Unsichtbar e.V.

Unsichtbar e.V. "Hinsehen - Hingehen - Helfen"
www.unsichtbar-ev.de Wir helfen im HIER und im JETZT und das ohne WENN und ABER!

Heute schreibt euch Bea:Immer wieder erreichen uns ganz tolle Wollspenden – und darüber freue ich mich wirklich sehr.Die...
31/08/2026

Heute schreibt euch Bea:

Immer wieder erreichen uns ganz tolle Wollspenden – und darüber freue ich mich wirklich sehr.

Die lieben Nadelreiter verarbeiten diese Wolle mit viel Zeit, Geduld und Herz für uns weiter und lassen daraus wunderschöne Sachen entstehen.

Deshalb möchte ich heute einfach einmal Danke sagen. Danke an all die lieben Menschen, die uns immer wieder mit so toller Wolle unterstützen und damit überhaupt erst möglich machen, dass daraus etwas Neues entstehen kann. 🥰

Und natürlich auch ein riesengroßes Dankeschön an die Hagener Nadelreiter fürs Stricken, Häkeln und Werkeln. 💚

Eure Bea

📡 DAS SIND HEUTE UNSERE THEMEN IM NACHRICHTENRADAR🏠 Berlin: Fast zehnmal so viele Menschen in Obdachlosenunterkünften wi...
30/08/2026

📡 DAS SIND HEUTE UNSERE THEMEN IM NACHRICHTENRADAR

🏠 Berlin: Fast zehnmal so viele Menschen in Obdachlosenunterkünften wie noch 2012.

👴 Wohnungsnot im Alter: Immer mehr ältere Menschen verlieren ihre Wohnung oder geraten in akute Wohnungsnot.

⚠️ Gewalt gegen obdachlose Menschen: 2.563 registrierte Straftaten in nur einem Jahr – neun Menschen wurden getötet.

Das sind die Themen, über die wir heute in unserem WhatsApp-Kanal „UNSICHTBAR e.V. | Soziale Nachrichten mit Herz & Kante“ berichten.

Wir suchen jeden Tag nach Nachrichten, die im großen Nachrichtenstrom schnell untergehen: Armut, Wohnungslosigkeit, soziale Not, Einsamkeit und gesellschaftliche Entwicklungen, über die gesprochen werden sollte.

Und wir schreiben nicht nur, was passiert ist.

Wir sagen auch, was wir darüber denken.

Mit Herz & Kante.

Wenn du unseren Nachrichtenradar, WAT SCHÖNS – unsere Perle des Tages und Einblicke in unsere Arbeit nicht verpassen möchtest, dann folge unserem WhatsApp-Kanal

HINSEHEN – HINGEHEN – HELFEN

UNSICHTBAR e.V.

„HAU AB.“Freitagabend war ich mit Nicole und ihrem so süßen Labbi unterwegs.Mein Zahn und ich waren uns zu diesem Zeitpu...
30/08/2026

„HAU AB.“

Freitagabend war ich mit Nicole und ihrem so süßen Labbi unterwegs.

Mein Zahn und ich waren uns zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr ganz einig darüber, wie der Abend verlaufen sollte. Nach dem Zahnarztbesuch hatte meine Wange außerdem beschlossen, sich größenmäßig irgendwo zwischen Hamster und Basketball einzuordnen.

Kann man machen. Muss man aber nicht.

Dann kam eine Meldung.

An einem bestimmten Platz sollte sich ein Mann aufhalten. Jemand machte sich Sorgen und fragte, ob wir nach ihm schauen könnten.

Also sind wir hingefahren.

Dort angekommen, war aber niemand da.

Kann passieren.

Wir sind weitergefahren. Irgendwann gewann allerdings mein Zahn die Diskussion und ich habe die Tour abgebrochen.

Samstag sah die Welt schon wieder etwas freundlicher aus. Zumindest behauptete mein Zahn das eine Zeit lang.

Dann kam wieder eine Nachricht.

Wieder machte sich jemand Sorgen um einen Mann und fragte, ob wir nach ihm schauen könnten.

Also habe ich mich aufgerafft und bin losgefahren.

Diesmal lag tatsächlich jemand dort.

Ich ging zu ihm.

„Hallo.“

Er:

„Hau ab.“

Das Gespräch war damit zumindest schon einmal eröffnet.

„Nö, mach ich aber nich. Ich bin schließlich wegen dir hier. Es gibt Menschen, die sich Sorgen um dich machen. Außerdem habe ich einen dicken Zahn und wäre gerade auch lieber woanders. Also machen wir es uns beiden einfach.“

Er schaute mich eine Weile an.

„Hmmmm. Okay, dann bleib eben.“

„Ja nee, bleiben will ich auch nicht. Sag einfach, was du brauchst. Was ich davon dabeihabe, bekommst du. Dann brauche ich nicht so viel zu reden.“

Damit konnten wir beide offenbar leben.

