Deutsche Fotothek

Deutsche Fotothek Kulturgeschichtliches Universalarchiv mit einem Gesamtbestand von über 6 Millionen Bilddokumenten

► Der Werbefotograf Goetz-Eberhard Sobek ist im Alter von 99 Jahren verstorben. Er hätte am 13. Juli seinen 100. Geburts...
10/07/2026

► Der Werbefotograf Goetz-Eberhard Sobek ist im Alter von 99 Jahren verstorben. Er hätte am 13. Juli seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Die großen gesellschaftlichen Umbrüche der 1950er bis 1980er Jahre lassen sich im Werk Sobeks mühelos ablesen, ebenso der Wandel der visuellen Kommunikation. Wir können bei ihm quasi rückblickend die Werbung beobachten, wie sie die Gesellschaft beobachtet. Und dies geschieht mit großer fotografischer Meisterschaft.
Götz-Eberhard Sobek (13.07.1926–11.06.2026) wurde im schlesischen Oberschreiberhau (Szklarska Poręba) geboren und verbrachte seine Kindheit in Breslau (Wrocław). Von 1948 bis 1951 absolvierte er ein Studium an der Bayerischen Staatslehranstalt für Lichtbildwesen in München. 1962 machte er sich schließlich mit dem Foto-Studio Goetz E. Sobek in Frankfurt selbstständig.
Nachdem Sobek zunächst im Bereich Architekturfotografie tätig war, wandte er sich zunehmend der expandierenden Werbebranche zu. Zu seinen Hauptkunden zählten die Automobil- (Opel, Mercedes-Benz, Fiat) und die Tabakindustrie (Reyno, Overstolz). Zudem bediente er ein breites Spektrum der Produktfotografie: Dessous (Fabrice), Mode (Hettlage), Kosmetik (Ellen Betrix), Textilien (perlon) oder pharmazeutische Produkte (Adumbran).
In seinen Werbekampagnen experimentierte er mit visuellen Effekten. Er nutzte Zooms, Schwarzlichtblitze, Rückprojektionen und Bewegungsunschärfe – zum Beispiel, um Tempo in der Automobilwerbung zu visualisieren. Sobeks Reklamearbeiten sprechen oft gezielt das Unterbewusste an und gelten als mustergültige Beispiele für die Werbestrategien insbesondere der Wirtschaftswunderzeit. Sobeks fotografischer Vorlass wurde seit 2020 in die Deutsche Fotothek übernommen.

► Die Beisetzung von Götz-Eberhard Sobek findet am 13.07.2026 statt.
Unser Mitgefühl gilt seinen Hinterbliebenen.

📸 Götz-Eberhard Sobek:
[1] Zoom-Kopf, um 1971
[2] Model in einem Kleid mit Schleppe, 1960
[3] Mondrian-Courrèges, 1965
[4] Opel-Kampagne, um 1964
[5] Paisley, um 1968
[6] Style Geometric, Trevira GmbH, um 1965
[7] Aufnahme für Castrol-Kalender "Girls and Cars", 1980
[8] Spiegelbild, 1965/1969
©Deutsche Fotothek/ Götz-Eberhard Sobek

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Neue Ausstellung in der Bib-Lounge: „Norbert Vogel. Stadtraum“📷 Die Deutsche Fotothek zeigt seit dieser Woche Fotografie...
30/06/2026

Neue Ausstellung in der Bib-Lounge: „Norbert Vogel. Stadtraum“
📷
Die Deutsche Fotothek zeigt seit dieser Woche Fotografien von Norbert Vogel in der Cafeteria der Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden .

► Norbert Vogel gehört zu den Großen der ostdeutschen Fotografie. Seine Themen waren der Mensch als soziales Wesen und seine Umwelt – stets verstanden als gestaltete Umgebung, die auf das Individuum zurückwirkt und seine Lebenswirklichkeit prägt.

Norbert Vogel zeigt sein Leipzig ab Mitte der 1970er Jahre in dichten Smog gehüllt. Die Stadt erscheint als erstarrter, seltsam leerer, geradezu unbewohnter Lebensraum, den Menschen lediglich schattenhaft passieren. In fahlem Licht werden Brücken, Straßen und Fassaden, Mauern, Zäune oder Abrisshäuser zu Sinnbildern eines erschöpften, perspektivlosen Ortes mit ungewisser Zukunft. Mit formaler Strenge, sorgfältiger Komposition und einem Blick für das Detail gelingt es ihm, aus der Tristesse der späten DDR ein bedrückendes, dennoch nie hoffnungsloses Porträt der Zeit kurz vor dem Aufbruch von 1989 zu schaffen.

