Narrenzunft Durchhausen e.V.

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Narrenzunft Durchhausen e.V. Narrenzunft, Pflege des närrischen Brauchtums Die Vereinsgeschichte der NZ Durchhausen e.V. Es gibt die Figur des Lupfenhansele seit 1976.

Der Verein wurde 1976 von fünf Personen ins Leben gerufen und
besteht heute aus circa 100 aktiven und passiven Mitgliedern. Die zwei Einzelfiguren,
der Graf von Nellenburg und der Freiherr vom Lupfen kamen 1999 noch
dazu. Im Jahr 2014 wurden die zwei neuen Häsfiguren, der Burgwächter
und die D´Schuh Marei entworfen, und die ersten laufen ab der Saison
2015 mit. Die Geschichte des Lupfenhanseles, des Grafen von Nellenburg und des Freiherrn vom Lupfen:

Der Lupfen war Stammsitz der Freiherren vom Lupfen die von der
Stühlinger Linie Abstammen, eines dem Schwäbischem Uradel
zugehörigen mächtigen Adelsgeschlecht. Sie ließen auf dem Lupfen die 1065 ersterwähnte und 1416 zerstörte Burg hohen Lupfen errichten.Das Stammhaus auf dem hohen Lupfen war eine der größten Burgen in Württemberg und nahm fast den ganzen Rücken des Berges ein. Der Lupfen ist mit 976,6 Metern über dem Meeresspiegel der höchste
Berg der Baaralb, und wird daher als König der Baar bezeichnet. Das Dorf Durchhausen gehörte im 13.Jahrhundert dem Grafen von
Nellenburg, wurde aber 1399 weiterverkauft. Der Graf trug das
Durchhausemer Wappen auf seiner Kleidung .Die Herren vom Lupfen
waren harte und unerbittliche Leute und verlangten von ihren Untertanen
immer ein Zehntel von allem was sie ernteten oder als Vieh besaßen. Die Bauern hatten nur noch das was sie auf dem Leib trugen und mussten
in ihren Weidenkörben alle Abgaben auf den Lupfen tragen. Aus diesen
alten Lumpen wurden dann die Fleckle für das heutige Lupfenhansele. Wie die Gans ins Wappen von Durchhausen kam oder warum es heute Lupfenhansele heißt:

Es war zur Zeit des Königs Albrecht des ersten. Der Winter war hart und kalt. Es fehlte an allem und die Menschen mussten sehr hart arbeiten, außer dem Hans, welcher als einziger im Dorf lesen und schreiben konnte. An so einem kalten Winterabend bekam er Besuch von seinen Vettern aus dem Nachbarort Gunningen, welche einen Rat von ihm wollten. Der Freiherr vom Lupfen forderte alles von seinen Untertanen, sogar die doppelte Anzahl Fasnetshühner. Der Hans empfand Mitleid und versprach ihnen dem Freiherrn einen Denkzettel zu verpassen. Mit Hilfe des Gansehirten und List tauschte er die Hühnereier gegen Ganseeier aus. Der Dorfvogt kam zur Begutachtung und feierte mit Hans die seltenen Hühnereier. Als der Vogt betrunken eingeschlafen war, schlüpfte der Hans in seine Kleider und begab sich zum Freiherrn vom Lupfen. Diesem erzahlte er von den großen Hühnereiern und das sich in deren Innern goldene Fasnachtsküken befinden, welche dem gehören, der die Eier ausbrütete. Der Freiherr lauschte mit Begeisterung den Worten und schloss mit Hans einen schriftlichen Kaufvertrag ab. Danach durfte der Hans mit einer Wegzehrung die Burg verlassen.Seit dieser Zeit war der Freiherr vom Lupfen auch mit einem halben Fasnetshuhn zufrieden, und darum ziert auch kein Schwan sondern eine Gans das Wappen derer vom Lupfen. Das Lupfenhansele von Durchhausen, wie man den Hans seit diesem Vorfall nannte, machte sich fortan über den Dorfvogten lustig. Denn dieser hatte nicht nur die Fasnet verschlafen, sondern auch noch eine Strafe erhalten. Häsbeschreibung des Lupfenhansele:

