Kitzrettung Erfde e.V.

Kitzrettung Erfde e.V. Unsere Gruppe hat sich zur Aufgabe gemacht, die Rehkitze und andere Jungtiere vor dem grausamen Tod durch Mähmaschinen zu retten.

Jährlich fallen bundesweit bis zu 500.000 Wildtiere landwirtschaftlichen Mähmaschinen zum Opfer - darunter etwa 100.000 getötete oder grausam verletzte Rehkitze. Von April bis Juli setzt das Muttertier die Rehkitze bevorzugt im hohen Gras ab. Gut getarnt, geruchlos und mit ausgeprägtem Drückinstinkt, sind sie dort perfekt vor ihren Fressfeinden geschützt. Den modernen Mähmaschinen sind sie jedoch schutzlos ausgeliefert.

🦌 Saisonabschluss Rehkitzrettung 2026 🦌Vom 06. Mai bis 07. Juli waren wir insgesamt an 35 Tagen unterwegs, um Wildtiere ...
04/07/2026

🦌 Saisonabschluss Rehkitzrettung 2026 🦌

Vom 06. Mai bis 07. Juli waren wir insgesamt an 35 Tagen unterwegs, um Wildtiere vor dem Mähtod zu bewahren.

Unsere Einsätze führten uns nach Erfde, Bargen, Scheppern, Tielen, Christiansholm und Friedrichsholm.

📊 Die Saison in Zahlen
• 49 Landwirte unterstützt
• 950 abgesuchte Wiesen (+28 % gegenüber 2025)
• 2.810 Hektar gesamte Fläche (+32 % gegenüber 2025)

Die deutlichen Steigerungen gegenüber 2025 zeigen, dass der Bedarf an der Rehkitzrettung kontinuierlich wächst. Gleichzeitig stoßen wir als ehrenamtliches Team zunehmend an die Grenzen des Machbaren.
Es fehlen Drohnenpiloten, Helfer sowie moderne Drohnentechnik. An Tagen, an denen viele Landwirte gleichzeitig mähen, können wir trotz größtmöglichem Einsatz leider nicht jede angemeldete Fläche absuchen.
Damit wir diese hohe Anzahl an Einsätzen überhaupt bewältigen können, investieren unsere Ehrenamtlichen jedes Jahr einen erheblichen Teil ihres Jahresurlaubs und bauen Überstunden ab, um in den frühen Morgenstunden für den Schutz unserer heimischen Wildtiere im Einsatz zu sein.
Das Wetter stellte uns in diesem Jahr vor große Herausforderungen. Regen und wechselhafte Bedingungen sorgten dafür, dass sich viele Mähtermine auf wenige Tage konzentrierten. Teilweise erreichten uns sehr kurzfristige Anfragen, und an manchen Tagen konnten wir nur während kurzer Regenpausen fliegen.

Höhepunkt der Saison war der 21./22. Mai mit 59 gesicherten Rehkitzen innerhalb von zwei Einsatztagen.

Neben zahlreichen Rehkitzen konnten wir außerdem schützen:
• 40 Junghasen
• 6 Igel
• 4 Gelege bzw. Nester der Sumpfohreule
• 1 Gelege des Großen Brachvogels
• 1 Nest mit Küken der Feldlerche
• 3 Wildentengelege
• Fasanküken

Ein besonderer Erfolg dieser Saison war der Schutz der Sumpfohreulen. Insgesamt konnten wir vier Gelege bzw. Nester aufspüren, von denen drei erfolgreich gesichert werden konnten. Dies stellt einen bedeutenden Erfolg für den Wiesenvogelschutz in unserer Region dar.
Möglich wurde dies durch die enge Zusammenarbeit mit Herrn Hertz-Kleptow sowie der KUNO. Durch die Kombination aus moderner Wärmebilddrohnentechnik, fachlicher Expertise und einer hervorragenden Abstimmung konnten die Brutplätze rechtzeitig erkannt und vor den anstehenden Mäharbeiten geschützt werden. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, welchen wichtigen Beitrag die Drohnentechnik heute nicht nur zur Rehkitzrettung, sondern auch zum Schutz seltener und besonders störungsempfindlicher Wiesenvögel leisten kann.

Darüber hinaus konnten wir während unserer Flüge Füchse, Marderhunde und Nutrias beobachten.