Er absolvierte eine Lehre als Fotograf in Eichwalde bei Berlin, bis 1970 studierte er Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Anschließend war er freischaffend im Berliner Raum und in Leipzig tätig. Es entstanden zahlreiche Reportagen, Werbeaufnahmen für Anzeigen, Kataloge und Messen sowie Portraits, Reisefotografien und Fotomontagen. Im Jahr 2023 übernahm die Deutsche Fotothek Norbert Vogels komplettes Negativarchiv.

► loungeaffairs 9: Norbert Vogel. Stadtraum
📅 30. Juni 2026 bis 24. Januar 2027
📍 SLUB Dresden, Cafeteria Bib-Lounge
Öffnungszeiten: Montag–Freitag: 10:00–18:00 Uhr

👉 Eintritt frei

► Parallel zur Ausstellung „Stadtraum“ in der SLUB wird mit „Freiraum“ ein weiterer Ausschnitt aus Norbert Vogels Werk im Ausstellungsraum Projektraum bautzner69 30.7. bis 12.9.2026 gezeigt.

📸 Norbert Vogel:
[1] Blick vom Fockeberg, Leipzig, 1985
[2] Friedrich-Engels-Platz, Leipzig, 1985
[3] Petersstraße mit Thomaskirche, Leipzig, 1983
[4] Leipzig, 1989
©Deutsche Fotothek/Norbert Vogel

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📸 »Damit Bilder bleiben! Das fotografische Archiv als visuelles Gedächtnis«Am Freitag veranstaltet FREELENS  in Kooperat...
15/06/2026

📸 »Damit Bilder bleiben! Das fotografische Archiv als visuelles Gedächtnis«

Am Freitag veranstaltet FREELENS in Kooperation mit der Deutschen Fotothek ein Symposium zum Thema »Damit Bilder bleiben! Das fotografische Archiv als visuelles Gedächtnis«. Im Zentrum stehen die drängenden Fragen rund um fotografische Vor- und Nachlässe. Gemeinsam mit Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen wird praxisnah diskutiert, wie nachhaltige Archivstrukturen entstehen können und wie sich der Umgang mit fotografischem Erbe sinnvoll gestalten lässt.

📅 Freitag, 19.06.2026
⌚ Einlass: 13:00 Uhr | Beginn: 14:00 Uhr | Ende: 17:30 Uhr
📍 Ort: Deutsche Fotothek, SLUB Dresden, Zellescher Weg 18, Klemperer-Saal (1. OG)

👉 Eintritt frei
Wir freuen uns auf euer Kommen!

Fotografische Vor- und Nachlässe sind oft unsachgemäß gelagert und weder systematisch geordnet noch mit ausreichenden Metadaten versehen. Dieser Umstand hat weitreichende Folgen für deren Bewahrung und die spätere Aufarbeitung durch Dritte. Erb*innen und Nachlassverwalter*innen sehen sich häufig mit überbordenden Archiven konfrontiert, ohne ausreichende Kenntnisse, Mittel oder Orientierung.

Das Symposium wird sich diesen Problemlagen aus interdisziplinärer Perspektive widmen und möchte Bewusstsein bei den Produzent*innen schaffen: Wie kann eine nachhaltige Archivpraxis schon zu Lebzeiten der Urheber*innen entstehen? Welche Rolle spielen Institutionen bei der Sicherung fotografischen Erbes? Und wie lässt sich der Umgang mit Nachlässen sinnvoll unterstützen?

Fotograf*innen, Archivar*innen und Kurator*innen werden hierzu in einen Austausch treten – für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem visuellen Gedächtnis der Gesellschaft.

