Deutscher Doggen Club 1888 e.V.

Deutscher Doggen Club 1888 e.V. Fair, standardführend und fast überall in Ihrer Nähe, das ist der Deutsche Doggen Club 1888 e.V. der älteste Rassehunde-Zuchtverein Deutschlands.

Zucht mit Liebe und Sachverstand, das macht unsere Züchter aus.

AUF EIN WORT – Bunte Hunde, Gentests und die Frage nach verantwortungsvoller ZuchtIn den sozialen Medien begegnet uns de...
22/08/2026

AUF EIN WORT – Bunte Hunde, Gentests und die Frage nach verantwortungsvoller Zucht

In den sozialen Medien begegnet uns derzeit immer häufiger Werbung für die vermeintlich „andere“, „modernere“ oder „gesündere“ Deutsche Dogge. Möglichst viele Farben, amerikanische Linien, eine lange Liste von Gentests – und dazu nicht selten die Botschaft, die organisierte Rassehundezucht sei überholt oder sogar Teil des Problems. Wir möchte deshalb einmal grundsätzlich erklären, warum wir das anders sehen. Eine Ahnentafel ist nicht nur ein Stück Papier und schon gar kein schmückendes Beiwerk für einen Rassehund. Eine seriös geführte Ahnentafel dokumentiert Abstammung über Generationen. Sie ermöglicht es, Linien nachzuvollziehen, Verwandtschaftsgrade zu berücksichtigen und gesundheitliche Entwicklungen innerhalb einer Population zu beobachten. Genau diese Informationen brauchen wir, wenn wir nicht nur den einzelnen Wurf, sondern die Zukunft einer Rasse im Blick haben wollen.

Zucht bedeutet Population – nicht nur Verpaarung.

Wer Hunde züchtet, trägt Verantwortung für mehr als zwei Elterntiere und deren nächsten Wurf. Er arbeitet mit einem Genpool, mit bekannten und unbekannten Erbanlagen und mit Entscheidungen, deren Folgen möglicherweise erst Generationen später sichtbar werden. Genau deshalb halten wir die Zucht innerhalb einer organisierten Züchtergemeinschaft für so wichtig. Ein Zuchtverband ist sicherlich nicht unfehlbar. Regeln können und müssen diskutiert, wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt und Zuchtprogramme weiterentwickelt werden. Aber organisierte Zucht bedeutet auch: Zuchtordnungen, dokumentierte Abstammung, definierte Zuchtvoraussetzungen, Gesundheitsuntersuchungen, Zuchtzulassungen, Wurfkontrollen und nachvollziehbare Daten.

Und vor allem bedeutet sie: Man züchtet nicht allein!

Züchter tauschen Erfahrungen aus. Erkrankungen können über Familien und Generationen hinweg betrachtet werden. Linien lassen sich vergleichen. Erkenntnisse können gesammelt und Zuchtstrategien angepasst werden. Natürlich sind Gentests ein wertvolles Instrument. Aber eine möglichst lange Liste getesteter Gene macht eine Zucht nicht automatisch gesund. Entscheidend ist, welche Erkrankungen und genetischen Varianten für die Deutsche Dogge tatsächlich relevant und wissenschaftlich aussagekräftig sind. Ein Gentest ersetzt weder Herzuntersuchungen noch andere rassespezifisch sinnvolle Untersuchungen und schon gar nicht die Kenntnis von Abstammung, Verwandtschaft und gesundheitlicher Entwicklung einer Linie. Auch die Herkunft eines Hundes, den man zur Zucht verwenden möchte, aus einem anderen Land ist für sich genommen kein Gesundheitsnachweis. Gesundheit kennt keine Landesgrenzen.

Und dann ist da noch das Thema Farbe.

Der Standard einer Rasse ist nicht dazu da, die Kreativität eines Züchters einzuschränken. Er beschreibt den Rassetyp, den wir über Generationen erhalten wollen. Neue Farben oder ungewöhnliche Kombinationen sind für sich genommen weder ein Gesundheitskonzept noch ein Beleg für größere genetische Vielfalt.

„Anders“ bedeutet nicht automatisch „gesünder“.
„Bunter“ bedeutet nicht automatisch „genetisch vielfältiger“.
Und viele Gentests bedeuten nicht automatisch verantwortungsvollere Zucht.

Auch innerhalb der Verbandszucht gibt es Probleme. Auch dort werden Fehler gemacht. Darüber müssen wir offen sprechen. Aber wir müssen auch nicht schweigen, um respektvoll zu bleiben. Gerade deshalb brauchen wir Gesundheitsdaten, Transparenz, wissenschaftliche Begleitung und die Bereitschaft, gemeinsam Veränderungen anzustoßen.

Die Antwort auf Probleme in einer Rasse kann aus unserer Sicht aber nicht sein, die gemeinsame Datenbasis, nachvollziehbare Abstammungen und Zuchtregeln über Bord zu werfen und jeder für sich nach eigenen Vorstellungen zu züchten. Denn wenn jeder seine eigene kleine Population schafft und nur noch nach seiner persönlichen Philosophie verpaart, verlieren wir etwas ganz Entscheidendes: den Überblick über die Rasse als Ganzes.

