28/04/2026
Morgen wird es ernst. Morgen wird darüber abgestimmt, ob die Psychotherapie in Deutschland zerstört wird oder nicht. Ich bitte Euch dringend diese zu lesen und zu handeln.
Wir benötigen endlich einen Schulterschluss, Solidarität zwischen Therapeuten und Betroffenen.
Reicht den offenen Brief an Eure regionalen Mandatsträger weiter. Sendet Ihn an Eure Krankenkasse.
Den FONDS sexueller Gewalt hat man Euch schon genommen.
Bitte werdet jetzt aktiv. Tausend aus dieser Gruppe haben immer noch nicht die wichtige Petition unterzeichnet.
Das ist das einfachste, was man tun kann, um aktiv zu werden.
Es geht um Euch, um Eure Versorgung, um Eure Therapien, ambulant und stationär. Macht bitte mit. Und steht für Euch und andere Betroffene ein! LG Martina
Hier eine eindringliche Mail von Michaela Huber:
Liebe KollegInnen,
ein Thema, das uns in der Trauma-Support-Liste seit Monaten erreicht — aus Praxen, aus Weiterbildungen, aus Selbsthilfegruppen — ist dieses: Wie lange noch?
Seit dem 1. April 2026 sind die Honorare für psychotherapeutische Leistungen um 4,5 Prozent gesenkt. Morgen, am 29. April 2026, soll der Kabinettsentwurf zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen werden. Was darin steht, verschärft die Lage für die Betroffenen noch einmal grundlegend:
➡ Streichung der Zuschläge zur Kurzzeittherapie
➡ Wiedereinführung der Budgetierung — ein gedeckelter Geldtopf für psychotherapeutische Versorgung
Ist dieser Topf ausgeschöpft, werden notwendige Behandlungen nicht mehr vollständig bezahlt. Obwohl Menschen krank sind. Obwohl der Bedarf wächst. Obwohl die Praxen weiterarbeiten.
Die Suizidrate in Deutschland ist 2024 bereits um 7,1 Prozent gegenüber dem Zehnjahresschnitt gestiegen — 10.372 Menschen haben sich das Leben genommen. Das sind die Zahlen von gestern. Was passiert, wenn psychotherapeutische Versorgung weiter ausgehöhlt wird, ist keine Spekulation. Es ist eine Frage der Zeit.
Die Folgen der Budgetierung kennen wir:
❌ Noch längere Wartezeiten
❌ Weniger Therapieplätze
❌ Mehr Chronifizierung psychischer Erkrankungen
❌ Mehr stationäre Einweisungen
❌ Längere Krankschreibungen
❌ Höhere Suizidraten
❌ Höhere Folgekosten im Gesamtsystem
Was hier gespart werden soll, wird das Vielfache kosten — nicht nur in Euros, sondern in Menschenleben.
Ich habe einen offenen Brief an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und den Deutschen Bundestag veröffentlicht. Bitte lesen Sie/lest ihn — und leiten Sie/leitet ihn an Ihre/Eure Abgeordneten weiter. Schreiben Sie/schreibt ihnen persönlich. Als KollegIn. Als Betroffene/r. Als Mensch, dem psychische Gesundheit wichtig ist.
👉 [https://michaela-huber.com/2026/04/23/offener-brief-von-michaela-huber-stoppt-die-zerstoerung-der-psychotherapeutischen-versorgung-in-deutschland/](https://michaela-huber.com/2026/04/23/offener-brief-von-michaela-huber-stoppt-die-zerstoerung-der-psychotherapeutischen-versorgung-in-deutschland/)
Ihre/Eure Abgeordneten finden Sie/findet Ihr unter: www.bundestag.de/abgeordnete
Und unterzeichnen Sie/unterzeichnet bitte die Petition der Betroffenen:
👉https://www.openpetition.de/petition/online/sofortiger-stopp-mit-der-zerstoerung-der-psychotherapie/unterschreiben/adresse
Herzlichst
Ihre/Eure
Michaela Huber, Listenchefin
Sofortige Rücknahme der Vergütungskürzung. Stopp aller weiteren Kürzungspläne. Keine Zweiklassenversorgung. Therapie nach Bedarf – für alle Erkrankten!