26/06/2026
Eine Studie von Maximilian Kaiser (Universität Hamburg) und Christian Schulze (Frankfurt School of Finance & Management) hat erstmals großflächig untersucht, wie sich KI-Traffic aus ChatGPT im E-Commerce niederschlägt. 973 Websites, rund 20 Milliarden Dollar Umsatz.
Der spannendste Befund steckt im Detail. Je erklärungsbedürftiger ein Produkt, desto stärker performt der KI-Traffic. Bei hoher Produktkomplexität konvertiert er besser als organische Suche, E-Mail, Referral, Direct und Paid Social. Im Durchschnitt über alle Branchen liegt KI-Traffic noch zurück – aber genau dort, wo Beratung und Abwägung zählen, dreht sich das Bild.
Eine Einordnung sei ergänzt: Der Vergleich läuft zwischen Website-Typen, nicht zwischen identischen Nutzer*innen. Das Volumen ist noch klein. Den Trend macht das nicht weniger bedeutsam.
Für den Online-Print bedeutet das: Unsere Produkte sind erklärungsbedürftig. Unsere Editoren sind komplex. Wir sitzen im Segment, in dem KI-Traffic schon heute am besten funktioniert. Die Studienautoren ziehen denselben Schluss: Wer komplexe Produkte verkauft, sollte früh in KI-Sichtbarkeit investieren. KI-Lesbarkeit wird zur Pflichtdisziplin.
Doch es geht um mehr als Lesbarkeit. Es geht um den Standard selbst. Mit der UCP-Initiative gestaltet die IOP – gemeinsam mit BVDM, Intergraf und dpsuisse – ein eigenes Print-Vertical für Googles Universal Commerce Protocol. Damit werden Konfiguration, Druckdatenübertragung, Preflight und Freigabe im Agentic Commerce von Anfang an mitgedacht. Wer den Standard definiert, definiert die Spielregeln. https://bit.ly/4vsATIE
Solche Befunde filtern wir heraus und übersetzen sie für die Onlineprint-Industrie. Dafür gibt es den AI-Update-Call der Initiative Online Print. Einmal im Monat, exklusiv für Mitglieder. Kein offenes Webinar, sondern ein geschlossener Kreis für offenen Austausch über Studien, Tools und Strategien.
Mitglied und noch nie dabei? Der Ein-Jahr-Jubiläums-Call am 13. Juli lohnt sich.