Und dann erzählte er.

Warum er dort lag. Woher er kam. Ein bisschen von sich. Und irgendwann sagte er mir auch seinen Namen.

Nennen wir ihn hier Max Mustermann.

Das war übrigens – auch wenn sich jetzt viele wundern werden – tatsächlich nicht sein richtiger Name.

Was er mir sonst erzählt hat, bleibt zwischen ihm und mir. Nicht alles, was Menschen uns auf der Straße anvertrauen, gehört anschließend ins Internet.

Er sagte mir, was er brauchte.

Was ich davon dabeihatte, bekam er. Unter anderem eine Suppe.

Ich gebe zu: Nach inzwischen drei Tagen ohne vernünftiges Essen machte mich die Suppe für einen kurzen Moment schon ein bisschen neidisch.

Mit dem Rest seiner Situation hätte ich allerdings nicht tauschen wollen.

Dann trinke ich lieber weiter Wasser. Viel Wasser.

Das Gute daran: Ich musste tatsächlich nicht besonders viel reden.

Am Ende bedankte er sich dreimal.

Damit war aus einem ziemlich überzeugenden „Hau ab“ innerhalb kurzer Zeit ein dreifaches „Danke“ geworden.

Dann bin ich wieder gefahren.

Und kaum saß ich im Auto, meldete sich mein Zahn zurück. Offenbar war der der Meinung, dass er für einen Tag genug Ruhe gegeben hatte.

Selber schuld. War schließlich meine Idee, loszufahren.

Und an dieser Stelle eine kleine Bitte:

Bitte keine Gute-Besserungs-Wünsche.

Nicht, weil sie nicht nett gemeint wären, sondern weil es in diesem Text überhaupt nicht um meinen Zahn gehen soll.

Der Zahn, die dicke Wange und der abgebrochene Freitagabend sollen eigentlich nur wieder einmal etwas zeigen:

Bei UNSICHTBAR arbeiten Menschen.

Keine Maschinen. Keine Helden. Einfach Menschen.

Menschen sind müde. Menschen haben Schmerzen. Menschen haben gute Tage und beschissene Tage. Und manchmal müssen Menschen eben auch sagen: Heute geht es nicht.

Gesundheit geht vor. Ganz klar.

Wir können deshalb nicht versprechen, bei jeder Meldung loszufahren.

Aber wir haben versprochen, hinzusehen und – wenn es eben geht – hinzugehen.

Freitag ging es irgendwann nicht mehr.

Samstag ging es.

Also bin ich gefahren.

Mehr soll diese Geschichte eigentlich gar nicht erzählen.

Außer vielleicht, dass eine Begegnung mit einem ziemlich deutlichen

„Hau ab.“

begann

und mit dreimal

„Danke.“

endete.

UNSICHTBAR e.V.
HINSEHEN – HINGEHEN – HELFEN

WO BEKOMMEN ARMUTSBETROFFENE MENSCHEN IN WUPPERTAL ETWAS ZU ESSEN?Diese Frage erreicht uns immer wieder. Deshalb möchten...
29/08/2026

WO BEKOMMEN ARMUTSBETROFFENE MENSCHEN IN WUPPERTAL ETWAS ZU ESSEN?

Diese Frage erreicht uns immer wieder. Deshalb möchten wir heute auf ein Angebot aufmerksam machen, das vielleicht noch längst nicht jeder kennt.

Die Tafel Wuppertal, die wir sehr gerne zu unseren Netzwerk- und Kooperationspartnern zählen, ist mit ihrem Sozialmobil 365 Tage im Jahr in Wuppertal unterwegs.

Das Sozialmobil bringt die Hilfe direkt dorthin, wo Menschen sie brauchen. Ausgegeben werden unter anderem warme Mahlzeiten, Brot, Brötchen, belegte Brötchen, Backwaren und Tee. Je nach vorhandenen Spenden kommen weitere Lebensmittel hinzu.

WICHTIG: Für das Sozialmobil wird kein Tafelausweis benötigt.

DIE STATIONEN

📍 Wichlinghauser Markt | 42277 Wuppertal
Montag–Freitag: ca. 18:00 Uhr
Samstag, Sonntag & Feiertage: ca. 13:00 Uhr

📍 Parkplatz Rosenau | 42277 Oberbarmen
Montag–Freitag: ca. 18:40 Uhr
Samstag, Sonntag & Feiertage: ca. 13:40 Uhr

📍 Café Cosa | 42103 Elberfeld
Montag–Freitag: ca. 19:30 Uhr
Samstag, Sonntag & Feiertage: ca. 14:30 Uhr

📍 Lienhardplatz | 42329 Vohwinkel
Montag–Freitag: ca. 20:20 Uhr
Samstag, Sonntag & Feiertage: ca. 15:20 Uhr

UND GENAU DAS BEDEUTET NETZWERKEN FÜR UNS.

