01/09/2026
Einsatz ja, aber bitte leise!
Es gibt wieder mal einen kleinen Bericht in eigener Sache.
Gestern wurden wir zusammen mit der Feuerwehr Piflas zu einem gemeldeten Brand alarmiert.
Alarmmeldung: Brand im Gebäude, Rauchentwicklung durch Fenster sichtbar, Alarm hörbar. Alarmzeitpunkt 22:24 Uhr.
Einsatzinfo:
Angebranntes Essen auf einer Herdplatte.
Die Ursachen der Einsätze sind bei der Alarmierung leider nie bekannt.
Zu dieser Zeit waren viele Feuerwehrangehörige zuhause auf der Couch oder sogar schon im Bett.
Innerhalb von Sekunden gibt der Piepser Alarm. Wach werden, anziehen, ins Auto und zum Gerätehaus fahren, umziehen, ins Fahrzeug und ausrücken.
Der Adrenalinspiegel und die Ungewissheit auf das zu Erwartende sind sehr hoch.
Einige Mannschaftsmitglieder rüsten sich bereits während der Anfahrt mit Atemschutzgeräten aus. Gruppenführer und Verantwortlicher der Einsatzmannschaft überlegt sich bereits auf Ansatz die ersten Einsatzschritte.
Der Fahrer kümmert sich um das bis zu 16 to schwere Einsatzfahrzeug, den Streckenverlauf und um die anderen Verkehrsteilnehmer.
Jede Einsatzkraft hat seine bestimmten Aufgaben.
Gerade die Einsatzfahrt birgt viele Risiken. Auto-, Fahrrad-, Scooterfahrer, Fußgänger und auch Kinder sind sehr gefährliche Einflüsse auf die Einsatzfahrt.
Hierzu gibt es Hilfsmittel der Feuerwehr, Blaulicht und Martinshorn.
Gerade der Einsatz dieser Mittel ist in Gesetzen geregelt.
Ein Blaulicht ohne Martinshorn hat keinerlei Vorrecht im Straßenverkehr.
Natürlich ist es nicht in Ordnung, bei langen Strecken ohne Verkehr, ohne Bebauung und ohne andere Einflüsse das Martinshorn einzuschalten, aber gerade in dicht besiedelten Wohngebieten oder bei Verkehrsaufkommen MUSS ein Martinshorn eingeschaltet werden.
Zum einen als Schutz und Information an alle Verkehrsteilnehmer und zum anderen als Schutz von uns selbst. Und hier ist nicht nur der Versicherungsschutz gemeint.
Teilweise werden die Feuerwehren trotz eingeschalteten Martinhörner übersehen bzw. überhört.
Ein Martinshorn bringt einen erheblichen Zeitvorteil zum Erreichen des Einsatzortes.
Die Fahrer der Fahrzeuge wägen in jedem Einsatzfall den Gebrauch des Martinshornes ab.
Bei einem Brand mit Personen bzw. Verkehrsunfällen wird aber in jedem Fall bei bestimmten Situationen das Martinshorn eingesetzt.
Beim gestrigen Fall wurde bereit vier Minuten nach Alarmierung bereits der erste Eintrag in Facebook gepostet.
Ein Bürger „beschwerte“ sich über den Einsatz des Martinshornes, ob dies den nötig sei, Strecken, um diese Uhrzeit so laut zu fahren.
Einige „Fürsprecher“ schlossen sich diesem Eintrag an.
Sehr geehrte Herren Umar Bázárbáév, Gerhard Rechner und Frau Babs Vilsmeier, (Namen laut FB-Post´s) bitte entschuldigen Sie unsere Einsatzfahrt mit Martinshorn.
Es tut uns leid, Ihre Nachtruhe gestört zu haben. Noch dazu muss Herr Bázárbáév wie berichtet um 05:00 Uhr aufstehen.
Bei einigen Feuerwehrmitgliedern klingelte zu dieser Zeit ebenfalls der Wecker.
Uns „fehlen“ aber bei solchen Einsätzen einige Stunden unserer Nachtruhe, während sich andere Nichtbeteiligte bestenfalls wieder umdrehen und weiterschlafen.
Wir wollen mit diesem Text KEINEN Ärger und unnötige Post´s in den Medien hervorrufen, aber wir wollen und werden immer Stellung zu unserer (ehrenamtlichen) Arbeit für die Bürger nehmen.
WIR sind JEDERZEIT zu Gesprächen bereit!
Scheuen Sie sich nicht, uns zu kontaktieren.
Kommen Sie doch am 26.09.2026 zu unserer „Langen Nacht der Feuerwehr“ oder am 27.09.2026 zu unserem Tag der offenen Tür. (Info´s hierzu folgen)
Geben Sie sich zu erkennen und suchen Sie das Gespräch. Gerne werden wir uns mit Ihnen über die Arbeit der Feuerwehr zu JEDER Tages- und Nachtzeit unterhalten.
Beste Grüße Feuerwehr Ergolding