Das Kleidle besteht aus lauter bunten, dreieckigen Fleckle.Die Maske
hat einen freundlichen aber von den Mühen des Alltages gezeichneten
Gesichtsausdruck. Die Maske ist von roten Fleckle umrahmt und auf der
rechten Seite ist ein Fuchsschwanz angebracht. Die Ärmelenden,
Beinenden und der Jackensaum bestehen ebenfalls aus roten Fleckle. Zum Hansele gehören dann noch ein Weidenkorb und ein Federwisch. Der Burgwächter und seine Geschichte:

Aufgrund ständiger Streitereien mit den benachbarten Fürstenbergern traten die Grafen von Lupfen im Städte Krieg auf die Seite der Württemberger (Tuttlingen), die wiederum mit der Reichsstadt Rottweil Streit hatten. Im Jahre 1377 stürmten daraufhin die Rottweiler Truppen die Württembergische Stadt Tuttlingen, und nahmen dort den Graf von Lupfen gefangen der sich gerade zu dieser Zeit in Tuttlingen aufhielt. Auf dem Rückweg von Tuttlingen zerstörten die Rottweiler Truppen auch den hohen Lupfen diese dem Grafen von Lupfen gehörte ,trotz des mächtigen Widerstandes der Burgwächter die dem Graf von Lupfen dienten und die Burg ehrenvoll verteidigten wurde die Burg zerstört. Später standen Die Grafen vom Lupfen erneut auf falscher Seite und hielten zu den Österreichischen Herzögen. Im Jahre 1416 wurde die erst erneut errichtete Burg hohen Lupfen erneut durch Rottweiler Truppen im Auftrag des Kaisers Sigismund zerstört. Auch in diesem Kampf um Die Burg hohen Lupfen ließen wieder zahllose Burgwächter ihr Leben, sie verteidigten ihren Grafen und ihre Burg hohen Lupfen bis zum bitteren Ende, da sie den Grafen von Lupfen ewige treue schworen bis in den Tod. Die Burg hohen Lupfen wurde nach dieser furchtbaren Zerstörung nie wieder aufgebaut. Und zum Gedenken an die tapferen Burgwächter die zum großen Teil aus Husen (Durchhausen) kamen, diese Burgwächter haben die Burg hohen Lupfen ehrenvoll verteidigt und dem Grafen von Lupfen mit Leib und Seele gedient, darüber handelt unsere Traditionsfigur. Häsbeschreibung des Burgwächters:

Das Häs des Burgwächters besteht aus einer braunen oder schwarzen Lederhose, welche an der Beinseite gebunden wird. Als Oberteil wird ein Hemd aus einfachem Leinenstoff getragen, darüber kommt der Umhang mit dem Wappen des Freiherren vom Lupfen, welcher höchstens bis zu 20 cm über das Knie hinab, lang sein darf. Die Hose wird mit einem Ledergürtel befestigt. Über die Hemdärmel werden Ledermanschetten getragen. Die Maske des Burgwächters besteht aus Holz und hat ein grimmiger, ernster Gesichtsausdruck und das Rosshaar ist an der Haube und der Maske befestigt. Zum Häs des Burgwächters gehören schwarze Lederschuhe, schwarze oder braune Handschuhe. Es können noch Ketten getragen werden, und die Bewaffnung ist individuell wählbar. Man kann einen Speer, eine Hellebarde, ein Schwert, eine Streitaxt oder ein Morgenstern getragen werden. Und nun ein großer Zeit Sprung in die Zeit von 1891 bis nach dem zweiten Weltkrieg