Ein Netzwerk besteht für uns nicht aus Namen auf einer Internetseite, Logos auf einem Flyer oder möglichst vielen Organisationen, mit denen man irgendwann einmal gesprochen hat.

Netzwerken bedeutet, voneinander zu wissen. Zu wissen, wer was anbietet. Sich auszutauschen, Angebote weiterzugeben und vor allem: Menschen nicht zwingend selbst versorgen zu müssen, wenn es bereits jemanden gibt, der genau diese Hilfe zuverlässig leistet.

Dazu gehören für uns auch ehrliche Absprachen untereinander. Denn wenn wir wissen, wer wann und wo bereits versorgt, müssen wir nicht dieselben Dinge doppelt und dreifach verteilen, nur damit jeder seine eigene Hilfe sichtbar machen kann.

Auch das ist Verantwortung.

Verantwortung gegenüber den Menschen, die Hilfe benötigen – aber genauso gegenüber den Menschen und Unternehmen, die uns ihre Spenden anvertrauen.

Was uns zur Verfügung gestellt wird, sollte dort eingesetzt werden, wo es tatsächlich gebraucht wird. Bedacht, sinnvoll und mit dem Blick darauf, dass es vielleicht morgen an anderer Stelle dringender fehlt.

Wir müssen nicht alles selbst machen.

Wir müssen wissen, wer helfen kann.

Denn am Ende sollte es nicht darum gehen, welcher Verein geholfen hat.

Sondern darum, dass ein Mensch die Hilfe bekommen hat, die er tatsächlich braucht.

Bitte teilt diese Information gerne weiter. Vielleicht erreicht sie genau jemanden, der heute nicht weiß, wo er morgen etwas Warmes zu essen bekommt.

HINSEHEN – HINGEHEN – HELFEN

UNSICHTBAR e.V.

www.tafel-wuppertal.de

Aus gesundheitlichen Gründen heute nicht!Manchmal möchte man wirklich gerne – aber manchmal funktioniert es einfach nich...
29/08/2026

Aus gesundheitlichen Gründen heute nicht!

Manchmal möchte man wirklich gerne – aber manchmal funktioniert es einfach nicht.

Deshalb muss unser heutiger Kennenlerntag leider ausfallen.

Wann der nächste Kennenlerntag stattfindet, darüber werden wir euch natürlich rechtzeitig informieren.

Danke für euer Verständnis.

Heute schreibt hier ausnahmsweise mal nicht Holger, sondern ich – Bea.Und ich möchte euch von etwas erzählen, das mir ga...
29/08/2026

Heute schreibt hier ausnahmsweise mal nicht Holger, sondern ich – Bea.

Und ich möchte euch von etwas erzählen, das mir ganz besonders am Herzen liegt.

Manchmal sind es die ganz kleinen Menschen, die plötzlich eine ziemlich große Einkaufsliste mitbringen.

Und wenn ein Baby unterwegs oder gerade erst auf der Welt ist, braucht es nicht nur ganz viel Liebe und Geborgenheit, sondern auch jede Menge Dinge, die erst einmal angeschafft werden müssen.

In der Mutter-Vater-Kind-Einrichtung der Evangelischen Jugendhilfe Iserlohn/Hagen leben zurzeit einige junge werdende Mamas und junge Mütter mit ihren Babys. Einige von ihnen haben wir bei unserer Eiswagen-Aktion kennenlernen dürfen – und irgendwie waren sie mir danach einfach im Herzen geblieben.

Deshalb haben wir überlegt, womit wir ihnen eine wirkliche Freude machen und gleichzeitig ein kleines bisschen Last von den Schultern nehmen können.

Und manchmal ist es einfach schön, ein gutes Netzwerk im Rücken zu haben. So konnten wir einige schöne und vor allem sinnvolle Dinge bekommen, die im Alltag mit einem kleinen Menschen wirklich gebraucht werden:

Schlafsäcke für den kommenden Winter, Babytragen, Spieldecken und kuschelige Babyhandtücher mit Kapuze.

Vielleicht sind es auf den ersten Blick einfach nur ein paar Dinge für den Alltag mit einem Baby.

Aber für eine junge Mama, die gerade versucht, sich auf ein völlig neues Leben einzustellen, kann jedes Teil, um das sie sich nicht mehr kümmern muss, ein kleines bisschen Entlastung bedeuten.

Und genau darum ging es uns.

Die Freude bei der Übergabe war riesengroß – und ich glaube, wir haben mindestens genauso viel Freude wieder mit nach Hause genommen.

