–1802) war Maria Kunigunde nicht nur geistliche Würdenträgerin, sondern auch eine kluge Politikerin, Reformerin und Unternehmerin. Sie modernisierte Verwaltung, Recht und Wirtschaft, führte Schulreformen ein und verbesserte die Ausbildung sowie die Bezahlung von Lehrkräften. Auch soziale Einrichtungen wie das Waisenhaus lagen ihr am Herzen.
Mit großem Weitblick förderte sie zudem die wirtschaftliche Entwicklung der Region: Sie unterstützte die frühe Eisenverhüttung und gilt damit als eine der Wegbereiterinnen der Industrialisierung im Ruhrgebiet. Auch Infrastrukturprojekte wie der Bau befestigter Straßen gehen auf ihre Initiative zurück.
Bis heute ist ihr Wirken in Essen sichtbar:
Im Schloss Borbeck, das sie ausbauen ließ und dessen Park sie gestalten ließ, wird ihre Geschichte lebendig. Auch im Essener Domschatz sind Spuren Maria Kunigundes zu sehen.

Deilbachhammer-Ensemble feierlich übergeben – Abschluss einer zehnjährigen RestaurierungAm 21. März 2026 wurde das Deilb...
30/03/2026

Deilbachhammer-Ensemble feierlich übergeben – Abschluss einer zehnjährigen Restaurierung

Am 21. März 2026 wurde das Deilbachhammer-Ensemble im Rahmen eines Frühlingsfests offiziell seiner neuen Nutzung übergeben. Damit fand ein mehr als zehnjähriges Restaurierungs- und Bauprojekt seinen erfolgreichen Abschluss. Das Ensemble zählt zu den bedeutendsten industriehistorischen Standorten im Ruhrgebiet und dokumentiert die frühe Verarbeitung von Kohle und Erz lange vor dem industriellen Aufstieg der Region.

Langjährige Arbeit des Konsortiums Deilbachtal

Das Projekt wurde vom Konsortium Deilbachtal getragen, in dem der Historische Verein als Moderator, Sprecher und geschäftsführender Verein eine zentrale Rolle innehatte. Hans Schippmann und Klaus Kaiser begleiten das Objekt Deilbach seit insgesamt 13 Jahren, davon 10 Jahre federführend im Konsortium.
Da Hans Schippmann erkrankt war, begrüßte Klaus Kaiser die rund 280 geladenen Gäste, darunter:
• den Oberbürgermeister Thomas Kufen,
• die Vorsitzende der Landschaftsversammlung des LVR: Anne Henk-Holstein.
• das Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung: Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann.
• den Bezirksbürgermeister Wilhelm Kohlmann sowie
• zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik, Kultur und Institutionen.

Bedeutung des Standorts.

Der Deilbachhammer ist der letzte erhaltene Eisenhammer im Ruhrgebiet an seinem ursprünglichen Standort. Er steht exemplarisch für die Anfänge der Eisen- und Metallverarbeitung im Revier und bildet ein zentrales Zeugnis der vorindustriellen Produktionslandschaft im Deilbachtal.
Oberbürgermeister Kufen betonte bei der Übergabe: „Heute können wir mit Stolz sagen: Die Anstrengungen haben sich gelohnt.“

Herausforderungen der Restaurierung.

Die Sanierung stellte alle Beteiligten vor erhebliche Herausforderungen – insbesondere das Hochwasser im Sommer 2021, das zusätzliche Schäden verursachte. Dennoch konnte das Ensemble vollständig gesichert und denkmalgerecht wiederhergestellt werden.

Zukünftige Nutzung.

• Das Ruhr Museum wird künftig Teile des über 200 Jahre alten Ensembles nutzen.
• Die historischen Arbeiterhäuser werden für museumspädagogische Arbeiten und Eheschließungen geöffnet.
• Das Ensemble soll ein Ort für Kultur, Bildung, Begegnung und gemeinschaftliches Leben werden.
Bedeutung für die Stadt- und Industriegeschichte.
Mit der abgeschlossenen Restaurierung ist ein herausragendes Denkmal der frühen Industriegeschichte des Ruhrgebiets dauerhaft gesichert. Der Deilbachhammer verbindet historische Substanz mit neuer Nutzung und bleibt als authentischer Standort ein zentraler Baustein der Geschichtsvermittlung im Deilbachtal.

29/03/2026

Wir gratulieren zu 25 Jahre UNESCO-Welterbe!