Eine Ahnentafel garantiert keinen gesunden Hund.
Ein Verband garantiert keine fehlerfreie Zucht.
Ein Standard garantiert keine perfekte Dogge.

Aber gemeinsam schaffen sie Strukturen, in denen Zucht nachvollziehbar, überprüfbar und über Generationen dokumentierbar wird. Für uns ist genau das der Unterschied zwischen der Produktion eines Wurfes und langfristiger Rassezucht.

Hundezucht braucht Gemeinschaft!

Wir brauchen Züchter, die bereit sind, Daten zu teilen, Probleme anzusprechen, voneinander zu lernen und gemeinsam Verantwortung für die Deutsche Dogge von morgen zu übernehmen. Denn am Ende sollte es nicht darum gehen, wer die außergewöhnlichste Farbe, die längste Gentest-Liste oder die beste Werbung hat. Es sollte darum gehen, wer dazu beiträgt, dass wir auch in vielen Jahren noch gesunde, wesensfeste und typvolle Deutsche Doggen haben. ❤️

Herzenszüchter Eine Stimme für verantwortungsvolle Rassehundezüchter Eine Hunderasse ist kein Zufall. Sie ist das Vermäc...
07/08/2026

Herzenszüchter

Eine Stimme für verantwortungsvolle Rassehundezüchter
Eine Hunderasse ist kein Zufall. Sie ist das Vermächtnis vieler Generationen.

Warum gibt es auch heute noch Menschen, die mit großer Hingabe Rassehunde züchten?

Diese Frage wird uns immer häufiger gestellt – manchmal aus ehrlichem Interesse, manchmal mit Skepsis und manchmal mit deutlicher Kritik. Wir möchten darauf nicht mit einer Rechtfertigung antworten, sondern mit einer Erklärung.

Seit Jahrhunderten begleiten Hunde den Menschen. Sie sind nicht zufällig zu unseren Begleitern geworden. Über viele Generationen hinweg haben Menschen Hunde ausgewählt, die bestimmte Aufgaben besonders gut erfüllen konnten - als Jagdbegleiter, Hütehunde, Wachhunde oder treue Familienhunde.

So entstanden unsere heutigen Hunderassen. Jede einzelne von ihnen erzählt eine Geschichte. Eine Geschichte von Erfahrung, Wissen und Verantwortung, die über Generationen weitergegeben wurde.

Eine Hunderasse ist deshalb weit mehr als ihr Aussehen. Sie ist lebendige Kulturgeschichte. Für uns ist diese Hunderasse die Deutsche Dogge.

Sie begleitet den Menschen seit vielen Jahrhunderten und zählt zu den traditionsreichsten Hunderassen Europas. Über Generationen hinweg wurde sie mit dem Ziel gezüchtet, Kraft und Eleganz, Größe und Gelassenheit sowie Mut und Sanftmut in einem Hund zu vereinen.

1888 erhielt dieses Leitbild mit der Gründung des DDC erstmals einen verbindlichen Rahmen. Bis heute gilt die Deutsche Dogge vielen als der "Apoll unter den Hunden".

Dieses Erbe verpflichtet uns.

Nicht dazu, eine Rasse unverändert festzuhalten, sondern sie verantwortungsvoll weiterzuentwickeln - gesund, wesensfest und funktional.

Eine Hunderasse bleibt nicht von allein bestehen. Jede Generation trägt Verantwortung dafür, wie sie an die nächste weitergeben wird.

Warum also züchten wir heute noch Rassehunde?

Ganz sicher nicht, weil die Welt mehr Hunde braucht. Wir wissen, dass viele Hunde in Tierheimen und im Tierschutz auf ein neues Zuhause warten. Wer einem dieser Hunde eine zweite Chance gibt, verdient unseren Respekt.

Unser Auftrag ist ein anderer.

Wir möchten dazu beitragen, dass unsere Hunderassen auch in Zukunft das bleiben, was sie über viele Generationen geworden sind: gesunde, wesensfeste und funktionale Begleiter des Menschen.
Dazu gehört mehr, als Welpen aufzuziehen.

Verantwortungsvolle Zucht beginnt lange vor einem Wurf. Sie beginnt mit der sorgfältigen Auswahl der Elterntiere, mit Gesundheitsuntersuchungen, mit Wissen über Abstammung und Genetik sowie mit der Bereitschaft, aus jeder Generation zu lernen.

Nicht jede Entscheidung wird sich als richtig erweisen.

Nicht jede Hoffnung wird sich erfüllen.

Doch verantwortungsvolle Zucht bedeutet, jede Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen – und bereit zu sein, aus Erfahrung zu lernen.

Niemand kann in die Zukunft sehen. Niemand kann Gene vollständig vorhersagen. Genau deshalb gehört Demut zu einer verantwortungsvollen Zucht ebenso dazu wie Fachwissen und Erfahrung.

