05/09/2026
Bundeslagebild Waffenkriminalität 2025 - Illegale Waffengewalt eskaliert. Länderpolitik zielt weiter auf die Falschen
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat letzte Woche das Bundeslagebild Waffenkriminalität 2025 veröffentlicht. Die darin veröffentlichten Zahlen sind einerseits erschreckend, andererseits erneut so schlecht ausdifferenziert, dass selbst eine Behörde wie das BKA in Vermutungen formulieren muss.
Der springende Punkt: Die PKS unterscheidet nach wie vor nicht zwischen legalen und illegalen Waffen bzw. zwischen legalem und illegalem Waffenbesitz. Und so muss sich die direkt dem Bundesinnenministerium (BMI) untergeordnete Polizeibehörde in „hätte, könnte, dürfte“-Formulierungen ergehen, wenn es um die klare Zuordnung geht, welchen Aspekt des Waffenmissbrauchs eine seriöse Innen- und Sicherheitspolitik adressieren muss. Im Lageberiecht liest sich das dann wörtlich so: „Die PKS liefert keine Unterscheidung hinsichtlich der Art der jeweiligen Verstöße. Es dürfte sich überwiegend um Fälle des illegalen Erwerbs, des illegalen Besitzes, des illegalen Führens und der illegalen Einfuhr von Waffen handeln.“
Alle Experten, die sich seit Jahren mit dem Phänomen der Waffen- bzw. Schusswaffenkriminalität in Deutschland und Europa beschäftigen, sind sich einig, dass man das „dürfte“ aus dem Satz des BKA durch die klare Aussage ersetzen kann bzw. muss, dass es sich definitiv fast ausschließlich um illegalen Erwerb und Besitz, illegales Führen und die illegale Einfuhr von Waffen handelt.
BZL-Fazit: All diejenigen Politikerinnen und Politiker, die trotz der vorliegenden Zahlen – wenngleich diese viel zu undifferenziert sind – immer noch an der Realität vorbeiregieren und dabei dem Wahlvolk konsequent die falschen Schuldigen in Person der Legalwaffenbesitzer präsentieren, haben im wahrsten Sinn des Wortes den Schuss nicht gehört.
https://bzl.net/artikel/bundelagebild-waffenkriminalitaet-2025-illegale-waffengewalt-eskaliert-laenderpolitik-zielt-weiter-auf-die-falschen