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[1] Sibylle Bergemann: Maren, Berlin, 1989 © Estate Sibylle Bergemann/OSTKREUZ

[2] Rudi Meisel: S-Bahnsteig Alexanderplatz, Berlin-Mitte, DDR, 1980 © Deutsche Fotothek/Rudi Meisel

Matthias Creutziger erhält in Würdigung seines Schaffens den diesjährigen Kunstpreis 🏆 der Stadt Dresden. Aus diesem Anl...
26/05/2026

Matthias Creutziger erhält in Würdigung seines Schaffens den diesjährigen Kunstpreis 🏆 der Stadt Dresden. Aus diesem Anlass präsentiert die Deutsche Fotothek eine Auswahl seiner mitreißenden Porträts Musikschaffender von Jazz bis Klassik im Dresdner Kulturrathaus.

Wir laden herzlich zu einem Besuch der Ausstellung „Matthias Creutziger.Fotografie“ ein.

👉 Der Eintritt ist frei.

📍 Kunstfoyer im 1. OG des Kulturrathauses, Königstraße 15, Dresden
📅 13.5. bis 25.6.2026
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr
Freitag von 9 bis 16 Uhr (außer an Feiertagen)

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Neue Ausstellung der Deutschen Fotothek zu Gast im Leonhardi-Museum zeigt das Schaffen des namhaften Loschwitzer Fotogra...
23/03/2026

Neue Ausstellung der Deutschen Fotothek zu Gast im Leonhardi-Museum zeigt das Schaffen des namhaften Loschwitzer Fotografen August Kotzsch.

🥂 Ausstellungeröffnung:
Freitag, 27. März 2026, um 20 Uhr

► August Kotzsch, bedeutender Fotograf des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wird an seinem ehemaligen Wirkungsort Loschwitz in seinem vielseitigen Schaffen präsentiert. Neben Ortsansichten, malerischen Landschaften und inszenierten Genredarstellungen sind auch Kotzschs „Studien nach der Natur“ zwischen Spätromantik und verblüffend moderner Bildsprache zu entdecken.

📖 Anlass der Ausstellung ist das Erscheinen des über 1.000 Arbeiten umfassenden Werkverzeichnisses im Schirmer/Mosel-Verlag. Bislang unbekannte Motive, die im Zuge der Recherchen ausfindig gemacht wurden, und ein besonderer Fokus auf Kotzschs fotografischer Praxis und den Vertrieb seiner Bilder bieten neue Einblicke in die Kotzsch-Forschung.
► Eine Zusammenarbeit mit dem Ortsverein Loschwitz-Wachwitz e.V.

🎞️ Ausstellung: AUGUST KOTZSCH. Fotografie
📍 Leonhardi-Museum, Grundstraße 26, Dresden
📅 28.03.–21.06.2026
www.leonhardi-museum.de
Öffnungszeiten: Di–Fr 14–18 Uhr, Sa + So 10–18 Uhr

► mit einer zeitgenössischen Annäherung von Martin Bertelmann

Zur Eröffnung am 27. März sprechen:
Bernd Heise, Leiter Leonhardi-Museum
Jens Bove, Leiter Deutsche Fotothek
Agnes Matthias, Kuratorin Deutsche Fotothek

📷 August Kotzsch:
[1] Großer Eichenstamm, 1860-1868
[3] „Pyrus“, blühender Zierquittenzweig, 1875–1885


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📖 Unsere neueste Publikation:"Michael Tank – Fotografien 1972 bis 1991"und Ausstellung in der veränderbar► Michael Tank ...
27/02/2026

📖 Unsere neueste Publikation:

"Michael Tank – Fotografien 1972 bis 1991"
und Ausstellung in der veränderbar

► Michael Tank hat sich an der DDR gerieben, Missstände prangerte er beharrlich an. Gleichzeitig ist in seinen Fotografien eine gewisse Sehnsucht nach einem Aufbruch spürbar, Hoffnung auf Veränderung, später dann zunehmend Resignation. Wie und unter welchen Umständen Tank das Leben in der DDR bis zu seiner Flucht fotografisch ins Bild gesetzt hat, ist bemerkenswert, auch weil er von Rostock aus weit abseits der Ostberliner Bohème agierte, von der die kritische ostdeutsche Fotografie der 1980er-Jahre maßgeblich geprägt worden ist. Seine Motive fand Tank im privaten und betrieblichen Umfeld, mitten im Alltag, aber auch an den Rändern der Gesellschaft. Die erste umfangreiche Auswahl aus dem Werk von Michael Tank lädt ein zur Wiederentdeckung eines Fotografen, dessen Bilder durch einen authentischen, immer empathischen und vor allem fordernden Blick geprägt sind. Michael Tank wollte zeigen, was ist, mit dem Anspruch, dass es nicht so bleibt.

