06/03/2026
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Liebe spiel- und medienpädagogische Gemeinde,
Spiel findet stets in einem räumlich wie zeitlich begrenzten Rahmen statt – nur so kann es sich abgrenzen und entfalten. Als überzeugter Homo ludens tröstet mich dieses Wesen des Spiels auch dann, wenn sich im Leben Dinge verändern: Türen öffnen und schließen sich.
2007 haben Gerrit und ich „Spawnpoint“ aus dem damaligen „Landesfilmdienst Thüringen“ heraus entwickelt. Binnen weniger Jahre wurde es ein eigenes Konstrukt. Über die Zeit durften wir mit großartigen Partnern arbeiten, Modellprojekte entwickeln, dafür Preise erhalten und uns in der Szene bewegen – sie vielleicht sogar an der einen oder anderen Stelle ergänzen. Nach einer Finanzierungslücke konnte „Spawnpoint“ 2020 wieder aktiv werden, diesmal sogar mit mehr Mitspieler*innen.
Neben der Lehre und dem Master „Spiel- und Medienpädagogik“ in Jena und anderen Projekten, war es teils für mich nicht einfach, all diesen Dingen folgen zu können. Vielfalt ist großartig aber der Preis ist manchmal, nicht mehr überall dabei sein zu können.
Fast 20 Jahre nach der Gründung ist dieses „Kind“ längst erwachsen. Ich möchte ihm weder im Weg stehen noch selbst unzufrieden werden, wenn ich Entwicklungen nicht mehr eng begleiten kann. Deshalb ist es an der Zeit, Rollen zu klären und einander ein Stück weit freizugeben – mit Wehmut, aber vor allem mit Freude, Stolz und Hoffnung auf alles, was noch kommt.
Ich bleibe als Vereinsmitglied verbunden, werde aus der Beobachterperspektive neugierig bleiben und die Entwicklungen so gut ich kann verfolgen. Mein Abschied ist hier eine Klärung, eine Danksagung und eine Orientierung für alle, die „Spawnpoint“ oder mich künftig erreichen wollen. Mich erreicht ihr weiterhin über meine Kontakte in Jena.
So bleiben mir heute meine besten Grüße an das Team und an die Szene. Ich freue mich auf die nächsten Begegnungen und Aktionen.
Alles liebe in die Runde.
Martin