Vielleicht haben wir als verantwortungsvolle Rassehundezüchter einen Fehler gemacht. Wir waren zu leise.
Während andere über Hunde gesprochen haben, haben wir geglaubt, unsere Arbeit würde für sich selbst sprechen. Heute wissen wir, dass das nicht genügt.

Wer Verantwortung übernimmt, muss sie auch erklären. Nicht, um andere von ihrer Meinung zu überzeugen, sondern damit verstanden wird, warum verantwortungsvolle Rassehundezucht auch heute noch ihren Platz hat.

Verantwortungsvolle Zucht bedeutet für uns auch, die eigenen Grenzen zu kennen.

Kein Züchter kann einen vollkommen gesunden Hund garantieren. Kein Züchter kann jedes Gen beeinflussen oder jede Entwicklung vorhersehen. Das wäre weder ehrlich noch verantwortungsvoll.

Was wir aber versprechen können, ist etwas anderes.

Wir können versprechen, jede Entscheidung nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen. Wir können versprechen, niemals aufzuhören zu lernen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in unsere Arbeit einfließen zu lassen. Und wir können versprechen, dass das Wohl unserer Hunde immer wichtiger sein wird als persönlicher Erfolg.

Denn am Ende geht es nicht um den nächsten Titel, den nächsten Pokal oder den nächsten Wurf.

Es geht um die Hunderasse selbst.

Sie soll auch in vielen Jahrzehnten noch das sein, was Generationen vor uns mit großer Sorgfalt aufgebaut haben – ein gesunder, wesensfester und funktionaler Begleiter des Menschen.
Das sind wir den Menschen schuldig, die diese Hunderassen einst geschaffen haben.

Das sind wir den Hunden schuldig, die uns heute begleiten.
Und das sind wir den Generationen schuldig, die nach uns kommen.
Wir wissen, dass nicht jeder unsere Gedanken teilen wird - Das muss er auch nicht.

Jeder Mensch entscheidet seinen eigenen Weg – im Leben und im Umgang mit Hunden. Diese Freiheit verdient Respekt.

Wir wünschen uns nur eines: Dass auch der Weg verantwortungsvoller Rassehundezüchter verstanden wird.

Denn wir züchten nicht, weil die Welt mehr Hunde braucht. Wir züchten, weil wir ein Vermächtnis bewahren möchten.

Eine Hunderasse ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis unzähliger Entscheidungen, getragen von Wissen, Erfahrung und Leidenschaft über viele Generationen hinweg. Dieses Erbe verpflichtet uns, mit Sorgfalt, Demut und Weitsicht zu handeln.

Vielleicht werden wir nie alle einer Meinung sein.
Doch wenn wir einander zuhören, unterschiedliche Wege respektieren und den Hund stets in den Mittelpunkt stellen, haben wir bereits viel erreicht.

Denn am Ende sollte uns nicht trennen, woher ein Hund kommt. Uns sollte verbinden, dass es ihm gut geht.

Herzenszüchter - Eine Stimme für verantwortungsvolle Rassehundezüchter.

Wir haben diese Hunderassen nicht von unseren Vorfahren geerbt. Wir haben sie von ihnen anvertraut bekommen – damit wir eines Tages an unsere Kinder und Enkel weitergeben.

Unsere Vorfahren haben uns dieses Vermächtnis anvertraut. Es liegt an uns, wie wir es an die Generationen nach uns weitergeben.

Darf gerne geteilt werden

14/07/2026
‼️FCI/VDH Kampagne‼️Stell dir eine Welt ohne sie vor. Rassehunde helfen, schützen und begleiten uns jeden Tag. Ihr Beitr...
22/05/2026

‼️FCI/VDH Kampagne‼️

Stell dir eine Welt ohne sie vor. Rassehunde helfen, schützen und begleiten uns jeden Tag. Ihr Beitrag ist unbezahlbar – und ihr Schutz liegt in unserer Verantwortung. Hilf uns, Aufmerksamkeit zu schaffen, und teile diese Botschaft.

➡ VDH startet Aufklärungskampagne zum gesellschaftlichen Wert von Rassehunden
Mit der Kampagne „Dogs Bring Us Together – Stell dir ein Leben ohne sie vor“ beteiligt sich der VDH an einer internationalen Initiative der FCI. Ziel ist es, den gesellschaftlichen Nutzen von Hunden sichtbar zu machen und ihr Schutz stärker in den Fokus zu rücken.
Hunde erfüllen heute weit mehr als die Rolle eines Haustiers:
Sie unterstützen Menschen im Alltag, ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben als Assistenzhunde und leisten als Diensthunde wertvolle Arbeit – oft unter anspruchsvollsten Bedingungen.
Viele dieser Fähigkeiten basieren auf gezielter, verantwortungsvoller Zucht, die wichtige Eigenschaften über Generationen hinweg sichert.
👉 Erfahre mehr über die Kampagne und ihre Hintergründe: https://www.vdh.de/news/artikel/vdh-startet-aufklaerungskampagne-zum-gesellschaftlichen-wert-von-rassehunden/




Adresse

Auf Der Heckenbrede 10a
Erwitte
59597

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