👉 Blick ins Buch: https://www.sandstein-kultur.de/shop/michael-tank
Sandstein.Kultur
Herausgegeben von Jens Bove (ISBN 978-3-95498-910-2)

Ausstellung:
📍Veränderbar, Görlitzer Straße 42, 01099 Dresden
📅 21. Februar bis 8. April 2026
Öffnungszeiten: www.artderkultur.de

📸 Michael Tank:
[1] Rostock, Evershagen, 1986
[2/3] Weltfestspiele der Jugend und Studenten, Berlin, 1973
© Deutsche Fotothek/Michael Tank

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🔦 Spotlight in der Lausitz: Nummer 8 unserer Veranstaltungsreihe Fotothek.spotlight findet am Donnerstag, den 29. Januar...
28/01/2026

🔦 Spotlight in der Lausitz: Nummer 8 unserer Veranstaltungsreihe Fotothek.spotlight findet am Donnerstag, den 29. Januar 2026 im museum.forst.lausitz statt. Anlass ist die Sonderausstellung „Annäherungen. Forst (Lausitz)“ der ASA - Gruppe Fotografie mit Frank Höhler, Thomas Kläber, Georg Krause und Jürgen Matschie. Die vier Fotografen, die alle mit Werken in der Deutschen Fotothek vertreten sind, haben sich drei Jahre lang mit der direkt an der polnischen Grenze gelegenen Stadt auseinandergesetzt. Im Gespräch mit Jens Bove und Agnes Matthias wird es unter dem Motto „Kollektiv subjektiv“ um diese Fotoexkursion wie auch andere Projekte gehen.

👉 Ihr seid am Donnerstag in der Lausitz oder Umgebung unterwegs? Dann kommt vorbei, es wird garantiert spannend!

📅 29.01.2026, 18 Uhr
📍 Forster. Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz

📷
[1/3] ©Jürgen Matschie
[2] ©Frank Junge

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  Der seit 2005 von den Vereinten Nationen eingeführte „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ ver...
27/01/2026

Der seit 2005 von den Vereinten Nationen eingeführte „Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ verweist auf den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945. An diesem Gedenktag soll an die Opfer des Holocaust erinnert und ein starkes Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus gesetzt werden.


Wir erinnern an diesem Tag mit der eindrücklichen Fotoserie "totenstill" von Dirk Reinartz, die sich mit den ehemaligen deutschen Konzentrationslagern beschäftigt. Die publizierte und vielfach ausgestellte Serie ist eine Auseinandersetzung mit der Thematik des Massenmords über die baulichen Relikte der heutigen Gedenkstätten. Reinartz fotografierte diese Orte als stille und doch sprechende Architekturen, als menschenleere Stätten, die als solche das schmerzhaft Abwesende evozieren. Im strengen Schwarzweiß, dieselben Blicke an verschiedenen Orten wiederholend und die überall gleiche Infrastruktur der Anlagen herausarbeitend, wird in den Bildern die brutale Systematik des kalt organisierten staatlichen Tötens sichtbar.

► Die ganze Serie "totenstill" von Dirk Reinartz findet ihr auf unserer Webseite.

📸 Dirk Reinartz:

[1] Appellplatz mit Gleisen, Mittelbau-Dora, Nordhausen, 1993

[2] Lagertor zum 1. Festungshof, Kleine Festung, Theresienstadt, 1987

[3] Theresienstadt, 1987

[4] Zellenbau, Sachsenhausen, 1991

[5] Appellplatz, Dachau, 1992

[6] Erschießungsgang zwischen Zellenblock und Kommandantur, Ravensbrück, 1993

© Deutsche Fotothek/Dirk Reinartz

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📢   / Unbefristete Vollzeitstelle als Fotograf:in zu vergeben!Dein Blick für Bilder. Dein Beitrag zum kulturellen Gedäch...
09/01/2026

📢 / Unbefristete Vollzeitstelle als Fotograf:in zu vergeben!

Dein Blick für Bilder. Dein Beitrag zum kulturellen Gedächtnis.

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Bewerbungsfrist: 15.02.2026
Alle Infos unter 👉 https://slubdd.de/r6

Adresse

Zellescher Weg 18
Dresden
01069

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