Ein ganz besonderer Moment ereignete sich am 20. Mai: Mit der Wärmebilddrohne konnten wir live miterleben, wie eine Ricke zwei Rehkitze zur Welt brachte.

Die ersten beiden Rehkitze konnten wir am 07. Mai sichern. Das letzte Rehkitz der Saison wurde am 02. Juli gesichert, und sogar am 30. Juni sicherten wir noch zwei erst wenige Tage alte Kitze. Diese Einsätze zeigen deutlich: Nicht nur beim ersten Schnitt, sondern auch beim zweiten und sogar dritten Schnitt muss bis Anfang Juli jederzeit mit kleinen Rehkitzen gerechnet werden.

Die Brut- und Setzzeit reicht von April bis Anfang Juli. Unsere Erfahrungen aus dieser Saison bestätigen eindrucksvoll, wie wichtig eine Wildtierrettung über den gesamten Zeitraum bleibt.

Ein entscheidender Baustein für den Erfolg unserer Rehkitzrettung ist die eingesetzte Software. Ohne die POI-Cloud und POI-Studio von thermalDRONES wäre eine Rehkitzrettung in dieser Größenordnung für unser Team kaum so organisiert und effizient möglich.
Mit POI-Studio arbeiten wir im Georeferenzierungsverfahren. Dadurch können Fundstellen exakt dokumentiert und wiedergefunden werden. Die integrierte Bildoptimierung hilft uns zudem, Rehkitze auch dann noch zu erkennen, wenn die Sonne Kahlstellen, Maulwurfshügel und andere Strukturen erwärmt und die Suche mit der Wärmebildkamera deutlich anspruchsvoller wird.
Die POI-Cloud bildet das organisatorische Herzstück unserer Einsätze. Hier verwalten wir sämtliche Flächen der Landwirte, erstellen Einsatz- und Flugpläne und koordinieren die Abläufe. Durch die Cloud-Synchronisation stehen allen Helfern die Positionen der aufgefundenen Rehkitze und weiterer Wildtiere unmittelbar auf ihren Smartphones zur Verfügung. Das spart wertvolle Zeit, vermeidet Missverständnisse und ermöglicht eine sichere und effiziente Zusammenarbeit im gesamten Team.

Zum Schluss möchten wir uns herzlich bedanken:
💚 bei allen Landwirten für die Zusammenarbeit,
💚 bei unseren Helferinnen und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz,
💚 und bei allen Unterstützern, die unsere Arbeit möglich machen.

Ein herzliches Dankeschön gilt auch dem Team von thermalDRONES. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von POI-Cloud und POI-Studio trägt maßgeblich dazu bei, dass wir unsere Einsätze jedes Jahr noch effizienter planen und durchführen können. Die Software ist für unsere tägliche Arbeit zu einem unverzichtbaren Werkzeug geworden.

Jedes gerettete Rehkitz, jeder Junghase und jedes geschützte Gelege zeigt, dass sich der Einsatz lohnt. Gemeinsam konnten wir auch in diesem Jahr einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Wildtiere leisten.

Vielen Dank für eure Unterstützung!

28/06/2026

🦌 32 Einsatztage 🦌

In den vergangenen Jahren beobachten wir eine deutliche Entwicklung: Die Rehkitzrettung beginnt immer früher und dauert mittlerweile deutlich länger als noch vor einigen Jahren.

In den letzten Wochen mussten wir aufgrund des regnerischen Wetters mehrere Einsatztage pausieren. Kaum besserte sich das Wetter, erreichten uns geballt neue Suchanfragen – sowohl Nachzüglerflächen aus dem ersten Schnitt als auch Flächen für den zweiten Schnitt.

Dabei zeigte sich erneut, wie unterschiedlich weit die Entwicklung der Wildtiere ist. Viele Rehkitze sind inzwischen schon so groß und mobil, dass sie vor uns flüchten und nicht mehr gesichert werden können. Gleichzeitig entdeckten wir aber auch noch ganz kleine Kitze, die ohne unsere Drohnen und den Einsatz der Helfer kaum eine Chance gehabt hätten.