500. Stolperstein in Essen verlegt.Seit 2004 organisiert der Historische Verein für Stadt und Stift Essen e.V. im Auftra...
20/03/2026

500. Stolperstein in Essen verlegt.

Seit 2004 organisiert der Historische Verein für Stadt und Stift Essen e.V. im Auftrag des Rates der Stadt die Verlegung von Stolpersteinen durch die Stiftung – Spuren des Künstlers Gunter Demnig.

Am 19. März 2026 wurde vor dem Haus in der Lindenallee 63 nun der 500. Stolperstein in unserer Stadt verlegt. Wird der Historische Verein in der Regel auf Vorschläge von Dritten tätig, so wollte der Vorstand dieses Jubiläum einem Mitglied aus den eigenen Reihen widmen.

Die Wahl fiel auf das ehemalige Vereinsmitglied Dr. Fritz Hirschland und seine Frau Clara. In Anwesenheit von Oberbürgermeister Thomas Kufen, Mitgliedern der Bezirksvertretungen, Vorstandsmitgliedern des Historischen Vereins sowie Mitgliedern der Stadtgesellschaft erinnerte die Stolpersteinbeauftragte Birgit Hartings an das Leben und Wirken der Eheleute Hirschland.

Die biographischen Angaben können über unsere Homepage unter Projekten – Stolpersteine unter der Verlinkung https://geschichte.essen.de/historischesportal_namen/stolpersteine_2.de.html jederzeit nachgelesen werden.

Auch die WAZ hatte berichtet:
https://www.waz.de/lokales/essen/article411502270/gedenken-an-ns-opfer-essens-500-stolperstein-erinnert-an-bedeutenden-mediziner.html

Gestern fand die Jahreshauptversammlung unseres Vereins im Haus derEssener Geschichte statt.Zur Wiederwahl stellten sich...
13/03/2026

Gestern fand die Jahreshauptversammlung unseres Vereins im Haus der
Essener Geschichte statt.

Zur Wiederwahl stellten sich unser Vorsitzender Andreas Bomheuer und
seine Vorstandskollegen Dr. Thomas Dupke und Robert Welzel.

Alle drei wurden von der Versammlung gewählt und nahmen die Wahl an.

Wir freuen uns über das Vertrauen!

Im Anschluss fand die Festveranstaltung zum Thema: Wie die
Umweltbewegung in Essen begann, statt. Dr. Horst Pomp, Wolfgang Sykorra
und Alex Kunkel tauschten sich auf dem Podium aus, moderiert wurde der
Abend von unserem Vorsitzenden Herr Bomheuer.

05/03/2026

Diesen Sonntag findet der Tag der Archive statt! Kommt gerne vorbei.
Hier gibt es mehr Informationen dazu.

Tag der Archive am 8. März in Essen

Von 11 bis 17 Uhr findet im Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv am
Ernst-Schmidt-Platz (Alte Luisenschule) der Tag der Archive statt. Eröffnung
durch Oberbürgermeister Thomas Kufen. Im Foyer stellen sich einige der
Essener Geschichtsvereine vor, die zusätzlich ein kleines Filmprogramm
zusammengestellt haben. Folgende Filme werden im Vortragssaal (EG) gezeigt

Mailingliste Tag Tag der Archive EssenTag der Archive am 8. März in Essen Von 11 bis 17 Uhr findet im Haus der Essener Geschichte/Stadtarchiv am Ernst-Schmidt-Platz (Alte Luisenschule) der Tag der Archive statt. Eröffnung durch Oberbürgermeister Thomas Kufen. Im Foyer stellen sich einige der Esse...

Der Historische Verein Essen hat ein wunderschönes Wimmelbuch herausgebracht, wo auf spielerische Art die Geschichte der...
10/12/2025

Der Historische Verein Essen hat ein wunderschönes Wimmelbuch herausgebracht, wo auf spielerische Art die Geschichte der Stadt Essen mit seinen neun Stadtbezirken erzählt wird.

Das Wimmelbuch wurde kostenlos in allen Sparkassenfilialen, Kindergärten, Kinderarztpraxen, Stadtbüchereien und anderen karikativen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Die vorhandenen Restbestände wollen wir nun gegen eine Spende von mindestens 10,00 € pro Buch im Shop des Essener Domschatzes und auf dem Weihnachtsmarktstand der EMG veräußern.
Den kompletten Erlös werden wir dem WDR-Weihnachtswunder zur Verfügung stellen.
̈rkinder

Adresse

Ernst-Schmidt-Platz 1
Essen
45128

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