Ich wünsche all den jungen Mamas, den werdenden Mamas und natürlich ihren kleinen Zwergen von Herzen eine wunderschöne erste gemeinsame Zeit.

Mit ganz viel Liebe, Geborgenheit und Menschen an ihrer Seite, die ihnen zeigen:

Ihr müsst nicht alles alleine schaffen.

Eure Bea

Stevie's Hundesenioren-Hospiz e.V.Ein Zuhause für alte und kranke Hunde. Für Tiere, deren Menschen verstorben sind. Für ...
28/08/2026

Stevie's Hundesenioren-Hospiz e.V.

Ein Zuhause für alte und kranke Hunde. Für Tiere, deren Menschen verstorben sind. Für Hunde, die besondere Betreuung brauchen. Und für diejenigen, bei denen das Leben irgendwann nicht mehr ganz so einfach ist.

Unsere liebe Leo schrieb mir heute:

„Hallo Holger, vllt. magst du dir diesen kleinen Verein mal angucken. Ich folge Stevie schon ein Weilchen und finde sie bemerkenswert.“

Also habe ich geguckt.

Und bin geblieben.

Denn was dort für alte und kranke Hunde geleistet wird, ist etwas, über das wir gerne erzählen möchten.

Wir erzählen hier nämlich auch über andere.

Über Menschen, Vereine und Organisationen, bei denen wir hinschauen und ganz einfach sagen können:

Was ihr da macht, ist großartig.

Vielleicht ist auch das ein kleines Stück von dem, was UNSICHTBAR e.V. ausmacht.

Wir müssen nicht immer über uns selbst sprechen. Wir müssen nicht so tun, als würde gute Arbeit nur dort stattfinden, wo unser eigener Name draufsteht. Und wir müssen ganz bestimmt nichts kleiner machen, was andere Menschen mit unglaublich viel Herz leisten, nur damit das eigene Tun größer erscheint.

Im Gegenteil.

Wenn wir etwas entdecken, das uns berührt, dann möchten wir davon erzählen.

Freundlich. Ehrlich. Respektvoll.

Ohne zu vergleichen, wer mehr macht. Ohne Wettbewerb darum, wer der bessere Verein ist. Ohne Hintergedanken und ohne irgendeinen Nutzen daraus ziehen zu müssen.

Einfach, weil gute Arbeit gesehen werden darf.

Und Stevie's Hundesenioren-Hospiz e.V. ist für uns genau so ein Beispiel.

Von uns aus gesehen ziemlich weit weg.

Vom Herzen her plötzlich überhaupt nicht mehr.

Dort finden alte Hunde einen Platz. Kranke Hunde. Hunde mit seelischen Verletzungen. Hunde, deren Menschen verstorben sind. Hunde, deren Versorgung irgendwann so aufwendig geworden ist, dass ihre bisherigen Menschen sie nicht mehr leisten können.

Hunde, bei denen das Leben eben nicht mehr ganz so einfach ist.

Und vielleicht sind es gerade diese Tiere, bei denen sich zeigt, was Fürsorge eigentlich bedeutet.

Denn einen jungen, gesunden, fröhlichen Hund lieb zu haben, ist nicht besonders schwer.

Aber was passiert, wenn die Beine nicht mehr wollen?

Wenn Medikamente dazugehören?

Wenn nachts jemand aufstehen muss?

Wenn ein Tier nicht mehr sauber ist, Ängste entwickelt, besondere Betreuung braucht oder der Tierarzt plötzlich ein ziemlich regelmäßiger Begleiter des gemeinsamen Lebens wird?

Was passiert, wenn aus dem unkomplizierten Begleiter ein Lebewesen wird, das sehr viel Zeit, Geduld, Kraft und Geld braucht?

Bei Stevie lautet die Antwort offenbar:

Dann bleibt es trotzdem jemand, der Liebe verdient.

Dort bekommen diese Hunde nicht einfach einen Platz, an dem sie ihre letzten Monate oder Jahre verbringen können.

Sie bekommen noch einmal ein Zuhause.

Nähe.

Versorgung.

Geborgenheit.

Und vor allem Menschen, die ihnen nicht vermitteln, dass sie jetzt zu alt, zu krank, zu schwierig oder zu teuer geworden sind.

Als ich dann gelesen habe, wie dieser Ort entstanden ist, wurde aus Interesse ziemlich schnell großer Respekt.

Hinter Stevie steht Stephanie Badura.

Als ihre eigene alte Hündin erkrankte, veränderte sie ihr Leben. Sie verkaufte ihr Geschäft, Autos und Motorräder und reduzierte ihre Arbeit, um für ihre Hündin da sein zu können.

Und irgendwann entstand daraus eine Frage, die eigentlich ganz einfach klingt und gleichzeitig verdammt schwer wiegt:

Was ist mit all den alten Hunden, die niemand mehr möchte, gerade weil sie alt sind und Hilfe brauchen?