Neben den Rehkitzen konnten wir wieder besondere Naturbeobachtungen machen. Besonders erfreulich: Das Gelege der Sumpfohreule, das wir vor einigen Wochen
sichern konnten. Bei einer Kontrolle wurden sechs gesunde Küken entdeckt – ein schöner Erfolg für den Artenschutz. 🦉

Außerdem fanden wir ein Gelege einer Stockente sowie erneut ein Nest einer Sumpfohreule mit bereits 2–3 Küken. Diese Funde zeigen, dass unsere Einsätze nicht nur Rehkitzen, sondern auch vielen bodenbrütenden Vogelarten und anderen Wildtieren zugutekommen.

Aktuell liegen uns keine weiteren Suchanfragen vor. Sollte das so bleiben, werden wir die Saison voraussichtlich in der kommenden Woche abschließen. Unser Jahresurlaub, die Überstunden und Freistellungen sind mittlerweile aufgebraucht.

Zum Saisonende werden wir noch einen ausführlichen Abschlussbericht veröffentlichen und auf die vergangenen Wochen mit ihren vielen Einsätzen, besonderen Funden und geretteten Wildtieren zurückblicken.

Bis dahin bedanken wir uns herzlich bei allen Landwirten, unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie allen Unterstützern für das Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit.
Gemeinsam konnten wir auch in diesem Jahr einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Wildtiere leisten. ❤️🦌

🦌 20 Einsatztage Rehkitzrettung – und die Saison ist noch nicht vorbei 🦌Heute haben wir unseren 20. Einsatztag abgeschlo...
31/05/2026

🦌 20 Einsatztage Rehkitzrettung – und die Saison ist noch nicht vorbei 🦌

Heute haben wir unseren 20. Einsatztag abgeschlossen.

Bis heute wurden für 37 Landwirte in den Gemeinden Erfde, Bargen, Scheppern, Tielen, Christiansholm und Friedrichsholm insgesamt 542 Flächen mit einer Gesamtgröße von 1.682 Hektar abgesucht.

Dabei konnten wir erneut zahlreiche Rehkitze und Junghasen vor dem Mähtod bewahren. Doch nicht nur Rehwild profitiert von den Einsätzen unserer Drohnenteams.

Vor wenigen Tagen entdeckten wir erneut ein Nest der Sumpfohreule mit 7 Eiern. Gemeinsam mit KUNO sowie Herrn Hertz-Kleptow konnte das Gelege gesichert werden. Das Nest wird nun überwacht, damit die seltenen Bodenbrüter möglichst ungestört ihren Nachwuchs aufziehen können.

Während der erste Grasschnitt inzwischen nahezu vollständig abgeschlossen ist und nur noch wenige Flächen auf die Mahd warten, hat der zweite Schnitt bereits begonnen.

Allein in den vergangenen zwei Tagen haben wir bereits rund 180 Hektar für den zweiten Schnitt abgesucht – Ergebnis: 20 Rehkitze konnten gesichert werden.
Besonders eindrucksvoll war der heutige Einsatz. Auf lediglich 22 Hektar Fläche wurden 11 Rehkitze entdeckt und vor der Mahd in Sicherheit gebracht. Darunter befanden sich noch sehr kleine Kitze.

Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass auch beim zweiten Schnitt weiterhin viele Kitze in den Wiesen liegen und die Rehkitzrettung keineswegs mit dem ersten Schnitt endet.

Ein herzliches Dankeschön an alle Landwirte für die gute Zusammenarbeit, an unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer für die vielen frühen Morgenstunden sowie an alle Unterstützer, die diese wichtige Arbeit möglich machen.

Jedes gerettete Tier zählt. ❤️🦌

🦌 13. Einsatztag 🦌Nach einer kurzen Regenpause ging es in den vergangenen Tagen geballt los – heute haben wir unseren 13...
24/05/2026

🦌 13. Einsatztag 🦌

Nach einer kurzen Regenpause ging es in den vergangenen Tagen geballt los – heute haben wir unseren 13. Einsatztag abgeschlossen.

Der bisherige Höhepunkt war der 21.05:
mit unseren drei Teams standen an diesem Tag insgesamt 272 Hektar zur Absuche an. Bereits bei der Planung war uns klar: Das wird eine enorme Herausforderung. Zeitweise waren wir uns nicht sicher, ob wir alle Flächen schaffen würden, bevor die Bedingungen für die Wärmebilddrohnen zu schlecht werden.
Wir überlegten sogar, einige Flächen auszulassen, auf denen in den vergangenen Jahren keine oder nur selten Rehkitze gefunden wurden.