Die Geschichte des Arbeiterweible der „D`Schua Marei“ aus Durchhausen

Wie in jedem Ort oder Städtchen, so gab es auch in Durchhausen echte menschliche Unikate. Einem solchen haben wir die Häsfigur des Arbeiterweible, der D´Schua Marei, gewidmet. Es handelt sich dabei um die ledige Marie Ganter, welche im Jahre 1891 in Durchhausen geboren wurde, und bis zu ihrem Tode im Jahre 1975 für einige Anekdoten im Ort gesorgt hat. Ganter war ein sehr häufiger Familienname, und die Familie wohnte in einem Bauernhaus neben dem Gasthaus Stehle-Stüble, welches im Jahre 2006 abgebrochen wurde. Ihren Übernamen „D´Schua-Marei“ verdankte sie ihrem Vater, dem „Schua-Hannes“. „Marei“ hatte wie fast alle Frauen der damaligen Zeit, keinen Beruf erlernt, und verheiratet war sie auch nie. Sie verdingte sich im ganzen Dorf als Magd, und besonders im zweiten Weltkrieg war ihre Arbeitskraft sehr gefragt, da die Männer an der Front waren. Wegen ihrer Hilfsbereitschaft war sie bei vielen Familien gern gesehen, und wurde von denen mit einer Mahlzeit versorgt. In der Schule war sie zum Beispiel für die Heizung zuständig, und dabei musste sie so manchen Schabernack ertragen, über den sie dann zur großen Freude der Schüler herrlich, im Durchhausener Dialekt, kräftig zu schimpfen begann. Eine schwäche hatte „Marei“ für Stumpen, die rauchte sie leidenschaftlich gern. Da dies in der damaligen Zeit nicht gerne bei Frauen gesehen wurde, machte sie es heimlich, dass es keiner merken sollte. So konnte es schon mal passieren, dass es aus ihrer Kittelschürzentasche heraus qualmte, wo sie den Stumpen schnell versteckt hatte, wenn jemand kam oder sie angesprochen hatte. Die „D`Schua Marei“ war ein Typ Mensch, der wohl bei uns in der heutigen Zeit nicht mehr so oft vorkommt. Sie war selbstständig, unangepasst, im dorfgeschehen integriert und bestens über alles informiert, dabei konnte sie aber schweigen wenn es sein musste. Sie war hilfsbereit, ging gern unter die Leute, wurde dabei aber nie lästig oder störend. Sie hatte nie Stress oder einen vollen Terminkalender, kein Geld, Liebschaften bis ins hohe Alter, lebte im Untergeschoß des Armenhauses und war einfach zufrieden mit dem was sie hatte. Wer kann das heute noch von sich behaupten? Häsbeschreibung der D´Schuh Marei:

Das Häs besteht aus Jacke aus Wollmischgewebe mit großem Kragen, einer Kittelschürze in den üblichen Durchhausener Farben Rot und Silber, darunter trägt man einen Rock und eine weiße lange Unterhose (Brunshose), aus Baumwolle. Dazu werden zwei verschiedenfarbige Socken (rot und Schwarz) getragen, und die geschnürten Stiefeletten. Die Maske ist aus Holz und hat ein verschmitztes Lächeln als Gesichtsausdruck, dazu noch das Markenzeichen der alten Arbeiterfrau, einen kurzen Zigarrenstummel im Mundwinkel. Die Maske wird von einem geflochtenen grauen Haarzopf umfasst, welcher aus Rosshaar ist, und den gesamten Hinterkopf bedeckt. Zum Häs der D´Schua Marei gehören graue Wollhandschuhe, schwarze geschnürte Stiefel und ein Umhängebeutel aus Leinenstoff, wo man das Wurfmaterial unterbringt. Das Arbeitsgerät kann frei gewählt werden. Es können Strohbesen (Kehrbesen, keine Hexenbesen), Holzrechen, Heugabel, Mistgabeln oder Sensen verwendet werden, alle Utensilien die eine einfache Arbeitsmagd auf dem Land eben benutzt hat. Christine Trepesch Schriftführerin Geschrieben anno 2014


Allgemeine Informationen

Die Narrenrufe der NZ Durchhausen sind:

Das Lupfenhansele ruft: 3x Lupfen-Hansele
Der Burgwächter ruft: 3x Burg-Wächter
Die D´Schua Marei ruft: 3x D´Schua-Marei

Der Verein hat seinen Sitz in der Ortschaft Durchhausen, welche zum Verwaltungsbereich der Stadt Trossingen gehört, und als die „Perle im Schönbachtal“ bezeichnet wird.

03/05/2025

Liebe Freunde, Einwohner und Gönner der Narrenzunft Durchhausen.