Aus dieser Frage wurde irgendwann ein Ort.

Ein Zuhause für Hundesenioren.

Und vielleicht berührt mich diese Geschichte deshalb so sehr.

Denn irgendwann im Leben funktioniert man nicht mehr perfekt.

Das gilt für Menschen.

Und es gilt für Tiere.

Man wird langsamer.

Man wird vielleicht krank.

Man braucht häufiger jemanden.

Man macht Arbeit.

Man kostet Zeit.

Man kostet Geld.

Und manchmal braucht man jemanden sogar dann, wenn es keine Aussicht mehr darauf gibt, dass irgendwann wieder alles gut wird.

Vielleicht zeigt sich genau dann, was Liebe und Fürsorge wirklich bedeuten.

Nicht da zu sein, solange alles einfach ist.

Sondern zu bleiben, wenn es schwierig wird.

Einen alten Hund aufzunehmen bedeutet eben auch, eine Verbindung einzugehen, obwohl man weiß, dass die gemeinsame Zeit wahrscheinlich begrenzt sein wird.

Man weiß, dass irgendwann dieser eine beschissene Tag kommen wird.

Und man macht es trotzdem.

Weil vorher noch andere Tage kommen.

Tage mit einem vollen Napf.

Mit einer Hand auf einem alten Hundekopf.

Mit einem warmen Platz.

Vielleicht noch einmal mit Sonne im Gesicht und Gras unter den Pfoten.

Mit jemandem daneben.

Und vielleicht sind es nur Monate.

Vielleicht Jahre.

Vielleicht viel weniger.

Aber für diesen einen Hund ist es nicht „nur noch ein bisschen Zeit“.

Es ist sein Leben.

Sein ganzes Leben, das ihm noch geblieben ist.

Und dieses Leben ist es wert.

Liebe Leo, danke, dass du heute nicht einfach weitergescrollt hast.

Danke, dass du an uns gedacht hast.

Und danke, dass du uns Stevie und ihre Hundesenioren gezeigt hast.

Denn wir erzählen oft darüber, was in unserer Gesellschaft schiefläuft.

Dann sollten wir mindestens genauso selbstverständlich über Menschen erzählen, die etwas richtig machen.

Vielleicht ist genau das etwas, das wir uns auch in der Vereinswelt viel häufiger wünschen würden.

Dass man nicht ausschließlich darauf schaut, was man selbst leistet.

Dass man auch einmal nach rechts und links schaut und einem anderen Menschen einfach sagen kann:

Ich sehe, was du da tust. Und ich finde es großartig.

Ohne Neid.

Ohne Konkurrenz.

Ohne anschließend erklären zu müssen, was man selbst alles leistet.

Stevie und ihre Menschen arbeiten viele Kilometer von uns entfernt. Wir kennen uns nicht persönlich. Es gibt keine Kooperation und keine gemeinsame Aktion. Es gibt überhaupt keinen Grund, warum UNSICHTBAR e.V. über diesen Verein berichten „müsste“.

Und vielleicht ist genau das der schönste Grund, es trotzdem zu tun.

Weil Anerkennung keinen Gegenwert braucht.

Weil Respekt nicht an der eigenen Vereinsgrenze aufhören sollte.

Und weil Menschen, die ihr Leben dafür einsetzen, dass alte und kranke Tiere ihre letzte Zeit nicht abgeschoben und vergessen verbringen müssen, ruhig ein bisschen mehr gesehen werden dürfen.

Von uns jedenfalls.

Und vielleicht nach diesem Beitrag auch von ein paar Menschen mehr.

Manchmal liegen zwischen zwei Organisationen viele hundert Kilometer.

Und manchmal merkt man trotzdem ziemlich schnell, dass man dieselbe Sprache spricht.

Die Sprache von Würde.

Von Verantwortung.

Von Herz.

Und von diesem eigentlich ganz einfachen Gedanken:

Da ist jemand, der uns braucht.

Also schauen wir nicht weg.

Stevie's Hundesenioren-Hospiz e.V.

Internetseite: http://stevies-hundesenioren.de/STARTSEITE/

Facebook: https://www.facebook.com/stevie.hundesenioren.hospiz

TEAM wurde heute bei uns DAAB geschrieben. 😄Dagmar. Annette. Astrid. Bea.Vier Damen, ein ohnehin schon ziemlich kleines ...
26/08/2026

TEAM wurde heute bei uns DAAB geschrieben. 😄

Dagmar. Annette. Astrid. Bea.

Vier Damen, ein ohnehin schon ziemlich kleines Lager und offenbar der feste Wille, aus jedem verfügbaren Quadratmeter noch irgendwo einen halben herauszuquetschen.

