13/05/2026
Leicht erhöht an der ehemaligen Mündung der Elz in den Neckar liegt das sogenannte Tempelhaus – ein außergewöhnliches Bauwerk zwischen Burg und Kirche.
Bereits ab 1300 unterhielten die Johanniter hier eine Niederlassung. Damit gilt das Tempelhaus heute als die einzige in ursprünglicher Form erhaltene Johanniterburg Baden-Württembergs.
Besonders bemerkenswert ist der sogenannte „Conradusstein“ in der Nordwand der Kirche. Die Grabplatte berichtet vom Tod des Priesters Conradus im Jahr 1302 und wird heute als eine Art Gründungsdokument der Anlage interpretiert.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Tempelhaus mehrfach den Besitzer. Nach der Zeit der Johanniter wurde das Gebäude unter anderem als Kornspeicher genutzt. Im 18. Jahrhundert erfolgte schließlich der Umbau zur Kirche Mariä Himmelfahrt.
Bis heute besitzt die Anlage einen einzigartigen Charakter:
Wehrhafte Mauern und Gräben treffen auf sakrale Architektur mit Glockenturm und gotischen Maßwerkfenstern.
Besonders eindrucksvoll ist die ehemalige zweigeschossige Burgkapelle. Im Gewölbekeller befindet sich heute eine Unterkirche, die auch als Krypta bezeichnet wird.
👉 Ein Ort, an dem sich Wehrarchitektur und Spiritualität auf besondere Weise verbinden.