28/05/2026
Einsatz-Nr: 26/2026
🗓️ 28.05.2026
⌚ 02:00 Uhr
🏁 Bundesautobahn A2, Fahrtrichtung Hannover, zwischen dem Autobahnkreuz Magdeburg und AS Irxleben, Km 94,0 - 96,5
📟 Brand allgemein, Brand 3 LKW
🚒🚑🚓
Zu diesem Einsatz wurden wir gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren aus Barleben, Wolmirstedt, Niederndodeleben, Irxleben, Hohenwarsleben, Magdeburg-Olvenstedt und Groß Ammensleben sowie der Berufsfeuerwehr Magdeburg alarmiert. Insgesamt waren 70 Feuerwehrkräfte involviert. Desweiteren waren die Polizei, drei RTW, das Umweltamt, das Veterinäramt sowie die Autobahnmeisterei im Einsatz.
Nach ersten Meldungen hatte sich auf Höhe des Autobahnkilometers 95,5 ein Auffahrunfall mit drei beteiligten Lastkraftwagen (Lkw) ereignet, der in der Folge zu einem ausgedehnten Fahrzeugbrand führte. Wir erreichten die Einsatzstelle als Erste und verschafften uns einen Überblick.
Zwei Lkw standen auf dem Seitenstreifen bereits in Vollbrand. Ein dritter beteiligter Lkw mit Anhänger hatte die rechte Schutzplanke durchbrochen und kam schwer beschädigt in der angrenzenden Böschung zum Stillstand. Auf Grund der enormen Ausdehnung der Einsatzstelle war schnelles und koordiniertes Handeln gefragt. Umgehend wurde eine strukturierte Einsatzleitung aufgebaut und mit der Brandbekämpfung begonnen. Parallel dazu wurde eine umfassende Lageerkundung durchgeführt. Alle drei Lkw-Fahrer konnten sich vor dem Eintreffen der Rettungskräfte eigenständig und glücklicherweise unverletzt aus ihren Fahrzeugen befreien.
Aufgrund der Ladung der verunfallten Fahrzeuge ergab sich eine extrem hohe Brandlast. Einer der brennenden Lkw hatte Papier geladen. Bei dem zweiten in Vollbrand stehenden Fahrzeug handelte es sich um einen Tiertransporter, der mit ca. 4.500 Hühner und Puten beladen war. Durch die Deformierung des Aufliegers konnte eine unbestimmte Anzahl an Tieren auf die Fahrbahn entweichen. Ein Großteil der Tiere verendete jedoch unmittelbar im Fahrzeug. Die strategischen Schwerpunkte des Einsatzes lagen auf der massiven Brandbekämpfung sowie der Tierrettung und -sicherung. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Sicherstellung einer stabilen Löschwasserversorgung. Aufgrund der massiven Rauchentwicklung und zur Gefahrenabwehr für den fließenden Verkehr wurde die BAB 2 im betroffenen Bereich für mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Zur Strukturierung des Realeinsatzes bildete die Einsatzleitung insgesamt drei Einsatzabschnitte, wobei alle eingesetzten Feuerwehrkräfte super Hand in Hand arbeiteten. Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz setzten Schaumrohre ein, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern und die Brandlast gezielt niederzuschlagen. Parallel dazu wurden die freilaufenden Tiere auf der Fahrbahn eingefangen, gesichert und den Mitarbeitern des Veterinäramtes übergeben. Gegen 05:30 Uhr konnten erste Kräfte von uns aus dem Einsatz entlassen werden. Für unsere restlichen Kameraden endete der Einsatz gegen 10:00 Uhr.
Die aufwendigen Bergungsmaßnahmen dauern noch an. Die Fahrbahn wurde teilweise freigegeben.