Heute wurde bei UNSICHTBAR e.V. geräumt, sortiert, geschoben und wahrscheinlich zwischendurch auch die eine oder andere Sache gefunden, von der keiner mehr wusste, dass wir sie überhaupt besitzen.

Unser Lager ist nämlich inzwischen ungefähr so geräumig wie eine Sardinenbüchse kurz vor Weihnachten.

Deshalb suchen wir inzwischen auch in Hagen nach einem zweiten Lager. Oder – wenn es richtig fett kommt – gleich nach einem ersten richtig großen Lager.

Wir werden sehen.

Bea sagt immer so schön:

„Wenn wir nichts finden – bisher hat uns noch immer alles gefunden, was wir gesucht haben.“

Vielleicht stimmt das.

Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich bei Immobilien grundsätzlich Sonderwünsche habe, bei denen normale Menschen irgendwann anfangen, langsam rückwärts den Raum zu verlassen.

Man weiß es nicht. 😂

Die vier Damen jedenfalls waren heute richtig fleißig.

Und wäre ich noch etwas länger geblieben und nicht direkt nach dem Besuch des Schreiners nach Hause gefahren, um auf der Couch zu horchen, hätte ich sogar live mitbekommen, was für eine wunderbare Arbeit dort wieder vollbracht wurde.

So musste ich es eben hinterher bestaunen.

Dagmar, Annette, Astrid und Bea: Danke euch. 💚💙

Fürs Räumen.
Fürs Machen.
Fürs Mitdenken.

Und dafür, dass unser kleines Lager jetzt wenigstens wieder so aussieht, als hätten wir die Lage vollständig unter Kontrolle.

Das müssen ja nicht unbedingt alle besser wissen. 😇

NETZWERKEN FÜR FORTGESCHRITTENE – oder: Der Hase war nett.Ich habe heute etwas über Netzwerkarbeit gelernt.Man vereinbar...
26/08/2026

NETZWERKEN FÜR FORTGESCHRITTENE – oder: Der Hase war nett.

Ich habe heute etwas über Netzwerkarbeit gelernt.

Man vereinbart einen Termin.

Man lässt die Menschen anreisen.

Und wenn sie da sind, schaut man ein bisschen so, als hätte niemand damit rechnen können.

Faszinierendes Konzept.

Olli und ich hatten heute einen Termin bei einem anderen gemeinnützigen Verein.

Wo?

Völlig egal.

Der Name bleibt draußen.

Es geht mir nicht darum, jemanden öffentlich an den Pranger zu stellen.

Es geht um etwas, das mich heute tatsächlich ziemlich enttäuscht hat.

Und bevor jetzt jemand sagt:

„Die haben bestimmt viel zu tun.“

Natürlich.

Haben wir auch.

Deshalb gibt es Termine.

Unserer war seit letzter Woche vereinbart.

Wir sind also nicht spontan auf einen Hof marschiert und haben gerufen:

„Überraschung! Wir sind vom Verein und möchten jetzt bespaßt werden!“

Wir hatten einen Termin.

Einen richtigen.

Mit Tag.

Mit Uhrzeit.

Und allem, was zu einem Termin so dazugehört.

Bis auf offenbar die Erwartung, dass wir tatsächlich erscheinen.

Die Begrüßung war jedenfalls von beeindruckender Schlichtheit.

Keine Vorstellung.

Kein:

„Hallo, schön, dass ihr da seid.“

Kein:

„Ihr seid doch von UNSICHTBAR e.V.?“

Eher diese besondere Form menschlicher Wärme, bei der man automatisch überlegt, ob man vielleicht versehentlich auf einem Privatgrundstück steht.

Die offenbar zuständige Person hatte keine Zeit.

Die Kollegin, die sich um uns kümmern sollte, hatte noch Pause.

Wir könnten uns ja solange umsehen.

Alleine.

Na dann.

Netzwerken – jetzt auch als Selbstbedienungsmodell.

Also haben Olli und ich das gemacht.

Hundehaus gefunden.

Katzen gefunden.

Kleintiere gefunden.

Später habe ich noch einen Hasen entdeckt.

Der Hase und ich hatten sofort eine Verbindung.

Wir standen beide da und wussten nicht so genau, was das hier eigentlich werden sollte.

Danach standen Olli und ich auf dem Hof.

Mit unserem seit einer Woche vereinbarten Termin.

Bestellt.

Nur irgendwie nicht abgeholt.

Und langsam beschlich mich das Gefühl:

Wir stören.

Das muss man übrigens erst einmal schaffen.

Menschen zu einem Termin einzuladen und ihnen anschließend das Gefühl zu vermitteln, sie wären unangemeldet erschienen.

Hat fast etwas Künstlerisches.

Nun brauche ich keinen roten Teppich.

Olli übrigens auch nicht.

