30/04/2026
Themenwanderung "Vom Bergmann zum Wilderer"
Um 14.00 Uhr kann der Präsident 2025/26, Uwe Tobä 14 Rotarierinnen und Rotarier nebst Gästen am Fuss des Hoferkopfs in Bildstock begrüßen. Nach einem Willkommensumtrunk und ausgestattet mit Informationen über den um die Anhöhe gruppieren Ort Bildstock,macht sich die Gruppe auf den Weg un die Vergangenheit des Nachmittags des 27. Mai 1902.
Die Geschichte rund um einen spektakulären Mordfall an einem Forstbeamten beginnt an einem Aussichtspunkt hoch über dem Sulzbachtal mit einem Blick bis an die Landesgrenze. Hier lässt der Vortragende Schritt für Schritt die aktuellen Bauwerke verschwinden und öffnet den Blick in die Umgebung des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts. Selbst die erst 1907 erbaute schöne Bildstocker Kirche St. Josef muss aus dem Bild verschwinden. Es lebt eine von zahlreichen Fördertürmen und Funktionsbauten geprägte, etwas düstere Industrielandschaft auf.
Am Rande des Waldes, direkt neben den Resten des ehemaligen Bildstockschachts, taucht die Wanderung in den Wald ein und folgt dem damals schon vorhandenen Bergmannspfad zur Grube Heinitz.
Die Gruppe folgt den Spuren des späteren Opfers, Forstaufseher Theodor Roth, einem Lehrling und Forstmeister Martin, einem historischen Amtsvorgänger des Präsidenten.
Neben dem Pfad ins Tal tauchen nach und nach verschiedenste Relikte des Bergbaus auf. Auf halber Strecke ist der Punkt erreicht, an dem die Dreiergruppe erstmals einen Schuss hörte, sich teilte und das Unheil begann. Nachdem damals weitere drei Schüsse gefallen waren, folgen wir dem Weg des Forstmeisters Martin an den Tatort, in der Nähe des heute noch existierenden Gedenksteins.
Schrittweise rekonstruiert der Vortragende aus alten Akten und dem Bericht des Autors Busdorf die Tatabfolge, die Zeugenaussagen und die polizeilichen Fahndungsmassnahmen, die noch 1902 zur Überführung und Verurteilung des Täters geführt haben.
Die Gruppe konnte nunmehr sehr gut nachvollziehen, wie schwierig infolge der Lage des Tatorts, die Organisation der Hilfe für das anfangs noch lebenden und dann auf dem Transport ins Krankenhaus verstorbene Opfer war.
Im Eindruck einer bewegenden Geschichte, der letzten Worte des tödlich verletzen, die auf einer Gedenktafel neben dem Stein zu finden sind, macht sich die Gruppe auf den steilen Rückweg zum Hoferkopf.
Selbstverständlich findet der Tag in rotarisch freundschaftlicher Runde bei Essen und Trinken seinen Abschluss.