13/07/2022
„Oh, das ist schon ein paar Tage her …“
Das werden sich einige der Reservisten des PzGrenLehrBtl 92 wohl gedacht haben, als sie die Panzerfaust 3 in die Hand nahmen. Doch ihrer Motivation tat das keinen Abbruch, wie sich bei der Reservistenzusammenziehung des Bataillons in der vergangenen Woche zeigte.
Ob Panzerfaust 3, Maschinengewehr MG 5 oder das Nahbereichschießen mit dem G 36 – mit viel Engagement und dem nötigen Biss nutzten die Kameraden die Chance, ihren Ausbildungsstand zu erhöhen. Gleichzeitig konnten sie so auch die Voraussetzungen schaffen, den Höhepunkt der Woche zu bestreiten: Das Gefechtsschießen der „Gruppe in der Verteidigung“ im Rahmen der 36-Std-Übung.
Waren die ersten Anläufe in Teilen doch noch etwas holprig, so zeigte sich bereits am frühen Mittwochnachmittag, dass der Wille zum Kampf und der Spaß an der Ausbildung eine ausgezeichnete Fusion eingingen. Lag es an den eindringlichen Worten des zur Dienstaufsicht erschienenen stellvertretenden Brigadekommandeurs, Herrn Oberst Gnerlich, oder daran, dass „altes Wissen“ reaktiviert wurde? In jedem Fall bewiesen die Reservisten, unterstützt durch ihre aktiven Kameraden aus der Verpflegungsgruppe, dass sie sich in keiner Weise vor ihren aktiven Kameraden verstecken müssen. Dass auch hier die Kohäsion zwischen Aktiven und Reserve zu einer tragfähigen Fusion führte, zeigte sich bei der gemeinsamen Zubereitung des Abendessens: Es gab ein „Hammer-Gulasch“, das die Reservisten unter Anleitung der Verpflegungsgruppe zubereiteten.
Auch wenn die Nacht kurz und die vorangegangenen Tage ungewohnt fordernd für manch einen der Reservisten waren, so ließen es sich die Kameraden auch am Donnerstagvormittag noch nicht anmerken, als der Kommandeur des PzGrenLehrBtl 92, Oberstleutnant Woyth Sanchez, sich ein Bild von der Truppe verschaffte. Ihre Schießleistungen zeugten noch immer von hoher Konzentration und belegten, dass man Schießen nur durch Schießen lernt.
Text/Bilder: Bundeswehr/Dressler