07/02/2022
Als Interessensvertretung der Studierendenschaft an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) steht der AStA zu guter wissenschaftlicher Praxis, solidarischem und einer demokratischen Gesellschaft.
In erleben wir, die gewählten AStA-Mitglieder, aktuell eine sich zuspitzende Stimmung bezüglich der Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Mit Sorge beobachten wir, wie gegen diese Maßnahmen von undemokratischen Parteien und bekannten rechtsextremen Personen als Bühne genutzt werden. Deswegen sehen wir die Notwendigkeit uns klar für Solidarität, Demokratie und Wissenschaft, auch und vor allem in Pandemiezeiten, zu positionieren.
Der Kenntnisstand zur Corona-Pandemie, den Virusvarianten, den Verbreitungsformen sowie Wirksamkeit und Folgen von Schutzmaßnahmen wird durch die Natur- und Gesellschaftswissenschaften stetig erweitert. Als Teil einer wissenschaftlichen Institution setzen wir bei der Einschätzung der Lage auf durch Peer-Review-Verfahren geprüfte Informationen und vertrauenswürdige mediale Quellen. Aktuelle Studien belegen die hohe Wirksamkeit von Abstandhalten, Kontaktreduktion und dem Tragen von FFP2-Masken beim Schutz vor einer Ansteckung mit COVID-19.
Die Auswirkungen der Pandemie treffen jeden und jede – aber nicht alle gleich. Nach wie vor gilt es, alle Menschen – v.a. die Risikogruppen – jeden Alters vor einer schwer verlaufenden Erkrankung, Langzeitfolgen oder gar dem Tod zu schützen. Dafür müssen zur Eindämmung der Virusverbreitung die Abstands-, Kontaktreduktions- und Maskenpflichten solidarisch eingehalten werden. Die Impfungen vermindern zusätzlich die Wahrscheinlichkeit von Ansteckungen und reduzieren das Risiko einer Überlastung von Krankenhäusern und Intensivstationen. Nur durch Reduktion der Infektionsrate und der Anzahl von schweren Krankheitsverläufen werden wir es gemeinsam schaffen, dass unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Jede Leugnung der Existenz sowie die Verharmlosung von COVID-19 sehen wir als Herabwürdigung des Einsatzes von Pflegepersonen sowie Ärzten und Ärztinnen im Zuge der .
In einer funktionierenden Demokratie ist das Grundrecht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit unabdingbar. Auch die Mitglieder des AStA der HNEE haben unterschiedliche Meinungen zu den aktuellen Pandemieregelungen. Allerdings stehen wir als demokratisches Gremium einer wissenschaftlichen Hochschule klar für ein weltoffenes, diskriminierungsfreies, antirassistisches Werteverständnis. Daher lehnen wir jede Veranstaltung und Versammlung ab, die valide wissenschaftliche Erkenntnisse leugnet oder rechtsextremen Akteur:innen eine Bühne bietet.
Abschließend appellieren wir an alle, sich auf einen echten Dialog hin zu einem solidarischen Miteinander einzulassen. Demokratische Grundrechte sollen und müssen weiterhin gewahrt bleiben, ohne dass dadurch wissenschaftsfeindliche und rechtsextreme Positionen sowie Organisationen gestärkt werden.
Es geht nur solidarisch aus der Krise!
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