05/05/2026
🌟 „Es ist nie zu spät, um glücklich zu sein!“
Roland und ich durften der Ordensschwester Kuniberta (101 Jahre!) den Wunsch erfüllen, ihre große Familie in Wallenhorst/Niedersachsen noch einmal zu besuchen.
Bei schönstem Wetter holten wir sie und ihre Freundinnen Angela K. und Walburga K. in Zülpich im Konvent ab. Die Begleiterinnen sind mit der Ordensfrau schon jahrzehntelang befreundet, sie waren ihre Schülerinnen in der Krankenpflegeschule. Als Sr. Kuniberta ihnen gegenüber von ihrem Herzenswunsch sprach, wurden die Damen aktiv und ermöglichten die Fahrt mit dem ASB-Wünschewagen.
Schon kurz nach 8 Uhr stand das Trio reisebereit und strahlend vor der Tür, während der Fahrt waren sie in fröhliche Gespräche vertieft und betrachteten die vorbeiziehende Landschaft.
Kurz nach Mittag erreichten wir den Zielort – beinahe. Jedoch war die Abfahrt gesperrt und ein kleiner Umweg nötig. Das gefiel unserer Fahrgästin gar nicht – und sie machte daraus auch keinen Hehl. „Hätte Schwester Kuniberta einen Gehstock dabeigehabt, hätte sie uns eins übergebraten“, die beiden Freundinnen waren etwas ratlos und erschrocken über den Stimmungswandel.
Da die Familie schon am Wegesrand Spalier stand, riefen wir ihren Neffen herbei, der seine Tante im Wünschewagen auf plattdeutsch begrüßte und in die Arme schloss. Da war der kurze Ärger sofort verflogen ❤️.
Im gemütlichen Restaurant wurde unser Gast in die Mitte der Familie genommen. Ihre jüngeren Schwestern, ihr jüngster Bruder und viele weitere Angehörige waren zu Tränen gerührt über diesen großartigen Besuch.
Der jüngste Bruder sang 60 Jahre im Kirchenchor und stimmte „Möge die Straße uns zusammenführen...“ an – alle Anwesenden sangen mit 🎶
Die Ordensschwester hatte rosige Wangen und genoss es sichtlich.
Nach dem leckeren Essen steuerten wir die zweite Station an, den Friedhof im Nachbarort, wo Schwester Kuniberta die Gräber ihrer Mutter und weiterer Angehörigen besuchte. Am Straßenrand erkannten Passanten die Ordensfrau wieder und sie entlockte ihrem Gedächtnis Namen und Erinnerungen.
Danach ging es zum eigentlichen Höhepunkt der Wunschfahrt:
Schwester Kuniberta kehrte in ihr Geburtshaus in Wallenhorst zurück.
Es handelt sich um einen gepflegten Hof mit Milchvieh und Schweinen, immer noch im Besitz der Familie.
Hier war eine lange Tafel gedeckt, immer mehr Nichten, Neffen, Großnichten- und -neffen kamen hinzu.
Es gab köstliche Kuchen und Schnittchen und unser Gast probierte gern.
Die Familie wollte alles über die Idee des ASB Wünschewagens wissen und nahm uns Wunscherfüller herzlich und dankbar auf, einige Freudentränen flossen.
Abends machten wir uns in der Dämmerung auf den Rückweg, der Wünschewagen-Sternenhimmel wachte über unseren hochbetagten Gast und ihre erschöpften Freundinnen 🌙✨
Kurz vor Mitternacht erreichten wir den Konvent in Zülpich. Es gab etliche Umarmungen in unserer kleinen Gruppe.
Und als Fazit dieses besonderen Tages blieb ein Satz, der alles sagt:
✨ „Es ist nie zu spät, um glücklich zu sein.“