08/06/2026
🕊️ Ein Tag in meinem Leben
Ich wache auf, noch bevor die Stadt wirklich erwacht. Die Nacht war kalt und unruhig, mein Schlafplatz nicht besonders sicher, aber er ist der einzige Ort, an den ich immer wieder zurückkehren kann.
Wenn es langsam heller wird, beginne ich meine Suche nach Futter und Wasser. Ich fliege durch Straßen, zwischen Häusern und über Plätze, immer auf der Suche nach etwas, das mich durch den Tag bringt. Manchmal finde ich genug, manchmal fliege ich stundenlang, ohne wirklich satt zu werden, während mein Körper müde wird und ich trotzdem weiter suchen muss.
Die Menschen, die mir begegnen, sind meist in Eile. Viele bemerken mich kaum, manche verscheuchen mich sogar, als wäre ich nur ein Störfaktor in ihrer Welt. Dabei versuche ich nichts anderes, als zu überleben – so wie jedes andere Lebewesen auch.
Ich habe einen Partner, mit dem ich mein Leben teile. Wir bleiben zusammen, teilen alles, was wir finden, und kümmern uns gemeinsam um unsere Jungen, so gut es in dieser lauten und oft gefährlichen Stadt möglich ist.
Wenn der Abend kommt und die Stadt langsam zur Ruhe kommt, kehre ich erschöpft, aber lebend zurück an meinen Platz und hoffe, dass der nächste Tag ein wenig leichter wird als der heutige.
🕊️ Vielleicht beginnt Verständnis genau dort, wo wir bereit sind, wirklich hinzusehen.