31/05/2026
Wie MS entsteht und welche Faktoren den Krankheitsverlauf beeinflussen, beschäftigt die Forschung seit vielen Jahren. 🔬
Dabei wird immer deutlicher, dass neben genetischen Voraussetzungen auch Umwelt- und Lebensstilfaktoren eine Rolle spielen können. Neue Studien helfen dabei, diese Zusammenhänge besser zu verstehen und liefern wichtige Hinweise für Forschung und Prävention. 📚
Mehr dazu im verlinkten Beitrag.
Biologische Auswirkungen von Rauchen auf MS
Die aktuelle Forschung zeigt, wie komplex die Entstehung und Entwicklung der Erkrankung tatsächlich ist. Auch Umwelt- und Lebensstilfaktoren rücken immer stärker in den Mittelpunkt wissenschaftlicher Untersuchungen. Besonders hervorzuheben ist eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse, die 132 internationale Studien mit insgesamt über 109.000 Menschen mit MS und mehr als 16 Millionen Kontrollpersonen auswertete. Die Analyse bestätigte unter anderem Zusammenhänge zwischen Rauchen, bestimmten Virusinfektionen, wie dem Epstein-Barr-Virus (EBV), sowie Vitamin-D-Mangel und einem erhöhten Risiko für Multiple Sklerose. Rauchen war dabei mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit verbunden, an MS zu erkranken.
Lange wurde Rauchen dabei vor allem als allgemeiner Gesundheitsrisikofaktor betrachtet. Die Meta-Analyse zeigt, dass Rauchen mit einer fast 50 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit für eine MS-Erkrankung assoziiert wird.
Eine aktuelle kleinere Mikrobiom-Studie beschäftigt sich mit den konkreten biologischen Auswirkungen auf Immun- und Schleimhautsysteme. Von 69 Menschen mit MS und 40 gesunden Kontrollpersonen wurden Proben genommen. Dabei fanden die Forschenden Unterschiede in bestimmten Bakterienarten, die teilweise mit Krankheitsverlauf, Entzündungsprozessen und Tabakkonsum in Zusammenhang gebracht wurden.
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