11/10/2026
Upps - was war das denn?
Unsere Ausgabe am 10.10.2026 war beendet und wir gingen zurück zur Garage, um aufzuräumen. T. begleitete uns, da er in der Nacht abgesoffen und vom Ordnungsamt geräumt worden war. Er brauchte einen neuen Schlafsack und eine Iso-Matte. Nachdem wir ihn versorgt hatten, ging er dankend wieder.
Während wir begannen, die Körbe in die Garage zu räumen, kam ein junger Mann um die Ecke, barfuss, ohne Socken und Schuhe, und fragte, ob wir Schuhe für ihn hätten. Er wirkte etwas desorientiert, aber ich nahm ihn mit in die Garage und suchte passende Schuhe. Die ersten passten ihm nicht, aber das zweite Paar war ok. Bevor er allerdings auch den zweiten Schuh anziehen konnte, hielt ein Polizeiwagen mit Blaulicht an der Ecke und von oben kam ein Mannschaftswagen. Wir wussten nicht, was los war, bis drei Polizisten auf unsere Garage zukamen und fragten, wo er sei. Während zwei den jungen Mann auf dem Bauch auf dem Boden festhielten und absuchten, meckerte mich einer an, ich könnte doch bei so gefährlichen Personen nicht so reagieren, was wäre, wenn er ein Messer gehabt hätte? Ich wusste überhaupt nicht, wie mir geschah. Ich erklärte den Polizisten, dass ich ihn nicht kennen würde, er barfuss zu uns gekommen sei und ich ihm nur Schuhe gegeben hätte. Die Polizei nahm ihn dann mit, und kurze Zeit später waren die beiden Polizeiwagen und der zivile Streifenwagen verschwundet.
Wir waren alle noch etwas verdattert, als unser Nachbar von ggenüber zu uns kam und uns so einiges über den Mann erzählte. Er war es auch, der die Polizei gerufen hatte. Er meinte, dass es ein ehemaliger Mitarbeiter wäre, der immer wieder bei ihnen Randale machen würde, und er mindestens einmal die Woche die Polizei rufen würde. Der Mann hätte auch immer Waffen wie Messer bei sich, wäre auch schon einige Male in der Psychatrie gewesen. Da habe ich dann auch die Reaktion des Polizisten verstanden, der sich aber nachdem der Mann abgeführt worden war, bei mir entschuldigt hat.
Nachdem Ruhe eingekehrt war, haben wir fertig aufgeräumt und noch einige Zeit darüber gesprochen. Wir sind dann alle mit den Ereignissen im Kopf nach Hause gegangen und müssen es nun verarbeiten. Danke an die Polizei, die bevor etwas passiert ist, zur Stelle war.