Wir benötigen keine Namensschilder, keinen Sektempfang und niemand muss bei unserem Erscheinen die Vereinshymne spielen.

Aber wenn ich einen Termin mit einem anderen Verein habe, mache ich vorher etwas ausgesprochen Altmodisches:

Ich schaue kurz nach, wer da kommt.

Nicht aus Ehrfurcht.

Aus Interesse.

Vielleicht hätte man dann festgestellt, dass UNSICHTBAR e.V. nicht gestern Nachmittag gegründet wurde.

Dass wir seit vielen Jahren arbeiten.

Dass hinter diesem Verein Projekte, Partner, Kontakte, Erfahrungen und ein ziemlich großes Netzwerk stehen.

Nicht, weil wir damit angeben wollen.

Sondern weil genau darin möglicherweise der Sinn dieses Termins gelegen hätte.

Denn unsere Arbeit endet nicht bei Menschen.

Tiere spielen darin durchaus eine Rolle.

Gerade bei obdachlosen und bedürftigen Menschen.

Und vielleicht – nur vielleicht – hätte daraus irgendwann etwas entstehen können.

Für Menschen.

Für Tiere.

Für beide.

Man hätte es herausfinden können.

Dazu hätte man allerdings eine geradezu revolutionäre Frage stellen müssen:

„Was macht ihr eigentlich?“

Irgendwann kam dann die Kollegin, die für uns vorgesehen war.

Wir wechselten einige Sätze.

Das Interesse an unserer Arbeit wurde dabei so konsequent verborgen, dass ich irgendwann davon ausgehen musste:

Es existiert tatsächlich keines.

Auch eine Erkenntnis.

Kein:

„Setzt euch doch kurz.“

Kein:

„Erzählt mal.“

Kein:

„Warum wolltet ihr uns kennenlernen?“

Kein:

„Was können wir vielleicht gemeinsam machen?“

Und nein.

Es geht nicht um Kaffee.

Nicht um Tee.

Nicht um Wasser.

Wir hätten uns von mir aus auf Futtersäcke setzen können.

Gastfreundschaft braucht keine Kaffeemaschine.

Sie braucht Interesse.

Und irgendwann hatte ich ehrlich gesagt auch keine Lust mehr, von unserer Arbeit zu erzählen.

Ich möchte niemanden davon überzeugen müssen, sich für einen Termin zu interessieren, den er selbst mit uns vereinbart hat.

Also haben wir uns verabschiedet.

Und dann kam der Moment, der dem Ganzen noch eine kleine, fast perfekte Pointe gegeben hat.

Ich sagte sinngemäß:

„Wenn ihr irgendwann einmal etwas braucht, meldet euch gerne.“

Und plötzlich:

Aufmerksamkeit.

Interesse.

Ob wir einen Flyer hätten?

Ach guck.

Da war es ja.

Das Netzwerk.

Wir hatten es nur an der falschen Stelle gesucht.

Wir hatten es bei Interesse vermutet.

Bei Austausch.

Bei Neugier.

Bei gegenseitigem Kennenlernen.

Anfängerfehler.

Offenbar lag es irgendwo zwischen:

„Falls ihr etwas braucht …“

und

„Habt ihr einen Flyer?“

Da musste ich tatsächlich kurz schlucken.

Nicht weil UNSICHTBAR e.V. für besonders wichtig gehalten werden muss.

Nicht weil irgendjemand wissen muss, wer ich bin.

Und schon gar nicht, weil ich Dankbarkeit dafür erwarte, dass wir überhaupt irgendwo erscheinen.

Sondern weil ich plötzlich dachte:

Wie schade.

Einfach nur:

Wie verdammt schade.

Denn möglicherweise saßen heute zwei Vereine nur wenige Meter voneinander entfernt, die irgendwann gemeinsam etwas richtig Gutes hätten machen können.

Vielleicht für einen obdachlosen Menschen, der seinen Hund über alles liebt.

Vielleicht für ein Tier, dessen Halter plötzlich nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll.

Vielleicht für irgendeine Situation, die heute noch keiner von uns kennt.

Genau dafür baut man Netzwerke auf.

Nicht erst dann, wenn es brennt.

Sondern vorher.

Und dafür muss niemand reich sein.

Niemand groß.

Niemand wichtig.

Niemand berühmt.

Man muss sich nur gegenseitig ernst nehmen.

Vielleicht enttäuscht mich der heutige Termin deshalb mehr, als er mich eigentlich ärgert.

Weil eine Chance im Raum stand.

Keine riesige.

Keine weltbewegende.

Einfach die Chance, sich kennenzulernen.

Und sie wurde nicht einmal angeschaut.

Das ist schade.

Aber vielleicht ist genau das auch die Erkenntnis, die ich aus diesem merkwürdigen Vormittag mitnehme:

Wir machen weiter.

Wir werden weiter an Türen klopfen.