Wir bedanken uns recht herzlich für Euren Besuch an unserem diesjährigen Weiherfest. Der Wettergott hat es gut mit uns gemeint und ein super Wetter für uns bereitgehalten.
Wir hoffen, es hat Euch bei uns gefallen und freuen uns auf ein Wiedersehen beim nächsten Weiherfest.

Eure Narrenzunft Durchhausen.

Die Narrenzunft Durchhausen veranstaltet auch dieses Jahr am 1. Mai 25 wieder das Weiherfest am Riedwiesensee. Für das l...
22/04/2025

Die Narrenzunft Durchhausen veranstaltet auch dieses Jahr am 1. Mai 25 wieder das Weiherfest am Riedwiesensee.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Wir freuen uns sehr Euch bei uns begrüßen zu dürfen.

Die Narrenzunft Durchhausen wünscht Euch allen schöne Ostern und frohe Festtage.
18/04/2025

Die Narrenzunft Durchhausen wünscht Euch allen schöne Ostern und frohe Festtage.

Good Bye und auf Wiedersehen Hallo liebe Narrenfreunde, Musiker und alle die unsere Fasnet und unser Brauchtum lieben un...
13/04/2025

Good Bye und auf Wiedersehen

Hallo liebe Narrenfreunde, Musiker und alle die unsere Fasnet und unser Brauchtum lieben und am Leben erhalten. Hiermit möchte ich mich für die sehr gute Zusammenarbeit und eure Treue zu unserer Zunft und unseren Veranstaltungen in den letzten 20 Jahren bedanken. Ich habe mein Amt als Schriftführerin der NZ Durchhausen nun niedergelegt und begebe mich in die wohlverdiente Narrenrente. Es hat mir immer Spaß gemacht und ich hoffe dass es auch zu eurer Zufriedenheit gelaufen ist.
Nun möchte ich euch bitten auch mit meiner Nachfolgerin Jasmin Dinse die Zusammenarbeit aufrecht zu erhalten und wünsche euch allen viel Spaß und Erfolg bei der Arbeit für unsere Zunft, eure eigenen Vereine und Zünfte, und freue mich schon sehr darauf euch alle wiederzusehen an der nächsten Fasnet 2026, welches auch unser 50. zigstes Jubiläumsjahr ist. Bleibt alle gesund und munter.

Mit närrischen Grüßen, Tschüssle Eure

Chris

Mit Bedauern haben wir heute erfahren dass unser Gründungsmitglied Lydia Trepesch leider letzte Nacht im Alter von 89 Ja...
11/03/2025

Mit Bedauern haben wir heute erfahren dass unser Gründungsmitglied Lydia Trepesch leider letzte Nacht im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Lydia war zusammen mit ihrem bereits verstorbenen Mann Rudolf, ihrer Tochter Edeltraud, welche leider auch schon vor Jahren verstorben ist, und dem Ehepaar Mink die Personen die unsere Zunft 1976 zusammen gegründet haben. Lydia war immer sehr engagiert und hat sehr viel Arbeit für die Zunft geleistet. Auch jahrelang als aktiver Elferrat. Später hat sie sich mit viel Liebe um den Narrensamen gekümmert und diesen auch immer mit Spaß in das Brauchtum des Vereines und der Fasnet eingeführt. Wir werden sie nicht vergessen und möchten der Familie, ihren Freunden und Bekannten recht herzlich unser Beileid aussprechen und unsere Anteilnahme mit diesem kleinen Post zum Ausdruck bringen. Danke Lydia 💗

10/03/2025

Weil am Rhein 2025

Zum Abschluss der Saison 2025 waren wir zu Gast in Weil am Rhein zum Umzug. Es war ein super toller Tag mit einem tollen...
10/03/2025

Zum Abschluss der Saison 2025 waren wir zu Gast in Weil am Rhein zum Umzug. Es war ein super toller Tag mit einem tollen Umzug bei Kaiserwetter. Danke schön für die Einladung und Tschüss bis zur nächsten Saison. Bleibt alle gesund und munter 😉

05/03/2025

Adresse

Dorfstrasse
Durchhausen
78591

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