Zum Glück haben wir uns dagegen entschieden.
Denn gerade auf vielen dieser Flächen entdeckten wir Rehkitze – darunter sogar zwei gerade erst geborene Kitze. Insgesamt konnten wir an diesem Tag 42 Rehkitze vor Tod oder schweren Verstümmelungen durch Mähwerke bewahren.

Dieser Tag hat erneut gezeigt, wie wichtig jede einzelne Fläche ist und dass sich Einsatz, Durchhaltevermögen und eine gute Zusammenarbeit auszahlen. Alle Teams haben hervorragend zusammengearbeitet und gemeinsam eine starke Leistung für unsere Wildtiere erbracht. 🙏🦌

Doch nicht nur Rehkitze begegnen uns bei unseren Einsätzen. Die Einsätze zeigen jedes Mal aufs Neue, wie vielfältig und schützenswert unsere heimische Tierwelt ist.
Neben zahlreichen Rehkitzen entdeckten wir erneut ein Gelege einer Sumpfohreule. Die Betreuung und Sicherung übernahm wieder Herr Hertz-Kleptow.

Außerdem fanden wir:
- ein winziges Nest einer Feldlerche mit Küken
- 10 kleine Fasanküken, die nun von einer Glucke großgezogen werden
- ein Nest des Großen Brachvogels – dieses wird nun durch die KUNO überwacht

Bis heute haben wir für insgesamt 27 Landwirte bereits 434 Flächen mit rund 1290 Hektar abgesucht.

Ein großer Dank geht an alle Landwirte, Helfer, Drohnenpiloten und Unterstützer, die diese wichtige Arbeit möglich machen. ❤️

🦌 Zwischenfazit: 6 Tage Dauereinsatz für den WildtierschutzHinter uns liegen die ersten 6 Einsatztage. Seit dem 6. Mai s...
12/05/2026

🦌 Zwischenfazit: 6 Tage Dauereinsatz für den Wildtierschutz

Hinter uns liegen die ersten 6 Einsatztage. Seit dem 6. Mai sind unsere Teams ununterbrochen im Einsatz. Das bedeutet für uns: Aufstehen um 03:00 Uhr, damit die Drohnen pünktlich um 03:45 Uhr in der Luft sind. Diese frühen Morgenstunden sind entscheidend, da der Temperaturunterschied zwischen dem Wildtier und dem Boden dann am größten ist und die Wärmebildkameras am präzisesten arbeiten.

📊 Zahlen & Fakten der ersten 6 Tage
- Abgesuchte Fläche: ca. 530 Hektar
- Anzahl der Flächen: 183 Wiesen
- Unterstützte Landwirte: 8 Betriebe
- Erfolge: Zahlreiche Rehkitze und Junghasen wurden entdeckt und vor dem Mähtod gerettet.

Oft waren wir bis in die Abendstunden unterwegs, bis gegen 18:00 Uhr die letzten gesicherten Kitze nach der Mahd wieder unversehrt in die Freiheit entlassen werden konnten.

🚁 Besondere Vorkommnisse & Artenschutz

Unsere Drohnen entdecken weit mehr als "nur" Kitze.

Rettung in letzter Sekunde: Vorgestern entdeckten wir einen Rehbock, der sich mit seinem Gehörn hoffnungslos in einer Weidezaunlitze verfangen hatte. Ohne Hilfe wäre er qualvoll verendet. Wir konnten ihn glücklicherweise befreien. 🦌🙏

Seltener Fund: Wir stießen auf das Gelege einer seltenen Sumpfohreule. In Zusammenarbeit mit Herrn Hertz-Kleptow vom LJV S-H haben wir das Gelege weiträumig mit einem mobilen Elektrozaun gesichert, um es vor Fressfeinden zu schützen. Leider mussten wir am nächsten Tag feststellen, dass das Gelege dennoch zerstört wurde – die Natur kann manchmal grausam sein. 🦉💔

Wie geht es weiter?
Wir nutzen die kurze Pause heute, um Kraft zu tanken. In den nächsten Tagen sind wir wieder ab den frühen Morgenstunden für unsere Wildtiere im Einsatz! 🔋✨

Ein riesiges Dankeschön an alle ehrenamtlichen Helfer und die kooperativen Landwirte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit!

07/05/2026

Adresse

Erfde
24803

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