24/04/2026
Eröffnung der begehbaren
CAMERA OBSCURA,
Samstag 09. Mai um 15 Uhr
Bärbel Möllmann – Camera obscura
"Jedes hohle Objekt, auch jeder Raum, lässt sich in eine Camera obscura 1 verwandeln, einfach, indem man es bis auf eine kleine Öffnung verdunkelt.
Die Begehung einer Camera obscura ist eine besondere Erfahrung: Für das Bilderlebnis muss der Betrachter in die völlige Dunkelheit der Camera obscura eintreten und warten, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben. Erst nach einiger Zeit erscheint, auf der gegenüberliegenden Wand der Öffnung, die umgekehrte Projektion dessen, was sich vor dem Fenster befindet. Die Wahrnehmung erfordert Zeit. Nur langsam wird das Bild sichtbar und erzeugt das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein, nicht unähnlich der eines Tauchers unter Wasser. Je länger man sich in dem Raum befindet, desto mehr vertieft man sich in die Welt der Camera obscura und verliert jegliches Zeit- und Raumgefühl.
Bei dem Bau einer Camera obscura geht es Bärbel Möllmann nicht einfach nur um den Effekt der Camera obscura, sondern um die Sensibilisierung von Wahrnehmung: Von Innen- und Aussenraum, der Umkehrung des Raumes, und der Reflektion von Raum und Zeit. Das Endprodukt ist das Bild. – Eine Verschmelzung von Innen- und Aussenwelt.
Bärbel Möllmann verwandelt die Räume des Künstlerhauses Goldstraße in eine begehbare Camera obscura, die am Wochenende vom 9. und 10. Mai 2026 besichtigt werden kann.
Über die Künstlerin
Seit 1996 arbeitet Bärbel Möllmann mit der Lochkamera bzw. der Camera obscura.
In ihren aktuellen Arbeiten baut sie Wohnungen in begehbare Camerae obscurae
um, und fotografiert die dargestellte Projektion der Camera obscura.
1 Eine Camera obscura ( lat . camera„ Kammer ;“obscura„ dunkel )“ist ein dunkler Raum mit einem Loch in der Wand, die als Metapher für die menschliche Wahrnehmung und für die Herstellung von Bildern verwendet wird. Hat der dunkle Raum die Größe einer Schachtel, spricht man auch von einer Lochkamera."