Weiter Menschen kennenlernen wollen.

Weiter Vereine, Organisationen und Unternehmen fragen:

„Was macht ihr eigentlich?“

Wir werden weiter unser Lager zeigen.

Wir werden weiter zuhören.

Wir werden weiter erzählen.

Und wir werden weiterhin versuchen, Menschen miteinander zu verbinden, von denen vorher vielleicht niemand gedacht hätte, dass sie zusammengehören.

Manchmal wird daraus nichts.

Manchmal steht man eben auf einem Hof herum.

Und manchmal findet man Menschen, die sagen:

„Kommt rein. Erzählt mal.“

Genau diese Menschen suchen wir.

Denn vielleicht beginnt ein gutes Netzwerk gar nicht mit einem Kooperationsvertrag, einer Spende oder einem großen Projekt.

Vielleicht beginnt es tatsächlich mit etwas viel Kleinerem:

Echtem Interesse am anderen.

Und solange es das noch gibt, lohnt es sich auch, weiter an Türen zu klopfen.

Auch wenn hinter manchen Türen heute leider niemand wirklich aufmacht.

Und der Hase?

Der war trotzdem nett.

Freitagnacht ging es für Holger und mich (Nicole) wieder auf die Straße. Das übliche Prozedere: den Wagen packen und kur...
24/08/2026

Freitagnacht ging es für Holger und mich (Nicole) wieder auf die Straße. Das übliche Prozedere: den Wagen packen und kurz abstimmen, wohin es gehen soll. Am Freitag haben wir uns für Hagen entschieden. Es hatte immer mal wieder stark geregnet, wir waren beide müde von der Woche und das Sofa wäre natürlich auch schön gewesen.

Aber Erfolg hat drei Buchstaben: TUN. Also ging es los. An diesem Abend hatten wir noch eine vierpfotige Unterstützung dabei: Numa, ein schwarzer Labrador und eine Seele von Hund. Er nahm artig im Fußraum Platz und genoss die Streicheleinheiten.

Es ging in die Innenstadt, und dort trafen wir auf zwei altbekannte Genossen. Wegen des Regens hatten sie sich bereits unter das Vordach eines Schuhgeschäfts zurückgezogen und waren erstaunlich ansprechbar. Trotz 15 Grad ist ein feuchtes Quartier auf dem Pflaster alles andere als wärmend. Die Schlafsäcke waren nass. Einer der beiden ist Rollstuhlfahrer, und auch er hatte sich auf dem nackten Boden eingerichtet.

Wir reichten ihnen eine Terrine und Kaffee, um etwas innere Wärme wiederherzustellen. Bei genauerem Hinsehen fiel auf, dass beide eine Fußverletzung hatten und bei einem von ihnen das Auge immer noch stark entzündet war. Der freundliche Hinweis, einen Arzt aufzusuchen, wurde zur Kenntnis genommen. Aber es gibt für alles eine Ausrede und dann muss man als Helfer eben auch respektieren, dass es sich um erwachsene Menschen mit einem eigenen Willen handelt.

Dennoch bleiben solche Erlebnisse im Hinterkopf, denn es gibt immer zwei Szenarien, die sich im Kopf abspielen. Das eine: Wir sehen die Menschen nicht mehr, weil sie sich helfen konnten. Und das zweite: Sie konnten sich nicht mehr helfen.

Nicht zu vergessen: Es handelt sich um Menschen, die trotz ihrer Situation ihren Charme, ihren Humor und Eigenschaften haben, die durchaus liebenswert sind. Und als Helfer gewöhnt man sich auf eine Art und Weise an diese Menschen und baut eine Beziehung zu ihnen auf. Das Herz ist eben auch immer dabei.

Unsere Weiterfahrt brachte uns an den Brennpunkt. Holger hatte vorher schon Anrufe erhalten, ob wir kommen würden.

Es war mittlerweile eine späte Stunde und der Alkoholpegel ist dann häufig besonders hoch. Natürlich nicht nur Alkohol … Wir versorgten die Menschen, führten Gespräche, und Numa sorgte allein durch seine Anwesenheit für das eine oder andere Lächeln.

Besonders berührend war auch ein längeres Gespräch. Zuhören ist manchmal viel mehr Hilfe als eine Terrine, und es sind bewegende Gespräche, die man auch oft mit nach Hause nimmt.

Fazit:

Es war eine ruhige Nacht, und im Nachgang waren wir froh, dem Sofa widerstanden zu haben. Unsere Austausche im Auto auf der Heimfahrt sind ebenfalls immer wichtig: um Situationen zu diskutieren, unser Handeln zu hinterfragen und vor allem, um mit dem Erlebten nicht alleine nach Hause zu fahren.

Und immer wieder bleibt die Dankbarkeit für die eigene Situation.

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